Alles gesagt? – Thomas de Maizière, was ist heute konservativ
#029

Thomas de Maizière, was ist heute konservativ

Alles gesagt? / 02. Juli 2020 / 27 Medien

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Thomas de Maizière spricht aus seinem Bundestagsbüro über die Wiedervereinigung, innere Einheit und was heute konservativ ist. Er räumt mit dem Mythos der verpassten Chance 1990 auf, hält vom Gerede der inneren Einheit nichts und erklärt, warum Doppelreiher und Einstecktuch aus Philipp Amthor noch keinen Konservativen machen. Dazwischen das Geständnis, er hätte im Ernstfall den Abschussbefehl gegeben — und wäre danach wohl zurückgetreten.

„Ein Doppelreiher mit Schlips, Einstecktuch und Manschettenknöpfen macht noch keinen konservativen Menschen.“
🗣 Thomas de Maizière

Erwähnte Medien (27)

Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven (~ 17. Dezember 1770 in Bonn; † 26. März 1827 in Wien) war ein deutscher Komponist der Wiener Klassik. Er gilt als der Komponist, der die Musik dieser Stilepoche zu ihrer höchsten Entwicklung geführt und der Romantik den Weg bereitet hat. Bonn (1770-1792) Ludwig van Beethovens väterliche Vorfahren stammten aus Mecheln im flämischen Brabant. Mit seinem Großvater (1712 - 1773), der ebenfalls Ludwig hieß, ging erstmals ein Musiker aus der Familie hervor.

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 00:13:52 „Und Lothar de Maizière rief Kurt Masur an, ob er da spielt. Dann hat er gesagt, ja, aber ich habe das nicht geübt. Und dann hat Lothar de Maizière gesagt, das muss jetzt aber sein. Haben wir alle nicht. Dann haben wir da die Neunte gehört.“

De Maizière schildert die emotionale Abschlussveranstaltung am 2. Oktober 1990 im Schauspielhaus am Platz der Akademie, bei der die DDR als Staat verabschiedet wurde. Kurt Masur dirigierte Beethovens Neunte Sinfonie, obwohl er sie nicht geprobt hatte. Die Aufführung war Teil eines historischen Abends, der mit dem Gang zum Reichstag und der Wiedervereinigung um Mitternacht endete.

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Symphonie Nr. 9

Symphonie Nr. 9

Ludwig van Beethoven

Die Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in cis-Moll von Ludwig van Beethoven, vollendet 1801, wird auch als Mondscheinsonate bezeichnet. Beethoven selbst nannte sein Werk eine Sonata quasi una Fantasia [„gleichsam eine Fantasie“] per il Clavicembalo o Piano-Forte. Die Bezeichnung Fantasia bezieht sich auf die ungewöhnliche Satzfolge der Klaviersonate, deren Sätze in ihren Tempi von der herkömmlichen Sonatenform abweichen.

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 00:14:53 „Dann haben wir da die Neunte gehört.“

Beethovens Neunte Sinfonie wurde bei der Abschlussveranstaltung am 2. Oktober 1990 im Schauspielhaus am Platz der Akademie gespielt, dirigiert von Kurt Masur

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Regieren: Innenansichten der Politik

Regieren: Innenansichten der Politik

Thomas de Maizière · 2019

Innenansichten der Merkel-Ära und der deutschen Hochpolitik. Das Buch dokumentiert zentrale Entscheidungen, Machtkämpfe und persönliche Konflikte während kritischer Momente – insbesondere während der Flüchtlingskrise. Ein authentischer Blick hinter die Kulissen der Macht.

🗣 Thomas de Maizière erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:25:52 „Ich habe ein Buch geschrieben.“

De Maizière erwähnt sein eigenes Buch über das Regieren, auf das im Verlauf des Gesprächs mehrfach Bezug genommen wird

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Terror

Terror

Ferdinand von Schirach

Theaterstück von Ferdinand von Schirach über ein ethisches Dilemma: Ein Kampfpilot muss entscheiden, ob er ein von Terroristen gekapertes Passagierflugzeug abschießen soll, das über ein volles Fußballstadion fliegt. Das Stück verhandelt die moralische Frage von Triage-Entscheidungen und Verantwortung in Krisensituationen.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:18:41 „Ich musste nur gerade, als diese Szenarien durchgegangen sind, musste ich an Ferdinand von Schirach denken und an sein Stück, in dem er ja, das auch verfilmt worden ist, die Situation beschreibt, Terrorist kapert ein Flugzeug. Und dann die Frage gestellt wird, wie entscheiden Sie sich?“

Im Gespräch über Krisenentscheidungen und den Abschuss entführter Flugzeuge erwähnt Amend Schirachs Theaterstück "Terror", das genau dieses ethische Dilemma durchspielt: Ein Kampfpilot schießt ein entführtes Passagierflugzeug ab, um ein volles Fußballstadion zu retten. De Maizière greift das sofort auf und schildert, dass er sich als Verteidigungsminister real mit genau dieser Entscheidungssituation auseinandersetzen musste und den Abschussbefehl gegeben hätte.

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Rede auf dem Reichstag zu Worms

Rede auf dem Reichstag zu Worms

Martin Luther · 2022

Das vorliegende Buch über Leben und Werk Martin Luthers (1483-1546) erscheint in dem Jahr, in dem sich nicht nur der Todestag des Wittenberger Reformators zum 475. Mal jährte, sondern in das auch das Datum der 500. Wiederkehr des Reichstags zu Worms fiel. In Worms hatte sich Luther einst geweigert, vor dem mächtigen Kaiser Karl V. und den Reichsständen seine Ideen, mit denen er die mächtige römisch-katholische Kirche erschüttert hatte und die evangelische Kirche begründete, zu widerrufen.

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 01:35:25 „Es gibt dann eine Situation, wo Sie sagen, vielleicht ist es irgendwie falsch, aber ich mache das, ich habe es gemacht. Vielleicht sogar im Nachhinein war das falsch. Aber vielleicht wie Martin Luther sagen müssen, ich stehe hier, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen.“

De Maizière nutzt Luthers berühmten Ausspruch vom Reichstag zu Worms als Analogie für politische Situationen, in denen man trotz Unsicherheit eine Entscheidung treffen und zu ihr stehen muss. Er spricht über die Verantwortung von Politikern in Krisensituationen.

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Die Getriebenen

Die Getriebenen

Robin Alexander · 2025

»Dieser Autor lässt sich den Eros der Macht nicht austreiben und verwandelt die politische Realität in packende Literatur, die man wie einen Roman liest.« (Die Zeit) Friedrich Merz steht vor gewaltigen Aufgaben. Während Trump und Putin die alte Weltordnung zerstören, droht die AfD die politische Mitte in Deutschland zu sprengen. Der neue Bundeskanzler will ganz anders regieren als die abgewählte Ampel-Koalition.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:37:17 „Sie hat vorhin schon die Getriebenen erwähnt, ein Buch von Robin Alexander, aber eben auch ein Dokudrama“

Das Buch über die Flüchtlingskrise 2015 wird als Grundlage für die Diskussion über die damalige Regierungspolitik herangezogen

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Deutschlandlied

Deutschlandlied

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Das Deutschenlied wird häufig falsch aufgeführt: Statt der dritten Strophe, die seit 1952 die Hymne Deutschlands ist, werden oft die ersten beiden historischen Strophen gespielt. Dieser häufige Fehler zeigt die Wichtigkeit, die korrekte und demokratische Version der Hymne zu kennen.

🗣 Thomas de Maizière zitiert daraus bei ⏱ 01:56:18 „Es heißt auch in unserer Nationalhymne übrigens, heißt es auch nicht Einheit und Recht und Freiheit, sondern Einigkeit. Und Einigkeit als Ziel setzt vorher Streit und Debatte voraus.“

De Maizière zitiert die deutsche Nationalhymne, um seinen Punkt zu untermauern, dass das Ziel nicht 'innere Einheit' im Sinne von Gleichförmigkeit sein könne. Er betont den feinen sprachlichen Unterschied zwischen 'Einheit' und 'Einigkeit' und argumentiert, dass Einigkeit Pluralismus und Debatte voraussetze.

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Zonenkinder

Zonenkinder

Jana Hensel · 2002

Autobiografisches Werk über die Erfahrungen einer in der DDR aufwachsenen Generation nach der Wiedervereinigung. Erforscht die innere deutsche Einheit und fordert für Ostdeutschland ein neues Selbstbewusstsein statt alter Anerkennungsdebatten.

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 01:58:37 „Jana Hensel, ich habe natürlich ihr wunderbares Buch »Die Zonenkinder« gelesen, die vertritt eine ganz andere Position. Die sagt, was immer da an Fehlern waren, wir sind jetzt eine neue Generation und wir können ein ostdeutsches Selbstbewusstsein haben.“

Im Kontext einer Debatte über die deutsche Wiedervereinigung und die Frage, ob eine 'innere Einheit' nötig sei, erwähnt de Maizière Jana Hensels Buch als Stimme einer neuen ostdeutschen Generation. Er lobt das Buch als 'wunderbar' und ordnet Hensels Position ein: Statt alte Anerkennungsdebatten zu führen, fordere sie ein neues ostdeutsches Selbstbewusstsein und einen Führungsanspruch.

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Interview mit der Süddeutschen Zeitung

Interview mit der Süddeutschen Zeitung

Interview mit der Süddeutschen Zeitung, in dem de Maizière die gesellschaftliche Spaltung in Dresden zwischen Ost- und Westdeutschen beschreibt und kritisiert, dass viele westdeutsche Führungspersonen kein Interesse hatten, Ostdeutsche kennenzulernen.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:01:20 „Sie haben mal in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vor fünf Jahren so beschrieben, die Lage in Dresden oder die gesellschaftliche Situation in Dresden. Und einerseits haben Sie da beschrieben, dass viele aus dem Westen, die Führungspositionen im Osten bekleidet haben, gar kein Interesse hatten, Ostdeutsche überhaupt kennenzulernen.“

Christoph Amend zitiert aus einem früheren Interview de Maizières mit der Süddeutschen Zeitung, in dem dieser die gesellschaftliche Spaltung in Dresden zwischen zugezogenen Westdeutschen und Ostdeutschen beschrieb – inklusive der Bemerkung über 'Ossi-freie Zonen' bei Veranstaltungen.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Der Turm

Der Turm

Uwe Tellkamp · 2010

Der Roman porträtiert das Dresdner Bildungsbürgertum und die intellektuelle Elite einer Epoche. Ein literarisches Zeugnis für die Kultur, Konflikte und Widersprüche eines sozialen Milieus im Wandel der Zeit.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:08:04 „Es gibt ja einen fantastischen Roman über dieses Milieu, der Turm von Uwe Tellkamp. Und Uwe Tellkamp ist vielleicht auch eine Überleitung zu meiner nächsten Frage, denn der ist ja im Laufe der letzten Jahre auch politisch immer weiter nach rechts gerutscht oder gegangen.“

Christoph Amend bringt Uwe Tellkamps Roman 'Der Turm' als literarisches Zeugnis für das Dresdner Bildungsbürgertum ins Gespräch, das de Maizière zuvor als 'Revolutionsadel' beschrieben hat. Der Roman dient als Überleitung zur Frage nach Pegida, da Tellkamp selbst politisch nach rechts gerückt ist.

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Rede zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges (8. Mai 1985)

Rede zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges (8. Mai 1985)

Richard von Weizsäcker

Bundespräsident Richard von Weizsäckers Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes definierte den 8. Mai 1985 als "Tag der Befreiung" statt Niederlage – eine wegweisende Umdeutung für die deutsche Erinnerungskultur. Die Rede löste heftige Debatten aus und wird bis heute als zentral für das deutsche Geschichtsverständnis der Nachkriegszeit diskutiert.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:23:41 „Ich frage es deshalb, weil ich ihn einerseits bewundere bis heute für seine Reden und seine Rede von 1985 hat mich als Elfjähriger damals auch wirklich geprägt.“

Christoph Amend erwähnt Richard von Weizsäckers berühmte Rede vom 8. Mai 1985 zum 40. Jahrestag des Kriegsendes als persönlich prägendes Erlebnis. Die Rede dient als Einstieg in die Frage, wie Weizsäcker als Chef war – Amend kontrastiert seine Bewunderung für den Redner mit der Erfahrung, dass Weizsäcker auch arrogant sein konnte.

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Wetten, dass..?

Wetten, dass..?

Frank Elstner, Thomas Gottschalk · 1981

In der erfolgreichen Fernsehshow sind viele Prominente zu Gast und nationale wie internationale Musik-Acts treten auf. Doch im Mittelpunkt stehen die äußert skurrilen Wetten, die häufig den Moderator sowie die Gäste staunen lassen.

🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:32:12 „Es soll ja nächstes Jahr nochmal eine einmalige Auflage von Wetten, dass... geben. Dann würde ich Sie also vorschlagen, als Kandidat um Akten zu lesen.“

Christoph Amend greift de Maizières Schilderung seiner Fähigkeit, in Akten blitzschnell die entscheidenden Stellen zu finden, humorvoll auf und schlägt ihn als Kandidaten für eine angekündigte Sonderausgabe der legendären TV-Show vor. De Maizière spielt mit und sagt 'Ja, nur zu'.

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Unterwerfung

Unterwerfung

Michel Houellebecq · 2015

Goncourt-Preisträger Michel Houellebecq erzählt in "Unterwerfung" die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultart...

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 02:49:42 „Ich muss mir vorstellen, wir würden jetzt hier irgendwie über den Bundeskanzler am Türkisch gesprochen, zwischen denen, die da regieren, der Hulbeck, sein Buch nochmal ein neues Kapitel dran nehmen.“

De Maizière erzählt, wie am preußischen Hof Französisch gesprochen wurde, weil die Hugenotten dort so einflussreich waren. Er zieht eine provokante Parallele zur Gegenwart — wenn heute Türkisch in der Regierung gesprochen würde — und verweist dabei auf Houellebecqs Roman, der ein solches Szenario kultureller Übernahme literarisch durchspielt.

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Der Tischler von Halle

Der Tischler von Halle

Eine Reportage im ZEITmagazin stellt den Tischler Thomas Thiele vor, der die massive Eingangstür der Synagoge Halle erbaut hat. Diese Tür bewährte sich beim Anschlag am 9. Oktober 2019, als ein Attentäter die Synagoge stürmen wollte – die stabile Konstruktion hielt stand und schützte die Menschen im Inneren. Der Artikel würdigt die handwerkliche Leistung und den unterschätzten Wert eines soliden Handwerks.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:52:48 „Wir haben gerade eine große Geschichte gemacht im Zeitmagazin über den Tischler von Halle, der die schwere Tür der Synagoge gebaut hat, die dafür gesorgt hat, dass nichts passiert ist. Also ich habe den größten Respekt vor Tischlern.“

Als de Maizière scherzhaft Tischler als Beispiel für einen normalen Beruf nennt, verweist Christoph Amend auf eine aktuelle Reportage im ZEITmagazin über den Tischler, der die massive Tür der Synagoge in Halle gebaut hat — die Tür, die beim Anschlag am 9. Oktober 2019 standhielt und so die Menschen im Inneren schützte.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Begegnungen

Begegnungen

Eva de Maizière

Eva de Maizière war eine deutsche Künstlerin und Bildhauerin, deren Bronzeskulptur „Begegnungen" in Bad Godesberg steht. Der Artikel dokumentiert ihre künstlerische Karriere und ihre späte Hinwendung zu Aquarellen und Plastiken. Der Podcast-Gast, ihr Sohn, würdigt ihr Werk und betont dabei ihre bedeutendsten Schaffensperioden.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:54:25 „Ihre Mutter war ja Künstlerin, Eva de Maizière. Und ich habe nur mal ein bisschen recherchiert und habe gesehen, es gibt in Bad Godesberg, sie war ja Bildhauerin unter anderem, gibt es eine Statue, eine Skulptur, die Begegnungen heißt. Wie finden Sie die?“

Christoph Amend spricht die künstlerische Tätigkeit von de Maizières Mutter an und erwähnt eine Bronzeskulptur in der Bad Godesberger Innenstadt. De Maizière zeigt sich stolz, relativiert aber: Seine Mutter habe bedeutendere Werke geschaffen. Sie habe erst spät mit Aquarellen und Bronzen begonnen, als er bereits aus dem Haus war.

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Begegnungen (Skulptur)
Kunst v1

Begegnungen (Skulptur)

Eva de Maizière

Eva de Maizière war eine Bildhauerin, deren Werke sich in öffentlichen Räumen befinden. In Bad Godesberg steht eine ihrer bedeutenden Skulpturen mit dem Titel "Begegnungen", die ein Mädchen im Garten zeigt und das Stadtbild der Innenstadt prägt. Das Werk dokumentiert ihr künstlerisches Vermächtnis und wird als kultureller Ort wahrgenommen.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:54:49 „gibt es in Bad Godesberg, sie war ja Bildhauerin unter anderem, gibt es eine Statue, eine Skulptur, die Begegnungen heißt“

Die Skulptur der Mutter von Thomas de Maizière in der Bad Godesberger Innenstadt wird besprochen

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Rede auf dem CDU-Bundesparteitag zur Frage des Konservatismus

Rede auf dem CDU-Bundesparteitag zur Frage des Konservatismus

Thomas de Maizière · 2013

Wie ist die Kanzlerin wirklich? - Ein intimer Insiderbericht Wie ist Angela Merkel aus der Nähe und wann kriegt sie einen echten Wutanfall? Wer hat ihr Vertrauen und wer ist unten durch? Hat sie einen politischen Kompass oder regieren Beliebigkeit und Opportunismus? Wie denkt sie über die Deutschen, was macht ihr Angst? Und warum hält sie eigentlich die Hände immer so komisch? Aus vielen Betrachtungen und Einsichten setzt Nikolaus Blome ein ganz neues Bild der Kanzlerin zusammen.

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 03:10:04 „Ich habe da zu der Frage mal eine Rede vom CDU-Bundesparteitag gehalten, die können Sie doch mal nachlesen“

De Maizière verweist auf seine eigene Parteitagsrede, in der er erläutert hat, warum bestimmte Sachfragen nicht per se konservativ sind

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Artikel über Philipp Amthor in der Zeit

Artikel über Philipp Amthor in der Zeit

Philipp Amthor sagt, er sei Romantiker. Er mag Richard Wagner und anrührende Kunst. Aber wie lustig findet er die vielen Witze, die man über ihn macht?

🗣 Thomas de Maizière erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:15:13 „Ich habe mit ihm noch nicht gesprochen. In der Zeit steht was ganz Gutes. Und ich möchte nicht sozusagen über meine Kollegen, über einen Zeit-Podcast irgendwie Bewertung abgeben, wenn ich das ihm selber noch nicht gesagt habe, was ich davon halte.“

Im Gespräch über die Lobbyismus-Affäre um Philipp Amthor und dessen Verbindung zu de Maizières Vorgänger als Verteidigungsminister verweist de Maizière auf einen Artikel in der Zeit, den er als lesenswert beschreibt, ohne inhaltlich Stellung zu nehmen.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Leitkultur-Thesen

Leitkultur-Thesen

Thomas de Maizière · 2018

Die Debatte um die Werte, die unsere Gesellschaft zusammenhalten und auf die sich die Mehrheit der in Deutschland Lebenden beziehen, gleicht einer Fieberkurve. Mal geht die Tempe­ratur hoch, hitzig, fieberhaft wird diskutiert, gestritten, polemisiert, was erlaubt ist, was in Deutschland üblich ist, wer was tun muss, um dazugehören, wie unsere Leitkultur auszusehen hat. Dann wieder sinkt die Temperatur der Debatte etwas.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:21:01 „Das ist Teil der Leitkultur, dass man eine Frau zuerst durch die Tür geht. ... diese neun, zehn Punkte, die Sie genannt haben, damals in Ihrem Essay. Aber reicht das oder müssen wir nicht ein etwas dynamischeres Bild von Deutschland entwickeln?“

Jochen Wegner bezieht sich auf de Maizières bekannten Leitkultur-Essay, in dem dieser in neun oder zehn Punkten beschrieb, was jenseits des Grundgesetzes zum Zusammenleben in Deutschland gehört. Der Essay löste 2017 eine breite Debatte aus. De Maizière verteidigt seinen Versuch und bedauert, dass niemand einen Gegenentwurf vorgelegt habe.

Zum Artikel bei Germanhistory-intersections.org Details
Rede in der Knesset zur Staatsräson

Rede in der Knesset zur Staatsräson

Angela Merkel · 2016

Merkels Rede vor der Knesset 2008, in der sie die Sicherheit Israels zur deutschen Staatsräson erklärte — eine zentrale Aussage zur historischen Verantwortung Deutschlands, die über das Grundgesetz hinausgeht und die Identität Deutschlands grundsätzlich definiert.

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 03:24:35 „Wenn die Bundeskanzlerin in der Knesset sagt, die Sicherheit Israels ist Teil der deutschen Staatsräson. Davon steht nichts im Grundgesetz. Kein Sterbenswörtchen. Und der Satz ist ja umstritten auch.“

De Maizière zitiert Merkels berühmte Rede vor der Knesset 2008, in der sie die Sicherheit Israels zur deutschen Staatsräson erklärte, als Beispiel dafür, dass Deutschsein über das Grundgesetz hinausgeht und mit historischer Verantwortung verbunden ist.

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Der Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen

Matthias Claudius

Das Abendlied ist ein Gedicht von Matthias Claudius, das zu den bekanntesten Werken der deutschen Literatur gehört und unter dem Titel des ersten Verses Der Mond ist aufgegangen in der Vertonung von Johann Abraham Peter Schulz als christliches Lied bekannt ist. Es wurde zum ersten Mal im Musen-Almanach für 1779 (herausgegeben von Johann Heinrich Voß) veröffentlicht und fehlt seitdem in kaum einer Anthologie. Vorlage war das Gedicht Nun ruhen alle Wälder von Paul Gerhardt aus dem Jahre 1647.

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 03:36:32 „Da gab es erst einen Gottesdienst. Da sind alle sitzen geblieben. Nach dem Segen sprach dann Henry Kissinger in einem Staatsakt und Angela Merkel auf Helmut Schmidt. Hinterher haben wir zum Schluss gesungen, der Mond ist aufgegangen. Großartig.“

De Maizière beschreibt die Beerdigung von Helmut Schmidt im Hamburger Michel als Beispiel für den christlich-kulturellen Kitt der Gesellschaft. Das gemeinsame Singen dieses berühmten Abendlieds von Matthias Claudius steht für ihn sinnbildlich dafür, was viele Menschen im Land als verbindend empfinden.

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Verfassungspatriotismus

Verfassungspatriotismus

Dolf Sternberger · 1990

Sternbergers einflussreiches Konzept des Verfassungspatriotismus als Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Aufsatz argumentiert, dass eine Verfassung emotional bindend wirken kann – statt ethnischer oder kultureller Identität. Ein abstraktes, aber fundamentales Modell für rechtsstaatliche Einigung.

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 03:37:30 „Jedenfalls nicht ein blutleerer Aufsatz von Dorf Sternberger über Verfassungspatriotismus. Der extrem wichtig ist, da müssen wir mich jetzt nicht überzeugen.“

Auf die Frage, was die Gesellschaft zusammenhält, wenn die Kirchen leer werden, grenzt sich de Maizière von Dolf Sternbergers berühmtem Konzept des Verfassungspatriotismus ab. Er hält es zwar für wichtig, aber für zu abstrakt und emotionslos, um Menschen wirklich zusammenzuführen.

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Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111

Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111

Ludwig van Beethoven

Die Klaviersonate Nr. 32 in c-Moll, op. 111 ist Beethovens letzte Klaviersonate. Wie die beiden Leichten Sonaten op. 49, op. 54, op. 78 und op. 90 hat sie nur zwei Sätze. Ihre Aufführungsdauer beträgt um die 10 Minuten für den ersten und fast 20 Minuten für den zweiten Satz.

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 03:55:57 „Im Beethoven-Jahr habe ich mich jetzt länger mit den drei letzten Klaviersonaten befasst, gerade die letzte mit zu dem größten gehört. Was überhaupt komponiert worden ist, jedenfalls aber von Beethoven.“

De Maizière beschreibt seine Auseinandersetzung mit Beethovens letzten Klaviersonaten über die Plattform Idagio, wobei er verschiedene Interpretationen vergleicht

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Klaviersonaten Nr. 30–32 (die drei letzten Klaviersonaten)

Klaviersonaten Nr. 30–32 (die drei letzten Klaviersonaten)

Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven (~ 17. Dezember 1770 in Bonn; † 26. März 1827 in Wien) war ein deutscher Komponist der Wiener Klassik. Er gilt als der Komponist, der die Musik dieser Stilepoche zu ihrer höchsten Entwicklung geführt und der Romantik den Weg bereitet hat. Bonn (1770-1792) Ludwig van Beethovens väterliche Vorfahren stammten aus Mecheln im flämischen Brabant. Mit seinem Großvater (1712 - 1773), der ebenfalls Ludwig hieß, ging erstmals ein Musiker aus der Familie hervor.

🗣 Thomas de Maizière empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:57:10 „Im Beethoven-Jahr habe ich mich jetzt länger mit den drei letzten Klaviersonaten befasst, gerade die letzte mit zu dem größten gehört. Was überhaupt komponiert worden ist, jedenfalls aber von Beethoven. Und da können Sie dann irgendwie 20 verschiedene Versionen hören, von Igor Levit bis zu Edwin Fischer, von Slatoslav Richter bis zu Paulini.“

De Maizière schwärmt von der Klassik-Streaming-Plattform Idagio und illustriert deren Vorzüge am Beispiel von Beethovens letzten drei Klaviersonaten. Er hebt besonders die letzte Sonate (op. 111) als eines der größten je komponierten Werke hervor und schätzt die Möglichkeit, zahlreiche Interpretationen verschiedener Pianisten vergleichen zu können.

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Ich bin ein Berliner

Ich bin ein Berliner

John F. Kennedy · 2026

Cet ebook est la version numérique du guide. Nouvelle mise à jour du Routard, le guide de voyage n°1 en France ! Découvrez Mitte, incontournable quartier central ; Prenzlauer Berg, l’endroit où faire la fête ; Kreuzberg, le quartier cosmopolite ; sans oublier Friedrichshain, le repaire des artistes en tous genres...

🗣 Thomas de Maizière erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:20:06 „Das wurde aber sozusagen durch ein politisches Narrativ, Kennedy, ich bin ein Berliner und wir sind im Westen und so, wir sind bedeutend, wir sind der Vorposten der Freiheit und so, das wurde durch ein Narrativ politisch-kommunikativ überhöht, traf aber eigentlich nicht sozusagen die normale Wirklichkeit eines Menschen in Friedenau oder Neukölln oder Spandau.“

De Maizière argumentiert, dass West-Berlin nie eine einheitliche Stadt war, sondern eine Ansammlung von Einzelsiedlungen. Das politische Narrativ – symbolisiert durch Kennedys berühmten Satz – habe eine Bedeutsamkeit konstruiert, die mit dem Alltagsleben der Bewohner in ihren Kiezen wenig zu tun hatte.

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Doktorarbeit zum Kartellrecht

Doktorarbeit zum Kartellrecht

Thomas de Maizière · 2013

Ein Spitzenpolitiker steht Rede und Antwort Thomas de Maizière steht Rede und Antwort. Dabei nimmt er die Politik und sich selbst in die Pflicht, weil er nicht möchte, dass in diesem Land die Banken, die Unternehmen, die Gewerkschaften regieren. Wann aber funktioniert Politik, wann dient sie den Menschen – und wann nicht? Welchen Anspruch hat er an sich selbst? Kurzum, was heißt das: Macht und Regieren? In diesem Buch gewährt de Maizière außergewöhnlich tiefe Einblicke in das Innenleben der Poli...

🗣 Thomas de Maizière referenziert bei ⏱ 05:07:26 „Hat mich immer beschäftigt, schon in meiner Doktorarbeit habe ich darüber geschrieben, jetzt im Kartellrecht, weil sozusagen die reine Informalität führt zu Willkür. Und die pure Formalität führt zu Starrheit, Verkrüstung.“

Im Gespräch über die Bedeutung informeller Prozesse in der Politik verweist de Maizière darauf, dass ihn das Spannungsfeld zwischen Informalität und Formalität schon in seiner Doktorarbeit im Kartellrecht beschäftigt hat. Er sieht eine Parallele zwischen wirtschaftsrechtlicher Regulierung und politischem Handeln.

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P Artikel

Parlamentsberichte in der FAZ

Günther Banners

Parlamentsberichte des legendären FAZ-Korrespondenten Günther Banners, dessen jahrzehntelange Berichterstattung über das deutsche Parlament sich durch außergewöhnliche literarische Qualität auszeichnete. Seine Analysen waren so meisterhaft geschrieben, dass sie selbst wie tägliche Romane über das politische Berlin wirkten.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 05:11:31 „Das ist der Kollege Günther Banners, der jahrzehntelang für die FAZ Parlamentsberichterstattung gemacht hat und der tatsächlich so toll war und so gut, dass, wie mir der Schriftsteller Reinhard Götz mal erzählt hat, der einen großen Roman schreiben wollte über das politische Berlin, und er ja an den praktisch täglichen Berichten von Banners so verzweifelt ist, weil die so gut waren, dass er gesagt hat, der schreibt jeden Tag schon den Roman über das politische Berlin.“

Christoph Amend ergänzt für die Zuhörer, wer der zuvor erwähnte Kollege Banners ist: Günther Banners war jahrzehntelang FAZ-Parlamentskorrespondent. Amend erzählt eine Anekdote des Schriftstellers Rainald Goetz, der an Banners' Berichten verzweifelte, weil sie so gut geschrieben waren, dass sie selbst schon wie ein täglicher Roman über das politische Berlin wirkten.

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