Tribale Kriege
Jürg Helbling · 2006
Im Unterschied zu Kriegen zwischen Staaten und zu Bürgerkriegen werden tribale Kriege zwischen Dorfgemeinschaften ausgetragen, die noch nicht oder nicht mehr von einer staatlichen Zentralgewalt kontrolliert werden. Anhand von Beispielen unter anderem aus Neuguinea, Amazonien und Ostafrika untersucht Jürg Helbling die Verlaufsformen und Ursachen dieser Kriege.
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„Und der hat einen 600 Seiten Wälzer geschrieben. Der hat den etwas sozusagen nicht so griffigen Titel Tribale Kriege. Und darin versucht er genau diese Frage zu beantworten.“
Precht empfiehlt dieses anthropologische Fachbuch als zentrale Quelle für die Frage, warum Menschen Kriege führen. Der Autor, ein Schweizer Anthropologe, hat unter anderem bei einem Volk auf den Philippinen gelebt, das nie Krieg geführt hat, und leitet daraus zwei Hauptbedingungen für Krieg ab: Sesshaftigkeit und das Fehlen einer Zentralgewalt als Schiedsrichter.
„Also einer der faszinierendsten Gesprächspartner, die ich je gehabt habe, ist ein Schweizer Anthropologe, Jörg Helbling. Der hat so ein dickes Buch geschrieben, Tribale Kriege. Und damit beschäftigt er sich und sagt, seit wann gibt es Kriege, wieso gibt es Kriege, wodurch entstehen Kriege.“
Im Gespräch über die Ursprünge von Krieg und Sesshaftigkeit empfiehlt Precht das Buch des Schweizer Anthropologen Jörg Helbling. Dessen These: Indigene Nomadenvölker führten keine organisierten Kriege, weil der Preis zu hoch war – erst mit der Sesshaftigkeit und dem Besitz von Land kam der Krieg in die Welt. Precht zieht daraus eine Parallele zur Ukraine.
„das bedeutendste Buch, was ich zu dem Thema kenne, hat Jörg Helbling geschrieben, ein Schweizer Anthropologe... Tribale Kriege heißt das Buch“
Precht bezeichnet es als das bedeutendste Buch zum Thema Krieg und Sesshaftigkeit und beschreibt den persönlichen Austausch mit dem Autor
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