Episoden von Alles gesagt?
125 Episoden · Seite 10 von 13
Richard Socher, was denken Maschinen
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Richard Socher, KI-Forscher aus der DDR, der es über Princeton und Stanford ins Silicon Valley geschafft hat, spricht über künstliche Intelligenz, das Privatsphäre-Paradox der digitalen Welt und warum westliche Roboter-Bilder von Terminator geprägt sind. Er provoziert mit der These, dass Python wichtiger sei als eine zweite Fremdsprache, und reflektiert darüber, was Intelligenz eigentlich ausmacht — bei Menschen wie bei Maschinen.
Yuval Harari, What Is the Meaning of Life
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Yuval Noah Harari schaltet sich live aus Israel zu und spricht über die großen Fragen der Menschheit — von der Dummheit als stärkster Macht der Geschichte über die Theatralik des Terrorismus bis zum Sinn des Lebens, den er verblüffend einfach findet. Die Episode springt zwischen Englisch und Deutsch, während Harari mit entwaffnender Direktheit erklärt, warum wir den Dritten Weltkrieg nicht überleben werden und warum ihn bei Game of Thrones vor allem die falsche mittelalterliche Logistik stört.
Alice Schwarzer, wie wird man eine Frau
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Alice Schwarzer kommt mit einer langen Liste an Labels im Gepäck — Amazone, Männerschreck, meistgehasste Chefredakteurin Deutschlands — und macht von Anfang an klar, dass sie sich von keinem davon definieren lässt. Sie spricht über ihren ungewöhnlichen Aufwuchs mit einem Mann als „sozialer Mutter
Ólafur Elíasson, kann Kunst die Welt retten
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Ólafur Elíasson beschreibt sich als Compilation verschiedener Identitäten, die in Deutschland ein Land finden, das von Erwachsenen geleitet wird. Er erinnert sich an den Mauerfall zwei Wochen nach seinem Studienbeginn in Kopenhagen, als tausende Trabis an ihm vorbeifuhren, und reflektiert darüber, wie Wahrnehmung nur vorübergehende Wahrheiten zeigt. Seine raumfüllenden Installationen mit Wasserfällen und Strom seien schlecht zu verkaufen — dafür aber möglichst vielen Menschen in öffentlichen Räumen zugänglich.
Juli Zeh, ist die Aufklärung am Ende
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Juli Zeh spricht aus einer finnischen Sauna im Gästehaus ihres Dorfes über ihre Doppelrolle als Schriftstellerin und Landesverfassungsrichterin in Brandenburg. Sie reflektiert, wie ein gutes Urteil meist beide Parteien unzufrieden zurücklässt, hinterfragt den Atomausstieg rückblickend und beschreibt ihr früheres Schreiben als nächtliches Hämmern in die Tastatur bei Wein und Kette rauchen. Besonders bohrend ihre Frage, ob gesellschaftlicher Zusammenhalt womöglich nur die Abwesenheit von Bürgerkrieg sei.
Mai Thi Nguyen-Kim, rettet Wissenschaft die Welt
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Mai Thi Nguyen-Kim, Deutschlands bekannteste Wissenschaftsjournalistin, ist der meistgewünschte Gast in der Geschichte von Alles gesagt. Sie spricht über Gleichstellung in der Wissenschaft, die unterschätzte Bedeutung von Kunststoffen, Homöopathie auf Kassenkosten und die Frage, ob der prominenteste Experte auch der kompetenteste ist — und erzählt, warum sie sich unter „Kartoffeln
Thomas de Maizière, was ist heute konservativ
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Thomas de Maizière spricht aus seinem Bundestagsbüro über die Wiedervereinigung, innere Einheit und was heute konservativ ist. Er räumt mit dem Mythos der verpassten Chance 1990 auf, hält vom Gerede der inneren Einheit nichts und erklärt, warum Doppelreiher und Einstecktuch aus Philipp Amthor noch keinen Konservativen machen. Dazwischen das Geständnis, er hätte im Ernstfall den Abschussbefehl gegeben — und wäre danach wohl zurückgetreten.
Alice Hasters, was sollten weiße Menschen über Rassismus wissen
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Alice Hasters spricht drei Wochen vor dem Tod von George Floyd über Rassismus in Deutschland, weiße Vorherrschaft und die Frage, warum weiße Menschen sich selbst nicht als Gruppe begreifen. Sie erklärt, wie Fragen nach der Herkunft in Wahrheit auf ihr Schwarzsein zielen, und ordnet die plötzliche weiße Empörung als späte Reaktion ein — während Schwarze Menschen längst abgestumpft seien. Ein Gespräch, das die Hosts selbst als Lehrstunde in geduldiger Aufklärung erleben.
Dunja Hayali, hält Streit die Gesellschaft zusammen
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Dunja Hayali spricht über ihre Haltung zu Hardcore-Rassisten und Neonazis: zuhören, ohne ernst zu nehmen, was sie sagen, aber die Person ernst nehmen. Sie erklärt, warum Alltagsrassismus für sie das größere Gift ist als die großen Anschläge, und warum sie die Grundrechtseinschränkungen in der Pandemie für legitim hält. Zwischendurch turnt ihre 13 Monate alte Golden-Retriever-Hündin Wilma durchs Bild.
Luisa Neubauer, redet noch jemand über das Klima
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Luisa Neubauer spricht mitten im ersten Corona-Lockdown darüber, ob in der Pandemie überhaupt noch jemand über das Klima redet. Sie erzählt von ihrer Konfrontation mit Siemens-Chef Joe Kaeser, von Massenprotesten, die plötzlich nicht mehr möglich sind, und von den Ambiguitäten, die Aktivistinnen aushalten müssen — zwischendurch wehrt sie sich gegen den Verdacht, ein Streberleben zu führen.