Ab hier übernehmen die Pferde
Jan Böhmermann, Olli Schulz
Nach der Winterpause starten die beiden zerknittert ins neue Jahr 2025 — Jan schwärmt vom entspanntesten Winterurlaub aller Zeiten, ganz ohne Viren und Corona. Sein neues Vorsatz-Projekt: der konsequente Nicht-Stören-Modus am iPhone, was allerdings erst mal zu sieben unbeantworteten SMS von Mama führte.
„Hier sind zwei kleine Winterbärchen, die noch im Winterschlaf sind. Ist das hell hier draußen. Eigentlich weckt man ja Säugetiere, die Winterschlaf machen, nicht schon am 19. Januar.“
Erwähnte Medien (43)
Unveröffentlichtes Buch von Ulf Poschardt
Ulf Poschardt · 2005
Die Veränderung der politischen Verhältnisse kann unter Gesichtspunkten einer Veränderung der technisch-kommunikativen Bedingungen betrachtet werden. Sie ist aber zugleich auch Wirkung einer forcierten globalen Ökonomie, deren Faktoren zunehmend den Charakter eines Mediensystems prägen, das seinerseits Kommunikations-, Darstellungs- und Lebensformen vermittelt.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:41:12 „Einmal zu dieser komischen Mein-Buch-wurde-nicht-publiziert-Pose. Das ist doch so geil. Alter, wenn du ein scheiß Buch schreibst, dann schreibst du ein scheiß Buch und kein Verlag ist gezwungen dazu, auch das ist Meinungsfreiheit, dein Rotz zu publizieren.“
Jan Böhmermann kommentiert polemisch den Fall, dass Ulf Poschardt ein Buch geschrieben hat, das kein Verlag veröffentlichen wollte, woraus Poschardt eine Gecancelt-Erzählung konstruiert habe. Böhmermann findet es absurd, daraus ein Zensur-Narrativ zu machen, und schlägt sarkastisch vor, es als X-Megathread zu veröffentlichen.
Drive to Fast
Sculpture Club
Sculpture Club präsentiert mit "Drive to Fast" einen melodischen Song, der sich als idealer Begleiter für den Jahresstart eignet. Das Stück besticht durch seine ansprechende Komposition und wird von Olli Schulz als Musiktipp hervorgehoben. Neben dem einzelnen Track wird auch das zugehörige Album empfohlen, das durchweg hohe Hörerqualität bietet.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:42:48 „Sculpture Club mit Drive to Fast, ein wirklich schöner Song für den Jahresanfang. Sculpture Club, Drive to Fast, auch die Platte ist sehr gut auf die Liste.“
Olli Schulz stellt seine aktuellen Musiktipps vor und empfiehlt den Song als schönen Jahresauftakt. Er betont, dass auch das zugehörige Album hörenswert sei.
Scheißauge
Turbostaat
Turbostaat ist eine Punkrockband aus Norddeutschland. Sie besteht aus Jan Windmeier (Gesang), Marten Ebsen (Gitarre), Tobert Knopp (Bass), Roland Santos (Gitarre) und Peter Carstens (Drums) und ging im Januar 1999 aus verschiedenen weniger beachteten Punkbands (namentlich Exil, Zack Ahoi und Unabomber) hervor. Nach dem Umzug der Bandmitglieder von Husum nach Flensburg wurde 2001 das Album Flamingo über das Label Schiffen veröffentlicht, ebenso wie 2003 der Nachfolger Schwan. Beide Platten fanden über 5000 Abnehmer.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:43:29 „Scheißauge heißt der Song von der neuen Platte, den ich auf die Liste packe. Abfreit also seit vorgestern online. Hört sie euch an, geht zu den Konzerten. Einfach eine stabile Band. Eine Band, auf die man sich verlassen kann.“
Olli Schulz empfiehlt den Song von der neuen Platte der Flensburger Punkband Turbostaat, die er als eine der besten deutschen Livebands und als Band beschreibt, auf die man sich in diesem 'maroden Land' verlassen kann. Er geht zu ihren Konzerten bewusst nicht backstage, weil er einfach nur das Konzert genießen will.
Bader Meinhof
Luke Haynes and The Auteurs
Der Song „Bader Meinhof" von Luke Haynes und The Auteurs erzählt die Geschichte der Baader-Meinhof-Gruppe aus einer romantisierenden ausländischen Perspektive im Bonnie-und-Clyde-Stil. Der Künstler nähert sich damit einem sensiblen Thema der deutschen Geschichte aus kulturellem Abstand. Interessant ist die Spannung zwischen dieser ästhetisierten Darstellung und der historischen Realität – Gewalt, Sexismus und ideologische Verwirrtheit sind deutlich weniger verklärbar.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:44:10 „Der Künstler heißt Luke Haynes und The Auteurs ist die Band, die mitspielt. Und der Song heißt Bader Meinhof. Es ist quasi ein ausländischer Blick auf die Bader-Meinhof-Bande. Er versucht so ein bisschen im Bonnie-und-Kleid-Stil Bader-Meinhof zu erzählen.“
Jan Böhmermann stellt einen Song vor, der die Baader-Meinhof-Gruppe aus einer ausländischen, romantisierenden Perspektive im Bonnie-und-Clyde-Stil erzählt. Er merkt als Deutscher kritisch an, dass die Realität weit weniger romantisch war – viel Gewalt, Sexismus und Dummheit.
Fool on the Hill
The Beatles
The Fool on the Hill (englisch für „Der Narr auf dem Hügel“) ist ein Song der britischen Band The Beatles aus dem Jahr 1967. Das Lied wurde von Paul McCartney geschrieben, es steht allerdings unter dem bei den Beatles üblichen Copyright Lennon/McCartney. Das Stück wurde erstmals auf der Doppel-EP Magical Mystery Tour veröffentlicht.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:44:41 „Einer meiner Lieblingssongs, weil er mich lyrisch so anspricht, ist Fool on the Hill von den Beatles. Und dann gibt's eine ganz tolle Version von Fool on the Hill von Herman van Veen.“
Jan Böhmermann erwähnt das Beatles-Original als einen seiner Lieblingssongs, der ihn besonders textlich anspricht. Er nutzt das als Überleitung zur Empfehlung der Coverversion von Herman van Veen.
Jemand zieht sich aus
Herman van Veen
Herman van Veens „Jemand zieht sich aus" war der Schlusssong der Radio-1-Sendung und hat für Olli Schulz eine emotionale Bedeutung bewahrt. Nach Jahre war der Song in Vergessenheit geraten, bis Schulz ihn zufällig im Auto hörte und wieder von der Qualität überzeugt wurde. Er plädiert dafür, den Song wieder in die Rotation aufzunehmen und damit ein Stück Radiogeschichte zu bewahren. Das Lied zeigt, wie vermeintlich vergessene Künstler und ihre Werke in der Popkultur nachwirken können.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:45:00 „Genau, unser alter Schlusssong von Radio 1. Den habe ich neulich, da bin ich mit dem Auto gefahren und da habe ich irgendwie so geschaffelt und dann kam der so. Der wird mir immer ganz warm. Wollen wir den nicht einfach auch nochmal mit draufpacken?“
Olli Schulz erinnert sich an den ehemaligen Schlusssong ihrer Radio-1-Sendung von Herman van Veen, der ihm beim zufälligen Hören im Auto ein warmes Gefühl gegeben hat. Er schlägt vor, den Song wieder in die Playlist aufzunehmen.
Pumuckl
Ellis Kaut · 1982
Der Schreinermeister Eder wundert sich über seltsame Ereignisse in seiner Werkstatt: Ständig verschwinden Dinge. Doch eines Tages erscheint ein vorwitziger rothaariger Kobold, der Pumuckl heißt. Der ist für alle Menschen unsichtbar, außer für Eder, weil er an dessen Leimtopf klebengeblieben ist. Deshalb muss er für immer bei ihm bleiben, das ist laut Pumuckl Koboldsgesetz.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:51:38 „Ich habe Pumuckl gesehen, die Neuverfilmung von Pumuckl. Und ich dachte, das gibt es doch gar nicht. Das ist ja wirklich die Stimme von, weißt du noch, wer der Synchronsprecher war von Pumuckl? Hans Clarin, na klar.“
Olli Schulz leitet eine Diskussion über KI ein, indem er die Neuverfilmung von Pumuckl als positives Beispiel nennt. Die Stimme des verstorbenen Hans Clarin wurde per KI nachgebildet, was Olli überzeugt hat – er will Pumuckl nur mit genau dieser Stimme hören und findet das Ergebnis gelungen.
Spencer
Pablo Larraín · 2021
Dezember 1991: In der Ehe zwischen dem Prinzen und der Prinzessin von Wales herrscht seit Langem Eiszeit. Trotz der wilden Gerüchte über Affären und eine Scheidung wird für die Weihnachtsfeierlichkeiten auf dem königlichen Landsitz Sandringham ein Frieden verhängt. Es wird gegessen und getrunken, geschossen und gejagt. Diana kennt das Spiel. Dieses Jahr wird es eine ganz andere Wendung nehmen.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 00:52:39 „Wir haben beim Spencer-Film ja, fing das an mit Hans-Petsch, der vorgelesen hat, der hat die Spencer-Stimme. Das haben auch viele gefragt, ist das KI gewesen? Nee, das war eine alte Aufnahme.“
Im Kontext der KI-Stimmen-Diskussion erwähnt Jan Böhmermann seinen eigenen Spencer-Film, bei dem Hans-Peter Korff (Hans Petsch) als Erzähler zu hören war. Viele hätten gefragt, ob das bereits KI gewesen sei, aber es handelte sich um eine echte alte Aufnahme.
The Sopranos
David Chase · 1999
Der Mafiaboss Tony Soprano aus New Jersey hat mit persönlichen und beruflichen Problemen zu kämpfen, die sich auf seine psychische Verfassung auswirken und ihn dazu bringen, sich in psychotherapeutische Behandlung zu begeben.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:54:30 „Wie Toni Soprano. Ja, wie Toni. Ey, sehr gutes Bild. Super, Jan. Hast du überhaupt die Sopranos gesehen? Na klar. Geil. Ich hab sogar einen Rewatch versucht in den Ferien, aber hat nicht so ganz geklappt. Ich werd jetzt auch bald einen Rewatch machen. Ich lieb das. Ich hab schon zweimal durchgesehen. Ich liebe die Sopranos.“
Als Olli über seine Erfahrungen mit Psychotherapie spricht – dass er zweimal abgebrochen hat, bevor er den richtigen Therapeuten fand – zieht Jan den Vergleich zu Tony Soprano. Olli greift das begeistert auf und schwärmt von der Serie, die er bereits zweimal komplett gesehen hat und bald erneut schauen will.
The Insider
Michael Mann · 1999
Der CBS-Journalist Lowell Bergman wittert eine gute Story für seine investigative Nachrichtensendung '60 Minutes' im Fernsehen, als er den Wissenschaftler Jeffrey Wigand, entlassener Manager der Tabakindustrie, vor das Mikrofon bekommt. Wigand weiß einiges, vor allem über den Zusatz von Suchtmitteln zu dem normalen Zigarettentabak.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:02:12 „Alle die Sachen, die ich sehen will, zum Beispiel der Film mit Russell Crowe von Michael Mann, The Insider, super Film, wollte ich nochmal sehen, gibt es nirgendwo.“
Olli Schulz beklagt sich über die Fragmentierung der Streaming-Landschaft. The Insider von Michael Mann mit Russell Crowe ist einer der Filme, die er gerne erneut sehen würde, aber auf keiner Plattform verfügbar findet. Er bezeichnet ihn als tollen Film, den er damals im Kino gesehen hat.
Club Las Piranjas
Hape Kerkeling · 1995
Urlaubshungrige Menschen mit den unterschiedlichsten Vorstellungen treffen im Ferienclub 'Las Piranjas' aufeinander, vom Tankwart bis zum Rentner. Was sie dann im Club 'Las Piranjas' erwartet, sind vor allem die beiden Animateure Edwin und Biggi. Die bemühten Stimmungsmacher nehmen ihre Sache ernst, vom 'Brennball zum Kennenlernen' bis hin zu abendlichen Veranstaltungen mit Kostüm- und Teilnahmezwang. Das hält keiner der Gäste lange aus.
🗣 Olli Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:02:31 „Ich wollte Club Las Piranjas gucken und musste dafür ein ARD-Plus-Abo abschließen. Das meine ich, dass es nur noch mit Abo was gibt.“
Als weiteres Beispiel für die Streaming-Problematik erwähnt Olli den Film Club Las Piranjas, für den er extra ein ARD-Plus-Abo abschließen musste. Es illustriert seinen Frust darüber, dass selbst ältere Filme hinter Bezahlschranken verschwinden.
Jackie Brown
Quentin Tarantino · 1997
Mit Schwarzgeld wird Jackie Brown am Flughafen gestellt. Das FBI wittert die große Chance, durch Jackies Aussage einen Schmuggler-Ring auszuheben. Die Cops sind bereit, Jackie laufen zu lassen, wenn sie den Namen ihres Auftraggebers preisgibt. Die Entscheidung fällt ihr schwer, denn Ordell Robbie, ihr Boss und Drahtzieher der dubiosen Waffen-Schmuggel-Geschäfte, würde sie umbringen, wenn er Wind von einem Deal mit dem FBI bekäme.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:02:34 „Jackie Brown von Tarantino, einer meiner Lieblingsfilme von ihm, den wollte ich mal wieder sehen, hab ich zehn Jahre nicht gesehen. Den kannst du nur sehen, wenn sie hier noch den Zusatzchannel bei Prime...“
Im selben Rant über fehlende Streaming-Verfügbarkeit nennt Olli Jackie Brown als einen seiner Lieblings-Tarantino-Filme, den er seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat. Der Film ist nur über kostenpflichtige Zusatzkanäle verfügbar, was ihn frustriert.
Klein, niedlich und unverwüstlich – das Bärtierchen
52-minütige Arte-Dokumentation über Bärtierchen, winzige Wasserbewohner mit erstaunlichen Überlebensfähigkeiten. Die Doku beleuchtet ihre faszinierenden biologischen Eigenschaften und Widerstandsfähigkeit gegen extreme Bedingungen, selbst den absoluten Nullpunkt.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:03:43 „Klein, niedlich und unverwüstlich, das Bärtchen. 52 Minuten, eine Dokumentation. Schaut sie euch an. Bei Arte und Arte ist es jetzt auch so cool und stellt es auf YouTube.“
Olli Schulz ist begeistert von einer 52-minütigen Arte-Dokumentation über Bärtierchen, winzige Wasserbewohner, die selbst den absoluten Nullpunkt überleben. Er empfiehlt sie enthusiastisch, beschreibt ausführlich die faszinierenden Eigenschaften der Tiere und lobt Arte als seinen Lieblingssender. Die Doku ist auch auf dem Arte-YouTube-Kanal verfügbar.
Franz Beckenbauer
Thorsten Körner · 2015
Fußball-Legende Franz Beckenbauer zeigt dem preisgekrönten Dokumentarfilmer Thomas Schadt die wichtigsten Originalschauplätze seiner Karriere und seines Lebens. Ausführliche Interviews gewähren exklusive Einblicke in das Leben des außergewöhnlichen Sportlers, der wie kein anderer über Jahrzehnte das Bild des deutschen Fußballs weltweit prägte.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:07:51 „Ich habe eine zweiteilige Arte-Doku gesehen, gerade vorgestern. Und zwar die große Dokumentation von, ich glaube, Thorsten Körner heißt der, der auch Schwarzer Adler gemacht hat, über Franz Beckenbauer.“
Jan Böhmermann bespricht eine zweiteilige Arte-Dokumentation über Franz Beckenbauer von Thorsten Körner. Er findet sie sehenswert für Fußballkultur-Interessierte, kritisiert aber, dass keine einzige Frau als Interviewpartnerin vorkommt und die letzten 15 Minuten über die Schmiergeld-Affäre zu kurz kommen. Besonders absurd findet er die Schlussszene, in der alle Interviewpartner ihren Kopf an einen Fußball lehnen sollen.
Schwarzer Adler
Thorsten Körner · 1968
Nach der russischen Besatzung einer Region im Kaukasus Anfang des 19. Jahrhunderts erhebt sich der rebellische Kosakenführer Andrejevich mutig gegen die Macht des Zaren Alexander II.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 01:07:51 „Und zwar die große Dokumentation von, ich glaube, Thorsten Körner heißt der, der auch Schwarzer Adler gemacht hat, über Franz Beckenbauer.“
Jan Böhmermann erwähnt Schwarzer Adler als Referenz, um den Regisseur Thorsten Körner einzuordnen, der auch die Franz-Beckenbauer-Dokumentation gemacht hat. Die Dokumentation über Rassismus im deutschen Fußball dient hier als Qualitätsnachweis des Filmemachers.
Deutschland den Deutschen
Jochen Distelmeyer
Das Lied "Deutschland den Deutschen" von Jochen Distelmeyer kritisiert die Deutschlandfahnen-Euphorie während der Fußball-WM 2006 und hinterfragt den übersteigerten Nationalstolz der damaligen Zeit. Während viele das Gemeinschaftsgefühl positiv bewerteten, warnt Distelmeyer vor der problematischen Seite dieser Begeisterung. Das Lied ist eine künstlerische Stimme gegen Nationalismus-Tendenzen und bleibt im Diskurs über die Balance zwischen Gemeinschaftsgefühl und kritischer Reflexion relevant.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 01:11:45 „Ich fand damals auch ganz ehrlich, das ist einer der wenigen Lieder von Jochen Gieselmeier, die ich richtig peinlich finde, Deutschland den Deutschen nennt er das, wo er darüber singt, dass diese Autos mit den Fahnen und so.“
Im Gespräch über das WM-Sommermärchen 2006 erwähnt Olli Schulz ein Lied von Jochen Distelmeyer (im Transkript als 'Gieselmeier' verschrieben), das er als eines der wenigen peinlichen Lieder des Künstlers empfindet. Das Lied kritisiert die Deutschlandfahnen-Euphorie während der WM, was Schulz zwar nachvollziehen kann, aber er verteidigt das positive Gemeinschaftsgefühl der WM-Zeit.
Nikki Glaser: Golden Globes Monolog
Nikki Glaser · 2025
What makes Nikki Glaser a comedy powerhouse? Dive into the life of Nikki Glaser in "THE NIKKI GLASER STORY: Podcasting Prowess From Clubs to The Big Screen, Stand-up Comedy Celebrity Roasts to Opening Monologue at The Golden Globes 2025." Discover how Nikki transitioned from performing in intimate comedy clubs to becoming a beloved figure on the big screen. Explore her journey through the world of podcasting, where her candid and hilarious insights captivated audiences.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:14:00 „Hast du von Nikki Glaser die Rede zum Blut gesehen? War die nicht gut? Wahnsinnig gut. Ich finde, seit Ricky Gervais das erste Mal, dass jemand wieder richtig geil abgeliefert hat. Fand ich total mega.“
Olli Schulz ist begeistert von Nikki Glasers Eröffnungsmonolog bei den Golden Globes und hält ihn für die beste Moderation seit Ricky Gervais. Böhmermann bestätigt, dass er die Show nur wegen dieses Monologs geguckt hat, und beide loben Glasers Comedy-Talent.
Ricky Gervais: Golden Globes Monolog(e)
Ricky Gervais · 2018
»Papa, ich möchte nicht, dass du stirbst.« Dieser Satz seiner Tochter und die Feststellung, dass seine Attraktivität schwindet, führt den fünfzigjährigen Erzähler zu der Erkenntnis: Sein Körper verfällt und steht in keinem Verhältnis zu seiner geistigen Kraft. Ein uraltes Problem, analysiert er. Hat die Menschheit einen größeren Feind als den natürlichen Tod? Faust schloss damals einen Pakt mit dem Teufel, um ihm zu entgehen.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 01:14:00 „Ich finde, seit Ricky Gervais das erste Mal, dass jemand wieder richtig geil abgeliefert hat. Fand ich total mega.“
Olli Schulz lobt Nikki Glasers Golden-Globes-Monolog und vergleicht ihn mit den legendären Moderationen von Ricky Gervais, die er als bisherigen Maßstab für mutige Award-Show-Comedy ansieht.
Severance
Ben Stiller · 2022
Mark ist der Leiter eines Büroteams, dessen Mitglieder nach einem chirurgischen Eingriff ihre jeweiligen Erinnerungen an Arbeitswelt und Privatleben nicht mehr miteinander verknüpfen können. Als ein mysteriöser Kollege außerhalb der Arbeitswelt auftaucht, löst dies eine Suche nach den wahren Umständen ihres Jobs aus.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 01:14:40 „Ich hab einen kulturkritischen Kommentar wahrgenommen über die Serie Severance bei Apple Plus, und da hat ein Internetkommentator gesagt, wenn so eine Serie erschienen wäre vor 20 Jahren in der Welt des Fernsehens, hätten die Menschen drei Jahre über nichts anderes geredet. Und heute ist es nur eine weitere Serie im unendlichen Content-Meer.“
Böhmermann nutzt Severance als Beispiel für ein kulturkritisches Argument: Selbst herausragende Serien gehen heute im Content-Überfluss unter, weil es keine redaktionelle Kuratierung mehr gibt. Er selbst hat die Serie noch nicht gesehen, zitiert aber einen Internetkommentar, der die Serie als so gut bewertet, dass sie vor 20 Jahren ein Kulturereignis gewesen wäre.
Emilia Pérez
· 2024
Mexiko in der Gegenwart: Die überqualifizierte und dennoch ausgebeutete Anwältin Rita vergeudet ihre Talente, indem sie für eine große Kanzlei arbeitet, die viel besser darin ist, kriminellen Müll zu beschönigen, als der Gerechtigkeit zu dienen. Kriminelle aller Couleur, von Drogendealern über Mörder bis zu Kartellbossen, setzen deshalb auf die Fähigkeiten der Kanzlei und Rita.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 01:15:18 „Und das fand ich irgendwie... Deswegen hab ich auch beim Golden Globes... Ich weiß nicht, ist jetzt Emilia Perez, ist das jetzt gut oder ist das nicht gut? Das weiß ich auch nicht.“
Im Kontext der Golden-Globe-Verleihung erwähnt Böhmermann den Film Emilia Pérez als Beispiel dafür, dass man im heutigen Content-Überfluss kaum noch einschätzen kann, ob prämierte Werke wirklich gut sind. Die Erwähnung unterstreicht seine These, dass redaktionelle Kuratierung fehlt.
Saturday Night
Jason Reitman · 2024
Am 11. Oktober 1975 veränderte eine wilde Truppe von jungen Komikern und Autoren das Fernsehen für immer. „SNL 1975“ ist die wahre Geschichte dessen, was an diesem Abend hinter den Kulissen geschah, in den Momenten vor der ersten Ausstrahlung von „Saturday Night Live“. Er schildert das Chaos und die Magie einer Revolution, die fast nicht stattgefunden hätte, und zählt in Echtzeit die Minuten bis zu den berüchtigten Worten "Live from New York, it's Saturday Night!"
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 01:15:53 „Und zwar zu dem, ich habe den Film vorgestern gesehen, Saturday Night.“
Olli Schulz empfiehlt den Film über die erste Ausstrahlung von Saturday Night Live, der die zwei Stunden vor der allerersten Sendung zeigt
Saturday Night Live
Lorne Michaels · 1975
Saturday Night Live ist die berühmte amerikanische Sketch-Comedy-Show auf NBC, aus der der Performer Fred Armisen hervorgegangen ist. Die Show ist eine Institution der Live-Comedy, bekannt für ihre innovativen und humorvolle Sketche. Armisen war einer der vielseitigsten und kreativsten Darsteller der Show und prägte das Format über Jahre hinweg.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 01:15:53 „dass es die zwei Stunden vor der allerersten Sendung sind“
Die legendäre US-Comedy-Show wird als historischer Hintergrund des Films Saturday Night besprochen
The Apprentice
Ali Abbasi · 2024
Der junge New Yorker Millionenerbe Donald Trump ist von der Macht besessen. Doch um überhaupt nach ihr greifen zu können, muss er mehr oder weniger sinnbildlich über Leichen gehen. Auch deshalb tut er sich mit dem Rechtsanwalt und ehemaligen Berater des homophoben republikanischen Hardliners Joseph McCarthy, Roy Cohn, zusammen.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 01:17:45 „Ich hatte so ein bisschen ein ähnliches Gefühl wie bei The Apprentice, den Donald-Trump-Film. So richtig abgeholt hat mich das nicht, weil das dann so sehr eine Verfilmung von Wirklichkeit war. Da hätt ich mir eher eine Doku, find ich da sinnvoller bei so was.“
Böhmermann vergleicht seinen Eindruck von Saturday Night mit dem Donald-Trump-Film The Apprentice. Bei beiden war er anfangs begeistert, fühlte sich dann aber nicht richtig abgeholt, weil die fiktionale Verfilmung realer Ereignisse für ihn weniger überzeugend wirkt als eine Dokumentation.
Succession
Jesse Armstrong · 2018
Succession erzählt von der Roy-Familie, die zu Beginn der Handlung eine überaus einflussreiche Position in den USA einnimmt. Patriarch Logan hat das Familienunternehmen in ein gigantisches Medienimperium verwandelt. Doch er weiß, dass er nicht ewig leben wird, und muss sich Gedanken über sein Erbe machen.
🗣 Jan Böhmermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:18:14 „Das ist doch der von Succession gewesen, der Andy Kaufmann, der Große.“
Böhmermann identifiziert den Schauspieler, der Andy Kaufman in Saturday Night spielt, als Darsteller aus der Serie Succession. Eine beiläufige Erwähnung zur Einordnung des Schauspielers.
Man on the Moon
Miloš Forman · 1999
In den 70er jahren galt Andy Kaufman als der beliebteste und zugleich der meistgehasste Komiker Amerikas, der mit seinen schrägen Auftritten und derben Scherzen das Publikum provozierte. Seine Fans sahen in ihm die Ikone der Comedybewegung. Viele andere hielten ihn nur für einen unberechenbaren Irren. Diese packende und humorvolle Biografie kommt dem echten Andy Kaufman so nahe wie nur möglich. Superstar Jim Carrey in der besten Rolle seines Lebens!
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:18:39 „Für den Fall, dass ihr euch in die Welt von Andy Kaufman reinbegeben möchtet und dem Fiktional euch nähern möchtet, natürlich der Film mit Jim Carrey ist wirklich einer der vielen, es gibt viele schlechte, es gibt auch viele gute, aber ein sehr guter Film, finde ich, von Jim Carrey. Sensationell gut.“
Böhmermann empfiehlt den Jim-Carrey-Film Man on the Moon (im Deutschen 'Der Mondmann') über Andy Kaufman. Er hebt hervor, dass Danny DeVito mitspielt, der Andy Kaufman persönlich kannte, und dass der Film 'ganz viel Herz' habe. Die Empfehlung entsteht im Kontext des Gesprächs über die Andy-Kaufman-Darstellung in Saturday Night.
Jim & Andy: The Great Beyond
Chris Smith · 2017
Jim & Andy: The Great Beyond dokumentiert die turbulenten Dreharbeiten zu Man on the Moon, wo Jim Carrey die Komödie-Legende Andy Kaufman verkörpert. Carrey ging in seiner Methoden-Schauspiel-Interpretation so radikal auf, dass er seine Kollegen am Set massiv zum Verzweifeln trieb und währenddessen die kompletten Dreharbeiten filmte. Ein faszinierendes Porträt über die Grenzlinien zwischen künstlerischer Hingabe und deren soziale Kosten für das Umfeld.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 01:18:58 „Aber kennst du auch ganz kurz die Dokumentation über die Dreharbeiten zum Mondmann, wo er wirklich alle genervt hat?“
Olli Schulz erwähnt die Dokumentation über die Dreharbeiten zu Man on the Moon, in der Jim Carrey so sehr in seiner Andy-Kaufman-Rolle aufging, dass er alle am Set genervt hat. Böhmermann kennt die Doku ebenfalls.
Mrs. Doubtfire
Chris Columbus · 1993
Für den Schauspieler und Stimmenimitator Daniel ist nichts so wichtig auf der Welt wie seine Familie - ohne seine drei Kinder kann und will er keine Sekunde leben. Doch genau diese Welt stürzt zusammen, als ihm seine Ehefrau Miranda eröffnet, daß sie sich scheiden lassen will und die Kinder vom Gericht zugesprochen bekommt. Schon die Vorstellung, seine Kinder nur stundenweise am einzigen Besuchstag des Monats sehen zu dürfen, bringt Daniel schier um den Verstand.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 01:20:01 „Viele Komödie haben ja Mrs. Doubtfire und so gemacht. Garant gewesen für Komödie.“
Böhmermann erwähnt Mrs. Doubtfire beiläufig als weiteren Beleg dafür, dass Chris Columbus ein Garant für erfolgreiche Komödien war.
Kevin – Allein zu Haus
Chris Columbus · 1990
Schon lange hat die Familie McCallister den Urlaub in Europa geplant, und alle sind bereit, am nächsten Morgen endlich loszufliegen. Doch leider verschlafen alle, und alles wird sehr hektisch und unübersichtlich, weil sie das Flugzeug nicht verpassen wollen. Irgendwo über dem Atlantik stellen sie fest, dass sie Kevin, den jüngsten Sohn der Familie, zu Hause vergessen haben. Und der muss nun alleine klar kommen, und das Haus gegen Einbrecher und böse Nachbarn verteidigen.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:20:18 „Und zwar natürlich beide Kevin-Filme sind wirklich, wirklich gut. Wusstest du übrigens, dass Chris Columbus, der Regisseur, von Kevin Allein zu Haus, der den Film erst richtig groß gemacht hat.“
Jan Böhmermann empfiehlt beide Kevin-Filme als gute Familienfilme vor Weihnachten und erzählt eine Anekdote über Regisseur Chris Columbus und Chevy Chase
Ghostbusters
· 1984
So ein Pech. Da haben die Parapsychologie-Professoren Peter Venkman, Ray Stantz und Egon Spengler endlich den Beweis für paranormale Aktivitäten in Form einer waschechten Geistererscheinung vor den Augen, da werden sie auch schon vom Campus der Uni geworfen. Zu unwichtig und kostenintensiv seien ihre Forschungen.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 01:20:18 „Alle, egal mit wem du redest, und da musst du mal eine Sache sehen, diese ganzen Leute, Dan Aykroyd, Bill Murray, die haben Ghostbusters zusammen gemacht, früher mit John Belushi, aber keiner hat was mit Chevy Chase gemacht.“
Olli Schulz erwähnt Ghostbusters als Beispiel für die enge Zusammenarbeit der Saturday-Night-Live-Veteranen. Sein Punkt ist, dass alle miteinander Filme gemacht haben – nur mit Chevy Chase wollte nach SNL niemand mehr arbeiten, was dessen schwierigen Charakter belegt.
1941 – Wo bitte geht's nach Hollywood
· 1979
Los Angeles, 1941: Als kurz nach dem Angriff auf Pearl Harbor ein japanisches U-Boot vor der Küste auftaucht, scheint die Filmmetropole dem Untergang geweiht. Zu allem entschlossen, treten einige wohlmeinende Patrioten an, ihr Land zu verteidigen – selbst wenn sie dabei die halbe Stadt in Schutt und Asche legen müssen.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 01:20:18 „Die haben Ghostbusters zusammen gemacht, früher mit John Belushi, dieser 1941, wie geht's nach Hollywood, jeder hat mal mit jedem was gemacht, aber keiner hat was mit Chevy Chase gemacht.“
Schulz erwähnt den Film 1941 mit John Belushi als weiteres Beispiel für die Zusammenarbeit der SNL-Veteranen untereinander – im Kontrast zu Chevy Chase, mit dem niemand mehr arbeiten wollte.
Roast of Chevy Chase
Comedy Central
Ein Comedy Central Roast, bei dem mehrere Comedians Chevy Chase witzig und teils schneidend verspotten. Das Format kombiniert humorvolle Monologe mit persönlichen Angriffen und wurde als besonders grausam wahrgenommen.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 01:20:44 „Es gibt dieses Roasting von Chevy Chase irgendwie, wo verschiedene Comedians sich über den lustig machen. Das war so gemein.“
Im Gespräch über Chevy Chases schwierigen Charakter und das Comedy-Format des Roastings erwähnt Olli Schulz den bekannten Comedy-Central-Roast von Chevy Chase als Beispiel für eine Form von Humor, die er persönlich ablehnt.
Only Murders in the Building
· 2021
Drei Fremde, die eine Obsession für wahre Verbrechen teilen, finden sich plötzlich in einem solchen wieder, als sie dem mysteriösen Tod eines Nachbarn in ihrem New Yorker Wohnhaus nachgehen.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 01:21:37 „Martin Short, der auch bei Only Murder in the Buildings mitspielt, zusammen mit, wie heißt er noch?“
Böhmermann erwähnt die Serie beiläufig, um Martin Short einzuordnen, der sowohl in Only Murders in the Building als auch als Jiminy Glick bekannt ist.
Vater der Braut
· 1991
George Banks fällt aus allen Wolken, als ihm sein 22-jähriges Töchterchen Annie offenbart, sie hätte den Mann fürs Leben gefunden und wolle heiraten. Die sechs Monate bis zur Hochzeit erlebt der schockierte George wie in Trance: An seinem künftigen Schwiegersohn Bryan kann er einfach nichts Gutes finden. Tatsächlich kann George sich nicht damit abfinden, daß Annie den Schutz ihrer Familie verlassen wird. Erst Georges Frau Nina kann den aufgebrachten Ehemann beruhigen.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 01:21:49 „Vater der Braut hat er damals mit Steve Martin gedreht. Also Martin Short, ein fantastischer Komiker.“
Böhmermann erwähnt den Film beiläufig, um die Zusammenarbeit zwischen Martin Short und Steve Martin zu illustrieren.
Jiminy Glick
Martin Short · 2005
Hungrig nach Interviews mit Stars von der A-Liste, die ihn in die Stratosphäre der renommierten Klatschkolumnen katapultieren könnten, zieht ein kleiner Journalist mit großem Ehrgeiz und noch größeren Appetit mit Frau und Kindern durch das ganze Land zum starbesetzten Film Festival in Toronto. Doch zwischen Dauerpartys und überladenen Buffets findet sich Glick plötzlich inmitten eines unglaublich skandalösen Geheimnisses wieder, das sich zur Story des Jahrzehnts entwickelt!
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:21:51 „Kennst du Jiminy Glick? Jiminy Glick, die Figur von Martin Short? Guckt euch mal die Folge Jiminy Glick, da ist er in so einem Fatsuit, Martin Short, die Folge mit Larry David oder Jerry Seinfeld und vielen anderen Prominenten, das ist quasi so ein One-on-One, bevor es Ali G gab.“
Böhmermann empfiehlt die Comedy-Show Jiminy Glick von Martin Short als Alternative zum klassischen Roast-Format. Er schätzt, dass der Humor persönlicher und weniger künstlich ist als bei Roasts, und erwähnt auch eine Neuauflage von vor ein bis zwei Jahren. Die Empfehlung entsteht aus einer Diskussion über Comedy-Formate wie Roasting.
Ali G
Sacha Baron Cohen · 2000
Ali G ist eine legendäre Comedy-Figur von Sacha Baron Cohen, die durch satirische Interviews mit echten Prominenten bekannt wurde. Der Artikel behandelt die Figur oder eine Neuauflage davon von vor ein bis zwei Jahren, in der Baron Cohen die ikonische Rolle erneut verkörperte. Das Format gilt als innovativ und einflussreich für die Entwicklung von Mockumentary- und Satire-Comedy im Fernsehen.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 01:21:51 „Das ist quasi so ein One-on-One, bevor es Ali G gab und es gibt eine Neuauflage von vor ein, zwei Jahren, wo er nochmal in die Rolle geschlüpft ist.“
Jan Böhmermann beschreibt die Comedy-Figur Jiminy Glick von Martin Short und ordnet sie zeitlich ein als Vorläufer von Sacha Baron Cohens Ali G, der ein ähnliches Konzept von fiktiven Interviewern mit echten Prominenten verfolgte.
Die Truman Show
Peter Weir · 1998
Die Truman Show ist seit beinahe dreißig Jahren ein TV-Klassiker auf der ganzen Welt. Seit seiner Geburt ist Truman Burbank der Hauptdarsteller der Serie – ohne es überhaupt zu wissen. Produzent Christof entwarf eine künstliche Welt, genannt Seahaven, in der Truman von über 5000 Kameras 24 Stunden am Tag bei fast jeder Kleinigkeit beobachtet wird. Um die Fassade nicht zum Einstürzen zu bringen sind seine Frau, Freunde und Verwandte allesamt Schauspieler.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:23:03 „Ich wollte noch mal kurz zwei Filme hinterlegen, also Man on the Moon natürlich, aber ich hab dann auch die Truman Show mal angemacht und das kam sehr gut an. Also die Truman Show kam sehr gut an, weil, einfach weil das ein toller Film ist, der wirklich gut funktionierte.“
Böhmermann empfiehlt Die Truman Show als Familienfilm, den er über die Feiertage mit seiner Familie geschaut hat. Er bemerkt zwar leichte sexistische Elemente im Filmstil der Zeit (Kameraführung auf weibliche Körper), hält diese aber für 'moderierbar'. Insgesamt lobt er den Film als Evergreen.
Forrest Gump
Robert Zemeckis · 1994
Von seiner Mutter rückhaltlos unterstützt, macht sich der geistig ein wenig zurückgebliebene Forrest Gump in die Welt auf. Er bringt Elvis seinen Tanzstil bei, findet in der jungen Jenny eine echte Freundin, wird aufgrund seines Laufvermögens ein Football-Star, steht im Vietnamkrieg seinen Mann, rettet seinen Vorgesetzten Dan Taylor vor dem sicheren Tod und wird schließlich im Shrimps-Business zum Millionär. Doch all die Zeit kann er seine große Liebe Jenny nicht vergessen.
🗣 Olli Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:23:12 „Ich hab am 1. Januar mit der ganzen Familie, wollten wir uns einen Film kurz reinzoomeln und es gab zwei zur Auswahl, die noch keiner gesehen hatte aus meiner Familie und zwar Forrest Gump und Truman Show und wir haben uns für Forrest Gump entschieden.“
Olli Schulz erzählt, dass seine Familie am Neujahrstag Forrest Gump geschaut hat. Er fand die Liebesgeschichte zwischen Forrest und Jenny unfassbar berührend, besonders die Bedingungslosigkeit von Forrests Liebe. Böhmermann hingegen hat den Film abgebrochen, weil er ihn sexistischer fand als erwartet.
Und täglich grüßt das Murmeltier (Groundhog Day)
Harold Ramis · 1993
Es ist der 2. Februar, Murmeltiertag: Für eine Reportage über das alljährliche Wettervorhersage-Ritual verschlägt es den sarkastischen, verbitterten, stets miesgelaunten und unfreundlichen Wettermann Phil Connors, seine Produzentin Rita und den Kameramann Larry in das kleine Provinznest Punxsutawney. Ein ganz normaler Tag. Phil berichtet vom Murmeltier, das alljährlich aus seinem Bau gelockt wird, um das Wetter der kommenden Zeit vorherzusagen.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:25:23 „Und ein täglich grüßt das Murmeltier hab ich schon vor einiger Zeit mal geguckt. Bei täglich grüßt das Murmeltier auch ein Film, der ähnlich gut funktioniert hat wie die Truman Show. Beides so lustige irgendwie Evergreens, die gut funktioniert haben.“
Böhmermann empfiehlt Und täglich grüßt das Murmeltier als weiteren Familienfilm-Evergreen, der ähnlich gut funktioniert wie Die Truman Show. Olli Schulz kennt den Film bereits sehr gut, hat ihn zu oft gesehen.
Total Normal
Hape Kerkeling · 1989
Hape Kerkeling und Achim Hagemann zeigten vor Studiopublikum absurde Gameshows, Sketche, Parodien und überdrehte Lieder, unter anderem ein halb fertiges "Lied für die Welt" in Esperanto. Zusätzlich wurden eigene Filme gezeigt, wie etwa Spontanbesuche bei ahnungslosen und überrumpelten Bürgern, die plötzlich ein Fernsehteam im Wohnzimmer stehen hatten, während Kerkeling und Hagemann das „Kufstein-Lied“ zum Besten brachten. Dabei schenkte Kerkeling beinahe jedem, der zur Show beitrug, eine Mitropa
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 01:26:00 „Total normal ist der beste Film. Kein Pardon. Total normal ist die Sendung, kein Pardon ist der Film.“
Böhmermann verwechselt kurz die TV-Sendung 'Total normal' mit dem Film 'Kein Pardon' und korrigiert sich dann selbst. Die Erwähnung zeigt, wie präsent Hape Kerkelings verschiedene Werke im Gespräch sind.
Hape Kerkeling Dokumentation
Dokumentation über Hape Kerkeling anlässlich seines 60. Geburtstags. Die Produktion würdigt sein Lebenswerk als einer der einflussreichsten Komiker und Entertainer der deutschsprachigen Unterhaltungsindustrie. Für Zuschauer und Fans bietet sie einen Überblick über Karriere, künstlerische Entwicklung und kulturelle Bedeutung des vielseitigen Künstlers.
🗣 Jan Böhmermann erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:26:28 „Ich hab mir die Doku noch nicht angeguckt über ihn, die es jetzt gibt, weil ich auch alles kenne. Ja, genau. Wenn man alles kennt, erfährt man nichts Neues.“
Im Rahmen der Diskussion über die Feierlichkeiten zu Hape Kerkelings 60. Geburtstag erwähnt Jan Böhmermann eine aktuelle Dokumentation über den Komiker, die er selbst noch nicht gesehen hat, weil er dessen Geschichte bereits gut kennt.
Club Las Piranhas
Hape Kerkeling
Club Las Piranhas ist eine Filmkomödie mit Hape Kerkeling und Angelika Milster. Der Film wird von Podcast-Hörer:innen als Kerkelings bestes Werk geschätzt und zählt zu den Klassikern des deutschen Humorkinos. Ein Muss für Fans des Komödianten und des deutschsprachigen Films der Achtziger Jahre.
🗣 Jan Böhmermann empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:27:07 „Club Las Piranhas ist meiner Meinung nach der beste Film von H.P. Kerkeling“
Jan Böhmermann hält Club Las Piranhas mit Angelika Milster für den besten Film von Hape Kerkeling
Kein Pardon
Hape Kerkeling · 1993
Der ungeschickte Peter Schlönzke arbeitet als Schnittchenauslieferer im Familienbetrieb und ist großer Fan der Unterhaltungssendung „Witzischkeit kennt keine Grenzen“ von Moderator Heinz Wäscher. Seine Mutter meldet ihn an einer Talentshow der Sendung an. Zwar kann er den Talentwettbewerb nicht für sich entscheiden, doch lernt er im Gebäude des Senders die Tontechnikerin Ulla kennen, die ihm einen Job als Kabelhilfe besorgt.
🗣 Olli Schulz referenziert bei ⏱ 01:27:07 „kein Pardon ist der Film“
Olli Schulz korrigiert Jan Böhmermann und hält Kein Pardon für den besseren Film von Hape Kerkeling
Alles gesagt?
Christoph Amend, Jochen Wegner
Wir befragen außergewöhnliche Menschen – so lange, bis sie selbst erklären, dass jetzt “alles gesagt” sei. Ein Gespräch kann also zwölf Minuten oder drei Stunden dauern. Die Interviewer, Christoph Amend, Editorial Director der ZEIT und Jochen Wegner, Chefredakteur der ZEIT, sind auf alles vorbereitet – und haben hunderte Fragen und meistens auch ein paar Spiele für ihren Gast dabei.
🗣 Jan Böhmermann referenziert bei ⏱ 01:27:07 „Aber geil war dann auch irgendwie so, dass dieser Alles-Gesagt-Podcast von Christoph Ahmend und Jochen“
Der ZEIT-Podcast wird erwähnt im Zusammenhang mit dem Interview mit Hape Kerkeling, bei dem dieser irgendwann keine Lust mehr hatte