Reden – D
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Dahrendorf-Dutschke-Debatte
Ralf Dahrendorf / Rudi Dutschke · 2008
Die Fernsehdebatte zwischen Ralf Dahrendorf und Rudi Dutschke von 1968 dokumentiert einen Wendepunkt der 68er-Bewegung. Dahrendorfs berühmter Satz über die Absurdität des Revolutionärs in nicht-revolutionären Zeiten wird im Podcast zur Reflexion über die Wirkungslosigkeit radikaler Positionen herangezogen. Sie zeigt die Spannungen zwischen reformistischen und revolutionären Strömungen in der deutschen Linken.
Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit
Julian Assange · 2021
Journalist und WikiLeaks-Gründer Julian Assange besucht 2010 Stockholm auf Einladung einer schwedischen Gewerkschaft. Neben einem Vortrag unter dem Titel "Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit" plant er, WikiLeaks als Medienunternehmen zu registrieren und mit der Piratenpartei über Server-Hosting zu verhandeln. Dieser Aufenthalt wird zum Ausgangspunkt der späteren Vergewaltigungsvorwürfe, die Assange jahrelang verfolgen.
Davos-Rede 2019
Rutger Bregman · 2026
Niederländischer Historiker Rutger Bregman hielt 2019 beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine viral gewordene Rede, in der er die Scheinheiligkeit der Milliardäre anklagte: Sie fliegen mit Privatjets an, um über Gleichheit zu reden, ignorieren aber das zentrale Problem der Steuervermeidung durch die Reichen. Die Rede wurde zum Symbol für die Widersprüche zwischen dem proklamierten Anspruch und der Realität globaler Machteliten.
Davos-Rede 2025
Mark Carney
Die Davos-Rede von Mark Carney 2025 behandelt das Ende der regelbasierten Weltordnung und fordert ein Bündnis mittlerer Mächte zur Bewältigung globaler Bruchlinien. Carney kritisiert die Heuchelei stärkerer Mächte, die sich selbst von internationalen Regeln befreien, während andere daran gebunden bleiben. Seine Rede wird als bemerkenswert ehrlich und realistisch bewertet und erhielt Standing Ovations.
Debatte zwischen David Graeber und Peter Thiel
David Graeber / Peter Thiel
Eine Diskussion zwischen dem Anthropologen David Graeber und dem Technologie-Unternehmer Peter Thiel, die trotz gegensätzlicher ideologischer Positionen zu überraschend ähnlichen Schlussfolgerungen gelangen. Beide diagnostizieren einen technologischen Stillstand: Statt der versprochenen fliegenden Autos und radikalen Innovationen prägt oberflächliches Social-Media-Innovation das 21. Jahrhundert. Die Debatte zeigt, wie fundamentale Kritik am Fortschrittsversprechen der Tech-Branche über ideologische Gräben hinweg wirkt.
Delirious
Eddie Murphy
Eddie Murphys Stand-Up-Comedy-Klassiker „Delirious" behandelt die Verarbeitung von Kindheitstraumata durch Humor. Murphy erzählt offen von seinem strengen, alkoholkranken Vater und transformiert diese schmerzhafte Geschichte in Comedy, die gleichzeitig zum Lachen und Weinen bringt. Das Programm wurde zum Schlüsselerlebnis für Comedian Kaya Yanar, der darin erkannte, dass Humor ein Werkzeug zur Bewältigung psychischer Belastungen sein kann.
Der Trick ist zu reden
Ayad Akhtar
Ayad Akhtar kritisiert in seiner Rede vor dem PEN Berlin die Mechanismen der digitalen Polarisierung als "digitale Apartheid". Er argumentiert, dass Desinformation ein systematisches Geschäftsmodell von Plattformen wie Facebook ist und Gesellschaften statt gegenseitiger Bekämpfung die dahinterliegenden Systeme verstehen müssen.
Der Weg ist nicht zu Ende, nur weil das Ziel explodiert
Heiner Müller
Heiner Müllers poetisches Zitat ermutigt zum Weitermachen, auch wenn Ziele nicht erreicht werden. Im Podcast wird es ironisch-tröstlich verwendet, um die Vergänglichkeit und Hoffnung zu thematisieren. Die Aussage symbolisiert, dass der Weg des Lebens nicht endet, nur weil Erwartungen scheitern.
Deutsche Ansprache. Ein Appell an die Vernunft
Thomas Mann · 1930
Thomas Mann trat 1930 im Berliner Beethovensaal mit der „Deutschen Ansprache" auf, um auf den alarmierenden Wahlerfolg der Nationalsozialisten zu reagieren. In seiner Rede analysiert er die Ursachen des Faschismus-Aufstiegs und appelliert eindringlich an bürgerliche Kräfte, sich zum Kampf gegen den Faschismus mit den Sozialdemokraten zu verbünden – ein politischer Schritt, der unter anderem von den Brüdern Jünger laut protestiert wurde. Der Lektüre-Workshop der Thomas Mann-Gesellschaft diskutiert Manns Argumentation unter Einbeziehung moderner Faschismustheorien und lädt Teilnehmer ein, ihre Fragen einzubringen und Bezüge zur Gegenwart herzustellen. Der Workshop wurde von Oliver Fischer, Vorsitzender der Thomas Mann-Gesellschaft Hamburg, geleitet und war ausgebucht.
Deutschland sucht das Supertrauma
Peter Riedesser
Der Artikel zitiert den Kinderpsychiater Peter Riedesser, der die öffentliche Zurschaustellung von Traumatisierten in Medien scharf kritisierte. Sein Bonmot „Deutschland sucht das Supertrauma" vergleicht die sensationalisierte Berichterstattung mit Casting-Shows und prangert den voyeuristischen Umgang mit menschlichem Leid an. Eine wichtige Kritik an Medienethik und dem verantwortungsvollen Umgang mit verletzlichen Menschen.
Deutschland und die Deutschen
Thomas Mann · 1996
Thomas Manns Rede von 1945 analysiert die Ambivalenz deutscher Charakterzüge: wie das Beste durch „Teufelsliste" in sein Gegenteil verkehrt wird. Thea Dorn nutzt diese Einsicht, um Naturliebe, Ordnungswahn und ihre gefährlichen Kipppunkte zu erklären. Die Ansprache ist zentral für das Verständnis deutscher Kulturgeschichte und ihrer ideologischen Missbrauchbarkeit im 20. Jahrhundert.
Die Anmaßung von Wissen
Friedrich August von Hayek
Der Artikel diskutiert Friedrich von Hayeks Konzept der "Anmaßung von Wissen" im Kontext der Corona-Pandemie. Ausgehend von Hayeks Nobelpreisrede von 1974 wird untersucht, inwieweit Regierungen während der Pandemie mehr Wissen über ihre Entscheidungen beansprucht haben, als ihnen tatsächlich zur Verfügung stand. Die zentrale Frage ist, wie politische Entscheidungsträger mit epistemischen Grenzen umgegangen sind und welche Fehler aus dieser Überschätzung des Wissensstands resultierten.
Die Literatur und die kleinen Nationen
Milan Kundera · 2021
Aussitôt paru dans Le Débat, en novembre 1983, cet article, traduit dans toutes les langues européennes, a sonné comme un plaidoyer et une accusation. Plaidoyer pour la défense de l’Europe centrale (Hongrie, Pologne, Tchécoslovaquie), qui par sa tradition culturelle appartient tout entière et depuis toujours à l’Occident, mais que celui-ci ne voit plus qu’à travers son régime politique, ce qui n’en fait qu’une partie du bloc de l’Est.
Die Misfits
Die Misfits waren ein deutsches Entertainment-Duo, das Monika Hauser 1993 einlud, bei einer ihrer Shows in NRW über ihre humanitäre Arbeit in Bosnien zu berichten. Dies war Hausers erster öffentlicher Auftritt und ein Wendepunkt: Sie erkannte erstmals, dass ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen Menschen tiefgreifend emotional erreichen und bewegen können. Der Moment, als die ersten Zuschauer zu weinen begannen, zeigte ihr die Kraft ihrer Botschaft.
Die Popolskis
Kerkeling erinnert sich an frühe Comedy-Zusammenkünfte mit seinem Freund Achim, der damals in Sketchen auftrat, etwa als Kettensägenmörder hinter einer Schattenwand. Achim konnte sich die Texte immer schwer merken, wurde aber später als Teil des Comedy-Acts Die Popolskis erfolgreich. Die Anekdote zeigt die Karriereentwicklung eines ehemaligen Weggefährten vom bescheidenen Anfang bis zum heutigen Erfolg.
Die Rente ist sicher
Norbert Blüm · 1990
Norbert Blüms legendärer Ausspruch "Die Rente ist sicher" von 1986 wird hier in aktuelle Debatten zur Rentensicherheit und Altersvorsorge eingeordnet. Der Artikel beleuchtet die historische Aussage eines Arbeitsministers und ihre anhaltende politische Relevanz. Relevant für das Verständnis, wie Politiker heute zur gesetzlichen Rente stehen und welche Garantien sie geben können.
Die Scham muss die Seiten wechseln
Gisèle Pelicot · 2025
Zwei Paare und eine Single-Freundin, ein Wochenende im Sommerhaus – was soll da schon schief gehen? Mit einem scharfsinnigen Blick auf toxische Machtstrukturen schreibt Bianca Nawrath über Schuldgefühle, Selbstermächtigung und weibliche Solidarität. Zwei befreundete Paare fahren für ein gemeinsames Wochenende an die Ostsee, und zum ersten Mal ist auch Ola dabei. Ola ist Single, liebt Frauen und Männer und hat eine Biografie von Hildegard von Bingen im Gepäck.
Die Weihnachtsgeschichte (Lesung)
Heinz Rühmann · 1981
Heinz Rühmanns Lesung der Weihnachtsgeschichte ist eine Klassiker-Aufnahme aus dem Hamburger Michel. Für Olli Schulz ist diese Aufführung besonders bedeutsam, da er sie 1981 als Kind mit seinen Urgroßeltern dort erlebt hat – ein emotionaler Bezugspunkt, der seine späteren eigenen Auftritte an diesem Ort prägt. Die Lesung verbindet klassisches Weihnachtsentertainment mit persönlicher Nostalgie.
Diktatur des Relativismus (Predigt vor dem Konklave, 2005)
Joseph Ratzinger · 2018
Joseph Ratzinger prägte mit dieser Predigt vor dem Konklave 2005 den Begriff der „Diktatur des Relativismus" – eine Kritik an der Aufweichung absoluter Werte in der Moderne. Seine Diagnose, dass alles nur noch relativ gilt und ein verbindlicher Werterahmen fehlt, bleibt präsent in Diskussionen über zeitgenössische Ethik und Glaube.
Don Winslows Ankündigung, mit dem Schreiben aufzuhören
Don Winslow
Der amerikanische Schriftsteller Don Winslow kündigte bei einem ZEIT-Bühne-Auftritt in Hamburg an, das Schreiben von Belletristik aufzugeben und sich stattdessen der Politik zu widmen. Auslöser ist die seiner Ansicht nach unerträgliche politische Situation, die ihn dazu bewegt, seine Karriere neu auszurichten. Die Aussage zeigt, wie tiefgreifend die politischen Entwicklungen selbst etablierte Künstler in ihren beruflichen Entscheidungen beeinflussen.
Dresdner Rede
Dunja Hayali · 2018
Dresdner Rede der Journalistin Dunja Hayali über ihre Perspektive auf deutsche Identität. Sie definiert sich selbst als "durch und durch deutsch" und charakterisiert dies durch Organisation, Struktur und das Festhalten an Gewohnheiten. Die Rede wird zum Ausgangspunkt einer tieferen Diskussion über Zugehörigkeit und Deutschsein.
Dresdner Rede (Denkmal der Schande)
Björn Höcke · 2018
Masterarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Sprache ist das Kommunikationsmittel schlechthin: Sie bildet seit Jahrtausenden die Grundlage für das gegenseitige Verständigen und Verstehen von heute mehr als sieben Milliarden Menschen weltweit. Währenddessen liegt die Aufmerksamkeit eigentlich mehr auf dem was wir sagen, als auf dem wie wir es sagen.