Unverfügbarkeit
Hartmut Rosa
Hartmut Rosa argumentiert, dass das zentrale Bestreben der Moderne – die Welt verfügbar zu machen – paradoxerweise dazu führt, dass sie uns verstummt und fremd wird. Ein Plädoyer für Resonanz statt Kontrolle, für Begegnung statt Beherrschung.
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Erwähnungen (10)
„Lanz verweist auf Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit im Kontext des Lesens und der Resonanz.“
Rosa als Soziologe, der über Resonanz und das Unverfügbare schreibt.
„Kester zitiert da seinen Lieblingssoziologen Hartmut Rosa, mit dem haben wir neulich kurz gesprochen. Über die Unverfügbarkeit, das spielt ja da alles mit rein. Hartmut Rosa spricht von, ich zitiere, erbarmungslosen Steigerungszwängen, die uns krank machen.“
Lanz verknüpft den Stern-Artikel von Kester Schlenz mit Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit. Rosa beschreibt erbarmungslose Steigerungszwänge, die Menschen krank machen. Das Konzept zieht sich als roter Faden durch das Gespräch – die Idee, dass wir in einer Kultur der Sofortness leben und keinen Bedürfnisaufschub mehr ertragen.
„Wir haben über den Zauber ja mal gesprochen, anlässlich von Hartmut Rosas Buch über Unverfügbarkeit.“
Precht und Lanz sprechen über den Zauber des Schneefalls und Precht erinnert an eine frühere Folge, in der sie dieses Thema anhand von Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit – also jener Momente, die sich nicht planen oder kontrollieren lassen – diskutiert haben. Der Schneefall dient als perfektes Beispiel für ein unverfügbares Naturereignis.
„Das ist auch hier Hartmut Rosa, Unverfügbarkeit. Das Buch habe ich gerade gelesen. Jede Seite muss ich dreimal lesen. Mann, das ist fucking kompliziert, aber es ist wirklich auch super. Ich glaube, es ist wirklich, he's on point.“
Auf die Frage, wie man in die Leichtigkeit komme, greift Philip Siefer zu Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit. Er verbindet es mit seinem eigenen Thema 'Offenbarung' und nutzt Rosas Beispiel vom Einschlafen: Wer es erzwingen will, entfernt sich davon – Leichtigkeit sei ebenso wenig verfügbar wie man sie brauche.
„Das war dieses Buch von Hartmut Rosa, was Luise mir auch gegeben hat. Das ist wirklich irre, wo du wirklich merkst, das ist wo ganz anders schwingt das. Ich habe es probiert, es jetzt verfügbar zu machen, dass das so ist, ist es aber nicht.“
Philip Siefer bringt Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit ein, um zu erklären, warum manche Orte und Produkte eine besondere Tiefe haben, die sich nicht auf Knopfdruck herstellen lässt. Luise hat ihm das Buch geschenkt, und er wendet die These direkt auf die kreative Arbeit bei Einhorn an — man könne das Besondere nicht erzwingen.
„sie zitiert wahnsinnig viel Hartmut Rosa, über den wir dieses Jahr auch viel gesprochen haben, wegen seines Buches Unverfügbarkeit. Das ist immer der Don. Das beste Buch“
Philip nennt es eines der besten Bücher des Jahres – ein wiederkehrendes Thema in den Check-In-Folgen mit Matze
„Da ist zum Beispiel ganz viel Hartmut Rosa, wir haben doch über diese Unverfügbarkeit mehrfach gesprochen und da ist total viel Hartmut Rosa drin“
Philip erwähnt Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit im Zusammenhang mit Liv Strömquists Buch, über das sie offenbar schon in früheren Folgen gesprochen haben
„Hartmut Rosa spricht ja auch von der Resonanz, dass du es auch nicht immer kriegst. Es gibt eine Unverfügbarkeit. Und das ist es wahrscheinlich, dass man gar nicht genau weiß, was passiert hier.“
Im selben Gedankengang verweist Matze Hielscher auf Rosas Konzept der Unverfügbarkeit – dass echte Erfahrungen sich nicht planen oder garantieren lassen. Er nutzt den Begriff, um den Reiz der offenen Bühne zu erklären: Gerade weil man nicht weiß, was einen erwartet, entsteht etwas Authentisches.
„Wie gelingt das, so ein Draht zu finden? Wir treffen uns heute zum ersten Mal. Was kann man machen, dass es gelingt? Hartmut Rosa würde vielleicht sagen, das ist unverfügbar.“
Matze Hielscher spricht mit Schulz von Thun darüber, wie ein guter Draht zwischen Gesprächspartnern entsteht. Er verweist auf Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit, wonach echte Resonanz und Verbindung nicht erzwungen werden können.
„Was ich interessant fand, ist das Thema, da kommst du immer wieder drauf zurück, ist auch die Unverfügbarkeit. Was ursprünglich auf Hartmut Rosa zurückgeht, Resonanz. Und das ist ja eigentlich genau diese Weltbeziehung.“
Matze Hielscher bringt Hartmut Rosas Konzept der Unverfügbarkeit ins Gespräch, das eng mit dessen Resonanztheorie verbunden ist. Welzer greift das auf und erklärt, warum das Unverfügbare – also nicht planbare, nicht vorformatierte Erlebnisse – zentral für eine echte Verbundenheit mit der Welt ist. Rosa wird als theoretischer Bezugspunkt für Welzers eigene Überlegungen im Buch eingeordnet.
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