Utopia
Thomas Morus · 2018
Thomas Morus: Utopia | Für die eBook-Ausgabe neu lektoriert und mit modernisierter Rechtschreibung. Voll verlinkt, mit eBook-Inhaltsverzeichnis und einem erklärenden Vorwort. Dieses Buch hat gewaltige Wirkung hinterlassen. Es ist die erste ›Sozialutopie‹, und wurde zum Vorläufer eines ganzes Genres. Der Engländer Thomas More (1478–1535), der es im Alter von 37 Jahren schrieb, schildert darin einen, aus seiner Sicht idealen Staat. – Die Utopier kennen kein Privateigentum.
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„Es gibt ja den Begriff der Utopie. Und dieser Utopiebegriff, der ist auf einen Roman zurückzuführen, der vor über 500 Jahren geschrieben worden ist. Der hieß Utopia. Geschrieben wurde er von Thomas Morus, einem Politiker und Gelehrten, der 1487 bis 1535 gelebt hat.“
Sabine Rückert führt Thomas Morus' Roman "Utopia" als historischen Ursprung des Utopiebegriffs ein. Sie beschreibt ausführlich die auf der fiktiven Insel herrschenden Zustände — radikale Gleichheit, Abschaffung des Geldes, demokratische Regierung — und zieht dann die Parallele, dass in jeder Utopie bereits die Dystopie angelegt sei, wie der Sowjetkommunismus oder das heutige China zeigten.
„Und dann lässt er einen Seefahrer, Raphael Hytlodeus, griechisch übersetzt der Lügenerzähler, erzählen, dass er, das war ja die Zeit, Kolumbus hatte Amerika entdeckt. Und jetzt konnte man natürlich sagen, ich als Seefahrer bin jetzt hier und da und da gewesen. Und da gibt es im fernen Südamerika eine Raumutopie.“
Precht erzählt ausführlich von Thomas Morus' Werk, aus dem der Begriff 'Utopie' stammt. Morus, Lordkanzler unter Heinrich VIII., entwarf darin eine Inselgesellschaft ohne Arm und Reich, in der Eigentum seine Bedeutung verloren hat und Häuser alle zehn Jahre getauscht werden. Precht betont den visionären Charakter: Anfang des 16. Jahrhunderts entwarf Morus ein Bild einer bürgerlichen Rechtsstaatsrepublik, die erst Jahrhunderte später Realität wurde.
„Er hat aber, und deswegen ist er auch ganz berühmt, einen Roman geschrieben, der heißt Utopia. Und von diesem Roman kommt der Begriff Utopie.“
Sabine erwähnt den berühmten Roman im Zusammenhang mit der Vorstellung von Thomas Morus und seinem Gebet
„Also sagt sie auch immer, von Ovid bis Marx gibt es die Momente. Thomas Morus ist natürlich dabei und erzählt, das stellt uns das nach.“
Nora Bossong erwähnt Thomas Morus als einen der kanonischen Autoren, die Agnes Heller in ihrem Buch über Utopien und Dystopien heranzieht. Morus' 'Utopia' steht dabei als Urtext der Gattung in einer Reihe von Ovid bis Marx.
Herrn Modelmeier, der Utopia von Thomas Moore nahe gebracht hat
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