Episoden von Alles gesagt?

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Alles gesagt?

Sebastian Fitzek, warum gruseln wir uns so gern (Teil­ 1)

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Sebastian Fitzek, Deutschlands erfolgreichster Thriller-Autor, ist zu Gast — aufgezeichnet vor Publikum in der Hamburger Elbphilharmonie beim Harbourfront Literatur Festival, wo die Aufnahme so lang wurde, dass das Team erstmals aus einem Veranstaltungsraum flog. Fitzek erzählt von seinen gescheiterten Berufswünschen als Tennisprofi, Schlagzeuger und Tiermediziner, von seinem steinigen Weg zum ersten Buchvertrag und davon, warum er trotz KI niemals aufhören würde zu schreiben.

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Spezial - Leipzig, wie geht's

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Vor knapp 1400 Zuschauern in Leipzig wird aus dem Endlos-Podcast ein Live-Erlebnis: Es geht um die 1010-jährige Stadt, den Ost-West-Graben bei Renten und Wahlverhalten, den Berliner Zuzug nach Leipzig — und die Frage, ob man neben Critical Whiteness nicht auch eine Critical Westdeutschness braucht. Nebenbei erfahren die treuesten Fans, dass die längste Folge exakt 9 Stunden 46 Minuten dauerte, und Jochen stellt sein neues Spin-Off *Nur eine Frage* vor.

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Christiane Nüsslein-Volhard, warum ist nach dem Nobelpreis alles aus?

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Christiane Nüsslein-Volhard, Nobelpreisträgerin von 1995, empfängt den Podcast bei sich zu Hause in Tübingen — neben einem Zisterzienserkloster, bewacht von Katze Lottie. Sie erzählt, wie sie als Mädchen schlechte Noten bekam, weil Lehrer ihr Talent nicht eingestehen wollten, wie sie mit Fruchtfliegen-Mutanten die Entwicklungsgenetik revolutionierte, und warum nach dem Nobelpreis für viele das Leben seltsam still wird.

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Wim Wenders, was ist die Zukunft des Kinos?

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Wim Wenders erzählt von seiner Hartnäckigkeit gegenüber dem analogen Film — Rollfilme, die an Flughäfen durch Röntgenstrahlen verschleiert werden, Handkontrollen, die niemand mehr kennt, und die zähneknirschende Kapitulation auf Reisen hin zur Digitalkamera. Dazwischen Wenders pur: ein Berlin, in dem Godard, Antonioni, Fassbinder und Herzog alle gleichzeitig da waren, ein Rolling-Stones-Angebot, das offenbar real war, und die Überzeugung, dass Reue ihm völlig fremd ist — er nennt das umgekehrte Nostalgie.

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Alli Neumann, wie wird man heute Popstar?

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Alli Neumann (bürgerlich Alina Bianca Neumann) erzählt, wie sie sich jahrelang in einem alten Bauernhof in der Kunst verlor — Wände anmalen, Gitarre spielen, barfuß im Wald mit dem Fagott — und dabei fast vergaß, dass Musik auch nach draußen muss. Ihr Weg zum Popstar folgte keiner Blaupause, und genau das ist ihr Credo.

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Klaus Biesenbach, was ist Kunst?

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Klaus Biesenbach — ehemaliger Chefkurator des MoMA, heute Direktor der Neuen Nationalgalerie und des künftigen Museum Berlin Modern — erzählt von einem Leben, das konsequent zwischen New York und Berlin pendelt und dabei die Kunstwelt von innen umgekrempelt hat. Er ist überzeugt, dass bedeutende Kunst nicht in Privatbesitz gehört, sondern der Allgemeinheit — eine Position, die so klar formuliert ist, dass sie fast provoziert. Das Gespräch führt durch Jahrzehnte kuratorischer Arbeit, den legendären ersten Kunstwelt-Shitstorm und die Frage, wie viele Leben ein Mensch eigentlich leben kann.

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Heidi Reichinnek, was ist heute links?

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, erzählt wie sie quasi zufällig in die Politik rutschte — und warum sie trotz zwischenzeitlich zwei bis drei Prozent Zustimmung nicht aufgehört hat. Im Mittelpunkt steht ihre berühmt gewordene Rede, in der sie die Deutschen buchstäblich auf die Barrikaden rief: nicht aus Zerstörungslust, sondern weil Demokratie, Menschenwürde und Sozialstaat verteidigt werden müssen. Nebenbei klärt sie, warum die Karl-Marx-Totebag an diesem Morgen schlicht die einzige verfügbare Tasche war.

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Thomas Ostermeier, was soll das Theater?

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Thomas Ostermeier, seit über zwei Jahrzehnten Intendant der Berliner Schaubühne, erzählt von einer Kindheit zwischen Militär und Mangelwirtschaft — Vater Soldat, Mutter Verkäuferin, der Traum vom Klavier endete beim Akkordeon. Der Mann, der sich selbst als Vulgärmarxisten und Voyeur bezeichnet, musste wegen Rädelsführerschaft zwei Monate nachdienen und fühlt sich bis heute nirgendwo wohler als im Proberaum.

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Philipp Westermeyer, wie wird man Online Marketing Rockstar

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Philipp Westermeyer, Gründer des OMR-Imperiums, sitzt zum zweiten Mal im Studio — denn die erste Aufnahme beim Spotify Podcast Festival ging in Partybeats unter, weil eine Fluchttür aus Sicherheitsgründen nicht geschlossen werden durfte. Westermeyer erzählt von den rauen Anfängen des Unternehmertums, als sein Vater noch das Haus beleihen musste, und erklärt, warum er sich trotz seiner Bühnenroutine selbst als nicht meinungsstark bezeichnet.

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Lars Klingbeil, können Sie Vizekanzler?

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Lars Klingbeil, SPD-Vorsitzender und Fraktionschef, erzählt von den Koalitionsverhandlungen, dem Moment als ein Pärchen ihm vom Auto aus »geil verhandelt« zurief, und von dem Bruchpunkt mit Gerhard Schröder, der für ihn mit Putins Angriffskrieg auf die Ukraine einsetzte. Dabei gibt er Einblick in seine politische Grundhaltung: inhaltlich hart streiten, aber danach noch vernünftig miteinander umgehen können.