Episoden von ZEIT Bühne
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Solidarität werden wir in Deutschland noch brauchen
Roman Pletter & Gäste
Robert Habeck stellt sich bei der Langen Nacht der Zeit den Fragen von Roman Pletter und Mariam Lau — über seinen Weg vom Oppositionspolitiker in der Pandemie zum Wirtschaftsminister im Krieg, über Gas, Russland und die Last der Verantwortung. Trotz der Dauerkrise zeigt sich Habeck erstaunlich gelassen und reflektiert, was Mariam Lau auch nach langer Bekanntschaft noch beeindruckt.
Gerhard Schröder in der SPD lassen oder ausschließen Ausschließen
Roman Pletter & Gäste
Tina Hildebrandt und Roman Pletter sprechen mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser über ihre Arbeit im Amt, das sie als erste Frau bekleidet. Faeser, tief geprägt vom Mord an Walter Lübcke und den rechtsextremen Umtrieben in Hessen, setzt deutlich andere Akzente als ihr Vorgänger Horst Seehofer — besonders beim Schutz ukrainischer Geflüchteter und der Bekämpfung von Rechtsextremismus.
Ich kenne keine Kultur, die Männer ermutigt, ihre Gefühle zu zeigen
Roman Pletter & Gäste
Die amerikanische Schriftstellerin Hanya Yanagihara stellt im Münchner Literaturhaus ihren neuen Roman »Zum Paradies« vor — ein Dreiteiler, der in demselben New Yorker Haus 1893, 1993 und 2093 spielt und durch Homosexualität, die Aids-Krise und eine pandemiebestimmte Zukunft führt. Im Gespräch mit Judith Liere erzählt Yanagihara von ihrer besonderen Verbindung zu Deutschland, wo schon ihr Vater 1964 studierte, und davon, wie ihr Vorgängerroman »Ein wenig Leben« Millionen Leser weltweit zum Weinen brachte.
Mir bricht diese Diskussion das Herz
Roman Pletter & Gäste
Vor über 1000 Zuschauern im Hamburger Schauspielhaus diskutieren die Russland-Korrespondentin Alice Bota, die Politikwissenschaftlerin Sabine Fischer, der belarussische Autor Viktor Martinowitsch und der ukrainische Autor Jurij Andruchowytsch über den russischen Angriffskrieg — über das Morden, die Ohnmacht und die größte Fluchtbewegung in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.
Dass das Virus in 10 Jahren weg ist, ist eine optimistische Annahme
Roman Pletter & Gäste
Im Gespräch mit Karl Lauterbach zeichnen Roman Pletter und Tina Hildebrandt das Porträt eines Ministers, der sich treu geblieben ist — im Guten wie im Problematischen. Hildebrandt erinnert sich an einen Besuch in Lauterbachs Wahlkreis Köln-Mülheim, wo er mit Polizeibeamten Nahkampftraining absolvierte und sich mit schief sitzender Brille in den Schwitzkasten nehmen ließ. Als Minister liest er nachts Studien, haut gelegentlich Sätze raus, deren Tragweite ihm erst im Nachhinein bewusst wird — und muss noch lernen, dass seine Worte jetzt eine ganz andere Wirkung haben.
Für mich ist jede Liebe segnenswert
Roman Pletter & Gäste
Eine Woche vor der Bundestagswahl 2021 treffen Roman Pletter und Mariam Lau den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in München — bei historisch schlechten Umfragewerten für die Union. Söder gibt sich betont gefasst und zuversichtlich, spricht von einer Stimmungswende in letzter Minute, während Lau beobachtet, wie sehr ihn die Corona-Krise als Politiker verändert hat: vom ehrgeizigen Sprücheklopfer zum ernsteren Regierungschef.
Es ist meine ganze Leidenschaft, Parlamentarier zu sein
Roman Pletter & Gäste
Im Rahmen der Zeitbühne blicken Roman Pletter und Tina Hildebrandt auf ihr Gespräch mit Christian Lindner zurück, das sie im September in einem Berliner Fernsehstudio aufgezeichnet haben. Tina Hildebrandt beschreibt Lindner als jemanden, der politisch schon immer präsent war — lange zu jung für seine Erfahrung, inzwischen aber in seiner Rolle angekommen. Besonders auffällig: Obwohl er als Kind einer alleinerziehenden Mutter aufwuchs, nutzte er diese Biografie nicht, um den Privilegien-Vorwurf gegen die FDP zu entkräften.
Es gibt Positionen, die im Kern menschenfeindlich sind
Roman Pletter & Gäste
Vor der Bundestagswahl 2021 treffen Jan Böhmermann und Markus Lanz im Hamburger Michel aufeinander — und geraten in einen hitzigen Schlagabtausch über False Balance in den Medien: Böhmermann hinterfragt, ob Lanz' Einladungen von umstrittenen Corona-Wissenschaftlern wie Hendrik Streeck und Alexander Kekulé journalistisch verantwortbar sind, während Lanz die Verengung des Meinungskorridors verteidigt und warnt, abweichende Stimmen pauschal zu ächten. Dazwischen diskutieren sie das Ende der Ära Merkel, die Macht der Unterhaltung in der Politik und die Frage, welche Kontrollmechanismen Entertainer brauchen, denen plötzlich politische Verantwortung zugeschrieben wird.
Wir müssen aufpassen, dass aus Spannungen nicht Spaltungen werden
Roman Pletter & Gäste
Bei der siebten Langen Nacht der Zeit im Hamburger Michel stellt sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Fragen von Tina Hildebrandt und Roman Pletter — mitten im Wahlkampf, vor coronabedingt auf Abstand sitzendem Publikum. Spahn überrascht mit ungewöhnlicher Offenheit: Auf die Zuschauerfrage, welche Partei er wählen würde, wenn nicht die CDU, antwortet er ohne Zögern mit der FDP.
Wer das Klima schützt, schützt die Freiheit
Roman Pletter & Gäste
Tina Hildebrandt und Roman Pletter sprechen mit Robert Habeck über seinen politischen Weg — von einem unkonventionellen Landesminister in Schleswig-Holstein zum Grünen-Co-Vorsitzenden, der die gescheiterte Kanzlerkandidatur verarbeiten musste. Hildebrandt beobachtet, wie Habeck bewusst daran arbeitet, sich nicht von Angriffen auf die Grünen aus der Fassung bringen zu lassen, und stattdessen nüchtern nach vorne blickt.