Gustav Seibt: "Ein Sommer mit Goethe"
Rezension zu 'Das Wir'
Gustav Seibt
Gustav Seibts Buch "Ein Sommer mit Goethe" präsentiert den Klassiker nicht als systematische Biografie, sondern als Sammlung von 50 kurzen, unabhängigen Kapiteln, die Goethes Haltung zu zentralen Lebensthemen wie Liebe, Freiheit, Natur und Alter erkunden. Der Literaturkritiker nutzt überraschend modern wirkende Originalzitate als Ausgangspunkt, um Goethe als lebendig denkenden Menschen statt als unnahbares Genie darzustellen. Die Rezension würdigt Seibts geschickte Balance zwischen Leichtigkeit und Gelehrsamkeit, durch die komplexe Gedanken ohne Vereinfachung zugänglich werden. Das Buch richtet sich an Leser, die sich Goethe neu annähern möchten, ohne akademische Tiefe oder systematische Werkinterpretation erwartet. Besonders empfohlen wird es für jene, die frühere Goethe-Lektüre als anstrengend empfanden und nun intelligente, aber spielerische Gedankenbegleiter für alltägliche Lebensfragen suchen.
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„Der schreibt über das Buch, Zitat, der Bundespräsident ist in Deutschland so eine Art oberster Hüter des konsensuellen Symbolbestands. Er formuliert auftragsgemäß das, was allgemein Zustimmung findet, unter Beimengung von ein paar Molekülen Originalität. Schließlich will man nicht sofort einschlafen. Er soll mit Witz langweilig sein, so die implizite Stellenbeschreibung.“
Weisbrod zitiert ausführlich aus einer Rezension des Historikers und Kritikers Gustav Seibt zu Steinmeiers Buch. Seibt beschreibt darin treffend die Rolle des Bundespräsidenten als 'oberster Hüter des konsensuellen Symbolbestands', der mit wenigen Molekülen Originalität langweilig sein soll. Beide Hosts verehren Seibt – Mangold bewarb sich einst bei ihm um ein Praktikum.
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