Lanz & Precht – Frueher war alles besser - oder
#136

Frueher war alles besser - oder

Lanz & Precht / 12. April 2024 / 10 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Ausgangspunkt ist die harsche Kritik auf ihre Corona-Aufarbeitungsfolge: Über 90 Prozent der Kommentare werfen ihnen Pseudo-Aufklärung vor, weil sie die Plandemie-Erzählung nicht bestätigen. Precht greift daraufhin zum sozialpsychologischen Klassiker „When Prophecy Fails

„Also müssten doch die Anhänger einer solchen Theorie sagen, oh Mann, was haben wir da zwei, drei Jahre lang bloß für einen Blödsinn geglaubt. Aber das passiert nicht.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (10)

1984

1984

George Orwell · 1949

George Orwells dystopischer Roman von 1949 schildert eine totalitäre Gesellschaft, in der der Staat jeden Aspekt des Lebens kontrolliert. Winston Smith versucht, sich gegen die allgegenwärtige Überwachung und Gedankenkontrolle aufzulehnen. Ein zeitloses Werk über Macht, Wahrheit und Freiheit.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:02:44 „Um die Bevölkerung an die Kandare zu nehmen, unter Kontrolle zu nehmen, Stichwort Great Reset. Der starke Staat kontrolliert seine Bürger und beraubt sie ihrer Freiheit und zwar dauerhaft. Ein Orwilscher Staat dämmert herauf.“

Precht beschreibt die Verschwörungstheorien rund um Corona und den Deep State. Er verweist auf die Orwellsche Dystopie als Chiffre für den befürchteten Überwachungsstaat, den Verschwörungstheoretiker durch die Pandemie-Maßnahmen heraufziehen sahen.

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G Buch

The Great Reset

Klaus Schwab · 2020

"The Corona crisis and the Need for a Great Reset" is a guide for anyone who wants to understand how COVID-19 disrupted our social and economic systems, and what changes will be needed to create a more inclusive, resilient and sustainable world going forward. Thierry Malleret, founder of the Monthly Barometer, and Klaus Schwab, founder and executive Chairman of the World Economic Forum, explore what the root causes of these crisis were, and why they lead to a need for a Great Reset.Theirs is a w...

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:02:44 „Um die Bevölkerung an die Kandare zu nehmen, unter Kontrolle zu nehmen, Stichwort Great Reset. Der starke Staat kontrolliert seine Bürger und beraubt sie ihrer Freiheit und zwar dauerhaft.“

Precht referiert Verschwörungstheorien, die behaupten, Corona sei eine geplante Aktion gewesen, um einen Great Reset herbeizuführen. Der Begriff geht auf Klaus Schwabs gleichnamiges Buch und die Initiative des World Economic Forum zurück.

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When Prophecy Fails

When Prophecy Fails

Leon Festinger, Stanley Schachter · 2025

"When Prophecy Fails" is a groundbreaking book by Leon Festinger, Henry Riecken, and Stanley Schachter that introduced the concept of cognitive dissonance into the study of human psychology. It chronicles a fascinating real-life case study of a small religious group that predicted the end of the world and how its members reacted when the prophecy failed to materialize.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:04:27 „Leon Festinger und Stanley Schechter haben 1956 ein sehr kluges Buch geschrieben, das heißt When Prophecy Fails. Also wenn Prophezeiungen scheitern oder in die Irre führen.“

Precht nutzt das Buch, um das Phänomen der kognitiven Dissonanz zu erklären – am Beispiel einer Weltuntergangssekte von 1954, die trotz ausgebliebener Prophezeiung weiter an ihre Überzeugungen festhielt. Er zieht eine Parallele zu Corona-Verschwörungstheorien.

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Augsburger Puppenkiste

Augsburger Puppenkiste

· 1964

In dem kleinen Dorf Holleschitz wohnt Schusters Pepik bei seiner Großmutter. Diese hat einen Kater, der auf den Namen Mikesch hört. Zwischen Pepik und Mikesch entwickelt sich eine Freundschaft und Pepik bringt dem Kater erfolgreich das Sprechen bei. Viele Leute in Holleschitz sind verwundert und überrascht über den höflichen und lieben Kater und schließen ihn in ihr Herz. Er bekommt vom Schuster ein paar Stiefel gemacht und vom Schneider, weil er ihm hilft, einen Rock geschenkt.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:18:56 „Also die Schönheit der Augsburger Puppenkiste ist heutigen Kindern schwer vermittelbar. Und wie gesagt, ich habe sie sehr geliebt, die Augsburger Puppenkiste.“

Precht erwähnt die Augsburger Puppenkiste als Beispiel für das langsame, betuliche Fernsehprogramm seiner Kindheit, das heutigen Kindern kaum noch vermittelbar sei.

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Ich glaube, ich bin jetzt warm genug angezogen

Ich glaube, ich bin jetzt warm genug angezogen

Jan Abele · 2019

Eine Mütze trägt das Kind schon ... lieber auch noch einen Schal dazu? Oder übertreibe ich dann schon? Und wie wahrscheinlich ist der Sturz vom Klettergerüst eigentlich? Helikoptere ich schon, wenn ich zufällig unter dem Gerüst stehe, um die Turnaktionen des Zöglings abzusichern? Jan Abele legt mit seinem Debüt ein wichtiges Buch zum Thema Helikopter-Eltern vor. Seine These: Vielen Eltern wird Angst gemacht, dass sie zu fürsorglich sein und mit ihrer Erziehung übers Ziel hinausschießen könnten.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:19:08 „Ich habe vor einiger Zeit in einem schönen Buch gelesen, Jan Abele oder Abele, ich weiß nicht genau, wie man ihn ausspricht. Buch, ich glaube, ich bin jetzt warm genug angezogen, warum wir meistens am besten wissen, was gut für unsere Kinder ist. Das Buch ist vor ein paar Jahren mal erschienen. Und da erzählt er so ein paar haarsträubende Geschichten aus einer Kindheit in den 70er, 80er Jahren.“

Lanz erwähnt das Buch im Kontext einer Diskussion über die verklärte Erinnerung an frühere Zeiten. Das Buch enthält Geschichten aus der Kindheit der 70er und 80er Jahre, die aus heutiger Sicht haarsträubend wirken – etwa Babys, die allein zu Hause gelassen wurden. Lanz nutzt es als Einstieg in eine humorvolle Gesprächsrunde über die Unterschiede zwischen damaliger und heutiger Kindererziehung.

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Nibelungenlied

Nibelungenlied

· 1994

Studie over ontstaan en opbouw van het bekende Duitse heldenepos uit de Middeleeuwen

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:21:12 „Es gibt also nicht nur sozusagen das Lindenblatt von Siegfried, sondern auch das Philodendronblatt.“

Precht erzählt humorvoll davon, wie er als Kind ein giftiges Philodendronblatt gegessen hat, und zieht einen Vergleich zur Nibelungensage, in der Siegfried beim Bad im Drachenblut durch ein Lindenblatt an einer Stelle verwundbar blieb.

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F Serie

Fernsehdiskussion Esther Vilar und Alice Schwarzer

Eine der prägendsten Fernsehdiskussionen der deutschen Fernsehgeschichte zwischen Esther Vilar und Alice Schwarzer über feministische Positionen und ihre Kritik. Das Gespräch dokumentiert die gesellschaftlichen Debatten zur Frauenbewegung und gibt Einblick in unterschiedliche Perspektiven auf Feminismus und Geschlechterbeziehungen.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:28:08 „Und genau just in dieser Zeit gab es eine Fernsehdiskussion, die sehr berühmt geworden ist, mit Esther Villar und Alice Schwarzer. Die haben wir uns auch live angeguckt. Ich weiß nur, dass ich irgendwie Esther Villa hübscher fand und so weiter. Die Argumente konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Aber mir fiel auf, dass Alice Schwarzer gequalmt hat wie ein Schlot.“

Precht erinnert sich an die berühmte TV-Debatte zwischen Esther Vilar und Alice Schwarzer, die er als Kind live gesehen hat. Er verbindet die Erinnerung humorvoll mit dem allgegenwärtigen Zigarettenrauch in der feministischen Frauengruppe seiner Mutter in Solingen – für ihn sind Feminismus und Zigarettengeruch auf demselben Neuron gespeichert.

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Esther Vilar vs. Alice Schwarzer – Fernsehdiskussion

Esther Vilar vs. Alice Schwarzer – Fernsehdiskussion

Der Artikel rekonstruiert eine historische Fernseh-Debatte zwischen Alice Schwarzer und Esther Vilar, die vor etwa 50 Jahren ein Wendepunkt in der feministischen Diskussionskultur war. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Denkerinnen markierte einen zentralen Konflikt über die richtige Strategie und Philosophie der Frauenbewegung. Der Beitrag zeigt, warum diese TV-Konfrontation bis heute als Klassiker der politischen Debattengeschichte gilt und wie nachhaltig sie die öffentliche Wahrnehmung von Feminismus geprägt hat.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:28:41 „Und genau just in dieser Zeit gab es eine Fernsehdiskussion, die sehr berühmt geworden ist, mit Esther Villar und Alice Schwarzer. Die haben wir uns auch live angeguckt.“

Precht erinnert sich an die berühmte TV-Debatte zwischen Esther Vilar und Alice Schwarzer als Kindheitserinnerung, die er mit dem Zigarettenrauch der Frauengruppe seiner Mutter assoziiert.

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Playboy

Playboy

Der Artikel berichtet über die Neueröffnung des legendären Playboy Clubs in modernisierter Form für das 21. Jahrhundert. Das ikonische Brand wird zeitgenössisch reinterpretiert und neu gestaltet. Der Text betrachtet, wie sich die Inszenierung von Körperlichkeit und weibliche Selbstdarstellung in den Medien vom klassischen Playboy bis zu modernen Influencer-Plattformen entwickelt hat.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:31:33 „Wie die Rechten damals Willy Brandt und Herbert Wehner verteufelt haben, weil die die Pornografie halt zugelassen haben, Playboy-Heftchen, die es dann an Kiosks gab.“

Precht beschreibt den konservativen Kulturkampf der 1970er Jahre gegen gesellschaftliche Liberalisierung. Der Playboy steht hier als Symbol für den von Konservativen beklagten Sittenverfall jener Epoche.

Zum Artikel bei Prweb.com Details
Interview mit Esther Pauchert

Interview mit Esther Pauchert

Dr. Esther Pauchard, Schweizer Psychiaterin und Psychotherapeutin, erörtert in diesem Interview ein zentrales Problem unserer Zeit: Viele Menschen verwechseln unangenehme Gefühle mit Krankheiten und glauben, Anspruch auf eine psychiatrische Diagnose zu haben. Sie beleuchtet, wie Therapie oft mit einer Beziehung gleichgesetzt wird und wie dies zu mangelnder Resilienz in der Gesellschaft beiträgt. Das Interview wirft ein kritisches Licht auf die zunehmende Hyperindividualisierung und unsere veränderte Wahrnehmung von psychischen Herausforderungen.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:46:07 „Also ich habe neulich ein interessantes Interview mit Esther Pauchert gelesen. Das ist eine Schweizer Psychiaterin, Krimi-Autorin und so weiter. Sie hat ein paar sehr spannende Dinge gesagt. Sie sagte vor allen Dingen, die Leute verwechseln sozusagen Therapie mit Beziehung.“

Im Gespräch über mangelnde Resilienz in der Gesellschaft zitiert Lanz ein Interview mit der Schweizer Psychiaterin und Krimi-Autorin Esther Pauchert. Deren zentrale These: Menschen verwechseln unangenehme Gefühle mit Krankheiten und haben das Gefühl, Anspruch auf eine Diagnose zu haben. Lanz nutzt das als Beleg für die These einer zunehmenden Hyperindividualisierung. Die genaue Publikation wird nicht genannt.

Zum Artikel bei Swisspioneers.com Details
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