Iran
19 Medien · 2 Episoden
Medien (19)
1979
Christian Kracht · 2020
Teheran 1979: Die Stadt liegt in einem schwer durchschaubaren Taumel, es ist der Vorabend der islamischen Revolution – des Aufstandes der Anhänger Ajatollah Khomeinis gegen den Schah und sein westliches Regime. Der Erzähler, ein junger deutscher Innenarchitekt, und sein hoch gebildeter, zynischer, gesundheitlich zerstörter Freund Christopher reisen zu der Musik von Devo und Blondie durch den Iran bis nach Teheran.
Argo
Ben Affleck
Politischer Thriller über die Rettung von sechs amerikanischen Diplomaten während der iranischen Botschaftsbesetzung 1979. Ein CIA-Agent entwickelt einen riskanten Plan, um die Belagerten aus Teheran zu bringen. Der Film verbindet historische Dramatik mit psychologischer Spannung und zeigt das Trauma dieser Krise aus amerikanischer Perspektive.
Artikel über Iran-Sanktionen und Erdölexporte
Natalie Amiri
Natalie Amiri kritisiert in diesem Gastbeitrag der Süddeutschen Zeitung die Doppelmoral der deutschen Iran-Politik angesichts des iranischen Drohnenangriffs auf Israel. Sie argumentiert, dass wirtschaftliche Interessen wie Energiepreise Menschenrechtsbedenken in den Hintergrund drängen, wenn es um die Sanktionspolitik gegenüber dem Iran geht. Der Artikel wird durch die Beobachtung eingeleitet, dass von den 170 vom Iran abgeschossenen Drohnen keine im israelischen Luftraum ankam, was die Ineffektivität des Angriffs demonstriert. Amiri beleuchtet die Verstrickung deutscher und westlicher Politik mit iranischen Erdölexporten und der Rolle Chinas in diesem geopolitischen Gefüge, um die Widersprüche zwischen verkündeten Werten und tatsächlicher Außenpolitik offenzulegen.
Artikel über Iran-Sanktionen und Ölexporte
Natalie Amiri
Artikel von Natalie Amiri in der Süddeutschen Zeitung über die Wirksamkeit westlicher Sanktionen gegen den Iran angesichts von Chinas andauernden Ölimporten. Amiri untersucht die geopolitische Frage, ob Sanktionen überhaupt greifen können, wenn China den Iran weiterhin beliefert.
Artikel über den Mut der iranischen Frauen
Sabine Rückert
Sabine Rückert analysiert in diesem ZEIT-Stück die iranischen Frauenproteste der Bewegung 'Frau, Leben, Freiheit', die nach dem Tod von Mahsa Amini im September 2022 ausbrachen. Im Mittelpunkt steht die Frage, woher iranische Frauen die Kraft und den Mut nehmen, trotz brutaler Repression auf die Straße zu gehen und ihr Leben zu riskieren. Rückert beleuchtet die psychologischen, historischen und gesellschaftlichen Wurzeln dieses Widerstands gegen das Regime.
Artikel über die Lage im Iran
Ali Fathullah Nejat
Ali Fathullah Nejat, ein in Iran geborener Experte, analysiert in seinem FAZ-Artikel die Ursachen der aktuellen Protestwelle im Iran. Im Unterschied zu den Protesten vor drei Jahren, die politisch motiviert waren (etwa durch den Tod von Mahsa Amini), sieht Nejat diesmal die katastrophale wirtschaftliche Lage als entscheidenden Treiber. Hohe Inflation, Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit haben breite Bevölkerungsschichten mobilisiert. Diese Verschiebung vom politischen zum ökonomischen Protest macht die aktuelle Bewegung in ihrer sozialen Breite und Dynamik anders als frühere Wellen.
Beitrag über Mariam Laus Vater anlässlich der Ereignisse im Iran
Lenz Jakobsen
Lenz Jakobsen porträtiert in diesem Zeit-Artikel Mariam Laus Vater, der heute in Berlin lebt. Der Beitrag entstand aus aktuellem Anlass der Ereignisse im Iran und zeichnet die Gedankenwelt sowie Lebensgeschichte dieser historisch bedeutsamen Persönlichkeit nach. Ein persönlicher Einblick in unterschiedliche Perspektiven auf die iranischen Vorgänge und deren historischen Kontext.
CNN-Berichterstattung aus Teheran
Frederik Pleitgen
CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen berichtet aus Teheran über die tatsächlichen Folgen von Militärschlägen. Er dokumentiert die Zerstörung von Wohnblöcken durch zwei-Tonnen-Bomben und widerlegt damit offizielle Verlautbarungen von vermeintlich präzisen Angriffen. Pleitgens Reportagen zeigen die Kluft zwischen militärischer Rhetorik und ziviler Realität im Konflikt.
Fünf Bedingungen für erfolgreiche Revolutionen
Jack Goldstone
Der Artikel untersucht die Iran-Proteste anhand von Jack Goldstones wissenschaftlicher Theorie über erfolgreiche Revolutionen. Der amerikanische Politikwissenschaftler identifiziert fünf Bedingungen, die für eine erfolgreiche Revolution notwendig sind, und der Text analysiert, inwiefern diese auf die aktuelle Situation im Iran zutreffen. Dabei wird auch Goldstones These berücksichtigt, dass Revolutionen eher ein längerfristiger Prozess als ein einzelnes Ereignis darstellen und im Schnitt 20 Jahre dauern.
Helikopter
Fazlija
Der bosnische Sänger Fazlija hat mit seinem Lied "Helikopter" einen unerwarteten Platz auf Jan Böhmermanns Playlist gefunden. Böhmermann wählte den Song als ironischen Kommentar zum tödlichen Hubschrauberabsturz des iranischen Staatspräsidenten Ebrahim Raisi und des Außenministers aus, wobei er beide als Massenmörder charakterisiert. Das Musikstück wird damit zu einem Statement über tagespolitische Ereignisse und dient als kulturelle Reaktion auf den Tod von Regierungspersonen, die für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich waren.
King of Kings
Ryszard Kapuściński
Kapuścińskis eindringliche Analyse der Herrschaft des Schahs von Persien und seiner fatalen Abgehobenheit vom eigenen Volk. Das Buch ist eine essenzielle Lektüre, um die modernen iranischen Verhältnisse zu verstehen, besonders angesichts der diskutierten Rolle des Shah-Sohnes in möglichen zukünftigen Szenarien für den Iran. Die Studie zeigt, wie absolute Macht zu völligem Unverständnis für die beherrschte Gesellschaft führt.
Kommentar zum Iran-Angriff
Jan Ross
Der Kommentar von Jan Ross argumentiert für den US-Angriff auf den Iran. Während Ross gewichtige Kritikpunkte gegen die Militärintervention einräumt, hält er die Gründe für den Angriff für überzeugender. Sein Kernargument: Die Alternative – ein atomar bewaffneter Iran – würde ein deutlich größeres Risiko darstellen.
Kommentierung zum amerikanischen Angriff auf den Iran
Raphael Geiger
Kommentar aus der Süddeutschen Zeitung von Raphael Geiger zur moralischen Frage, ob militärisches Eingreifen gegen diktatorische Regime wie den Iran gerechtfertigt ist. Geiger wirft auf, dass ein Diktatur ohne äußere Intervention kaum fallen kann – Syrien zeigt die Risiken von Nichteinmischung.
Persepolis
Marjane Satrapi
Autobiografische Verfilmung von Marjane Satrapis gleichnamiger Comic-Graphic-Novel. Der Film zeigt die Kindheit und Jugend der Autorin im Iran während und nach der Islamischen Revolution – ihre Widerstandsfähigkeit gegen Unterdrückung, ihre Suche nach Identität und kulturelle Widersprüche. Mit charakteristischer Schwarz-Weiß-Ästhetik hat sich das Werk als wichtiges Medium für das interkulturelle Verständnis und für weibliche Erzählungen aus dem Nahen Osten etabliert.
Rede von Hamed Esmailion in Berlin
Hamed Esmailion
Bewegende Rede des iranischen Schriftstellers Hamed Esmailion in Berlin. Sie behandelt Hoffnung auf Freiheit im Iran und Gerechtigkeit für Frauen. Esmailion schließt mit dem eindringlichen Bild: „In unseren Träumen feuert niemand mehr Tränengas in die Klassenräume der Mädchen."
Spektakuläre Geschichte in der New York Times über das Treffen von Netanyahu und Trump im Situation Room
Zwei White House Correspondents der New York Times
Bevorstehende Reportage zweier New York Times-Korrespondenten über das entscheidende Treffen zwischen Netanyahu und Trump am 11. Februar im Situation Room. Die Darstellung dokumentiert minutiös Netanyahus einstündige Präsentation, mit der er den US-Präsidenten vom Krieg gegen den Iran überzeugte und zur Genehmigung von "Operation Epic Fury" führte. Die Geschichte bietet seltene Einblicke in die Hintergründe und Entscheidungsprozesse zu einem der bedeutendsten geopolitischen Konflikte der jüngeren Zeit.
Stimme der Dritten Welt
Bahman Nirumand
Bahman Nirumand unterzeichnete seinen Artikel im Kursbuch mit „Stimme der Dritten Welt". Als Anti-Schah-Aktivist war er in der westdeutschen Studentenbewegung präsent, stammte aber aus dem iranischen Establishment — sein Vater war hochrangiger Schah-Beamter. Die Unterzeichnung verdeutlicht die Spannung zwischen seiner öffentlichen Position als Vertreter der unterdrückten Dritten Welt und seiner privilegierten Herkunft.
The Iranian Mojahedin
Ervand Abrahamian · 1989
'A first-rate study that not only goes far in explaining the key events of the last decade but also implicitly substantiates the classic Crane Brinton analysis.'Bernard Weiss, History: Review of New Books
Unbenannter Text von Michael Wolffsohn
Michael Wolffsohn
Der Historiker Michael Wolffsohn beschreibt eine neue geopolitische Ordnung im Nahen Osten, in der sich Saudi-Arabien, Israel und Jordanien gegen den gemeinsamen Feind Iran zusammenschließen. Diese Allianz deutet auf ein fundamentales Umdenken in den historischen Feindschaften der Region hin und könnte als Hoffnungssignal für stabilere Verhältnisse gelesen werden.