Anja Reschke – Welche Aufgabe hat der Journalismus
Matze Hielscher & Anja Reschke
Anja Reschke spricht über ihren Antrieb als Journalistin und ihr leidenschaftliches Plädoyer für den deutschen Rechtsstaat. Sie erzählt, wie sie den Wert von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit als etwas Schützenswertes begreift, das viele Menschen heute nicht mehr zu schätzen wissen — und warum sie als Moderatorin von Panorama und Reschke Fernsehen genau deshalb jeden Tag arbeitet.
„Du hast einen Rechtsstaat. Wer hat denn das? Du kannst zu Gericht gehen, wenn dir was... Du kannst jeden Tag deine Meinung... Du kannst sagen, ich finde den Kanzler scheiße und dir passiert gar nichts. Wo ist denn das so?“
Erwähnte Medien (24)
Panorama
ARD / NDR · 1953
Deutsches Nachrichtenmagazin mit investigativen Reportagen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Panorama ist bekannt für tiefgründigen, kritischen Journalismus und prägt seit Jahrzehnten die deutsche Medienlandschaft mit aufdeckenden Recherchen und gesellschaftskritischen Analysen.
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:01:13 „Sie moderiert das Politik-Magazin Panorama“
Wird als TV-Magazin vorgestellt, das Anja Reschke moderiert
Reschke Fernsehen
Anja Reschke · 2023
Journalismus trifft Unterhaltung: Anja Reschke geht jede Woche einem Thema auf den Grund, das die Gesellschaft bewegt. Gegen Mächtige und Blender. 100 Prozent Recherche, null Prozent Bullshit. Gespickt mit amüsanten Clips und Zitaten zeigt sie in Reschke Fernsehen Zusammenhänge und Hintergründe auf.
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:01:13 „und seit 2023 ihre eigene Fernsehsendung Reschke Fernsehen“
Wird als Anja Reschkes eigene Fernsehsendung in der Vorstellung erwähnt
Wetten, dass..?
Frank Elstner, Thomas Gottschalk · 1981
In der erfolgreichen Fernsehshow sind viele Prominente zu Gast und nationale wie internationale Musik-Acts treten auf. Doch im Mittelpunkt stehen die äußert skurrilen Wetten, die häufig den Moderator sowie die Gäste staunen lassen.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:03:54 „Ihr dürft nur wetten, das gucken, danach geht ihr ins Bett. Und ich glaube, seitdem habe ich diesen Wunsch, einfach durchgehend nur Fernsehen.“
Anja Reschke erinnert sich an die Familienregel, dass die Kinder samstagsabends nur Wetten, dass..? schauen durften, bevor sie ins Bett mussten. Die Show steht als Symbol für das Fernsehverbot, das ihren lebenslangen Wunsch nach ungebremstem TV-Konsum begründete.
Raumschiff Enterprise (Star Trek)
Gene Roddenberry · 1966
Der Weltraum - unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu entdecken, neue Lebensformen und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat... Wir schreiben das Jahr 2264. 201 Jahre nachdem die Menschen mit Überlichtgeschwindigkeit reisen können und 113 Jahre nach dem Start der Enterpris
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:05:29 „Und dann durften wir nachmittags ausgesuchte Serien gucken. Also beispielsweise Raumschiff Enterprise oder Ein Colt für alle Fälle.“
Anja Reschke erzählt von ihrer Kindheit und welche Fernsehserien sie als Kind schauen durfte. Die Serie wird als eines der erlaubten Nachmittagsprogramme genannt, im Kontrast zu Dallas, das sie nicht sehen durfte.
Ein Colt für alle Fälle
· 1981
Colt Seavers ist Stuntman und arbeitet nebenbei als Kopfgeldjäger für eine Firma, die Kautionen für Angeklagte stellt. Unterstützt wird er dabei von seinem Cousin, dem tollpatschigen Schönling Howie Munson, genannt „Kleiner“, und seiner Assistentin Jody Banks, einer blonden kalifornischen Schönheit mit Stuntfrau-Ambitionen. Die meisten Aufträge erhalten die drei von den Kautionshelferinnen Samantha und Terri.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:05:29 „Und dann durften wir nachmittags ausgesuchte Serien gucken. Also beispielsweise Raumschiff Enterprise oder Ein Colt für alle Fälle.“
Im Gespräch über ihr Fernsehverhalten als Kind zählt Anja Reschke die Serien auf, die sie nachmittags schauen durfte. Ein Colt für alle Fälle gehörte zu den von den Eltern genehmigten Programmen.
Hart aber herzlich
Sidney Sheldon · 1979
Jonathan Hart – von Butler Max im Vorspann der Serie beschrieben – ist ein „Selfmade-Millionär“, der zusammen mit seiner Frau Jennifer ein Leben im Luxus führt, in seiner Villa in Los Angeles oder an den schönsten Orten des Planeten. Das Geld verdient Jonathan Hart durch seine Firma „Jonathan Hart Industries“ – einen Firmenkomplex aus verschiedenen Wirtschaftszweigen. Jennifer Hart ist eine freie Journalistin, die hin und wieder Artikel schreibt.
🗣 Anja Reschke erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:05:40 „Hart aber herzlich, habe ich auch gerne gesehen. Ja. Solche Serien haben wir geguckt.“
Anja Reschke ergänzt ihre Liste der Kinderserien um Hart aber herzlich, eine weitere amerikanische Serie, die sie als Kind gerne geschaut hat.
Dallas
· 1978
Familie Ewing lebt auf der Southfork Ranch in der Nähe der Millionenstadt Dallas und hat sich auf den Handel mit Öl spezialisiert. Ewing Oil ist der Name, des von Vater Jock gegründeten Familienbetriebs, der zu mächtigen wie unabhängigen Vertretern in der Öl-Industrie gehört. Mit der Zeit hat Jocks ältester Sohn J.R die Geschäftsführung übernommen. Getrieben von der Gier nach Macht und Geld, leitet J.R.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:05:51 „Und ich wollte immer Dallas gucken, das durfte ich aber nicht. Das lief dienstags um 21 Uhr, da musste ich schon im Bett sein. Und ich weiß noch, dass ich meinen Eltern irgendwann mal eine Schimpftirade gegeben habe, dass das total unfair wäre, dass ich das nicht sehen darf.“
Dallas wird als Beispiel für die Ungerechtigkeit genannt, die Anja Reschke als Kind empfand — sie durfte die Serie nicht sehen, weil sie zu spät lief. Ihre prophetische Beschwerde, dass es Dallas nicht mehr geben würde, wenn sie erwachsen ist, erwies sich als richtig.
Perry Mason
· 1957
Es wird ein Verbrechen begangen, die Polizei ermittelt und verhaftet einen Unschuldigen. Dieser wird durch den Staatsanwalt Hamilton Burger angeklagt. Perry Mason wird mit der Verteidigung dieses Unschuldigen beauftragt und klärt mit Hilfe des Privatdetektivs Paul Drake und seiner Sekretärin Della Street die wahre Sachlage auf. In einem dramatischen Finale im Gerichtssaal wird der tatsächliche Täter entlarvt und der gerechten Strafe zugeführt. Nur wenige Folgen weichen von diesem Schema ab.
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:06:07 „Ich habe zum Beispiel Perry Mason geguckt. Ich weiß nicht, ob das was sagt. Oder Columbo. Columbo, ja. Fand ich super.“
Matze Hielscher teilt im Gegenzug seine eigenen Kindheits-Fernseherfahrungen und erzählt, dass Perry Mason und Columbo bei ihm den Berufswunsch geweckt haben, Ermittler oder Anwalt zu werden.
Columbo
· 1971
Columbo ist ein unkonventioneller Polizist. Mit seinem zerknautschtem Trenchcoat löst er die auch noch so schwierigsten Fälle auf eine etwas andere Weise. Ganz ohne Gewalt und Drohungen überführt er die Täter mit geschickt platzierten Fragen und detaillierter Recherche, wobei sich die Verbrecher dank seiner scheinbar trotteligen Art fälschlicherweise meist in Sicherheit wiegen.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:06:12 „Oder Columbo.“
Anja nennt Columbo als Kindheitsserie, die ihren Wunsch weckte, Ermittlerin oder Anwältin zu werden
Hotel
· 1982
Das St. Gregory, ein Luxushotel im Herzen von San Francisco, ist der Schauplatz dieser Serie um Freud und Leid der Hotelangestellten und Gäste. Acht Personen bilden den Kern der engagierten Crew, die alles tut, um die Hotelgäste zufrieden zu stellen, allen voran der rührige Hotelmanager Peter McDermott alias James Brolin und die würdevolle Direktorin Victoria Cabot, dargestellt von Anne Baxter. Die überaus erfolgreiche Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Arthur Hailey.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:06:29 „Ja, ich habe die Serie Hotel geguckt.“
Anja erklärt, dass die amerikanische Serie Hotel ihren Berufswunsch geprägt hat, in einem Hotel zu arbeiten
Nobody
· 2021
Familienvater Hutch ist ein Niemand. Der Vorstadt-Familienvater wird von den meisten Leuten einfach ignoriert und zieht auch niemals die Aufmerksamkeit auf sich. Als zwei Verbrecher eines Nachts in sein Haus einsteigen, sieht er sich außerstande, sich oder seine Familie zu verteidigen. Schließlich will er Gewalt um jeden Preis verhindern. Sein Sohn Brady wendet sich daraufhin enttäuscht von seinem Vater ab. Seine Frau Becca tut es ihm gleich und zieht sich noch mehr zurück.
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:17:32 „Ich habe neulich den Film Nobody gesehen. Das ist ein Film, wo ein ehemaliger, ja, was war der, Killer, wieder Gerechtigkeit herstellt.“
Im Gespräch über Anja Reschkes Gerechtigkeitsdrang fragt Matze Hielscher, ob sie sich manchmal wünscht, handfest einzugreifen, und nennt Nobody als Beispiel für einen Film, in dem ein ehemaliger Killer für Gerechtigkeit sorgt.
John Wick
Chad Stahelski · 2025
Nach einem regelrechten Blutbad ist die Familie Macarro praktisch ausgelöscht. Nur Eve lebt noch – und sie schwört Rache um jeden Preis. Mit diesem Plan vor Augen sucht sie Hilfe bei der Familie der Ruska-Roma, um sich dort an einer Ballettschule durch die Lehrerin Nogi zur kaltblütigen Killerin ausbilden zu lassen und sich dann auf die Suche nach denen zu machen, die ihre eigene Familie auf dem Gewissen haben. Doch das Ruska-Roma-Leben unter der strengen Herrschaft der Direktorin ist alles ande
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:17:42 „Oder ich bin auch großer John Wick-Fan zum Beispiel, wo es handfest für Gerechtigkeit wieder gesorgt wird. Früher Bud Spencer und Terrence Hill.“
Matze Hielscher reiht John Wick in seine persönliche Liste von Filmen ein, in denen Gerechtigkeit durch körperlichen Einsatz hergestellt wird — von Bud Spencer und Terence Hill bis heute.
Bud Spencer und Terence Hill Filme
Bud Spencer, Terence Hill
Bud Spencer und Terence Hill gelten als Klassiker des humorvollen Action-Kinos, in denen Protagonisten durch direkte körperliche Gewalt für Gerechtigkeit eintreten. Die Filme bilden eine Brücke zwischen klassischem und modernem Action-Kino und verfolgen ähnliche Themen wie zeitgenössische Blockbuster wie John Wick oder Nobody. Der Podcast verweist auf sie als nostalgische Kindheitserinnerung innerhalb der Tradition des Gerechtigkeits-Action-Films.
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:17:42 „Ich habe neulich den Film Nobody gesehen. Das ist ein Film, wo ein ehemaliger, ja, was war der, Killer, wieder Gerechtigkeit herstellt. Oder ich bin auch großer John Wick-Fan zum Beispiel, wo es handfest für Gerechtigkeit wieder gesorgt wird. Früher Bud Spencer und Terrence Hill.“
Matze Hielscher spricht über Filme, in denen handfest für Gerechtigkeit gesorgt wird, und reiht die Bud-Spencer-und-Terence-Hill-Filme als Kindheitserinnerung in diese Tradition ein, neben Nobody und John Wick.
Top Gun
Tony Scott · 1986
Der junge Lieutenant Pete „Maverick“ Mitchell ist ein Kampfpilot bei der United States Navy. Bei einer heiklen Mission müssen Maverick und sein Waffensystemoffizier Nick „Goose“ Bradshaw die Befehle ihres Kommandanten „Stinger“ missachten, um einem Kameraden zu helfen, der eine Panikattacke bekommen hat. Dadurch werden Maverick und Goose von Stinger widerwillig für die Ausbildung bei der United States Navy Fighter Weapons School, genannt „Top Gun“, vorgeschlagen.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:18:36 „Ja gut, Tom Cruise habe ich verehrt in der Zeit von Top Gun, logischerweise.“
Anja Reschke ordnet ihre jugendliche Tom-Cruise-Begeisterung zeitlich ein: Es war die Top-Gun-Ära, in der sie Bravo-Starschnitte ausschnitt und ihr Kinderzimmer mit Postern tapezierte.
Thelma & Louise
Ridley Scott · 1991
Louise Sawyer und Thelma Dickinson sind zwei Hausfrauen, die endlich mal aus ihrem öden Eintagsleben ausbrechen wollen. Sie beschließen spontan zu verreisen, um endlich mal frei zu sein. An einer Raststätte versucht ein Mann Thelma zu vergewaltigen, woraufhin Louise ihn erschießt. Statt der Polizei die Notsituation zu erklären, flüchten die Beiden vom Tatort. Von nun an sind Polizist Hal Slocumb und etliche Polizisten hinter ihnen her. Die biederen Hausfrauen werden zu gejagten Outlaws...
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:18:46 „Ich glaube, der erste Film, in dem Frauen irgendwie eine, wie soll ich sagen, emanzipierte, empowerte Rolle spielten, war Thelma und Louise, den ich gesehen habe.“
Anja nennt Thelma & Louise als ersten Film, in dem Frauen emanzipierte Rollen hatten
Bravo
Aktuelle Uhrzeit in “Bravo-Zeit” (NATO). Uhr mit korrekter Ortszeit, Zeitverschiebung von UTC / GMT, Koordinaten und alternativen Namen. Zeigt auch, wo diese Uhrzeit momentan gilt.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:18:53 „Ich war, weiß ich nicht, 15 und habe aus der Bravo, die ich eigentlich nicht lesen durfte, Sachen ausgeschnitten. Und habe die dann in mein Zimmer gehängt. Bravo-Starschnitte.“
Anja Reschke erzählt von ihrer Jugend und ihrer Begeisterung für Tom Cruise. Sie schnitt Poster und Starschnitte aus der Jugendzeitschrift Bravo aus, obwohl sie diese eigentlich nicht lesen durfte, und hängte sie in ihr Zimmer.
Thelma und Louise
Ridley Scott · 1991
Louise Sawyer und Thelma Dickinson sind zwei Hausfrauen, die endlich mal aus ihrem öden Eintagsleben ausbrechen wollen. Sie beschließen spontan zu verreisen, um endlich mal frei zu sein. An einer Raststätte versucht ein Mann Thelma zu vergewaltigen, woraufhin Louise ihn erschießt. Statt der Polizei die Notsituation zu erklären, flüchten die Beiden vom Tatort. Von nun an sind Polizist Hal Slocumb und etliche Polizisten hinter ihnen her. Die biederen Hausfrauen werden zu gejagten Outlaws...
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:19:45 „Ich glaube, der erste Film, in dem Frauen irgendwie eine, wie soll ich sagen, emanzipierte, empowerte Rolle spielten, war Thelma und Louise, den ich gesehen habe. Ach doch, stimmt nicht. Jenseits von Afrika.“
Auf die Frage nach weiblichen Heldinnen reflektiert Anja Reschke, wie wenig emanzipierte Frauenrollen es im Kino ihrer Jugend gab. Thelma und Louise fällt ihr zuerst ein, bevor sie sich an Jenseits von Afrika erinnert.
Jenseits von Afrika
Sydney Pollack · 1985
Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs entflieht die dänische Baronin Karen Blixen der Vernunftehe mit einem verarmten schwedischen Vetter und geht nach Afrika, wo sie in Kenia am Fuß der Ngong-Berge eine Farm aufbaut. Sie begegnet dem wie sie afrikasüchtigen englischen Flieger und Abenteurer Denys Finch Hatton und erlebt eine Zeit romantischen Glücks. Ihre Farm brennt ab, sie steht vor dem Bankrott. Auf dem Weg zur Geliebten stürzt Finch Hatton ab. Sie begräbt ihn nahe der Farm.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 00:20:13 „Ach doch, stimmt nicht. Jenseits von Afrika. Mit Karen Blixen. Die war eine starke Frau, die alleine versucht hat, ihre Kaffee... Baronin Blixen, die in Afrika eine Farm hatte und dort versucht hat, Kaffee anzupflanzen und das alleine durchgezogen hat.“
Anja Reschke korrigiert sich selbst und nennt Jenseits von Afrika als den eigentlich ersten Film mit einer starken Frauenfigur, den sie gesehen hat. Sie beschreibt Karen Blixen als Vorbild, merkt aber auch an, dass der Film aus heutiger Sicht kolonialistische Aspekte hat. Gespielt von Meryl Streep.
ZDF-Magazin
Gerhard Löwenthal · 2020
Das ZDF-Magazin war eine von 1969 bis 1988 jede zweite Woche ausgestrahlte Fernsehsendung des ZDF, die von Gerhard Löwenthal geleitet und moderiert wurde. Hauptinhalt des Magazins waren politische Reportagen; bekannt wurde die Sendung wegen ihrer Beiträge über die kommunistischen Regime in Osteuropa, vor allem über die DDR. Sie galt als Gegenstück zur Sendung Der schwarze Kanal mit Karl-Eduard von Schnitzler im DDR-Fernsehen.
🗣 Anja Reschke erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:43:15 „Da gab es auch Herrn Löwenthal vom ZDF-Magazin, der ja sozusagen die rechtskonservative Stimme war und Herr Bettnath und Herr Merseburger und lauter so Herren, die saßen da in der Runde.“
Anja Reschke erzählt von der Feier zum 40. Geburtstag von Panorama, bei der prominente Moderatoren politischer Magazine zusammenkamen. Sie erwähnt Gerhard Löwenthal vom ZDF-Magazin als die rechtskonservative Gegenstimme zu den eher linksliberalen ARD-Magazinen. Die Aufzählung der gewichtigen älteren Herren dient als Kontrast zu ihr als junger Frau, die in diese Riege aufgenommen wurde.
Akzeptanzstudie der ARD
Die ARD-Akzeptanzstudie 2025 zeigt, dass die Digitalstrategie der Rundfunkanstalt erfolgreich ist: Während die Tagesreichweite des ARD-Verbunds auf 78 Prozent gestiegen ist, nutzen 76 Prozent der 14- bis 24-Jährigen wöchentlich digitale ARD-Angebote – ein Zuwachs von 20 Prozentpunkten seit 2023. Insgesamt erreichen ARD-Digitalangebote 55 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung wöchentlich. Besonders bemerkenswert: Junge Menschen schätzen die ARD zunehmend – 58 Prozent der 14- bis 24-Jährigen halten sie für persönlich wichtig, ein Anstieg von 13 Prozentpunkten. Drei Viertel aller Befragten (73 Prozent) bewerten die ARD als wichtig für die Allgemeinheit, und 78 Prozent schätzen ihre regionale Berichterstattung.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 01:14:59 „Also beispielsweise gab es gerade eine Akzeptanzstudie der ARD. Da gibt es eine Zahl, die hat viele nervös gemacht, dass, ich glaube, gut 40 Prozent der Befragten gesagt haben, sie würden ihre Stimme nicht wiedergegeben finden im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.“
Im Gespräch über politischen Druck auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zitiert Reschke eine aktuelle ARD-Studie zur Akzeptanz. Die Zahl, dass 40 Prozent der Befragten sich nicht repräsentiert fühlen, habe intern für Nervosität gesorgt. Reschke hinterfragt jedoch, ob es überhaupt Aufgabe des ÖRR sei, jede einzelne Stimme wiederzugeben, und kritisiert die automatische Annahme, es handele sich um konservative Stimmen.
Laurel and Hardy
· 1978
Laurel und Hardy waren ein britisch-amerikanisches Komiker-Duo, das aus Stan Laurel (1890–1965) und Oliver Hardy (1892–1957) bestand. Um 1921 sowie zwischen 1926 und 1951 drehten sie zusammen 107 Filme (80 Kurzfilme, 27 Langfilme), Gastauftritte mit eingerechnet. Sie gelten als eines der berühmtesten und erfolgreichsten Film-Duos der Geschichte. Im deutschen Sprachraum sind Laurel und Hardy auch unter den Bezeichnungen Dick und Doof oder Stan & Ollie bekannt.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 01:34:08 „Und jeder Mensch hat eine Humorbiografie. Und über was man als Kind gelacht hat und was man da komisch fand. Und natürlich bin ich ja auch aufgewachsen mit Laurel und Hardy und Louis de Finet, den ich rasend komisch fand als Kind.“
Im Gespräch über Humor und was sie zum Lachen bringt, nennt Anja Reschke Laurel und Hardy als prägend für ihre Kindheit. Sie ordnet die Nennung in eine Reflexion über die persönliche Humorbiografie ein – was man als Kind lustig fand, empfindet man heute anders.
Brust oder Keule
Louis de Funès · 1976
Charles Duchemin, Restaurantkritiker und Herausgeber des "Guide Duchemin", ist die letzte Bastion des guten Geschmacks und der feinen Küche. Sein Erzfeind Jacques Tricatel hingegen betreibt eine Fast-Food-Kette, in der den Franzosen künstlich hergestellte Lebensmittel serviert werden. Duchemin fühlt sich herausgefordert. Französische Kultkomödie mit Louis de Funès.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 01:34:18 „Natürlich bin ich ja auch aufgewachsen mit Laurel und Hardy und Louis de Finet, den ich rasend komisch fand als Kind. Heute eher anstrengend. Aber wenn du heute Brust oder Keule guckst, dann denkst du, das ist ja wahnsinnig hektisch alles. Aber als Kind fand ich das saukomisch.“
Anja Reschke spricht über ihre persönliche Humorbiografie und darüber, was sie als Kind zum Lachen gebracht hat. Sie erinnert sich an Louis de Funès als rasend komisch, merkt aber an, dass seine Filme heute eher anstrengend wirken – ein Beispiel dafür, wie sich der eigene Humor im Laufe des Lebens verändert.
Pappa ante Portas
Loriot · 1991
Der Einkaufsdirektor Heinrich Lohse wird überraschend in den Vorruhestand geschickt. Seiner Familie verkündet er die „freudige“ Botschaft, dass er fortan seine Erfahrungen der Familie und dem Haushalt zugute kommen lassen will. Heinrich versucht sogleich die Lebensmitteleinkäufe der Familie möglichst kostengünstig zu gestalten. Seine Gattin Renate kann dem Rabattvorteil von zwei Paletten Senf für einen Dreipersonen-Haushalt jedoch nicht viel Positives abgewinnen.
🗣 Anja Reschke empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:34:49 „Ich finde wirklich Loriot komisch. Und meine Familie versteht das überhaupt nicht. Ich weiß nicht, wie oft ich in meinem Leben schon Papa and the Porters geguckt habe. Man kann ihn ja auch auswendig inzwischen diesen Film. Ich kann mich jedes Mal über jede Szene in der Kopf wieder so schlapp lachen.“
Anja Reschke bekennt sich leidenschaftlich zu Loriots Film als ihre größte Humor-Quelle. Sie beschreibt, wie sie den Film unzählige Male gesehen hat und sich jedes Mal wieder schlapp lacht – während ihr Mann diese Form von Humor überhaupt nicht teilt. Ein sehr persönlicher Moment im Gespräch über unterschiedliche Humortypen.
Die Truman Show
Peter Weir · 1998
Die Truman Show ist seit beinahe dreißig Jahren ein TV-Klassiker auf der ganzen Welt. Seit seiner Geburt ist Truman Burbank der Hauptdarsteller der Serie – ohne es überhaupt zu wissen. Produzent Christof entwarf eine künstliche Welt, genannt Seahaven, in der Truman von über 5000 Kameras 24 Stunden am Tag bei fast jeder Kleinigkeit beobachtet wird. Um die Fassade nicht zum Einstürzen zu bringen sind seine Frau, Freunde und Verwandte allesamt Schauspieler.
🗣 Anja Reschke referenziert bei ⏱ 01:37:05 „Dieses Flugzeug, was er haben will, wie Mar-a-Lago aussieht in diesem Fake-Versailles, wo man denkt, das kann doch niemand ernst meinen. Das ist doch wie so eine Show. Das ist ja wie die Truman Show. Das ist ja nicht zu fassen.“
Anja Reschke zieht den Vergleich zur Truman Show, um die surreale Inszenierung von Trumps Umgebung zu beschreiben – Mar-a-Lago als Fake-Versailles, die goldenen Putten im Oval Office. Der Film dient als Metapher dafür, dass Trumps gesamtes Auftreten wie eine unwirkliche Show wirkt, die man kaum für real halten kann.