Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?
Richard David Precht · 2024
Der große Bestseller in neuer Ausgabe! Bücher über Philosophie gibt es viele. Aber Richard David Prechts Buch ist anders als alle anderen. Denn es gibt bisher keines, das den Leser so umfassend und kompetent – und unter Berücksichtigung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse – an die großen philosophischen Fragen des Lebens herangeführt hätte: Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Was darf die Hirnforschung? Prechts Buch schlägt einen weiten Bogen über die verschiedenen Disziplinen und is...
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Erwähnungen (13)
„Man kann sich das so vorstellen, wer bin ich und wenn ja, wie viele. Es ist der Versuch zu integrieren viele Vorstellungen von Gott, aber dann in einem, sagen wir mal, geistigen und intellektuellen Akt zu sagen, es ist die Aufgabe, die vielen in eins zu denken.“
Johanna Haberer greift den bekannten Buchtitel von Richard David Precht auf, um zu erklären, warum Gott in der Genesis im Plural von sich spricht. Der Name 'Elohim' integriert die vielen Götter der altorientalischen Umwelt in einen einzigen – ein theologischer Akt der Vereinigung.
„Dass die Einsicht, dass sich ein Leben, ein menschliches Leben oder eine menschliche Biografie nicht mit einem Namen abbilden lässt, sondern dass wir alle viele sind eigentlich. Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“
Johanna Haberer spricht über die Vielschichtigkeit menschlicher Identität und die Praxis indigener Kulturen, Personen mehrere Namen zu geben. Die Formulierung entspricht exakt dem Titel von Prechts populärphilosophischem Bestseller und wird hier als geflügeltes Wort eingesetzt, um die These zu verdichten.
„Sag mal Richard, weil du das gerade so schilderst, Rucksack und so, weißt du, woran ich gerade denken muss? Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Dieses erste großartige Buch von dir, das beginnt doch mit genau so einer Szene, wenn ich das so sage.“
Als Precht von seinen Rucksackreisen mit Anfang 20 erzählt, erinnert Lanz sich an die Eröffnungsszene von Prechts bekanntestem Buch, das am Strand von Agyana auf Naxos beginnt. Precht bestätigt und erzählt ausführlich von diesem prägenden Erlebnis 1985, das ihn zur Philosophie führte.
„Ja, ich mochte ja auch den Einstieg deines ersten großen Erfolges. Das hat sich bei mir total in den Hinterkopf gefräst, dieser Einstieg, wie du auf Kreta rumliegst. Ja, auf Naxos.“
Lanz erinnert sich an den Einstieg von Prechts Bestseller, in dem Precht ein Freiheitsgefühl auf der griechischen Insel Naxos beschreibt. Lanz erzählt, wie dieser Einstieg ihn emotional berührt hat, weil er eigene ähnliche Erlebnisse mit Interrail-Reisen durch den Balkan hatte.
„Also bei mir fällt quasi der Erfolg mit, wer bin ich, zusammen mit Angela Merkel. Und alles das, was danach an öffentlichem Wirken war und auch was ich politisch gemacht habe oder gesagt habe, fiel ja immer in diese Merkel-Zeit.“
Precht reflektiert darüber, dass die Merkel-Ära mit seiner eigenen beruflichen Hochphase zusammenfällt. Sein Durchbruch mit dem Bestseller fiel in die Anfangszeit von Merkels Kanzlerschaft, weshalb er seine Karriere untrennbar mit dieser Epoche verbindet.
„Der größte Wendepunkt meines beruflichen Daseins, als im Februar 2008 Elke Heidenreich, wer bin ich und wenn ja wie viele, in die Kamera gehalten hat, in ihrer Sendung gelesen und gesagt hat, wenn Sie das lesen, werden Sie glücklich.“
Precht erzählt von dem Moment, der sein Leben veränderte: Elke Heidenreich hielt sein Buch 'Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?' in ihrer TV-Sendung in die Kamera und empfahl es enthusiastisch. Dies war der entscheidende berufliche Wendepunkt, der ihn vom unbekannten Philosophen zum Bestsellerautor machte.
„Also ich habe das Aquarium seit drei, 15 Jahren. Ich habe das gekauft von dem Vorschuss für Wer bin ich? Zum damaligen Zeitpunkt war ja noch nicht klar, dass das Buch sich gut verkaufen würde.“
Precht erzählt, dass er sich von dem Vorschuss für sein bekanntestes Philosophie-Buch ein großes Aquarium gekauft hat – sein persönliches Statussymbol statt eines Porsches. Die Erwähnung zeigt eine persönliche, humorvolle Seite des Autors.
„Da war ich vier Wochen in Griechenland. Das ist die Szene, mit der Wer bin ich beginnt. Da fängt quasi die Eingangsszene von Wer bin ich und wenn ja, wie viele die spielt an.“
Beim Gespräch über den ersten Urlaub allein erzählt Precht von seiner Reise nach Naxos während des Zivildienstes. Er verknüpft die persönliche Erinnerung mit der Eingangsszene seines bekanntesten Buchs, die genau dort am Strand von Agia Anna spielt. Lanz kennt die Szene offensichtlich und fragt nach dem genauen Ort.
„Weißt du, was Chat-GPT sagt, wenn man fragt, wie heißt das letzte Buch von Richard David Precht? Das letzte Buch von Richard David Precht heißt Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Und wurde im Jahre 2017 veröffentlicht.“
Lanz demonstriert die Fehleranfälligkeit von ChatGPT, indem er dessen Antwort auf die Frage nach Prechts letztem Buch vorliest. Die Maschine nennt fälschlicherweise dieses Buch als sein letztes, datiert es auf 2017 statt 2007, und beschreibt den Inhalt falsch. Precht korrigiert amüsiert, dass es sein fünftes von zwanzig Büchern war.
„Nee, bei mir war das nicht so, weil als ich Mitte 40 war, veränderte sich mein Leben durch den Erfolg von Wer bin ich? Also gerade quasi in der Phase, die besonders kritisch gewesen wäre, darüber nachzudenken, warum aus mir nichts geworden ist. Da habe ich einen ziemlichen Sprung nach vorne gemacht.“
Im Kontext der Diskussion über die U-Kurve des Lebensglücks – dass der Tiefpunkt um 49 liegt – erklärt Precht, dass er diese Unglücksphase nicht erlebt habe, weil sein Bestseller 'Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?' Mitte 40 sein Leben grundlegend veränderte.
„Ich meine, mein Erfolg kam mit, wer bin ich, 2007, 2008 auf dem Höhepunkt der Merkel-Ära. Mein Gott, was waren wir, ein Land ohne Probleme.“
Precht reflektiert über seinen Durchbruch als öffentlicher Intellektueller. Er verortet den Erfolg von 'Wer bin ich' in einer damaligen Konsensgesellschaft, in der die Menschen sich mit Sinnsuche beschäftigten — ein Kontrast zur heutigen polarisierten Zeit.
„Ich halte hier gerade die Neuausgabe von Wer bin ich? Ich habe das ja nach ewig langer Zeit, nach 15 Jahren mal überarbeitet, aktualisiert. Da waren natürlich auch Zahlen drin und Erkenntnisse und so weiter, die einfach nicht mehr aktuell sind. Das habe ich alles erneuert.“
Richard David Precht stellt die überarbeitete Neuausgabe seines Bestsellers vor, den er ursprünglich 2006 geschrieben hat. Er hat neue Kapitel zu künstlicher Intelligenz, Klimawandel und Arbeit ergänzt, um das Buch auf den aktuellen Stand zu bringen.
„Und ich habe es sogar aufgenommen, in Wer bin ich und wen ja wie viele, da gibt es ein Kapitel, das mit Mr. Spock anfängt“
Precht erwähnt sein eigenes Buch, in dem er eine Star-Trek-Episode als philosophischen Einstieg verwendet
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