The Sopranos
David Chase · 1999
Der Mafiaboss Tony Soprano aus New Jersey hat mit persönlichen und beruflichen Problemen zu kämpfen, die sich auf seine psychische Verfassung auswirken und ihn dazu bringen, sich in psychotherapeutische Behandlung zu begeben.
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„Geschrieben von dem Typen, der die dritte Staffel von Sopranos gemacht hat. Spielt über das Musikbusiness der 70er Jahre.“
Olli Schulz erwähnt die Sopranos als Referenz, um die Qualität der Serie 'Vinyl' zu unterstreichen — der Autor der dritten Sopranos-Staffel habe auch Vinyl geschrieben.
„Ich glaube, das ist auf jeden Fall auf diesem Gandolfini-Sopranos-Level, dass da ein Schauspieler und ein Drehbuch und eine geniale Rolle irgendwie zusammengefunden haben.“
Nina Pauer vergleicht die Leistung von Sarah Jessica Parker als Carrie Bradshaw mit James Gandolfinis ikonischer Darstellung in den Sopranos. Beide Serien stehen für sie auf dem gleichen Niveau, was die Verschmelzung von Schauspielkunst und Drehbuch betrifft – ein Vergleich, der Sex and the City künstlerisch aufwertet.
„Es gibt diese ganz wichtige Stelle in dieser, ja, für die Gegenwart so wichtigen Serie Sopranos. Ganz am Anfang, wo Tony Soprano sagt, er hat keine Lust, über seine Gefühle zu reden. Und die Gesellschaft will immer, dass Männer, die haben den Männern erzählt, dass sie über ihre Gefühle reden müssen. And now they won't shut up anymore.“
Lars Weisbrod zitiert eine Szene aus den Sopranos, um das Phänomen des männlichen Laber-Podcasts zu illustrieren. Tony Sopranos Unwillen, über Gefühle zu reden, dient als Ausgangspunkt für die These, dass Männer, einmal zum Reden ermutigt, nicht mehr aufhören – und das Zeitalter der männlichen Laber-Podcasts eingeläutet haben.
„Und ich weiß, du hast die Sopranos nie gesehen. Ja klar, die Sopranos nie gesehen, ja klar. Ist ja eine meiner absoluten Lieblingsserien. Weil die viel mehr ist als so eine Mafia-Serie. Es ist eine Familiengeschichte.“
Olli spricht ausführlich über die Serie als eine der größten Erzählungen im Serienformat und über James Gandolfinis Darstellung des Tony Soprano.
„Weil diese erfolgreichen Bücher natürlich auch auf den Tischen der Serienproduzenten des Streaming-Fernsehens landen, die ja nicht mehr so daran interessiert sind, wie früher noch die neuen Sopranos zu machen, sondern jetzt auch gerne Quote, Quote, Quote, Quote haben wollen.“
Lars Weisbrod nutzt die Sopranos als Referenzpunkt für eine vergangene Ära des Qualitätsfernsehens. Er argumentiert, dass Streaming-Produzenten heute weniger an anspruchsvollen Serien wie den Sopranos interessiert sind und stattdessen auf Booktalk-Erfolge als leichteren Zugang zu Quote setzen.
„Also der alte Tony Sopranos Satz, I don't eat where I shit, dass man getrennte Bereiche braucht für unterschiedliche Sensibilitäten und für unterschiedliche körperliche Zustände usw., wird von dieser Maschine und vor allem von ihrem sozialen Gebrauch massiv unterminiert.“
Nina Pauer argumentiert, dass der Personal Computer als gleichzeitiges Arbeits- und Kulturgerät eine der zerstörerischsten Entwicklungen für die Popmusik war. Sie zitiert Tony Sopranos Satz als Metapher dafür, dass man getrennte Sphären für Arbeit und kulturellen Genuss brauche – genau diese Trennung habe der Computer aufgelöst.
„Gerade natürlich auch Sachen wie HBO, Sopranos und ich weiß nicht, was so die ersten Sachen waren, die ich sah, wo ich dachte, oh, The Wire und Breaking Bad und diese ganzen Geschichten.“
Der Sprecher beschreibt den Wandel der Serienlandschaft, der auch für Schauspieler neue Möglichkeiten eröffnete. Die Sopranos werden als eines der HBO-Formate genannt, die das Fernsehen als ernstzunehmende Kunstform etablierten.
„Wie Toni Soprano. Ja, wie Toni. Ey, sehr gutes Bild. Super, Jan. Hast du überhaupt die Sopranos gesehen? Na klar. Geil. Ich hab sogar einen Rewatch versucht in den Ferien, aber hat nicht so ganz geklappt. Ich werd jetzt auch bald einen Rewatch machen. Ich lieb das. Ich hab schon zweimal durchgesehen. Ich liebe die Sopranos.“
Als Olli über seine Erfahrungen mit Psychotherapie spricht – dass er zweimal abgebrochen hat, bevor er den richtigen Therapeuten fand – zieht Jan den Vergleich zu Tony Soprano. Olli greift das begeistert auf und schwärmt von der Serie, die er bereits zweimal komplett gesehen hat und bald erneut schauen will.
„Und dann gab es diese Serien, die sich damit beschäftigt haben, Breaking Bad, dann so in dem Zeitraum vorher schon die Sopranos. Und auch da ging es irgendwie darum, ob das jetzt Männer, das waren die Männerrollenangebote.“
Die Sopranos werden zusammen mit Breaking Bad als Serien genannt, die sich mit der Krise der Männlichkeit auseinandersetzten. Sie stehen für die Männerrollenangebote einer Ära, in der Hipster und Nerd die dominanten kulturellen Figuren waren.
„Ich wollte auf diese HBO-Serie, David Chase in so Sopranos, zweiteilige Serie über die Arbeit des Machers der Sopranos und über das ganze, der ganze Cast kommt nochmal zu Wort. Reden über James Gandolfini, der vor ungefähr zehn Jahren gestorben ist, der Hauptdarsteller.“
Die Sopranos werden als Referenz erwähnt im Zusammenhang mit einer Doku über die Serie und ihren Macher David Chase. Olli Schulz wollte diese HBO-Doku sehen, konnte aber wegen seiner Sky-Sperre nicht darauf zugreifen.
„Mich erinnert das immer an eine Szene aus der Mafia-Serie Die Sopranos. Die sich, die ja um einen Mafia-Boss kreist, der Panikattacken hat. Und der sich wegen dieser Panikattacken eine Analytikerin sucht. Und irgendwann sitzt er bei der und beschwert sich, in der Verfassung steht doch mein Recht auf Glückseligkeit. Und dann sagt sie so zu ihm: Tja, it's only the pursuit that's guaranteed.“
Mariam Lau zieht eine Parallele zwischen dem amerikanischen Verfassungsversprechen vom 'pursuit of happiness' und der Lage der politischen Mitte in Deutschland. Sie nutzt die Szene aus den Sopranos, um zu illustrieren, dass nur das Streben nach Glückseligkeit garantiert ist — nicht das Glück selbst. Daraus leitet sie ihre These ab, dass die Union zu einem neuen Stolz auf den Liberalismus zurückfinden müsse, statt sich vom Zerrbild der MAGA-Bewegung lähmen zu lassen.
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