Nina Hoss, hatten Sie einen Übervater
Christoph Amend, Jochen Wegner & Nina Hoss
Nina Hoss, eine der wenigen international erfolgreichen deutschen Schauspielerinnen, spricht über Familie — ausgelöst durch Thomas Ostermeiers Inszenierung von Didier Eribons 'Rückkehr nach Reims' an der Berliner Schaubühne, einem Stück über Klassenherkunft, Arbeitermilieu und die Entfremdung zwischen Vätern und Söhnen. Schon beim Einstieg zeigt sie Schlagfertigkeit: Kaum hat sie 'Pudding' als ihr Stopp-Wort gewählt, fragt sie sofort, ob sie es damit nicht schon ausgesprochen hat.
„Alles ist gesagt Pudding. Habe ich es jetzt gesagt?“
Erwähnte Medien (25)
Das Mädchen Rosemarie
Bernd Eichinger · 1996
Es ist die wahre Geschichte der jungen Rosemarie Nitribitt die im Frankfurt der 50er-Jahre von ganz unten nach ganz oben will. Der hübschen Animierdame ist kein Preis zu hoch, um endlich zur feinen Gesellschaft zu gehören. Zwischen Intrigen und Leidenschaft, umgeben von Lebemännern und den Mächtigen in höchsten Ämtern und Kreisen, übersieht die Edelprostituierte, dass sie nur benutzt wird. Als sie sich dessen endlich bewusst wird, ist es zu spät.
🗣 Amend referenziert bei ⏱ 00:01:35 „Seitdem sie als Mädchen Rosemarie in der Produktion von Bernd Eichinger 1996 über Nacht berühmt wurde“
Der Film, durch den Nina Hoss über Nacht berühmt wurde, wird ausführlich besprochen.
Jella
· 2016
Jella ist mit ihrem Mann Klaus ganz in die Nähe ihrer erwachsenen Kinder gezogen und hofft jetzt wieder auf ein intensives Familienleben wie früher. Nur leider sehen die Kinder das anders. Denn Hilke, Momme und Fine haben ihre eigenen Probleme und denken gar nicht daran, sich von ihrer Mutter hineinreden zu lassen. Da hat Jella eine Idee: Enkelkinder müssen her! Dass sie mit ihren Plänen über die Stränge schlägt, begreift Jella jedoch erst zu spät.
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:02:11 „Ich sage jetzt mal drei, die ich besonders toll finde. Von den vielen tollen Jella, Most Wanted Man und meinen persönlichen Lieblingsfilm Barbara.“
Christoph Amend nennt Jella als einen von drei Filmen mit Nina Hoss, die er besonders herausragend findet.
A Most Wanted Man
Anton Corbijn · 2014
Issa Karpov schlägt sich illegal nach Hamburg durch. Zuflucht findet der russisch-stämmige Tschetschene in der islamischen Gemeinde der Hansestadt. Doch nach einiger Zeit fällt der mysteriöse Gast zunehmend auf. Schließlich verdichten sich die Intrigen um seine Person, in die immer mehr Leute mit hineingezogen werden, darunter der zwielichtige britische Privatbankier Tommy Brue und die junge Rechtsanwältin Annabel Richter, die Karpov ihre Hilfe anbietet.
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:02:11 „Ich sage jetzt mal drei, die ich besonders toll finde. Von den vielen tollen Jella, Most Wanted Man und meinen persönlichen Lieblingsfilm Barbara.“
Christoph Amend hebt den Film als einen seiner Favoriten unter Nina Hoss' zahlreichen Filmen hervor.
Barbara
· 2012
Im jahr 1760 kommt der junge Pfarrer Herr Poul auf die Färöer-Inseln, um sein heiliges Amt auszuüben. Dort lernt er die junge, attraktive Pfarrerswitwe Barbara kennen, die im sonst so bodenständigen Herrn Poul ein leidenschaftliches Verlangen weckt. Allen Warnungen zum Trotz stürzen sich die beiden in eine stürmische Beziehung, die der kleinen Gemeinde bald einen hohen Preis abverlangen wird.
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:02:11 „Ich sage jetzt mal drei, die ich besonders toll finde. Von den vielen tollen Jella, Most Wanted Man und meinen persönlichen Lieblingsfilm Barbara.“
Christoph Amend bezeichnet Barbara als seinen persönlichen Lieblingsfilm unter Nina Hoss' Werken.
Emilia Galotti
Gotthold Ephraim Lessing
Lessings Drama „Emilia Galotti" behandelt Fragen von Macht, Freiheit und den Grenzen der Vernunft. Precht bezieht sich auf den berühmten Satz Lessings im Kontext der modernen Aufmerksamkeitsökonomie und medialen Daueraufgeregtheit und ergänzt ihn um eine provokante Wendung: Wer über alles den Verstand verliert, hat auch keinen zu verlieren. Das klassische Drama bleibt damit aktuell für die Frage, wie rationaler Diskurs in aufgeheizten Zeiten möglich ist.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:02:19 „Zunächst lange am Deutschen Theater, unter anderem erinnere ich mich an die Gräfin Orsina in Emilia Galotti, fantastisch, oder auch als Medea.“
Amend erinnert sich an Nina Hoss' Rolle als Gräfin Orsina in Lessings Emilia Galotti am Deutschen Theater, die er als fantastisch bezeichnet.
Rückkehr nach Reims
Didier Eribon
Eine autobiografische Reflexion über die Rückkehr in die Heimatstadt und die Auseinandersetzung mit Arbeiterklassen-Herkunft, familiärer Gewalt und sozialen Strukturen. Eribon zeigt, wie Armut und soziale Umstände menschliches Verhalten prägen und ermöglicht damit Verständnis für frühere Generationen.
🗣 Amend referenziert bei ⏱ 00:02:54 „Ich lese gerade ein Buch, was für mich so ist, dass ich das Gefühl habe, ich bin nicht alleine mit dem.“
Das gesamte Gespräch dreht sich um Ostermeyers Inszenierung von Eribons Buch 'Rückkehr nach Reims' an der Schaubühne, in der Nina Hoss die Hauptrolle spielt.
Rückkehr nach Reims (Theaterinszenierung)
Thomas Ostermeier · 2017
Thomas Ostermeiers Inszenierung von Didi Eribans autobiografischem Werk an der Berliner Schaubühne. Das Stück erzählt von der Rückkehr in die Heimatstadt und verbindet persönliche Narrative mit gesellschaftlichen Reflexionen.
🗣 Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:02:54 „darauf sind wir auch gekommen, weil wir sie gesehen haben in Thomas Ostermeyers Inszenierung von Didi Eribans Buch Rückkehr nach Reims.“
Amend und Wegner haben die Inszenierung an der Berliner Schaubühne gesehen und sind begeistert.
Homeland
Howard Gordon, Alex Gansa · 2011
Top CIA Officer Carrie Mathison leistet großartige Arbeit im vielfältigen Kampf gegen den Terrorismus. Mit Hilfe ihres langjährigen Mentors Saul Berenson gibt die furchtlose Carrie alles und riskiert hierfür persönliches Wohl und Geisteszustand. Ihre bipolare Störung macht sie dabei verletzlich und unberechenbar.
🗣 Nina Hoss referenziert bei ⏱ 00:16:26 „Naja, die Idee war so, ich habe zu dem Zeitpunkt, als wir darüber gesprochen haben, war ich in Amerika, in New York für sechs Monate und habe da Homeland gedreht.“
Nina Hoss erwähnt ihren Aufenthalt in New York, wo sie für die US-Serie Homeland drehte. Während dieser Zeit entwickelte sie gemeinsam mit Thomas Ostermeier per Telefon die Idee für das Stück Rückkehr nach Reims.
Die menschliche Stimme
Jean Cocteau · 1930
Cocteaus Monolog einer verlassenen Frau in ihrem letzten Telefongespräch mit ihrem ehemaligen Liebhaber. Ein lyrisches Drama der menschlichen Verletzlichkeit, Verzweiflung und Liebe, das die Macht der einzelnen Stimme in der Einsamkeit erforscht.
🗣 Nina Hoss referenziert bei ⏱ 00:16:39 „Und hatten eigentlich, hatte Thomas vorgeschlagen, die menschliche Stimme von Jean Cocteau zu machen. Ein Monolog, der auch wirklich fantastisch ist. Und ich habe auch noch nie einen Monolog gemacht.“
Bevor die Idee zu Rückkehr nach Reims entstand, hatte Regisseur Thomas Ostermeier vorgeschlagen, Cocteaus Monolog Die menschliche Stimme zu inszenieren. Nina Hoss fand die Idee reizvoll, entschied sich dann aber wegen der politischen Lage – Trumps Wahl – für das politischere Projekt.
Sonderzug nach Pankow
Udo Lindenberg
Sonderzug nach Pankow ist ein Lied von Udo Lindenberg, das auf der Melodie des 1941 erschienenen US-amerikanischen Klassikers Chattanooga Choo Choo beruht. Es wurde 1983 als Single veröffentlicht.
🗣 Nina Hoss referenziert bei ⏱ 00:21:25 „Ich habe Udo Lindenberg dort getroffen. Ich war ein Riesenfan. Ich habe immer Sonderzug nach Pankow gesungen gehabt. Da war ich irgendwie sieben oder sowas.“
Hoss erzählt, wie sie als Kind auf Grünen-Parteitagen Udo Lindenberg traf und seinen Hit sang.
Fassbinder-Stück (am Stuttgarter Theater)
Rainer Werner Fassbinder
Peymann inszenierte vermutlich ein Stück von Fassbinder am Stuttgarter Theater. Der Artikel ist nicht mehr erreichbar, aber der Podcast erwähnt, dass Hoss' Vater als Berater bei dieser Inszenierung tätig war. Dies belegt die Verbindung zwischen den genannten Personen in der Kulturszene jener Zeit.
🗣 Nina Hoss erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:30:41 „Und Peimann machte ein Stück, glaube ich, oder war das ein Fassbänder-Stück? Das weiß ich jetzt tatsächlich nicht mehr genau.“
Hoss erinnert sich, dass Peymann am Stuttgarter Theater ein Stück (möglicherweise von Fassbinder) inszenierte und dafür ihren Vater als Berater einlud.
Das Ende von Eddy
Édouard Louis · 2016
Ein autobiographisch inspirierter Roman über die Kindheit in einer nordfranzösischen Arbeiterfamilie. Die Geschichte zeigt die Unterdrückung durch patriarchalische Strukturen, insbesondere die Gewalt und Kontrolle des Vaters. Ein eindringliches Porträt von Klassenverhältnissen und dem Kampf um Emanzipation.
🗣 Nina Hoss referenziert bei ⏱ 00:37:22 „Das weiß ich auch von dem Edouard Louis, der im Kreis auch ein Autor um Didier herum auch aus einer Arbeiterfamilie kommt und der beschrieben hat, wie sein Vater also absolut verboten hat, dass seine Mutter arbeiten kann oder dass sie in irgendeiner Form sich emanzipieren kann.“
Nina Hoss erwähnt Édouard Louis als Autor aus dem Umfeld Didier Eribons, der ebenfalls aus einer Arbeiterfamilie stammt. Sie beschreibt seine Schilderung eines patriarchalischen Vaters, der seiner Frau das Arbeiten verbot – ein Kontrast zu ihrem eigenen Elternhaus. Ein konkreter Buchtitel wird nicht genannt, aber die Beschreibung passt zu 'Das Ende von Eddy' oder 'Wer hat meinen Vater umgebracht'.
Pixie-Bücher
Kleine illustrierte Minibücher für Kinder, die einfache Sachthemen und Alltagsinhalte vermitteln. Bekannt für ihre kompakte Größe und minimalistische Gestaltung, die komplexe Ideen in sehr vereinfachter Form darstellen.
🗣 Nina Hoss erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:40:50 „es gab diese Pixie oder Pixel Bücher, wie die heißen. War da eins drin? Das hat er immer eingesteckt, jeden Morgen im Briefkasten auf dem Weg in den Bundestag.“
Hoss erzählt, wie ihr Vater ihr jeden Morgen ein Pixie-Buch in den Briefkasten steckte, wenn sie bei ihrer Tante war.
Pixi-Bücher
· 2006
Die Pixi-Bücher sind eine im Carlsen Verlag, Hamburg, erscheinende Serie von Lese- und Vorlesebüchern für Kinder.
🗣 Nina Hoss erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:40:58 „Jeden Morgen war im Briefkasten, es gab diese Pixie oder Pixel Bücher, wie die heißen. War da eins drin, das hat er immer eingesteckt, jeden Morgen im Briefkasten auf dem Weg in den Bundestag.“
Nina Hoss erzählt eine rührende Kindheitserinnerung: Als sie als kleines Mädchen allein bei ihrer Tante in Norddeutschland war, legte ihr Vater jeden Morgen auf dem Weg in den Bundestag ein Pixi-Buch in den Briefkasten – als Zeichen, dass ihre Eltern an sie denken, auch wenn sie gerade nicht da sein konnten.
Medea
Euripides
Griechische Tragödie von Euripides über die verlassene Zauberin Medea, die ihre Kinder ermordet, um sich an ihrem untreuen Ehemann Jason zu rächen. Das Meisterwerk thematisiert Liebe, Betrug und die zerstörerische Kraft der Rache. Medea entkommt am Ende übernatürlich in einem Sonnenwagen – ein Symbol ihrer magischen Natur und Überlegenheit über die sterblichen Männer um sie herum.
🗣 Nina Hoss referenziert bei ⏱ 00:51:33 „da war ich in der Endprobenphase. Da habe ich einfach richtig eine Grippe bekommen.“
Hoss erzählt, wie sie bei der Endprobenphase von Medea krank wurde.
Mutter Courage und ihre Kinder
Bertolt Brecht
Bertolt Brechts Klassiker des epischen Theaters zeigt Mutter Courage, die während des Dreißigjährigen Krieges mit ihren Kindern umherzieht und vom Krieg lebt, indem sie die Armeen versorgt. Das Stück ist eine kritische Darstellung einer ambivalenten Figur, die am Krieg verdient, während sie ihre Kinder verliert – eine sozialkritische Meditation über die menschlichen Kosten von Krieg und wirtschaftliche Ausbeutung.
🗣 Wegner referenziert bei ⏱ 01:07:44 „Ihr Vater hat Brecht gesehen noch am Theater. Ist das Quatsch oder habe ich das geträumt? Nein, nein, das habe ich gestern erzählt. Er hat Mutter Courage gesehen.“
Wegner erinnert sich, dass Nina Hoss' Vater Brechts Mutter Courage im Theater gesehen hat, und reflektiert über Brechts Idee, auch Arbeiter ins Theater zu bringen.
Nachtblende
Claude Goretta · 1975
Die erfolglose Schauspielerin Nadine hält sich mit dem Dreh von billigen Pornofilmen über Wasser. Sie macht die Bekanntschaft des Fotografen Servais Mont. Dieser hat Schulden bei dem Kredithai Mazelli - um ihn abzubezahlen, macht er angewidert Sexfotos. Servais beschließt, Nadine zu helfen und verschafft ihr über den Schauspieler Zimmer und den Regisseur Messala eine Rolle in der Theateraufführung „Richard III.“.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:18:32 „Sie haben mal gesagt, sie gucken immer, es wird ein bisschen überhöht vielleicht, oder haben oftmals von Rumi Schneider Nachtblende geguckt als Vorbereitung. Dann habe ich mir die Nachtblende, also zwei Minuten angeguckt und dachte, mein Gott, ist das fürchterlich.“
Jochen Wegner spricht Nina Hoss auf ihre Gewohnheit an, sich den Film 'Nachtblende' mit Romy Schneider als Vorbereitung auf Rollen anzuschauen. Er selbst fand den Film beim Ansehen zunächst fürchterlich und nutzt das als Ausgangspunkt für eine Diskussion darüber, wie sich Schauspielkunst über die Jahrzehnte weiterentwickelt hat.
Filmkritik 'Das Mädchen Rosemarie'
Kai Strittmatter
Kai Strittmatter kehrt nach sieben Jahren nach Peking zurück und findet eine Stadt vor, die sich radikal verändert hat, doch in vielem wiedererkennt. Sein alter Freund Tiancheng, der zwischen Peking und Kanada pendelt, deutet an, dass sich die innere Haltung der Menschen fundamental verschoben hat – ihre Herzen folgen nicht mehr dem Land, sondern springen dorthin, wo es ihnen nutzt. Neben unveränderlichen Traditionen wie der chinesischen Esskultur und den morgendlichen Straßentänzen dokumentiert Strittmatter Modernisierungen: Plastiktütenverbote, elektrische Rikschas und eine neue Disziplin in der U-Bahn. Der Bericht deutet auf eine schleichende Verwestlichung hin, die das alte Peking transformiert, während zentrale menschliche Verhaltensweisen erstaunlich stabil bleiben.
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:22:17 „Wir haben in den Archiven über sie eine Filmkritik von 1996 gefunden. Auf der Fernsehseite der Süddeutschen Zeitung, erschienen am 13. Dezember. Und der Kollege Kai Strittmatter übrigens, schreibt also eine Eloge über den Film und auch über sie. Und dann schreibt er einen Satz. Spätestens heute also wird Nina Hoss berühmt werden.“
Christoph Amend zitiert aus einer Archiv-Recherche eine Filmkritik der Süddeutschen Zeitung vom 13. Dezember 1996 über den TV-Film 'Das Mädchen Rosemarie'. Der Kritiker Kai Strittmatter sagte darin prophetisch den Ruhm von Nina Hoss voraus.
Fame
Alan Parker · 1980
An der New Yorker Hochschule für darstellende Künste finden Aufnahmeprüfungen statt. Unter denjenigen, die aufgenommen werden, sind die freche Sängerin Coco, der sensible homosexuelle Schauspieler Montgomery, die schüchterne Doris und der Tänzer Leroy. Sie alle entstammen der Unterschicht und träumen davon, dass ihnen die anstehenden vier Jahre Studium den "Weg zum Ruhm" ebnen werden, während sie selbst noch von Alltagsproblemen geplagt werden.
🗣 Nina Hoss referenziert bei ⏱ 01:24:55 „Ich bin mit Filmen wie, wie heißt denn jetzt dieses Schauspiel? Schulen, Film in Amerika, Fame. Mit Fame aufgewachsen und all das.“
Hoss erklärt, dass sie mit dem Film Fame aufgewachsen ist und diese Studentenzeit erleben wollte, statt direkt ins Business einzusteigen.
Der Sturm
William Shakespeare
Shakespeares »Der Sturm« ist eine Komödie über Schiffbruch, Magie und menschliche Versöhnung. Die Rolle des Trinculo, eine komische Nebenfigur, symbolisiert in Nina Hoss' Erzählung die Freiheit künstlerischen Experimentierens während ihrer Ausbildung an der Schauspielschule. Das Stück zeigt, wie Schauspieler in dieser Phase noch in unerwartete Rollen schlüpfen durften, bevor sie vom Publikum in bestimmten Charaktertypen festgelegt wurden. Für ihre künstlerische Entwicklung war diese Phase des freien Ausprobierens prägend.
🗣 Nina Hoss referenziert bei ⏱ 01:25:52 „Ich habe da Sachen gespielt, so Trinkolo und solche Figuren. Erstens ein Mann, zweitens würde mir das heute niemand antragen. Oder vielleicht jetzt dann langsam, aber weil man mich nie so als komische Figur gesehen hat sozusagen.“
Nina Hoss erzählt von ihrer Studienzeit an der Schauspielschule, in der sie sich in verschiedenen Rollen ausprobierte. Trinkolo (Trinculo) ist eine komische Figur aus Shakespeares 'Der Sturm'. Sie betont, dass sie damals die Freiheit hatte, auch unerwartete Rollen zu spielen.
Toter Mann
Christian Petzold · 2001
Ein Rechtsanwalt kann in einem Schwimmbad mit seinen Blicken nicht von einer jungen Frau lassen, die sich als "toter Mann" auf der Wasseroberfläche treiben lässt. Er verliebt sich in sie und legt es darauf an, sie wieder zu treffen. Nach einer einzigen gemeinsamen, "unschuldigen" Nacht, ist die Frau verschwunden. Sie taucht an einem anderen Ort auf, nimmt einen Job in einer Kantine an und sucht die Bekanntschaft eines anderen, unbeholfen wirkenden Mannes. Es handelt sich dabei um Blum, einen Str
🗣 Nina Hoss referenziert bei ⏱ 01:27:04 „bei Christian und mir war das eben so, glaube ich, dass wir nach jeder Arbeit immer das Gefühl haben, ach, das ist noch nicht zu Ende erzählt.“
Hoss beschreibt ihre erste Begegnung mit Regisseur Christian Petzold bei den Dreharbeiten zu Toter Mann als prägenden Wendepunkt ihrer Karriere.
Sag mir, wo die Blumen sind
Marlene Dietrich / Pete Seeger · 1962
Ikonisches Antikriegslied aus der Folk-Tradition. Das Lied stellt durch seine poetische Frage die Sinnlosigkeit von Krieg in Frage und wird seit Jahrzehnten als Hymne für Friedensbewegungen genutzt. Eine zeitlose Komposition mit kraftvoller Botschaft über den Verlust und die Hoffnung auf eine bessere Welt.
🗣 Nina Hoss referenziert bei ⏱ 01:29:20 „Und ich sah, da ist eine Bühne, alle machen was und ich wollte da hoch und hab da, sag mir, wo die Blumen sind gesungen aus irgendeinem Grund, weil ich dieses Lied halt konnte. Was sehr viele Strophen hat und ich hab das knallhart runtergesungen.“
Nina Hoss erzählt ihre Ursprungsgeschichte als Schauspielerin: Mit fünf Jahren sang sie auf dem 50. Geburtstag ihres Vaters das Antikriegslied 'Sag mir, wo die Blumen sind' auf einer Bühne – alle Strophen. Am Ende der Episode singen die drei Gesprächspartner das Lied gemeinsam, Jochen Wegner erwähnt dabei eine YouTube-Version von Hildegard Knef.
Gold
Thomas Arslan · 2013
Kanada 1898. Emily Meyer will mit einer Gruppe deutscher Einwanderer quer durchs Land zu den kürzlich entdeckten Goldfeldern in Dawson reisen. Der Weg führt über 2.500 Kilometer durch unwirtliche, unbewohnte Wildnis. Die Strapazen zerren an den Nerven der Reisenden, die Konflikte eskalieren. Emily findet im undurchsichtigen Carl einen Verbündeten. Sie weiß genau: Eine Rückkehr in ihr altes Leben kommt nicht in Frage.
🗣 Nina Hoss referenziert bei ⏱ 01:30:21 „Ich bin auf einmal mit Gold in Kanada und lebe da acht Wochen auf einer kanadischen Farm und reite zum Set“
Hoss beschreibt das Besondere ihres Berufs am Beispiel der Dreharbeiten zu Gold in Kanada.
I, Tonya
Craig Gillespie · 2017
Tonya Harding ist unter ärmsten Bedingungen aufgewachsen, doch wurde sie von ihrer wenig liebevollen Mutter LaVona Golden schon früh auf eine Karriere im Eiskunstlaufen vorbereitet. Zwar hat es Tonya mit ihrem aggressiven Auftreten, ihren selbstgenähten Kostümen und ihrer unkonventionellen Technik nicht leicht, doch ihr Talent ist unbestreitbar – ist sie doch die einzige Frau, der im Rahmen eines Wettbewerbs ein dreifacher Axel gelingt. Als sie sich langsam dem Höhepunkt ihrer Karriere nähert, w
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:31:42 „Die Schauspielerin Margot Robbie, die jetzt gerade im Kino ist mit I, Tonya, die sagt ja, sie ist deshalb so gerne Schauspielerin, weil sie sich so sicher sein kann bei den Rollen, die sie spielt, weil wer diese Rollen eigentlich sind, weil sie gar nicht genau weiß, wer sie selbst ist.“
Christoph Amend bringt ein Zitat von Margot Robbie über den Film 'I, Tonya' ein, um Nina Hoss' Motivation als Schauspielerin zu spiegeln. Robbie sage, sie fühle sich in Rollen sicherer als im eigenen Leben – eine These, die Hoss dann mit einem Romy-Schneider-Zitat relativiert.
Sag mir, wo die Blumen sind (Hildegard Knef Version)
Hildegard Knef · 2005
Antikriegs-Klassiker mit zeitloser Botschaft über Verlust und Vergänglichkeit. Das Volkslied wurde zur Friedenshymne des 20. Jahrhunderts und besticht durch melancholische, nachdenkliche Atmosphäre mit zeitlosem kulturellem Gewicht.
🗣 Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:34:54 „Ich habe das gestern mit Hildegard Knef auf YouTube geguckt.“
Wegner hat sich zur Vorbereitung die Version von Hildegard Knef auf YouTube angesehen.