Die sogenannte Gegenwart – Wir wollen den Filialleiter sehen
#035

Wir wollen den Filialleiter sehen

Die sogenannte Gegenwart / 10. Januar 2022 / 17 Medien

Nina Pauer, Lars Weisbrod

Zum Jahresauftakt 2022 widmet sich die Folge zwei Supermarkt-Serien: der US-Comedy „Superstore

„Es wird so wirklich diese geschlossene Welt in all ihren Einzelteilen und allen ihren typischen Tätigkeiten ausgeleuchtet.“
🗣 Nina Pauer

Erwähnte Medien (17)

Der Discounter

Der Discounter

· 2021

Zwischen den Regalen vom Feinkost Kosinski in Hamburg-Altona wird nicht nur eingekauft; es wird gevögelt, gefeiert, gefetzt, verliebt, sich gehasst und zwischendurch wird auch ein bisschen gearbeitet.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:01:38 „Wir wollen heute viel über Alltag sprechen, über etwas sehr extrem Alltägliches, nämlich über Supermärkte. Genauer gesagt natürlich die fiktionale Abbildung dieser Einkaufswelten. In zwei Serien, die uns beide sehr begeistert haben. Zum einen Superstore aus den USA und eine ganz neue deutsche Serie, die Discounter.“

Die Discounter ist eines der beiden Hauptthemen dieser Episode. Nina Pauer und Lars Weisbrod besprechen die neue deutsche Mockumentary-Serie auf Amazon Prime, produziert von Christian Ulmen, mit acht kurzen Folgen über das Personal eines fiktiven Supermarkts namens 'Kulinski Feinkost'. Sie loben besonders die Authentizität durch Improvisation und die frische, junge Besetzung.

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Superstore

Superstore

· 2015

Der junge Jonah tritt seinen neuen Job im "Cloud 9-Superstore" an. Dabei läuft nicht alles reibungslos. Dina, die stellvertretende Managerin, gewinnt beim Antrittsgespräch fälschlicherweise den Eindruck, dass der Neue sich für sie interessiere.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:01:38 „In zwei Serien, die uns beide sehr begeistert haben. Zum einen Superstore aus den USA und eine ganz neue deutsche Serie, die Discounter.“

Superstore ist die zweite der beiden Hauptserien, die in dieser Episode besprochen werden. Die amerikanische Serie über einen Supermarkt wird als Pendant zur deutschen Serie 'Die Discounter' diskutiert. Die ausführliche Besprechung folgt vermutlich im weiteren Verlauf der Episode.

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Lenox Hill

Lenox Hill

· 2020

Lenox Hill ist ein Viertel im Stadtteil Upper East Side im Stadtbezirk Manhattan, New York City.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:16:55 „Wir haben ja hier auch schon mal über Lennox Hill gesprochen, die Krankenhausserie, die uns so begeistert hat damals.“

Rückverweis auf eine früher im Podcast besprochene Krankenhausserie, als Beispiel für gemeinsame Serienentdeckungen.

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MAPA

MAPA

Alexander Lindh · 2020

Metin Müller wird eines Tages aufgrund eines tragischen Vorfalls zum alleinerziehenden Vater. Doch schlägt er sich mehr schlecht als recht durch den Alltag mit seiner einjährigen Tochter, die ihm den letzten Nerv raubt und schlaflose Nächte bereitet.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:17:02 „Wir haben ja hier auch schon mal über Lennox Hill gesprochen, die Krankenhausserie, die uns so begeistert hat damals, oder MAPA, die kleine Produktion über den alleinerziehenden Vater.“

Nina Pauer erwähnt MAPA als eine weitere kleine Serienproduktion, die sie und Lars bereits früher im Podcast besprochen und empfohlen hatten. Die Serie handelt von einem alleinerziehenden Vater und wird als Beispiel für die Perlen genannt, die die beiden regelmäßig entdecken.

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Stromberg

Stromberg

Ralf Hussmann · 2004

„Stromberg“ ist die Sitcom rund um den ganz normalen Bürowahnsinn. Im Mittelpunkt steht ein Chef, den man seinem ärgsten Feind nicht als Vorgesetzten wünscht: Bernd Stromberg. Er ist sarkastisch bis ins Mark, egozentrisch ohne Gleichen, zielstrebig bis in die Haarspitzen – vor allem wenn es um seine eigenen Interessen geht.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:22:34 „Das Ganze ist natürlich ähnlich so Klassikern wie Stromberg, weil es eben eine Fake-Documentary ist. Das heißt also, man sieht immer so eine angebliche Dokumentations-Kamera-Blick, der irgendwo versucht, was zu erhaschen und zwischendurch geben die Protagonisten der in Anführungszeichen Doku so kleine Interviews.“

Lars Weisbrod ordnet 'Die Discounter' genremäßig ein, indem er sie mit dem deutschen Mockumentary-Klassiker Stromberg vergleicht. Beide Serien nutzen das Fake-Dokumentations-Format mit Interviews der Protagonisten und einer beobachtenden Kamera.

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Jerks

Jerks

Christian Ulmen · 2017

Christian Ulmen und Fahri Yardim sind beste Freunde und lassen keine Peinlichkeit aus. Während sie versuchen, die Tücken des Alltags zu meistern, treten sie in jedes noch so große Fettnäpfchen, verursachen überall ein riesiges Chaos und stoßen immer wieder an moralische Grenzen.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:24:25 „Christian Ulm hat ja mit dieser sehr erfolgreichen, aber ich würde schon sagen, auch sehr, sehr interessanten und sehr, sehr guten Serie Jerks schon ein bisschen einen eigenen Weg eingeschlagen in deutschen Fernsehen, einen sehr lohnenswerten Weg. Ein Weg raus aus dem Jammertal, was deutsches Fernsehen sonst ist.“

Lars Weisbrod vergleicht 'Die Discounter' mit der Erfolgsserie Jerks von Christian Ulmen und Fahri Yardım, in der sich beide als arrogante Medienmenschen selbst spielen. Er sieht in Jerks einen Wegbereiter für das Improvisationsformat, das auch 'Die Discounter' auszeichnet — und einen wichtigen Schritt weg vom Niveau des üblichen deutschen Fernsehens.

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Mein neuer Freund

Mein neuer Freund

Christian Ulmen · 2005

Ihn will niemand zum Freund haben, außer für Geld! Denn die neue Bekanntschaft ist in Wirklichkeit Schauspieler Christian Ulmen, der in jeder Folge in eine andere Rolle schlüpft. Gefilmt mit der versteckten Kamera führt er sich unmöglich auf und richtet mal als Junkie, mal als protziger Adeliger allerorten Chaos an. Es lohnt sich aber, das Wochenende mit ihm durchzustehen – es winken 10.000 Euro!

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:24:59 „Die Idee ist, komödiantisches Improvisieren möglichst authentischer Figuren, wie Ulm das ja auch schon früher gemacht hat, als er so bei Mein neuer Freund oder so Leute gespielt hat.“

Ijoma Mangold verweist auf Christian Ulmens früheres TV-Format 'Mein neuer Freund', in dem Ulmen bereits auf Improvisation und authentisches Spiel mit echten Menschen setzte. Er zieht die Linie von diesem Format über Jerks bis hin zu 'Die Discounter', um die Tradition des Improvisationskomödie im deutschen Fernsehen nachzuzeichnen.

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Legal Affairs

Legal Affairs

· 2021

Im Mittelpunkt der Serie steht die auf Medienrecht spezialisierte Rechtsanwältin Leonie Roth, die eine eigene Kanzlei in Berlin hat. Durch ihre Tätigkeit für verschiedene prominente Mandanten hat sie deutschlandweite Bekanntheit erlangt. Ihre Aufgabe ist es, diese bestmöglich in der Öffentlichkeit zu vertreten und die Meinung des Publikums zu deren Gunsten zu beeinflussen.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:26:47 „Es gibt ja gerade diese andere deutsche Serie, Legal Affairs, die uns beiden jetzt, wir haben sie nicht ganz gesehen, aber gleich, wo man gleich am Anfang merkt, da funktioniert es nicht so, weil die gestresste Anwältin sozusagen … Also jetzt fies gesagt, ist das so wie ein Kind, was gestresst spielt.“

Legal Affairs wird als öffentlich-rechtliche Serie erwähnt, die als Qualitätsprodukt angepriesen wurde, aber laut beiden Sprechern an Overacting und Klischeehaftigkeit scheitert. Sie dient als Negativbeispiel im Kontrast zu Discounter – insbesondere beim Thema Geschwindigkeit und Timing im deutschen Fernsehen.

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Die Simpsons

Die Simpsons

Matt Groening · 1989

Die Simpsons sind eine amerikanische Durchschnittsfamilie. Immer neue Geschichten gibt es über Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie und über die weiteren Bewohner von Springfield zu erzählen.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:40:46 „Ned Flanders von den Simpsons ist ja eindeutig ein Vorbild, falls du das kennst oder die Zuhörerinnen und Zuhörer, berühmte Simpsons-Figur.“

Mangold vergleicht die Figur Glenn aus Superstore – den religiös-fundamentalistischen, aber gutherzigen Filialleiter – mit der berühmten Simpsons-Figur Ned Flanders. Der Vergleich dient dazu, den Archetyp des übertrieben freundlichen, religiösen Nachbarn/Chefs zu illustrieren.

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American Beauty

American Beauty

Sam Mendes · 1999

Als der von Job und Ehe frustierte Lester Burnham sich in Angela, die Freundin seiner missmutigen Tochter Jane, verliebt, beginnt für ihn ein neues Leben. Zuhause zeigt er das erste Mal seit langem, wer der Herr im Hause ist, wirft seinen Job hin, erpresst sich eine satte Abfindung, erfüllt sich lang unerfüllte Träume und phantasiert über eine Affäre mit Angela.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:42:21 „Also es ist sehr, sehr, es hat viele Anspielungen. Einmal auf American Beauty hast du ja richtig gesagt, wo dann so, da ging es dann um so eine Tiefsinnigkeit von einer Plastiktüte, die rumschlug.“

Nina Pauer erwähnt, dass Superstore eine Anspielung auf American Beauty enthält – konkret die ikonische Szene mit der im Wind wehenden Plastiktüte, die als Symbol für verborgene Schönheit im Alltäglichen steht. Das passt zum Thema der Episode: Tiefe und Bedeutung in scheinbar banalen Alltagssituationen zu finden.

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Everybody's Working for the Weekend

Everybody's Working for the Weekend

Loverboy

Der Juno Award für die Single of the Year wird seit 1974 für die beste Single eines kanadischen Künstlers vergeben. Der Award wurde auch als Best Single und Best Selling Single vergeben. Der Preis wird an den Künstler vergeben.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:45:53 „In Superstore läuft in einer der allerersten Folgen, man hört manchmal so Hits aus dem Radio, aus dem Superstore-Radio, läuft dieser 80er-Jahre-Hit Everybody's Working for the Weekend. Ich weiß gerade gar nicht mehr, von wem das ist. Nicht Journey, sowas ähnliches.“

Mangold beschreibt einen Schlüsselmoment in Superstore, als dieser 80er-Hit im Supermarkt-Radio läuft und ihn zum Nachdenken über den Sinn von Arbeit bringt. Der Song wird zum Ausgangspunkt einer tieferen Reflexion: Arbeiten die Figuren nur fürs Wochenende – oder gibt die Arbeit selbst ihrem Leben Struktur und Sinn?

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A Buch

Arbeit – Warum sie uns glücklich oder krank macht

Thomas Waschek · 2015

Ein philosophisches Sachbuch, das untersucht, welchen Sinn Arbeit in unserem Leben hat und wie sie unser Wohlbefinden, Glück und Gesundheit beeinflusst. Es erforscht die tiefere Bedeutung von Arbeit in der modernen Gesellschaft.

🗣 Lars Weisbrod empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:47:08 „ein gutes Buch von dem Philosophen Thomas Waschek, der mal darüber geschrieben hat, was der Sinn von Arbeit im Allgemeinen ist“

Buchempfehlung eines Philosophen zum Thema Sinn von Arbeit, passend zur Diskussion über die Arbeitswelt im Supermarkt.

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Work-Life-Woislaw / Warum Arbeit glücklich macht

Work-Life-Woislaw / Warum Arbeit glücklich macht

Thomas Vasek · 2013

Das wahre Leben beginnt nicht erst nach Feierabend Hier ist es: Ein positives Buch über Arbeit! Der Burnout-Debatte stellt Thomas Vašek die These entgegen, dass Arbeit nicht per se krank macht. Sie bindet in die Gesellschaft ein, stiftet Sinn und gibt Struktur. Die Work-Life-Balance dagegen ist ein Selbstbetrug, da sie den Arbeitnehmer nicht als handelndes Subjekt betrachtet und suggeriert, das wahre Leben beginne erst nach Feierabend.

🗣 Nina Pauer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:47:41 „Und es gibt ein, das kann ich unten verlinken, ein gutes Buch von dem Philosophen Thomas Vasek, der mal darüber geschrieben hat, was der Sinn von Arbeit im Allgemeinen ist und er hat es auf diese Formulierung gebracht, dass Arbeit Gründe schafft.“

Mangold empfiehlt ein Buch des Philosophen Thomas Vasek über den Sinn von Arbeit, das zur These passt, die beide Serien illustrieren: Arbeit gibt Menschen Gründe – soziale Beziehungen, Zugehörigkeit, Struktur. Der genaue Titel wird nicht genannt, aber Vasek ist bekannt für sein Buch über die Philosophie der Arbeit.

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Bullshit Jobs

Bullshit Jobs

David Graeber

Ein Bullshit-Job ist eine Beschäftigungsform, die so völlig sinnlos, unnötig oder schädlich ist, dass selbst der Arbeitnehmer ihre Existenz nicht rechtfertigen kann. Es geht also gerade nicht um Jobs, die niemand machen will, sondern um solche, die eigentlich niemand braucht. Im Jahr 1930 prophezeite der britische Ökonom John Maynard Keynes, dass durch den technischen Fortschritt heute niemand mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten müsse.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:51:09 „Und deswegen ist natürlich nicht gemeint, dass deren Job sinnlos ist im Sinne dieses Bullshit-Jobs, über den wir ja auch schon mal gesprochen haben, dass er sozusagen gar keinen gesellschaftlichen Mehrwert herbeiführt.“

Mangold grenzt die Arbeit im Supermarkt vom Konzept der 'Bullshit Jobs' ab – die Tätigkeit, Menschen mit Waren zu versorgen, sei gesellschaftlich sinnvoll. Er verweist auf eine frühere Folge, in der das Konzept bereits besprochen wurde, und nutzt es hier als Kontrastfolie: Das Problem der Supermarkt-Angestellten sei nicht Sinnlosigkeit, sondern dass von oben Bullshit-Aufgaben aufgedrückt werden.

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This Is Water

This Is Water

David Foster Wallace · 2012

Only once did David Foster Wallace give a public talk on his views on life, during a commencement address given in 2005 at Kenyon College. The speech is reprinted for the first time in book form in THIS IS WATER. How does one keep from going through their comfortable, prosperous adult life unconsciously? How do we get ourselves out of the foreground of our thoughts and achieve compassion? The speech captures Wallace's electric intellect as well as his grace in attention to others.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:51:46 „es gibt einen großartigen Text von David Foster Wallace, manche kennen ihn, ich weiß nicht, ich hatte dich vorher schon gefragt, du kanntest ihn tatsächlich nicht, er heißt This is Water, das war eine Rede, die der Schriftsteller David Foster Wallace mal vor einer Abschlussklasse gehalten hat.“

Abschlussrede von David Foster Wallace, in der der Supermarkt als Symbol für den Alltag eine zentrale Rolle spielt. Wird als philosophischer Schlüsseltext zur Diskussion herangezogen.

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Bad Banks

Bad Banks

Christian Schwochow · 2018

Die Serie handelt von der jungen Investmentbankerin Jana Liekam, die nach ihrer Entlassung von der Bank Crédit International Financial Group (CIFG) in Luxemburg zu der großen deutschen Investmentbank Deutschen Global Invest nach Frankfurt am Main wechselt und sich dabei immer tiefer in persönliche Abhängigkeiten und kriminelle Machenschaften begibt.

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:56:12 „Ich glaube Bad Banks ist ja sowas, die Bankerserie, wo es irgendwie geklappt hat, obwohl es deutsches Fernsehen war und obwohl es auch manchmal overacted war, da waren irgendwie auch alle böse und gestresst, aber es war trotzdem eine coole Serie.“

Pauer zieht Bad Banks als positives Beispiel für eine deutsche Berufsserie heran. Im Vergleich zu Legal Affairs, das ihrer Meinung nach nicht funktioniert, sei Bad Banks trotz gelegentlicher Überzeichnung gelungen. Sie nutzt die Serie als Maßstab dafür, wie gut verschiedene Berufsserien die Binnenlogik eines Arbeitsumfelds einfangen können.

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Tatort

Tatort

ARD · 1970

Unter dem Titel Tatort sind streng genommen Dutzende von Krimiserien vereint. Jede ARD-Anstalt produziert innerhalb der Tatort-Reihe 90 Minuten lange Filme mit eigenen Ermittlern, die in der Regel Mordfälle aufzuklären haben. Auch das Schweizer und das Österreichische Fernsehen schicken eigene Polizisten ins Rennen. Einige Folgen wurden vom ORF außerhalb der offiziellen Tatort-Reihe ohne die ARD produziert und in der Erstausstrahlung nur in Österreich in der Erstausstrahlung gesendet.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:57:55 „Dieses Problem vermeidet man, weil sie im Improvisieren plötzlich authentisch wirken, ja, und nicht wie so Tatort-Menschen. Bei Tilt Schweiger, denke ich aber als Gegenbeispiel, dass beim Tatort sagen sie immer, Frau Meier hatte ihr Mann Feinde.“

Ijoma Mangold nutzt den Tatort als Negativbeispiel für die unnatürliche Dialogsprache im deutschen Fernsehen. Er kontrastiert die improvisierte Authentizität der Discounter mit der gestelzten Sprechweise typischer Tatort-Figuren, um zu zeigen, warum die Mockumentary-Form besser funktioniert.

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