Der Name der Rose
Umberto Eco · 2022
Umberto Ecos Weltbestseller wird 40 – eine Jubiläumsausgabe Ecos legendärer Roman, 40 Jahre nach Erscheinen in einer Prachtausgabe mit Zeichnungen des Autors: Italien, 1327. In einem Benediktinerkloster kommt es zu unheimlichen Todesfällen. Ein Mönch ertrinkt im Schweineblutbottich, ein anderer springt aus dem Fenster, ein dritter liegt tot im Badehaus. Der Abt bittet den für seinen Scharfsinn weithin bekannten Franziskaner William von Baskerville um Hilfe.
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Erwähnungen (7)
„Und davon handelt ja auch das Buch von Umberto Eco, Der Name der Rose. In diesem Buch geht es um einen alten Mönch, der mit seinem Atlatus in einem Kloster landet. Und in diesem Kloster werden Morde begangen. Und keiner weiß, warum diese Morde begangen werden.“
Sabine Rückert bringt Ecos Roman als Beleg für die These, dass Lachen der größte Protest gegen den Tod sei. Sie erzählt die Handlung nach: Ein blinder Mönch namens Jorge mordet, um Aristoteles' verschollene Abhandlung über die Komödie zu vernichten, weil er fürchtet, das Lachen könne die Menschen von der Angst befreien und damit die kirchliche Herrschaft untergraben. Rückert liest eine zentrale Passage vor.
„Also es ist doch Faust, Gretchen bringt ihr Kind um. Ich meine, dann Umberto Eco, der Name der Rose, da wird gemordet, dass das Zeug hält.“
Im Gespräch über die Faszination der Deutschen für Krimis reiht Sabine Rückert literarische Klassiker aneinander, in denen Verbrechen zentral sind. Ecos Klosterkrimi dient ihr als Beleg, dass Mord seit jeher zur großen Literatur gehört.
„Du erinnerst dich doch sicher auch an den Roman Der Name der Rose von Umberto Eco. Da gibt es ja auch so einen Outlaw, der heißt Fradolcino.“
Johanna zieht eine Parallele zwischen Davids Situation als Outlaw mit Familie und der Figur Fradolcino im Roman, der ebenfalls als Gesetzloser mit Familie umherzog
„Mich erinnert es auch ein bisschen an die Geschichte in dem Namen der Rose. Der große Roman, der Name der Rose, ist vielleicht vor 40 Jahren erschienen. Von Umberto Eco. Große Kriminalgeschichte, die in einem Kloster spielt. Wahnsinnig spannend zu lesen.“
Sabine Rückert zieht eine Parallele zwischen den Makkabäern und der Geschichte des Häretikers Fra Dolcino in Ecos Roman. Die Guerillataktik, das Verstecken in den Bergen und der Wechsel zwischen Verehrung als Freiheitskämpfer und Verfolgung als Mörder erinnern sie an die biblische Erzählung.
„Es gibt ja auch diese fantastische Szene beim Namen der Rose. Der Name der Rose von Umberto Eco, das ist ja eine, die auch von der perversen Liebe sozusagen erzählt. Und da gibt es doch diesen religiösen Eiferer in diesem Kloster, der dann, man muss fast sagen, fast eine Ejakulation bekommt bei der Beschreibung der Mutter Gottes.“
Im Gespräch über die Verschmelzung von erotischer und religiöser Sehnsucht erinnert Sabine Rückert an eine Szene aus Ecos Klosterkrimi, in der ein Mönch die Mutter Gottes mit einer Inbrunst beschreibt, die ins Erotische kippt. Das illustriert die zuvor diskutierte These, dass Zölibat und spirituelle Hingabe die gleiche Quelle wie erotisches Verlangen anzapfen.
„Und wenn du mal dir überlegst, Umberto Eco, hier, Der Name der Rose. Genau darum geht es dort in diesem Roman.“
Lanz bringt Ecos Roman als literarisches Beispiel für den kulturgeschichtlichen Konflikt um das Lachen. Precht ergänzt die Handlung: Ein Klosteroberer vergiftet die Seiten eines verschollenen Aristoteles-Buches über die Komik, um zu verhindern, dass Mönche es lesen. Beide nutzen den Roman, um zu zeigen, wie das Christentum Heiterkeit als Bedrohung für den Glauben betrachtete.
„Bastian Pastewka hat mir vor Monaten schon, wir haben mal über Hörspiel geschrieben, der Name der Rose, dieses, gibt es ein brillantes Hörspiel mit brillanten Sprechern, hat er mir zukommen lassen.“
Olli erzählt, dass Bastian Pastewka ihm das Hörspiel geschickt hat und er es seit zehn Jahren wieder hören wollte, aber technische Probleme mit iTunes hatte
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