Bullshit Jobs

David Graeber

Ein Bullshit-Job ist eine Beschäftigungsform, die so völlig sinnlos, unnötig oder schädlich ist, dass selbst der Arbeitnehmer ihre Existenz nicht rechtfertigen kann. Es geht also gerade nicht um Jobs, die niemand machen will, sondern um solche, die eigentlich niemand braucht. Im Jahr 1930 prophezeite der britische Ökonom John Maynard Keynes, dass durch den technischen Fortschritt heute niemand mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten müsse.

Bullshit Jobs

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Erwähnungen (8)

Alles gesagt?
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:52:43
„Ich habe das auch gelesen, also mir ist das auch in Erinnerung geblieben, diese hohe Anzahl von Menschen, die sagen, die anderen haben, ich sage mal, einen Bullshit-Job. Meiner ist aber sehr sinnvoll. Es gibt nämlich ein Buch, das ich zufällig gerade angefangen hatte.“

Im Anschluss an die Diskussion über die Vermächtnisstudie – wonach Deutsche ihren eigenen Job als sinnvoll bewerten, den der anderen aber nicht – verweist Wegner auf ein Buch über Bullshit-Jobs, das er gerade zu lesen begonnen hat. Er nennt den Titel nicht explizit, bezieht sich aber klar auf David Graebers Konzept und stellt fest, dass die deutschen Befragten genau das Gegenteil empfinden: Der eigene Job sei sinnvoll, der der anderen nicht.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:28:11
„Nein, nein, weil wenn man das nicht hat, hat man einen Bullshit-Job. Ja, das ist ja diese... Der Ethnologe David Graeber hat da mal so ein Buch drüber geschrieben, sehr interessantes. Wenn man das Gefühl hat, mein Job bringt eigentlich keinem was.“

Lars Weisbrod bringt David Graebers Konzept der Bullshit-Jobs ins Gespräch, um zu erklären, warum ihn die Serie so fasziniert: Die Ärzte in der Doku haben offensichtlich sinnvolle Jobs, was im Kontrast steht zu dem Gefühl vieler Millennials, dass ihre Arbeit niemandem etwas bringt.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Nina Pauer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:01:59
„Und aus diesem Anlass eben auch über zwei konkrete Bücher. Zum einen David Graebers Bullshitjobs und Florian Wagners Buch Rente mit 40.“

Das Buch ist eines der beiden Hauptthemen der Episode. Lars und Nina diskutieren ausführlich Graebers These, dass viele moderne Jobs von den Beschäftigten selbst als sinnlos empfunden werden, obwohl sie oft besser bezahlt werden als gesellschaftlich nützliche Tätigkeiten. Lars empfiehlt das Buch ausdrücklich als bereichernd und augenöffnend.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:20:42
„Und er hat gesagt, er hofft, dass nach dieser Pandemie die Leute eben nicht in dem Sinne zur Normalität zurückkehren, dass sie alles vergessen, was sich an Erkenntnissen über die Welt und unsere Gesellschaft eröffnet hat. Zum Beispiel darüber, wer eigentlich wirklich die wichtigen Jobs macht.“

Lars Weisbrod erzählt von einem Interview, das er kurz vor David Graebers Tod mit ihm geführt hat. Graebers These, dass die Pandemie offengelegt habe, wer die wirklich wichtigen Jobs macht und welche finanziellen Möglichkeiten es gibt, verweist auf seine bekannte Analyse der sinnlosen Arbeitswelt aus 'Bullshit Jobs'.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:51:09
„Und deswegen ist natürlich nicht gemeint, dass deren Job sinnlos ist im Sinne dieses Bullshit-Jobs, über den wir ja auch schon mal gesprochen haben, dass er sozusagen gar keinen gesellschaftlichen Mehrwert herbeiführt.“

Mangold grenzt die Arbeit im Supermarkt vom Konzept der 'Bullshit Jobs' ab – die Tätigkeit, Menschen mit Waren zu versorgen, sei gesellschaftlich sinnvoll. Er verweist auf eine frühere Folge, in der das Konzept bereits besprochen wurde, und nutzt es hier als Kontrastfolie: Das Problem der Supermarkt-Angestellten sei nicht Sinnlosigkeit, sondern dass von oben Bullshit-Aufgaben aufgedrückt werden.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:47:02
„Über David Gräber müssen wir noch sprechen. Großartiges Buch. Gab, glaube ich mal, wann war das? 2013 oder so? Hat er diesen Essay geschrieben über Bullshit-Jobs.“

Lanz leitet ein ausführliches Gesprächskapitel über David Graebers Werk ein. Das Buch wird als großartig bezeichnet und bildet den Rahmen für eine lange Diskussion über sinnlose Berufe in modernen Gesellschaften. Graeber kategorisiert darin überflüssige Jobs in Typen wie Lakaien, Schläger, Flickschuster und Kästchenankreuzer – Precht und Lanz gehen alle diese Kategorien im Detail durch.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Nina Pauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:44:08
„Das ist ja wirklich ihr Hauptpunkt. Alle sollen weniger arbeiten. ...in der Folge, wo wir über Bullshitjobs geredet haben damals.“

Nina Pauer verweist auf eine frühere Podcast-Folge, in der über Bullshit Jobs gesprochen wurde. Der Verweis dient als Verbindung zum aktuellen Thema der veränderten Einstellung zur Lohnarbeit, insbesondere bei jüngeren Generationen.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:31:09
„Wir beide mögen glaube ich das Buch Bullshit Jobs von David Graeber, amerikanischer Anthropologe.“

Lanz leitet eine ausführliche Diskussion über Schulden und Kapitalismus ein, indem er auf das gemeinsame Interesse an David Graebers Werk verweist. Das Buch dient als Brücke zum eigentlichen Hauptthema der Folge — Graebers Schuldenanalyse.

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