Suppenkasperfreiheit
Hedwig Richter · 2025
Noch gestern wollten alle Grün sein. Heute gilt die Partei als Symbol für den Hochmut, der vor dem Fall kommt. Die Grünen scheitern und dieses Scheitern ist ein Ausdruck für die Krise unserer Gesellschaft. Die Moral des gebildeten Bürgers hat abgewirtschaftet. Allzu oft tritt sein Egoismus hervor. Man ist für Migration und lebt in den teuren Vierteln der Stadt. Man predigt Flugscham und ist bereits um die ganze Welt geflogen.
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„Sie, Frau Richter, haben 2024 in der FAZ sich jene vorgenommen, vor allem in der Politik, die glauben, man könne den Menschen nicht allzu viel zumuten. Sie sprachen zum Beispiel von der, jetzt zitiere ich Sie, Suppenkasperfreiheit derer, die sich fürs Klima nicht einschränken wollen und lobten die Volksamkeit der Bevölkerung während der Corona-Zeit.“
Roman Pletter konfrontiert Hedwig Richter mit ihrem polemischen FAZ-Essay aus dem Jahr 2024, in dem sie den Begriff 'Suppenkasperfreiheit' prägte. Der Essay wird zum Streitpunkt der Diskussion: Thea Dorn und Nele Polaczak kritisieren, dass solche Polemik in der aktuellen Debatte unproduktiv sei und Andersdenkende eher verschrecke als überzeuge. Der Beitrag löste auch eine heftige Reaktion von FAZ-Mitherausgeber Jürgen Kaube aus.
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