Die sogenannte Gegenwart – Als Sex noch Spaß gemacht hat
#015

Als Sex noch Spaß gemacht hat

Die sogenannte Gegenwart / 25. Januar 2021 / 21 Medien

Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Die Episode dreht sich um die Rückkehr von Sex and the City als Neuauflage und die Frage, wie gegenwärtig diese Serie aus den späten Neunzigern noch ist — Anlass für ein ausgiebiges Rewatch-Wochenende auf Sky. Zuvor liefert der Gegenwartscheck ein kurioses Zeitgeist-Phänomen: den viralen Hype um Sea Shanties auf TikTok, bei dem weltweit Menschen alte Seemannslieder im Viervierteltakt anstimmen.

„Sea Shanties sind Seemännerlieder aus dem 19. Jahrhundert, die in einem Viervierteltakt mit einer eingängigen, leicht melancholischen, gleichwohl abenteuerlustigen Musik gesungen werden.“
🗣 Ijoma Mangold

Erwähnte Medien (21)

And Just Like That…

And Just Like That…

Michael Patrick King / HBO · 2021

Dieses neue Kapitel von "Sex and the City" begleitet Carrie, Miranda und Charlotte auf ihrem Weg von der komplizierten Realität des Lebens und der Freundschaft in ihren 30ern zu der noch komplizierteren Realität des Lebens und der Freundschaft in ihren 50ern.

🗣 Nina Pauer referenziert „Das Reboot wird And Just Like That heißen, was Carrie ja auch immer tippt. Sehr wichtig ist Samantha, in der Fortsetzung von Sex and the City, die übrigens nicht Sex and the City heißt.“

Die Sprecher erwähnen das geplante Reboot von Sex and the City unter dem Titel 'And Just Like That'. Besonders diskutiert wird, dass die Figur Samantha in der Fortsetzung nicht mehr dabei ist – ein Verlust, den Mangold als bedeutsam einschätzt.

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Sex and the City

Sex and the City

Darren Star · 1998

Die Protagonistinnen sind vier New Yorker Frauen, deren amouröse und sexuelle Erlebnisse und Freundschaft ebenso wie ihre Auseinandersetzungen, Diskussionen und Gedanken zu fast allen Fragen menschlicher Beziehungen dargestellt werden.

🗣 Ijoma Mangold empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:01:06 „Wir meinen natürlich Sex and the City. Eine Serie, die natürlich schon 1998 anlief, im 20. Jahrhundert.“

Sex and the City ist das zentrale Thema dieser Podcast-Folge. Die Sprecher diskutieren die Ankündigung eines Reboots durch HBO und fragen sich, ob die Serie noch gegenwärtig ist oder ob sich die Zeiten so verändert haben, dass eine Neuauflage scheitern muss. Beide Hosts haben sich zur Vorbereitung die Serie nochmal angeschaut.

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Wellerman

Wellerman

Soon May the Wellerman Come, auch Wellerman, ist ein aus Neuseeland stammendes Walfängerlied und Shanty, das zwischen 1860 und 1870 entstand.

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:03:22 „Der Wellerman, um den ging es da. Das habe ich so mitbekommen. Das war das Lied May the Wellerman Come oder so. Ich habe das nur so am Rande verfolgt.“

Im Gegenwartscheck spricht Ijoma Mangold über den TikTok-Trend, alte Sea Shanties (Seemannslieder) zu singen. Lars Weisbrod identifiziert den konkreten Song, der den viralen Trend ausgelöst hat, als 'Wellerman'.

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Danke für nichts

Danke für nichts

Die Onkelz

Böhse Onkelz (auch: B.O. bzw. umgangssprachlich schlicht Die Onkelz) ist eine von 1980 bis 2005 und seit 2013 wieder aktive deutsche Rockband. Sie ist insbesondere wegen ihrer Nähe zum Rechtsrock in den frühen 1980er Jahren umstritten. Ihr erstes Album Der nette Mann von 1984 wurde zunächst als jugendgefährdend von der BPjS indiziert und kurz darauf beschlagnahmt.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:08:19 „Ich kann dir den Punkt nicht geben, ich habe gerade nochmal nachgeguckt, das Onkelslied Danke für nichts, ist von 1995. War auf Hier sind die Onkels.“

Als Ijoma Mangold die Phrase 'Danke für nichts' als neues Gegenwartsphänomen vorstellt, kontert Lars Weisbrod mit dem Hinweis, dass es bereits 1995 einen gleichnamigen Song der Böhsen Onkelz gab und die Phrase daher nicht so neu sei wie behauptet.

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Hier sind die Onkelz

Hier sind die Onkelz

Böhse Onkelz

Böhse Onkelz (auch: B.O. bzw. umgangssprachlich schlicht Die Onkelz) ist eine von 1980 bis 2005 und seit 2013 wieder aktive deutsche Rockband. Sie ist insbesondere wegen ihrer Nähe zum Rechtsrock in den frühen 1980er Jahren umstritten. Ihr erstes Album Der nette Mann von 1984 wurde zunächst als jugendgefährdend von der BPjS indiziert und kurz darauf beschlagnahmt.

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:08:25 „Ich habe gerade nochmal nachgeguckt, das Onkelslied Danke für nichts, ist von 1995. War auf Hier sind die Onkels.“

Lars Weisbrod nennt das Album 'Hier sind die Onkelz' der Böhsen Onkelz als Quelle für den Song 'Danke für nichts', um zu belegen, dass die Phrase bereits seit 1995 existiert.

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Breakfast at Tiffany's

Breakfast at Tiffany's

Truman Capote · 2012

Holly Golightly knows that nothing bad can ever happen to you at Tiffany's. In this seductive, wistful masterpiece, Capote created a woman whose name has entered the American idiom and whose style is a part of the literary landscape—her poignancy, wit, and naïveté continue to charm. This volume also includes three of Capote's best-known stories, “House of Flowers,” “A Diamond Guitar,” and “A Christmas Memory,” which the Saturday Review called “one of the most moving stories in our language.” It ...

🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:27:43 „Welcome to the age of uninnocence. No one has breakfast at Tiffany's and no one has affairs to remember.“

In einem eingespielten Trailer-Ausschnitt von Sex and the City wird Truman Capotes 'Breakfast at Tiffany's' als kulturelle Referenz zitiert. Die Voice-Over-Stimme der Serie kontrastiert die alte romantische Ära mit der neuen Ära der Unschuld, in der niemand mehr 'Frühstück bei Tiffany' hat.

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The Age of Innocence (Zeit der Unschuld)

The Age of Innocence (Zeit der Unschuld)

Edith Wharton · 2015

Newland Archer, pengacara muda berbakat, mengidamkan kemapanan di kalangan kelas atas New York demi status sebagai pria terhormat. Karena itu dia membulatkan tekad dengan menikahi May Welland dari keluarga Welland yang berpengaruh. Tetapi semua cita-cita Archer tentang status dan kehormatan buyar ketika dia bertemu Countess Ellen Olenska, sepupu May Welland yang ingin bercerai dari suaminya. Sebuah situasi yang dianggap sebagai skandal memalukan di mata masyarakat kala itu.

🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:27:43 „Welcome to the age of uninnocence. No one has breakfast at Tiffany's and no one has affairs to remember.“

Das Wortspiel 'age of uninnocence' im Serientrailer spielt auf Edith Whartons Roman 'The Age of Innocence' an, der ebenfalls in der New Yorker Oberschicht spielt. Die Negation – 'un-innocence' statt 'innocence' – signalisiert den Verlust der Unschuld in der modernen Dating-Welt.

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An Affair to Remember

An Affair to Remember

Leo McCarey · 1957

US-amerikanischer Liebesfilms aus dem Jahr 1957 mit Cary Grant und Deborah Kerr, in der sich zwei Menschen in einem Flugzeug kennenlernen und verlieben. Doch beide sind bereits vergeben. So verabreden sie sich auf dem Empire State Building in New York City, um die Echtheit ihrer Gefühle zu überprüfen. Sechs Monate später, am ersehnten Tag stürzen beide zum Treffpunkt, doch ein tragischer Unfall verändert alles...

🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:27:47 „No one has breakfast at Tiffany's and no one has affairs to remember. Instead, we have breakfast at 7am and affairs we try to forget as quickly as possible.“

Im eingespielten Sex-and-the-City-Trailer wird der Filmklassiker 'An Affair to Remember' (1957) als kulturelle Referenz aufgegriffen. Die Serie nutzt das Wortspiel, um den Wandel von romantischen Idealen zur pragmatischen modernen Datingwelt zu illustrieren.

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Beverly Hills, 90210

Beverly Hills, 90210

Darren Star · 1990

Beverly Hills ist ein nobler und schicker Vorort von Los Angeles, in dem sich die Reichen und Schönen tummeln. Luxus, schnelle Autos und teure Designerklamotten gehören zum Alltag. Acht junge Teenager schlagen sich in mit den üblichen Problemen des Erwachsenwerdens herum. Dazu gehören Intrigen, Lügen und Familienprobleme. Im Laufe der nächsten zehn Jahre werden sie Beziehungen eingehen, diese wieder fallen lassen, neue schöne Menschen kennenlernen und auch nach Herzenslust intrigieren.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:29:34 „Der Erfinder heißt Darren Star und hat vorher, das wusste ich bis ich nachgeguckt habe, gar nicht, dass der Beverly Hills 90210 und Maris Place gemacht hat. Also jemand, der viel Fernsehgeschichte geschrieben hat und dann Sex in the City.“

Lars Weisbrod ordnet den Serienschöpfer Darren Star ein und zeigt sich überrascht, dass dieser zuvor bereits Beverly Hills, 90210 geschaffen hatte – eine andere prägende Serie der 90er Jahre. Die Erwähnung dient dazu, Stars Bedeutung für die Fernsehgeschichte zu unterstreichen.

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Melrose Place

Melrose Place

Darren Star · 1992

Eine Gruppe junger Erwachsener, die zusammen einen schicken Wohnkomplex in Los Angeles bewohnen. So unterschiedlich wie ihre sozialen Hintergründe sind auch ihre Träume und Probleme. Und schließlich versuchen alle, ihr Leben zwischen Hochzeiten, Affären, Krankheiten und Verbrechen bestmöglich in den Griff zu bekommen.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:29:34 „Der Erfinder heißt Darren Star und hat vorher, das wusste ich bis ich nachgeguckt habe, gar nicht, dass der Beverly Hills 90210 und Maris Place gemacht hat. Also jemand, der viel Fernsehgeschichte geschrieben hat.“

Weisbrod nennt Melrose Place (im Transkript als 'Maris Place' verschrieben) als weiteres Werk von Darren Star, um dessen Bedeutung als Serienschöpfer zu verdeutlichen. Star hat damit gleich drei kulturell prägende Serien geschaffen.

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Sex and the City (Peter Praschl)

Sex and the City (Peter Praschl)

Peter Praschl · 2013

Am Ende war alles gut. Carrie hatte Mr. Big, Charlotte ein Kind in Aussicht, Miranda eine Ehe geschlossen, für die sie ihre Karriere nicht opfern musste, und selbst Samantha einen Mann, der ihr nicht gleich wieder langweilig wurde. Doch bis dahin: Eisblöcke, Mikropenisse, Mamasöhnchen und immer wieder diese verdammten Sinnkrisen.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:31:54 „Ein bisschen böse in einem Buch, was wir auch unten verlinken über Sex and the City von Peter Praschl, schreibt Peter Praschl, letztlich basiert die Serie ja auch auf diesem Frauenzeitschrift Persönlichkeitstests-Modus.“

Lars Weisbrod verweist auf ein Buch von Peter Praschl über Sex and the City, das in den Shownotes verlinkt wird. Praschl analysiert darin die Serienstruktur als eine Art Persönlichkeitstest-Format nach dem Muster von Frauenzeitschriften.

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The Sopranos

The Sopranos

David Chase · 1999

Der Mafiaboss Tony Soprano aus New Jersey hat mit persönlichen und beruflichen Problemen zu kämpfen, die sich auf seine psychische Verfassung auswirken und ihn dazu bringen, sich in psychotherapeutische Behandlung zu begeben.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:36:33 „Ich glaube, das ist auf jeden Fall auf diesem Gandolfini-Sopranos-Level, dass da ein Schauspieler und ein Drehbuch und eine geniale Rolle irgendwie zusammengefunden haben.“

Nina Pauer vergleicht die Leistung von Sarah Jessica Parker als Carrie Bradshaw mit James Gandolfinis ikonischer Darstellung in den Sopranos. Beide Serien stehen für sie auf dem gleichen Niveau, was die Verschmelzung von Schauspielkunst und Drehbuch betrifft – ein Vergleich, der Sex and the City künstlerisch aufwertet.

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Emily in Paris

Emily in Paris

Darren Star · 2020

Neue Leidenschaften, neue Modetrends, neue Emily? Eine Marketingexpertin aus den USA ergattert ihren Traumjob und stürzt sich in Paris ins Leben und in die Liebe.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:42:14 „Der Sex in the City-Macher hat gerade eine neue Serie, die viel diskutiert wird, Emily in Paris, die ganz anders ist als Sex in the City, weil sie eher auf so einem Trash-Level reinkommt. Und Teil davon, was ich an Emily in Paris tatsächlich wirklich eklig finde, ich kann mir das schwer angucken, ist, dass die Hauptfigur Social-Media-Expertin ist.“

Nina Pauer kontrastiert Sex and the City mit Darren Stars aktueller Serie Emily in Paris. Ihre steile These: Eine Serie mit einer schreibenden Hauptfigur funktioniert fundamental anders als eine mit einer Social-Media-Expertin. Sie empfindet Emily in Paris als 'eklig' – gerade weil der Beruf der Hauptfigur die erzählerische Tiefe von Carries Kolumnistinnen-Dasein nicht erreichen könne.

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We Should All Be Mirandas

We Should All Be Mirandas

Feministische Neubewertung der Serie Sex and the City mit Fokus auf Miranda als die heimliche Heldin. Das Werk entwickelt das Diktum "We Should All Be Mirandas" – eine Perspektive auf Miranda als die am stärksten feministisch gezeichnete Figur der Serie, die nachträglich wiederentdeckt wurde.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:47:34 „Es gibt das, glaube ich, sogar als Buch, aber ich kenne auch vor allem den Spruch, we should all be Mirandas. Das ist sozusagen das feministische Diktum, was post Sex and the City gefallen ist.“

Lars Weisbrod verweist auf das feministische Diktum 'We Should All Be Mirandas', das es vermutlich auch als Buch gibt. Es steht für die nachträgliche Neubewertung der Serie aus feministischer Perspektive – Miranda ist zur heimlichen Heldin der Serie aufgestiegen, weil sie als die am stärksten feministisch gezeichnete Figur gilt.

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Dallas

Dallas

· 1978

Familie Ewing lebt auf der Southfork Ranch in der Nähe der Millionenstadt Dallas und hat sich auf den Handel mit Öl spezialisiert. Ewing Oil ist der Name, des von Vater Jock gegründeten Familienbetriebs, der zu mächtigen wie unabhängigen Vertretern in der Öl-Industrie gehört. Mit der Zeit hat Jocks ältester Sohn J.R die Geschäftsführung übernommen. Getrieben von der Gier nach Macht und Geld, leitet J.R.

🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:51:45 „Naja, jetzt nicht Upper-Class, so wie man in Dallas oder Denver Clan sich die Upper-Class vorstellt, aber jedenfalls, um an diesem Lebensstil der Vier teilzuhaben, muss man schon ziemlich gut monetarisiert sein.“

Mangold grenzt die Lebenswelt von Sex and the City von den klassischen Upper-Class-Serien Dallas und Denver Clan ab. Die Frauen in Sex and the City leben zwar wohlhabend, aber nicht in der übertriebenen Opulenz früherer TV-Dynastien.

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Der Denver-Clan

Der Denver-Clan

· 1981

Blake Carrington aus Denver könnte eigentlich ein schönes Leben führen: Das Öl-Geschäft läuft gut und beschert ihm Millionen, mit seiner zweiten Frau Krystle hat er endlich sein Glück gefunden und die Kinder Fallon, Steven und Adam stehen inzwischen auf eigenen Beinen. Doch sein Konkurrent Matthew Blaisdel und seine Ex-Frau Alexis Colby, die von ihrem zweiten Mann Cecil Colby dessen Öl-Imperium geerbt hat, machen Carington das Leben schwer und mit ihren Intrigen auch vor dessen Familie nicht hal...

🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:51:45 „Naja, jetzt nicht Upper-Class, so wie man in Dallas oder Denver Clan sich die Upper-Class vorstellt, aber jedenfalls, um an diesem Lebensstil der Vier teilzuhaben, muss man schon ziemlich gut monetarisiert sein.“

Zusammen mit Dallas wird der Denver Clan als Vergleichsfolie herangezogen, um die soziale Schicht der Sex-and-the-City-Protagonistinnen einzuordnen. Die Serie dient als Beispiel für eine übertriebene TV-Darstellung von Reichtum.

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Seerosen

Seerosen

Claude Monet

Monets ikonische Serie von Ölgemälden, die seinen privaten Seerosenteich in Giverny zeigen. Die impressionistische Meisterwerk konzentriert sich auf Lichtbrechung und Farbvariationen auf der Wasseroberfläche, mit Wasserpflanzen und Reflexionen als Hauptmotiv. Die Seerosen-Gemälde aus Monets Spätwerk gelten als Höhepunkt des französischen Impressionismus und revolutionierten die abstrakte Malerei des 20. Jahrhunderts.

🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:53:56 „Sie führt Besucher durchs Museum of Modern Art und gerade hat sie Monets Seerosen hinter sich gelassen und steuert den Jackson Pollock an, als einer aus dieser Gruppe, ein etwas schüchterner Mensch, sie um ein Date bittet.“

Mangold beschreibt eine Szene aus Sex and the City, in der Charlotte als Museumsführerin im MoMA arbeitet. Die Seerosen von Monet dienen als Kulisse der Szene, in der Charlotte von einem Besucher um ein Date gebeten wird.

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Silicon Valley

Silicon Valley

Mike Judge · 2014

Als der ansonsten eher unscheinbare Programmierer Richard für seine App einen revolutionären Algorithmus entwickelt, sieht er sich mit seinem kleinen Start-up unvermittelt in die höchsten Kreise der Softwareindustrie im Silicon Valley gezogen. Nun muss er mit verlockenden Angeboten, Intrigen und Egozentrikern umgehen lernen, um nicht seine einmalige Chance zu verschenken.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:56:32 „Ich glaube, als wir über Silicon Valley gesprochen haben, hast du ja auch schon die These vertreten, vielleicht ist das Silicon Valley ja nichts anderes als eine Immobilienspekulation.“

Mangold verweist auf eine frühere Podcast-Folge, in der sie die HBO-Serie Silicon Valley besprochen haben. Er zieht eine Parallele zu Sex and the City: Beide Serien hätten eine Immobiliendimension — bei Silicon Valley als Spekulation, bei Sex and the City als märchenhafte Unwahrscheinlichkeit, dass eine Kolumnistin sich ein solches Apartment leisten kann.

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I Like to Watch

I Like to Watch

Emily Nussbaum · 2019

From The New Yorker’s fiercely original, Pulitzer Prize-winning culture critic, a provocative collection of new and previously published essays arguing that we are what we watch. “Emily Nussbaum is the perfect critic—smart, engaging, funny, generous, and insightful.”—David Grann, author of Killers of the Flower Moon NAMED ONE OF THE BEST BOOKS OF THE YEAR BY NPR • Chicago Tribune • Esquire • Library Journal • Kirkus Reviews From her creation of the “Approval Matrix” in New York magazine in 2004 ...

🗣 Lars Weisbrod empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:01:51 „Bitte sehr weitergeholfen bei dem Erklären dieser Serie, auch aus dem Rückblick, hat mir ein Text der großartigen Fernsehkritikerin Emily Nussbaum geschrieben. Ich glaube, die einzige Fernsehkritikerin, die je den Pulitzer-Preis dafür bekommen hat, die schreibt für den New Yorker, da ist der Text erschienen über Sex and the City. Der ist auch in ihrem tollen Buch I Like to Watch, wo sie ihre wichtigsten Texte versammelt hat.“

Nina Pauer empfiehlt das Buch als ihren Literaturtipp der Folge. Emily Nussbaums Essaysammlung enthält einen Text über Sex and the City, der Pauer beim Verständnis der Serie aus heutiger Perspektive sehr geholfen habe. Nussbaum verteidigt darin die Serie als wegweisend für die gesamte Qualitätsserien-Ära bei HBO.

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Difficult Men

Difficult Men

Brett Martin · 2013

The 10th anniversary edition, now with a new preface by the author "A wonderfully smart, lively, and culturally astute survey." - The New York Times Book Review "Grand entertainment...fascinating for anyone curious about the perplexing miracles of how great television comes to be." - The Wall Street Journal "I love this book...It's the kind of thing I wish I'd been able to read in film school, back before such books existed." - Vince Gilligan, creator of Breaking Bad and co-creator of Better Cal...

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 01:02:25 „Und sozusagen verteidigt Emily Nussbaum die Serie gegenüber einem anderen Autor. Der hat dieses Buch geschrieben, das Buch heißt Difficult Man. Der erzählt die Geschichte, wie die neue Qualitätsserie bei HBO entstanden ist. Und verwirft als Mann so böse Sex and the City.“

Nina Pauer erwähnt das Buch als Gegenposition zu Emily Nussbaums Verteidigung von Sex and the City. Der Autor von Difficult Men erzähle zwar die Entstehung der HBO-Qualitätsserien, tue aber Sex and the City als unwichtig ab — was Nussbaum zu Recht kritisiere, da die Serie ein Jahr vor den Sopranos startete und die ganze Qualitätsserien-Bewegung mitbegründet habe.

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Staying with the Trouble: Making Kin in the Chthulucene

Staying with the Trouble: Making Kin in the Chthulucene

Donna Haraway · 2016

In the midst of spiraling ecological devastation, multispecies feminist theorist Donna J. Haraway offers provocative new ways to reconfigure our relations to the earth and all its inhabitants. She eschews referring to our current epoch as the Anthropocene, preferring to conceptualize it as what she calls the Chthulucene, as it more aptly and fully describes our epoch as one in which the human and nonhuman are inextricably linked in tentacular practices.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 01:05:46 „Und diese beiden Sachen haben mich auf dieses Zitat gebracht, das ich kenne von unserer ehemaligen Kollegin Marie Schmidt jetzt bei der SZ, die mal bei uns über die Feministin Donna Haraway geschrieben hat und einer ihrer wichtigsten Sätze, den ich mir jedenfalls gemerkt habe, ist Make kin not babies.“

Nina Pauer bringt Donna Haraways berühmten Satz 'Make kin not babies' als philosophischen Schlüssel für Sex and the City ins Gespräch. Die vier Freundinnen lebten genau dieses Konzept: Verwandtschaft und Beziehungen jenseits der traditionellen Familie — untereinander und mit der Stadt New York. Pauer kennt das Zitat über einen Artikel der ehemaligen ZEIT-Kollegin Marie Schmidt.

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