Die Kunst, kein Egoist zu sein

Richard David Precht · 2010

Warum wir uns so schwer tun, gut zu sein Ist der Mensch gut oder schlecht? Ist er in der Tiefe seines Herzens ein Egoist oder hilfsbereit? Und wie kommt es eigentlich, dass sich fast alle Menschen mehr oder weniger für die »Guten« halten und es trotzdem so viel Unheil in der Welt gibt? Das Buch stellt keine Forderung auf, wie der Mensch zu sein hat.

Die Kunst, kein Egoist zu sein

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Erwähnungen (6)

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:23:10
„Also ich hatte mich damit wirklich mal lange beschäftigt. Ich habe mal in meinem Buch »Die Kunst, kein Egoist zu sein« darüber geschrieben. Und bin dort auf einen Schweizer Anthropologen gestoßen, der nicht nur ein unglaublich sympathischer Mensch ist, sondern auch ein großer seines Fachs.“

Precht greift auf sein eigenes Buch zurück, um die Frage zu beantworten, warum Länder und Völker Kriege führen. In diesem Buch hat er sich intensiv mit der Anthropologie des Krieges beschäftigt und dabei den Schweizer Anthropologen Jürg Helbling und dessen Forschung entdeckt.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:38:43
„Ich habe mein Buch geschrieben, das hat fast 600 Seiten, das sich nur mit dieser Frage beschäftigt. Sag nochmal den Titel. Das heißt, die Kunst, kein Egoist zu sein. Und das ist ein Buch über Moral und zwar sowohl über Moralphilosophie wie über Moralpsychologie.“

Im Gespräch über die Frage, warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein, verweist Precht auf sein eigenes Buch. Er erklärt, dass die meisten Menschen ein starkes Bedürfnis haben, sich für gut zu halten, aber dass dieses Bedürfnis nicht in jedem Moment gleich stark ist – und dass Menschen lieber die Bösen als die Dummen sind.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:25:01
„Das habe ich schon mal geschrieben in die Kunst kein Egoist zu sein. Da habe ich mein Kapitel zu dem Thema geschrieben.“

Precht erklärt seinen Begriff des 'kategorischen Komparativs' – dass Neid vor allem ein Mittelschichtsproblem ist. Auf Lanz' bewundernde Nachfrage, wie ihm so etwas einfalle, verweist Precht auf sein Buch, in dem er bereits ein ganzes Kapitel über Neid und Statusvergleiche geschrieben hat.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:42:22
„Also ich habe mich auch damit mal beschäftigt, in meinem Buch über Moral, wollte ich wissen, warum wir in der Moral immer so leicht andere imitieren. Also warum wir das, was die anderen machen, eigentlich immer für das Moralisch Gute halten.“

Beim Thema Schwarmintelligenz und Schwarmverhalten erwähnt Precht sein eigenes Buch über Moral, in dem er der Frage nachging, warum Menschen Mehrheitsmeinungen für moralisch richtig halten und andere imitieren. Im Zuge dieser Recherche lernte er den Schwarmforscher Jens Krause kennen, dessen Experimente er dann ausführlich beschreibt.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:44:49
„Da haben wir doch sofort die kognitive Dissonanz, ich habe in meinem Buch, die Kunst kein Egoist zu sein, mal so einen kleinen Katalog zusammengestellt, wie das Gehirn das macht, um diesen Zustand schnell wieder aufzuheben.“

Im Gespräch über die Klimadebatte erklärt Precht, wie kognitive Dissonanz funktioniert: Menschen erfinden Ausflüchte, um unbequeme Wahrheiten nicht annehmen zu müssen. Er verweist auf seinen eigenen 'Katalog' aus dem Buch, der typische Abwehrstrategien auflistet – etwa 'Deutschland ist nur für 1,8% der CO2-Emissionen verantwortlich' oder 'Klimawandel hat es schon immer gegeben'.

Lanz & Precht
🗣 Precht referenziert bei ⏱ 00:13:48
„Und ich habe in meinem Buch »Die Kunst, kein Egoist zu sein« mich auch mit der Frage beschäftigt, warum eigentlich so der moralische Universalismus, auf den wir beide uns sicher einigen können, dass das Leben eines jeden Menschen gleich viel zählt“

Precht verweist auf sein eigenes Buch, in dem er untersucht, warum der moralische Universalismus – dass jedes Menschenleben gleich viel zählt – von Menschen nicht so empfunden wird und unsere Moral biologisch auf einen Nahhorizont von 50-60 Personen ausgelegt ist.

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