Ich hätte meinen Kindern keine Entschuldigung geschrieben
Roman Pletter, Josef Joffe & Annegret Kramp-Karrenbauer
Annegret Kramp-Karrenbauer — damals frisch ernannte Bundesverteidigungsministerin und CDU-Vorsitzende — stellt sich beim Zeitmartin im Hamburger Audimax den Fragen von Roman Pletter und Josef Joffe. Sie spricht offen über den Druck innerhalb der Union, über die Doppelbelastung beider Ämter und darüber, dass ihr Mann sie um einen Terminplan gebeten hat, damit er überhaupt weiß, wo er sie noch antreffen kann. Neben den ernsten Themen gibt es auch pointierten Smalltalk über das erstaunliche Übergewicht des Saarlandes im Bundeskabinett.
„Mein Mann hat mich zum Beispiel darum gebeten, dass er mal den Terminplan der nächsten Wochen bekommen kann, damit er weiß, wo er mich eventuell treffen kann — ob zu Hause oder vielleicht in Berlin oder sonst wo.“
Erwähnte Medien (10)
Artikel über das Amt der Verteidigungsministerin
Das Verteidigungsministerium gilt als politisches Minenfeld – ein Amt, das Karrieren zerstört statt fördert. Nur Helmut Schmidt schaffte es von dort ins Kanzleramt, alle anderen Amtsinhaber scheiterten oder wurden gestürzt. Für Annegret Kramp-Karrenbauer kommt die Doppelbelastung aus CDU-Parteivorsitz und Ministeramt erschwerend hinzu. Der Artikel analysiert die strukturellen Gründe, warum das Ministerium als besonders schwierig gilt.
🗣 Annegret Kramp-Karrenbauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:02:08 „Der Tagesspiegel nennt ihr Amt einen Höllenjob. Nur Helmut Schmidt hat von dort aus das Kanzleramt erobern können. Alle anderen sind gescheitert oder gestürzt.“
Zu Beginn des Gesprächs wird ein Tagesspiegel-Artikel zitiert, der das Amt der Verteidigungsministerin als 'Höllenjob' bezeichnet. Die Formulierung dient als Aufhänger für die Frage, wie Kramp-Karrenbauer die Doppelbelastung aus Parteivorsitz und Ministeramt bewältigt.
Tagesspiegel-Artikel über das Verteidigungsministeramt als Höllenjob
Schlechte Versorgung, mangelnde Hygiene, Lücken bei der Sicherheit - Forscher eines Bundeswehr-Instituts sollen mehrfach Probleme auf der "Gorch Fock" moniert haben, passiert ist offenbar nichts. Verteidigungsminister Guttenberg muss sich inzwischen auch Kritik von Altkanzler Schmidt anhören.
🗣 Annegret Kramp-Karrenbauer referenziert bei ⏱ 00:02:08 „Der Tagesspiegel nennt ihr Amt einen Höllenjob. Nur Helmut Schmidt hat von dort aus das Kanzleramt erobern können. Alle anderen sind gescheitert oder gestürzt.“
Zu Beginn des Gesprächs wird auf einen Tagesspiegel-Artikel verwiesen, der das Amt der Verteidigungsministerin als 'Höllenjob' beschreibt und die historische Bilanz der Amtsinhaber aufzeigt.
Manifest der Werteunion
· 2020
Das Manifest der Werteunion argumentiert, dass die Masseneinwanderung seit 2015 rechtswidrig war und rückgängig gemacht werden muss. Es ist ein politisches Positionspapier zur deutschen Migrationspolitik.
🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:10:54 „Also auf der Internetseite der Werteunion ist ein Manifest veröffentlicht, da steht folgender Satz. Die Masseneinwanderung seit 2015 war rechtswidrig und falsch. Daraus folgt, dass sie rückgängig gemacht werden muss.“
Roman Pletter zitiert aus einem auf der Website der Werteunion veröffentlichten Manifest, das die Masseneinwanderung seit 2015 als rechtswidrig bezeichnet und ihre Rückgängigmachung fordert. Das Dokument wird als Konfrontationspunkt genutzt, um Kramp-Karrenbauers Position zur innerparteilichen Rechtsverschiebung abzufragen.
Interview mit Wolfgang Schäuble zu Hans-Georg Maaßen
Wolfgang Schäuble antwortet in der Bild-Zeitung und widerspricht Kramp-Karrenbauers Distanzierung von Hans-Georg Maaßen. Der Artikel erörtert die innerparteiliche Spannung in der CDU über Maaßens Parteizugehörigkeit vor dem Hintergrund der Werteunion-Konflikte.
🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:13:12 „Wolfgang Schäuble hat nun via Bild geantwortet, warum sollte Herr Maaßen nicht CDU-Mitglied sein? Sollte Herr Maaßen noch CDU-Mitglied sein oder ist er der AfD näher als der CDU?“
Roman Pletter verweist auf eine Äußerung Wolfgang Schäubles in der Bild-Zeitung, in der dieser Kramp-Karrenbauers Distanzierung von Hans-Georg Maaßen widerspricht. Das Zitat dient als Gegenposition, um Kramp-Karrenbauer zum innerparteilichen Konflikt um die Werteunion zu befragen.
Karikatur über Annegret Kramp-Karrenbauer
Politische Karikatur aus der Süddeutschen Zeitung, die Annegret Kramp-Karrenbauer beim Springen von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen zeigt. Die Grafik kritisiert ironisch ihre wiederholten Kommunationsfehler und politischen Missgeschicke als CDU-Vorsitzende.
🗣 Annegret Kramp-Karrenbauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:16:09 „Eine Karikatur in der SZ zeigt, wie Sie von einem Fettnäpfchen zum anderen springen. War das ein Applaus für unseren Gast oder für die SZ?“
Im Gespräch wird eine Karikatur der Süddeutschen Zeitung erwähnt, die Kramp-Karrenbauer beim Springen von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen zeigt. Die Karikatur wird als Aufhänger genutzt, um über Kommunikationsfehler und die mediale Berichterstattung über die CDU-Vorsitzende zu sprechen.
Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr
Bundesministerium der Verteidigung
Weißbuch der Bundeswehr (2016) zur Neuausrichtung der Sicherheitspolitik und Fähigkeitsanforderungen. Definiert die strategischen Aufgaben der Bundeswehr mit Fokus auf Landesbündnisverteidigung und NATO-Verpflichtungen, begründet damit den finanziellen und operativen Bedarf.
🗣 Annegret Kramp-Karrenbauer referenziert bei ⏱ 00:32:43 „Und diese 1,5 Prozent brauchen wir, um die Aufgaben, die wir der Bundeswehr zugeschrieben haben, in einem Weißbuch und im Fähigkeitsprofil.“
Im Zusammenhang mit der Debatte um die NATO-Ausgabenziele von 2% des BIP verweist Kramp-Karrenbauer auf das Weißbuch der Bundeswehr, das die Aufgaben und Fähigkeitsanforderungen der Bundeswehr definiert und damit den finanziellen Bedarf begründet.
Unsere Sicherheit wird auch am Hindukusch verteidigt
Peter Struck · 2008
Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Note: 1,3, Universität Lüneburg (Angewandte Kulturwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit gliedert sich in folgende Teile: 1. Ein theoretisches Kapitel beschreibt die Anforderungen an die Medien in Bezug auf Öffentlichkeit in Deutschland. (S. 13-28) 2.
🗣 Annegret Kramp-Karrenbauer zitiert daraus bei ⏱ 00:38:03 „Und dieser alte Spruch von Peter Struck, unsere Freiheit wird auch am Hindukusch verteidigt. Das gilt heute für unsere Sicherheit. Das gilt heute auch für unsere Interessen im internationalen Bereich.“
Kramp-Karrenbauer greift den berühmten Ausspruch des früheren Verteidigungsministers Peter Struck auf, um ihre Argumentation für mehr deutsches Engagement in der Außen- und Sicherheitspolitik zu untermauern. Sie aktualisiert das Zitat und erweitert es von Freiheit auf Sicherheit und wirtschaftliche Interessen.
Interview Reiner Haseloff in der Welt am Sonntag
Haseloff fordert in der Welt am Sonntag die Abschaffung der Russland-Sanktionen mit dem Argument, dass diese der Ukraine nicht helfen und deutschen Unternehmen schaden.
🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:38:41 „Und heute nun hat ihr Ministerpräsident aus Sachsen-Anhalt, Herr Haseloff, sich in der Welt am Sonntag geäußert und er sagt im Kern, Sanktionen abschaffen, die haben nichts gebracht. Weder die Ukraine und uns kosten sie hier, unsere Unternehmen kosten sie Geld.“
Roman Pletter konfrontiert Kramp-Karrenbauer mit einem aktuellen Vorstoß aus den eigenen Reihen: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff fordert in der Welt am Sonntag die Abschaffung der Russland-Sanktionen. Pletter nutzt den Artikel, um die Frage nach der Positionierung der Unionsvorsitzenden zwischen Kanzlerin und Ministerpräsident zuzuspitzen.
Kolumne/Artikel zur deutschen Fiskalpolitik
Paul Krugman
Paul Krugman kritisiert in diesem Meinungsartikel von 2008 die deutsche Wirtschaftspolitik während der Finanzkrise. Er argumentiert, dass expansive Fiskalpolitik zur Krisenbewältigung dringend erforderlich ist, Deutschland aber eine passive Haltung einnimmt. Krugman weist auf Spillover-Effekte hin: Fiskale Expansion eines EU-Landes wie Frankreich kommt auch wirtschaftlich anderen Ländern wie Deutschland zugute. Deshalb sei eine koordinierte europäische Wirtschaftspolitik notwendig, an der sich Deutschland jedoch nicht beteiligt – ein erhebliches Problem für die EU insgesamt.
🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:58:56 „Es gibt nun diese Tage eine Debatte, unter anderem Paul Krugman, der Nobelpreisträger und New York Times-Kolumnist, fordert die Deutschen auf, mehr Geld auszugeben, wieder höhere Schulden zu machen und diese Obsession gegen die Schulden aufzugeben.“
Roman Pletter leitet eine Frage zur Schuldenpolitik ein, indem er auf eine aktuelle Debatte verweist, in der Paul Krugman als Nobelpreisträger und New-York-Times-Kolumnist Deutschland auffordert, die Schwarze Null aufzugeben und mehr Staatsausgaben zu tätigen. Die Autorität Krugmans dient als Gewicht für die Frage, ob Deutschland seine Haushaltsdisziplin lockern sollte.
EMMA
Alice Schwarzer
EMMA ist die feministische Zeitschrift von Alice Schwarzer. Das Magazin setzt sich seit 1977 mit gesellschaftlichen Tabus auseinander – von sexueller Gewalt über Kindesmissbrauch bis zu Körpernormen. Bekannt für investigativen Journalismus und feministische Gesellschaftskritik.
🗣 Roman Pletter erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:14:17 „Sie haben mal gesagt, das habe ich in der Emma gelesen, das ist daran lustig, Ich bin eine stolze Quotenfrau.“
Roman Pletter zitiert eine Aussage von Annegret Kramp-Karrenbauer, die er im feministischen Magazin Emma gelesen hat. Er nutzt das Zitat als Aufhänger für die Frage, ob die Union jeden zweiten Listenplatz an Frauen vergeben sollte. Ein konkreter Artikeltitel wird nicht genannt.