Lanz & Precht – Mensch oder Maschine - Wer arbeitet in Zukunft
#191

Mensch oder Maschine - Wer arbeitet in Zukunft

Lanz & Precht / 02. Mai 2025 / 14 Medien

Markus Lanz, Richard David Precht

Am Tag nach dem 1. Mai stellen sich Lanz und Precht die Frage, ob Deutschland die Arbeit lieber feiert als ihr nachzugehen. Anlass sind mahnende Worte von Telekom-Chef Tim Höttges, der nach Besuchen in China und den USA um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts fürchtet, und die Volkswirtin Monika Schnitzer, die konkrete Reformvorschläge wie die Streichung von Feiertagen ins Spiel bringt.

„Wenn ich in China, Amerika, Asien bin und sehe, wie die alle in die Hände spucken, da wird mir manchmal um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts Angst und Bange.“
🗣 Tim Höttges

Erwähnte Medien (14)

Augsburger Puppenkiste

Augsburger Puppenkiste

· 1964

In dem kleinen Dorf Holleschitz wohnt Schusters Pepik bei seiner Großmutter. Diese hat einen Kater, der auf den Namen Mikesch hört. Zwischen Pepik und Mikesch entwickelt sich eine Freundschaft und Pepik bringt dem Kater erfolgreich das Sprechen bei. Viele Leute in Holleschitz sind verwundert und überrascht über den höflichen und lieben Kater und schließen ihn in ihr Herz. Er bekommt vom Schuster ein paar Stiefel gemacht und vom Schneider, weil er ihm hilft, einen Rock geschenkt.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:00:59 „Die sehen ganz niedlich aus. Die sehen aus, als hätte die Augsburger Puppenkiste die designt. Das sind Perückentokos.“

Precht beschreibt seine ausgestopften Hornvögel und vergleicht ihr Aussehen mit den Puppen der Augsburger Puppenkiste – sie wirkten so fantasievoll, dass man sie für Fantasietiere halten könnte. Rein metaphorischer Vergleich, kein inhaltliches Gespräch über die Serie.

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Urmel aus dem Eis

Urmel aus dem Eis

Max Kruse

Klassisches deutsches Kinderbuch über Urmel, ein liebenswertes Fantasietier, das aus dem Eis auftaut und neue Freunde findet. Die Geschichte erzählt von Abenteuer, Freundschaft und dem Erwachen in einer neuen Welt – berühmt für seine skurrilen und unvergesslichen Charaktere.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:02:21 „Also wenn du den siehst, denkst du erstmal nicht, dass der echt ist. Du glaubst, das ist wirklich sowas wie Urmel aus dem Eis oder aus der Puppenkiste oder jemand hat das erfunden oder ein Fantasietier sich zusammengeheimt.“

Precht greift erneut zum Vergleich mit kindlichen Fantasiefiguren, um das ungewöhnliche Aussehen der Perückentokos zu beschreiben. Urmel aus dem Eis dient als Beispiel für eine Figur, die so skurril aussieht, dass man sie nicht für real halten würde.

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Interview mit Tim Höttges in der Zeit

Interview mit Tim Höttges in der Zeit

Telekom-Chef Tim Höttges warnt in einem Interview mit der ZEIT vor den Folgen der Digitalisierung für den Arbeitsmarkt. Angesichts des erwarteten Jobabbaus durch Automatisierung plädiert er für ein bedingungsloses Grundeinkommen als Lösungsansatz. Die Finanzierung soll durch Gewinne großer Internetkonzerne erfolgen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der technologischen Transformation abzufedern.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:03:31 „Ich habe neulich Tim Höttges gehört, den Telekom-Chef, der in der Zeit irgendwo in einem Interview, ich glaube das ist schon ein paar Monate her, sagte, wenn ich in China, Amerika, Asien bin und sehe, wie die alle in die Hände spucken, da wird mir manchmal um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts Angst und Bange.“

Lanz zitiert den Telekom-Chef Tim Höttges aus einem ZEIT-Interview, um die Debatte über Deutschlands Arbeitsmoral und Wettbewerbsfähigkeit einzuleiten. Das Interview wird als Beleg dafür angeführt, dass Wirtschaftsführer sich Sorgen um den Standort Deutschland machen.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Interview Tim Höttges in der Zeit

Interview Tim Höttges in der Zeit

Tim Höttges

Ein Interview mit Telekom-Chef Tim Höttges, in dem er die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland mit der von China, Amerika und Asien vergleicht. Höttges äußert Bedenken über die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit Deutschlands im internationalen Wettbewerb.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:04:17 „Ich habe neulich Tim Höttges gehört, den Telekom-Chef, der in der Zeit irgendwo in einem Interview, ich glaube das ist schon ein paar Monate her, sagte, wenn ich in China, Amerika, Asien bin und sehe, wie die alle in die Hände spucken, da wird mir manchmal um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts Angst und Bange.“

Lanz zitiert ein Interview des Telekom-Chefs Tim Höttges in der ZEIT, in dem dieser die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Frage stellt.

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Nexus

Nexus

Yuval Noah Harari

From the author of Sapiens comes the groundbreaking story of how information networks have made, and unmade, our world. For the last 100,000 years, we Sapiens have accumulated enormous power. But despite all our discoveries, inventions, and conquests, we now find ourselves in an existential crisis. The world is on the verge of ecological collapse. Misinformation abounds. And we are rushing headlong into the age of AI—a new information network that threatens to annihilate us.

🗣 Richard David Precht empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:15:02 „Harari hat in Nexus sich auch darüber Gedanken gemacht und der geht in eine ähnliche Richtung und sagt, dass“

Precht verweist auf Hararis Buch, um die These zu stützen, dass Technologie nicht immer nur Segen für die Menschheit war.

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Freiheit für alle: Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten

Freiheit für alle: Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten

Richard David Precht · 2022

Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Und warum eigentlich? Nichts, was die Arbeit anbelangt, ist heute mehr selbstverständlich. Das zweite Maschinenzeitalter selbstlernender Computer und Roboter revolutioniert unseren Arbeitsmarkt. Es definiert neu was »Arbeit« ist, und wozu wir eigentlich noch arbeiten. Schon seit einiger Zeit arbeiten wir in den westlichen Industrieländern nicht mehr, um unsere Existenz zu sichern. Wir arbeiten, um zur Erwerbsarbeitsgesellschaft dazuzugehören.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:17:17 „Ich habe mir nochmal den Ordner geschnappt all der Studien, die ich gelesen habe, als ich mein Buch Freiheit für alle geschrieben habe, also über die Zukunft der Arbeit.“

Precht erwähnt sein eigenes Buch über die Zukunft der Arbeit als Anlass, warum er einen Ordner voller Studien zum Ersetzbarkeitspotenzial von Berufen vor sich liegen hat. Das Buch wird nicht inhaltlich diskutiert, sondern dient als Rahmen für die anschließend zitierten IAB-Studienergebnisse.

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IAB-Studie zum Ersetzbarkeitspotenzial in Branchen

IAB-Studie zum Ersetzbarkeitspotenzial in Branchen

Katharina Dengler

Die IAB-Studie von Katharina Dengler untersucht das Automatisierungspotenzial verschiedener deutscher Branchen und analysiert, in welchen Bereichen Arbeitsplätze durch Technologie ersetzbar sind. Die Forschung liefert empirische Daten über die Anfälligkeit von Branchen für technologische Disruption und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Ergebnisse sind zentral für die gesellschaftliche Debatte über die wirtschaftlichen Folgen von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:19:25 „da gibt es eine Umfrage von vor vier Jahren und beziehungsweise eine Hochrechnung, in dem die Forscherin am IAB, unter Katharina Dengler, die ja auch ziemlich bekannt ist, die haben mal versucht herauszufinden, wie ist eigentlich das Ersetzbarkeitspotenzial in den Branchen in Deutschland?“

Precht zitiert eine IAB-Studie von Katharina Dengler, die das Automatisierungspotenzial in verschiedenen Branchen untersucht hat.

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The Future of Employment: How Susceptible Are Jobs to Computerisation?

The Future of Employment: How Susceptible Are Jobs to Computerisation?

Carl Benedikt Frey, Michael A. Osborne

Einflussreiche Studie der Universität Oxford untersucht, welche Berufe durch Automatisierung und Computerisierung gefährdet sind. Frey und Osborne prognostizieren mit bemerkenswert hoher Genauigkeit den massiven Jobverlust durch Robotisierung und künstliche Intelligenz.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:29:54 „Also bei all den Hochrechnungen über die Zukunft berühmt die Oxford-Studie über die Zukunft der Arbeit von 2012 schon ganz oft zitiert. Danach haben gerade diese Verwaltungsjobs eigentlich überhaupt keine Zukunft.“

Precht verweist auf die berühmte Oxford-Studie von Frey und Osborne, um seine These zu untermauern, dass Verwaltungsjobs durch KI bedroht sind. Er nutzt sie als Kontrastfolie: Die Studie prognostizierte das Ende vieler White-Collar-Jobs, doch paradoxerweise arbeiten heute mehr Menschen in deutschen Verwaltungen als vor 10 oder 20 Jahren.

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Oxford-Studie über die Zukunft der Arbeit

Oxford-Studie über die Zukunft der Arbeit

Carl Benedikt Frey, Michael A. Osborne

Richtungsweisende Studie von 2013 über die Automatisierbarkeit von Berufen. Frey und Osborne untersuchten, welche Jobs durch Automatisierung und KI gefährdet sind. Zentrale Erkenntnis: viele Verwaltungs- und Routineberufe haben wenig Zukunftsperspektiven. Die Studie gilt als Meilenstein in der Debatte über Jobverlust durch Digitalisierung.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:32:06 „bei all den Hochrechnungen über die Zukunft berühmt die Oxford-Studie über die Zukunft der Arbeit von 2012 schon ganz oft zitiert. Danach haben gerade diese Verwaltungsjobs eigentlich überhaupt keine Zukunft.“

Precht verweist auf die berühmte Oxford-Studie von 2013 (im Transkript als 2012 genannt), die prognostizierte, dass viele Berufe durch Automatisierung wegfallen werden.

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Spiegel-Kolumne zur Reindustrialisierung und humanoiden Robotern

Spiegel-Kolumne zur Reindustrialisierung und humanoiden Robotern

Sascha Lobo

Elon Musk erwartet für die Zukunft Roboter in jedem Haushalt. Er mag übertreiben, dennoch bedeutet die Aussicht, dass wir bald anders über Arbeit und Gesellschaft nachdenken müssen – und über den Industriestandort.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:32:06 „Wenn man Sascha Lobo liest, der hat sich vor einiger Zeit darüber im Spiegel Gedanken gemacht, liebe Grüße, der sagte, das wirkt alles so irre und so wirr.“

Lanz bezieht sich auf eine Spiegel-Kolumne von Sascha Lobo, in der dieser Trumps Reindustrialisierungspolitik mit dem Aufkommen humanoider Roboter verknüpft.

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Kolumne über humanoide Roboter und Trumps Industriepolitik

Kolumne über humanoide Roboter und Trumps Industriepolitik

Sascha Lobo

Sascha Lobo argumentiert in seiner Spiegel-Kolumne, dass Trumps aggressive Zollpolitik nicht primär darauf abzielt, amerikanische Arbeitsplätze zu sichern, sondern industrielle Produktionskapazität in die USA zurückzuholen. Lobo sieht humanoide Roboter als Schlüssel zu dieser Neuausrichtung – nicht Menschen, sondern Automatisierung könnten der eigentliche Zielpoint sein.

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:33:12 „Wenn man Sascha Lobo liest, der hat sich vor einiger Zeit darüber im Spiegel Gedanken gemacht, liebe Grüße, der sagte, das wirkt alles so irre und so wirr. Sascha ist auf einer etwas anderen Spur, das fand ich sehr interessant. Er sagte, denk mal drüber nach, vielleicht geht es gar nicht um Jobs, vielleicht geht es einfach nur um industrielle Produktion und da kommen humanoide Roboter plötzlich ins Spiel.“

Lanz zitiert eine Spiegel-Kolumne von Sascha Lobo, die Trumps Zollpolitik und den Wunsch, Industriefertigung in die USA zurückzuholen, neu interpretiert. Lobos These: Es geht nicht um menschliche Arbeitsplätze, sondern um industrielle Produktionskapazität – und humanoide Roboter könnten der eigentliche Schlüssel dazu sein.

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Terminator

Terminator

James Cameron · 1984

Ein Cyborg aus der Zukunft wird auf eine tödliche Mission in die heutige Gegenwart geschickt. Er soll Sarah Connor töten, eine junge Frau, die eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Menschheit spielen wird. Sie hat nur eine Chance, Kyle Reese, ein Freiheitskämpfer, der ebenfalls aus der Zukunft kommt.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:36:05 „Der Roboter, der eignet sich immer gut als was zum Fürchten, weil wir auch die ganzen Terminatoren da vor Augen haben und denen trauen wir irgendwie alles Mögliche zu und dann haben wir immer Angst, dass sie sich verselbstständigen.“

Precht verweist auf die Terminator-Filme als kulturelle Prägung unserer Angst vor Robotern. Er argumentiert, dass diese Science-Fiction-Bilder unsere Risikowahrnehmung verzerren: Wir fürchten uns vor physischen Robotern, während die eigentliche Bedrohung von intelligenten Software-Systemen ausgeht, die Bürojobs ersetzen.

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Fortschritt macht arbeitslos

Fortschritt macht arbeitslos

Der Spiegel dokumentiert eine ikonische Titelgeschichte aus den späten 1970er Jahren, die sich mit der Angst vor technologischer Arbeitsplatzvernichtung durch Roboter beschäftigte. Der Artikel zeigt, dass die Besorgnis über Automatisierung keine neue Phänomen ist. Das historische Beispiel wird herangezogen, um die andauernde Debatte über technologische Disruption und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt zu reflektieren.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:36:17 „Es gab schon Ende der 70er Jahre einen Spiegeltitel, wo ein Roboter einen erschlafften Arbeiter am Schlafittchen nahm. Und darüber stand, Fortschritt macht arbeitslos. Also die Angst vor dem Roboter, die halte ich für ein wenig übertrieben.“

Precht erinnert an eine ikonische Spiegel-Titelgeschichte aus den späten 1970er Jahren, um zu zeigen, dass die Angst vor Robotern, die menschliche Arbeit ersetzen, keineswegs neu ist. Er nutzt das historische Cover als Argument, warum er die Bedrohung durch physische Roboter für übertrieben hält – die eigentliche Gefahr sieht er bei KI-Systemen, die White-Collar-Jobs ersetzen.

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Der Wohlstand der Nationen

Der Wohlstand der Nationen

Adam Smith · 2018

Der Wohlstand der Nationen (vollständiger englischer Titel: An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations) ist das am 9. März 1776 erschienene Hauptwerk des schottischen Ökonomen Adam Smith. Es entstand als Kontrapunkt zum bis dahin wirtschaftspolitisch vorherrschenden Merkantilismus, wie er von den damaligen europäischen Großmächten praktiziert wurde.

🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:42:29 „Und das ist schon eine alte Weisheit von Adam Smith, dem ersten großen Theoretiker des Kapitalismus, von Hause aus Moralphilosoph, dass er gesagt hat, kein Unternehmer liebt den freien Wettbewerb, sondern nur seine starke Stellung darin.“

Precht zitiert Adam Smith im Kontext der Tech-Monopole von Meta, Google und Co. Er nutzt Smiths Einsicht – dass Unternehmer nicht den Wettbewerb, sondern ihre Dominanz darin lieben – um zu erklären, warum staatliche Kartellpolitik gerade in der Digitalwirtschaft so dringend nötig, aber schwer umsetzbar ist.

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