Episoden von ZEIT Bühne
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Schulen zu schließen war leicht. Sie zu öffnen, ist schwieriger
Roman Pletter & Gäste
Franziska Giffey stellt sich den Fragen von Charlotte Panag und Roman Pletter zu Familienpolitik in der Corona-Krise — mit dem Fokus auf Schulöffnungen, die sich als weit komplizierter erwiesen als ihre Schließung. Charlotte Panag zeigt sich beeindruckt von Giffeys Authentizität und vergleicht ihren Politikstil mit einem empathischeren Olaf Scholz: ordentlich regierend, aber mit spürbarer Nähe zu den Menschen.
Man kann doch nicht mit Wasserwerfern das Maskentragen erzwingen
Roman Pletter & Gäste
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt sich kurz vor seinem 40. Geburtstag den Fragen von ZEIT-Journalisten — mitten im Corona-Ausnahmezustand. Trotz enormen Drucks wirkt er auffällig entspannt, spricht über Aluhut-Proteste, erlaubte Zweifel in der Politik und die Frage, ob er sich als Feminist sieht. Zum Erwachsenwerden mit 40 merkt er trocken an, dass er das bisher erfolgreich verdrängt habe.
Fleisch bedeutet Tod
Roman Pletter & Gäste
Jonathan Safran Foer kommt mit seinem Buch 'Wir sind das Klima' nach Zürich — und Judith Luig, die das Gespräch moderiert, gesteht, dass sie sein erstes Sachbuch 'Tiere essen' nie gelesen hat, es aber trotzdem ihr Leben auf den Kopf gestellt hat: Ihr Freund las es und seitdem gab es nur noch Pilzrisotto statt Schnitzel. Das Dinner nach der Veranstaltung im Kaufleuten wird zur kleinen Komödie: Alle blättern betreten durch die Speisekarte und trauen sich nicht, in Foers Gegenwart Fleisch zu bestellen.
Echte Kunst macht man für sich selbst. Alles andere ist Propaganda.
Roman Pletter & Gäste
Christoph Ahmend, Chefredakteur des Zeitmagazins, trifft den Verpackungskünstler Christo in München — ein Gespräch über Jahrzehnte Hartnäckigkeit: von der ersten Idee 1962, den Arc de Triomphe zu verhüllen, bis zur bevorstehenden Realisierung 2020, fast 60 Jahre später. Christo erzählt, wie er und Jean-Claude — die am selben Tag geboren wurden und sich Ende der 50er Jahre kennen- und lieblernten — ihre Mammutprojekte komplett ohne Sponsoren finanzierten, und wie mühsam die Überzeugungsarbeit bei deutschen Parlamentariern für die Reichstagsverhüllung 1995 war.
Die Kleinfamilie ist eine Fehlkonstruktion
Roman Pletter & Gäste
Remo Largo, Schweizer Arzt und Entwicklungsforscher, der die Züricher Longitudinalstudien über Jahrzehnte leitete, spricht beim Zeit-Ideen-Gipfel in Berlin mit den ZEIT-Redakteurinnen Katrin Hörnlein und Janett Otto über kindliche Grundbedürfnisse und seine provokante These: Die Kleinfamilie ist als gesellschaftliches Modell gescheitert. Nebenbei liefert er eine überraschende Erkenntnis aus der Schlafforschung — Menschen, die wenig schlafen, haben häufig einen höheren IQ als Langschläfer.
Die Banken müssen ihren Beitrag zur Klimarettung leisten
Roman Pletter & Gäste
Beim Zürcher Zeitgipfel empfängt Roman Pletter Axel Weber — Professor, einstiger Chef der Deutschen Bundesbank und seit sieben Jahren Präsident des UBS-Verwaltungsrats. Bevor es um Finanzkrise und Klimaverantwortung der Banken geht, zeichnet das Gespräch ein überraschendes Porträt: Der mächtige Zentralbanker wuchs als langhaariger Abiturient in der pfälzischen Provinz auf, umgeben von amerikanischen Soldaten und deren Kultur.
Bitte bleibt nicht sicher, bleibt frei
Roman Pletter & Gäste
Holger Stark, Leiter des Investigativressorts der ZEIT, schaltet Edward Snowden live aus Russland in die Berliner Urania — sechs Jahre nach dessen NSA-Enthüllungen. Gemeinsam mit Marcel Rosenbach vom Spiegel, der damals die Dokumente mit ausgewertet hat, diskutieren sie, was von Snowdens Offenbarungen geblieben ist und was es bedeutet, in einer Welt totaler digitaler Überwachung zu leben. Den stärksten Moment setzt Snowden ganz am Ende: Als Holger Stark sich mit 'Stay safe' verabschiedet, schüttelt der Whistleblower den Kopf — und ruft dem Publikum etwas anderes zu.
Ich hätte meinen Kindern keine Entschuldigung geschrieben
Roman Pletter & Gäste
Annegret Kramp-Karrenbauer — damals frisch ernannte Bundesverteidigungsministerin und CDU-Vorsitzende — stellt sich beim Zeitmartin im Hamburger Audimax den Fragen von Roman Pletter und Josef Joffe. Sie spricht offen über den Druck innerhalb der Union, über die Doppelbelastung beider Ämter und darüber, dass ihr Mann sie um einen Terminplan gebeten hat, damit er überhaupt weiß, wo er sie noch antreffen kann. Neben den ernsten Themen gibt es auch pointierten Smalltalk über das erstaunliche Übergewicht des Saarlandes im Bundeskabinett.
I Do Not Think That We Will Leave
Roman Pletter & Gäste
Dirk Peitz trifft Ian McEwan in der großen Aula der LMU München und spricht mit ihm über seinen Roman 'Maschinen wie ich' — eine Geschichte, in der ein Android namens Adam in die Liebesbeziehung von Charlie und Miranda gerät und urplötzlich Fragen aufwirft, die vorher nur Philosophen beschäftigten: Kann eine Maschine moralisch handeln, lieben, eifersüchtig sein? Am Ende wendet sich das Gespräch dem Brexit zu, und McEwan gibt sich vorsichtig hoffnungsvoll — als einer, der noch nicht aufgegeben hat.
Irgendwann kriege ich eins auf die Fresse
Roman Pletter & Gäste
Sibel Kekilli erzählt Kilian Trottier im Hamburger Schauspielhaus, wie aus einer zufälligen Begegnung mit einem Castingagenten auf der Kölner Straße eine Weltkarriere wurde — von 'Gegen die Wand' über die Tatort-Kommissarin bis zu Game of Thrones. Kurz vor dem Gespräch kam sie von einer Delegationsreise mit Außenminister Heiko Maas zurück, fünf Tage in drei Ländern für das Thema Frauenrechte. Offen spricht sie darüber, wie türkische Nationalisten sie bedrohen und was das mit ihr macht.