Unter Pfarrerstöchtern – War Paulus ein Frauenfeind
#162

War Paulus ein Frauenfeind

Unter Pfarrerstöchtern / 17. Oktober 2025 / 4 Medien

Sabine Rückert, Johanna Haberer, Erzähler

Nach dem Bruch mit Barnabas zieht Paulus mit neuen Begleitern los — erst Silas, dann Timotheus, der als sein engster Weggefährte und Briefbote durch die nächsten Jahre reist. Johanna Haberer erklärt, warum die beiden Timotheusbriefe nicht von Paulus stammen können: Sie wurden Jahrzehnte später verfasst, um Fragen der Gemeindestruktur zu klären — und genau aus ihnen stammt die berüchtigte Passage, die Frauen zur Stille und totalen Unterordnung verpflichtet.

„Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann herrsche, sondern sie sei still.“
🗣 Erzähler

Erwähnte Medien (4)

Erster Clemensbrief

Erster Clemensbrief

Clemens von Rom · 1847

Der Clemensbrief ist ein frühchristlicher Text des Clemens von Rom (ca. 96 n. Chr.), einer der ältesten außerbiblischen Quellen. Der Brief bezeugt die Existenz des Paulusbriefs an die Korinther und dient damit als historischer Beleg für die Echtheit und frühe Verbreitung der Paulusbriefe in der frühchristlichen Gemeinde.

🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:07:24 „Schon im Jahr 93 oder so gibt es einen Clemens, der erwähnt, dass es den Korintherbrief gibt oder so. Also ist der echt? Dann kannst du sagen, früheste Erwähnung ist dann und dann.“

Johanna Haberer erklärt, wie Exegeten die Echtheit von Paulusbriefen datieren. Sie verweist auf den frühchristlichen Autor Clemens von Rom, dessen Brief (ca. 96 n. Chr.) als einer der ältesten außerbiblischen Texte den Korintherbrief bezeugt.

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Nike von Samothrake

Nike von Samothrake

Hellenistische Marmorskulptur der Siegesgöttin Nike aus dem Heiligtum von Samothrake (um 200 v.Chr.). Die flügellose, dynamisch bewegte Figur verkörpert Sieg und Triumph und ist eines der bekanntesten antiken Kunstwerke der Welt. Seit der Antike bewundert, heute ein Glanzstück der Sammlung des Pariser Louvre.

🗣 Johanna Haberer zitiert daraus bei ⏱ 00:16:37 „Ja, da steht die berühmte Nike von Samotrake, eines der berühmtesten, weltberühmtesten Kunstwerke. Ich glaube, die steht im Louvre.“

Als Paulus und Silas auf ihrer Reise nach Europa die Insel Samothrake passieren, wirft Johanna Haberer beiläufig ein, dass dort die berühmte Nike-Skulptur stand – eines der bekanntesten antiken Kunstwerke, das heute im Pariser Louvre zu sehen ist. Die Erwähnung verbindet die biblische Reiseroute mit einem greifbaren kulturellen Bezugspunkt.

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Gelobet seist du, Jesu Christ

Gelobet seist du, Jesu Christ

Martin Luther

Gelobet seist du, Jesu Christ (BWV 91) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1724 in Leipzig für den 1. Weihnachtstag, den 25. Dezember 1724.

🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:33:32 „Gott seine Macht ablegt und ohnmächtig auf Erden geht, wurde zum ersten Mal also dieser Wechsel, das mag ein Wechsel sein, singen wir ja immer an Weihnachten.“

Johanna Haberer spricht über den Christushymnus im Philipperbrief und zitiert dabei die Zeile 'das mag ein Wechsel sein' aus dem Weihnachtslied von Martin Luther, das denselben theologischen Gedanken des göttlichen Tausches aufgreift.

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Der Mann Paulus – In Rom auf der Spur des großen römischen Urchristen und Uranarchisten

Der Mann Paulus – In Rom auf der Spur des großen römischen Urchristen und Uranarchisten

Durs Grünbein

Der Essay verfolgt die Spuren des Apostels Paulus in Rom und erzählt von den wichtigsten Stationen seines Lebens in der antiken Stadt. Der Autor würdigt Paulus als herausragenden Pharisäer, Rhetoriker und Begründer der christlichen Literatur und vermittelt dabei einen kulturhistorischen Überblick über dessen theologische und intellektuelle Bedeutung.

🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:34:28 „Ich habe natürlich die Archive durchforstet und durchforsten lassen, bin auf einen Text gestoßen des DDR-Schriftstellers und Essayisten und Lyrikers Durst Grünbein. Und Durst Grünbein, der ist also 1962 in der DDR geboren und lebt heute in Rom und Berlin. Und hat einen Text geschrieben, 2009, über Paulus.“

Sabine Rückert hat in den Archiven nach Texten über Paulus recherchiert und dabei diesen langen Artikel von Durs Grünbein aus dem Jahr 2009 gefunden. Grünbein verfolgt darin die Spuren des Paulus in Rom und erzählt dessen Geschichte als kulturellen Streifzug. Sabine liest eine ausführliche Passage vor, in der Grünbein Paulus als überragend intelligenten Pharisäer, Rhetoriker und ersten christlichen Autor überhaupt würdigt.

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