Der Tod des Mose und sein Erbe
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Am Ende des Deuteronomiums entspinnt sich ein Gespräch über Moses' Schicksal: Er darf das gelobte Land sehen, aber nicht betreten — Strafe dafür, dass er Gottes Macht als seine eigene ausgab. Daraus entstand die Redewendung über den Jordan gehen. Besonders kontrovers wird es bei der Frage, ob die Israeliten das verheißene Land geschenkt bekamen oder es sich gewaltsam nahmen — die eine Schwester spricht von Landgabe ohne Verdienst, die andere besteht auf dem kriegerischen Charakter der Landnahme.
„Und so ging Mose über den Jordan, ohne über den Jordan zu gehen.“
Erwähnte Medien (18)
Gott. Eine Biografie
Jack Miles · 2001
Five years after his everywhere-acclaimed, brilliantly successful, Pulitzer Prize-winning book about God as portrayed in the Old Testament--God: A Biography--Jack Miles gives us his striking consideration of Christ. He presents Christ as a hero of literature based only in part on the historical Jesus, asking us to take the idea of Christ as God Incarnate not as a dogma of religion but as the premise of a work of art, the New Testament.
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:04:38 „Und meinem Autor hier, Jack Miles, fällt auf, dass der Abschnitt in den Flüchen in Kapitel 28 Deuteronomium viermal so lang ist wie der Abschnitt mit den Segnungen.“
Johanna Haberer zitiert den Autor Jack Miles, dessen Bibelanalyse sie als Referenzwerk für die Besprechung des Deuteronomiums heranzieht. Miles' Beobachtung über das Ungleichgewicht zwischen Flüchen und Segnungen dient als Ausgangspunkt für eine Diskussion über die Gewalt und Wortgewalt des alttestamentlichen Gottes. Das Buch wird mehrfach im Gespräch als Quelle herangezogen, u.a. mit dem Zitat über die Wortgewalt, die 'bis zu Dante nicht wieder erreicht worden' sei.
Die göttliche Komödie
Dante Alighieri · 2014
Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie (Originaltitel: Commedia) • Vollständige, ungekürzte Ausgabe • Mit 132 Illustrationen von Gustave Doré • Für die eBook-Ausgabe neu editiert, voll verlinkt, und mit Kindle-Inhaltsverzeichnis • Mit einem aktuellen Vorwort des Herausgebers (Okt/2014) Eines der wichtigsten Werke der Weltliteratur Die ›Commedia‹, wie sie ursprünglich hieß, ist ein Werk, das ihresgleichen sucht.
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:04:50 „Und erhebt mit seiner Schilderung den Schrecken zu einer Wortgewalt, schreibt er, die bis zu Dante nicht wieder erreicht worden ist.“
Im Kontext der Fluchpassagen aus Deuteronomium 28 zitiert Sabine Rückert Jack Miles, der die literarische Gewalt dieser biblischen Flüche mit Dantes Werk vergleicht. Die Erwähnung dient als literarischer Maßstab für die Intensität der alttestamentlichen Schreckensvision.
Gedicht/Essay über die Juden als geologisches Volk
Jehuda Amichai · 2013
Juden und Worte bilden von jeher eine enge Verbindung. Amos Oz und seine Tochter Fania Oz-Salzberger, die als Historikerin lehrt, erkunden jüdische Wortwelten, Wörter, ihre alten wie neuen Bedeutungen, Auslegungen und Wandlungen, die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Kontinuität im Judentum war immer ans mündlich geäußerte und geschriebene Wort geknüpft, an ein ausuferndes Geflecht von Interpretationen, Debatten, Streitigkeiten.
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:11:15 „Die Juden sind kein historisches Volk, nicht einmal ein archäologisches Volk. Die Juden sind ein geologisches Volk mit Scherben und Einbrüchen und Schichten und glühendem Magma. Ihre Geschichte muss mit einem anderen Maßstab gemessen werden.“
Johanna Haberer zitiert den 2000 verstorbenen israelischen Dichter Jehuda Amichai, um die besondere Geschichtserfahrung des jüdischen Volkes zu beschreiben. Das Zitat dient als Erklärung für das Gottesbild im Deuteronomium und die Ohnmachtserfahrungen Israels.
NS-Journalisten bei der ZEIT (Dossier/Artikel)
Porträt der Podcasterin Sabine Rückert am Ende ihrer Karriere. Das Interview behandelt ihren Rückzug aus dem öffentlichen Leben und ihre Reflektionen über ihre Arbeit. Der Text thematisiert zudem die Aufarbeitung der ZEIT-Geschichte, insbesondere die Rolle von NS-belasteten Journalisten, die nach dem Zweiten Weltkrieg beim Blatt arbeiteten.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:19:29 „Und was ich auch interessant fand, war, dass wir kürzlich in der Zeit einen Text hatten über die NS-Journalisten, die sich über nach dem Krieg in der Zeit eingeschlichen haben.“
Sabine Rückert erwähnt einen kürzlich in der ZEIT erschienenen Text über NS-belastete Journalisten, die nach dem Krieg bei der ZEIT arbeiteten. Der Text wird als Ausgangspunkt genommen, um über den Fall Hans Georg von Stutnitz zu sprechen und dessen antisemitische Propaganda-Artikel mit der biblischen Erzählung zu verknüpfen.
Berliner Lokalanzeiger (Artikel vom 14. November 1941)
Hans Georg von Stutnitz
Alt-Nazis aus dem Auswärtigen Amt und Journalisten, die sich der Propaganda angedient hatten: Wie stark war die ZEIT einst belastet? Eine Bilanz der Anfänge vor 75 Jahren
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:20:56 „Wer den US-Präsidenten verstehen wolle, erklärte er am 14. November 1941 im Berliner Lokalanzeiger, müsse sich, Zitat, bloß seinen nächsten Ratgeber anschauen. Kein berühmter Flieger, kein erfolgreicher Feldherr, kein großer Admiral ist darunter und auch kein Christ.“
Sabine Rückert zitiert einen antisemitischen Hetzartikel von Hans Georg von Stutnitz aus dem Berliner Lokalanzeiger von 1941, in dem Roosevelt als von Juden gesteuert dargestellt wird. Der Artikel wird im Kontext einer Diskussion über NS-belastete Journalisten bei der ZEIT erwähnt und enthält die zynische Formulierung über Roosevelts Berater, 'deren Vorfahren einst trockenen Fußes das Rote Meer zu kreuzen wussten'.
Wie Rupin ein Land erbaute
Bastian Berbner
Das ZEIT-Dossier erzählt die Geschichte Arthur Rupins, eines deutschen Juden aus Magdeburg, der als einer der praktischen Gründer des Staates Israel gilt. Der Artikel, erschienen anlässlich des 70. Geburtstags Israels, beschreibt Rupins Vision und seinen unermüdlichen Einsatz beim Aufbau des jüdischen Staates. Wie die biblische Figur Moses war Rupin getrieben von einer visionären Idee und setzte sich beharrlich gegen zahlreiche Widerstände durch.
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:23:17 „Es ist ein Dossier aus der Zeit, der vor drei Jahren erschienen ist, anlässlich des 70. Geburtstags der Gründung des Staates Israel. Es ist eine Geschichte der ersten Anfänge des Staates Israel und wie es dazu gekommen ist.“
Sabine Rückert liest ein langes ZEIT-Dossier von Bastian Berbner vor, das anlässlich des 70. Jahrestags der israelischen Staatsgründung erschienen ist. Der Text erzählt die Geschichte Arthur Rupins, eines deutschen Juden aus Magdeburg, der als praktischer Aufbauer des Staates Israel gilt. Rückert zieht eine Parallele zwischen Rupin und der biblischen Figur Mose – beide getrieben von einer Vision, beide hartnäckig gegen Widerstände.
Der Judenstaat
Theodor Herzl · 2017
No human being is wealthy or powerful enough to transplant a nation from one habitation to another. An idea alone can achieve that and this idea of a State may have the requisite power to do so. The Jews have dreamt this kingly dream all through the long nights of their history. "Next year in Jerusalem" is our old phrase. It is now a question of showing that the dream can be converted into a living reality.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:29:57 „Das war Theodor Herzls Traum, niedergeschrieben in seinem Buch »Der Judenstaat«. Aber von einem Staat zu träumen ist das eine, das andere ist, tatsächlich einen zu erschaffen.“
Im Rahmen eines langen Dossier-Textes über die Gründung Israels, den Sabine Rückert vorliest, wird Herzls Buch 'Der Judenstaat' als Gründungsdokument der zionistischen Bewegung erwähnt. Es wird kontrastiert mit der praktischen Aufbauarbeit Arthur Rupins – Herzl hatte den Traum, Rupin setzte ihn um.
Ruppins Tagebuch
Arthur Ruppin · 2025
Die Forderung nach »Verständigung mit den Arabern« war eines der herausragendsten Kennzeichen des zentraleuropäischen Zionismus – das Buch entfaltet ein Panorama von Menschen, Motiven, Konzeptionen und Hoffnungen. »Verständigung« – so lautete ein verbreitetes Losungswort im zentraleuropäischen Zionismus. Dies war nicht kongruent mit dem Plädoyer für ein binationales Gemeinwesen, das viel Aufmerksamkeit erfahren hat.
🗣 Erzähler referenziert bei ⏱ 00:33:24 „Dort gebe es nicht mal Türen, notiert er in seinem Tagebuch. Einmal wacht er nachts auf und auf seiner Bettdecke sitzt eine streunende Katze.“
Ruppins Tagebuch wird mehrfach als Quelle herangezogen, um die erbärmlichen Zustände im damaligen Palästina zu schildern – vom Krankenhaus ohne Türen bis zu streunenden Katzen auf dem Bett. Später werden auch seine Beobachtungen über arabische Nachbarn und den Alltag daraus zitiert.
Memoiren (Arthur Ruppins Schriften)
Arthur Ruppin · 2010
Arthur Ruppin (hebräisch אַרְתוּר שִׁמְעוֹן רוּפִּין Artūr Schimʿōn Rūppīn; geb. 1. März 1876 in Rawitsch, Deutsches Reich; gest. 1. Januar 1943 in Jerusalem) war jüdischer Soziologe, Zionist und einer der Wegbereiter der Gründung der Stadt Tel Aviv (Achusat Bajit). Ruppin exponierte sich als ein Verfechter der Rassentheorie. Häufig wird er der Vater der zionistischen Siedlungsbewegung genannt.
🗣 Erzähler referenziert bei ⏱ 00:33:58 „In Deutschland hatte ich zwar große Aussichten, schreibt Ruppin später in seinen Memoaren, aber es schien mir, dass ich bei noch so großen Leistungen immer als ein Außenstehender betrachtet und gehasst werden würde.“
Ruppins Memoiren werden als Quelle zitiert, um seine Motivation für die Auswanderung nach Palästina zu erklären. Er beschreibt darin seine Entfremdung als Jude in Deutschland trotz guter Karriereaussichten und seine Hoffnung, in Palästina Teil einer Gemeinschaft zu werden.
Eine Geschichte von Ephraim Kishon (über Wunder in Israel)
Ephraim Kishon · 1972
Humorvolle Geschichtensammlung des israelischen Schriftstellers Ephraim Kishon, die die israelische Mentalität und Staatsplanung durch absurde Anekdoten illustriert. Kishons zentrale These: In Israel gehören Wunder zur normalen Erwartung des Alltags, nicht zur Ausnahme. Die Geschichten bieten einen unterhaltsamen Zugang zur israelischen Kultur und Geschichte, besonders relevant für das Verständnis des israelischen Nationalcharakters und der Mentalitätsgeschichte des Landes.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:46:59 „Es erinnert mich an Ephraim Kishon. Ich habe doch ganz am Anfang unseres Podcasts mal ein Stück von Ephraim Kishon vorgelesen, eine kleine Geschichte, wo er sagt, uns kann nur noch ein Wunder retten. Wenn das in einem anderen Land gesagt wird, dann steht das Land vor dem Zusammenbruch. In Israel wird das jeden Tag gesagt, weil man jeden Tag mit einem Wunder rechnet und es jeden Tag auch eintritt.“
Sabine Rückert erinnert an eine frühere Folge, in der sie eine Kishon-Geschichte vorgelesen hat. Die Pointe – in Israel gehören Wunder zur normalen Staatsplanung – passt perfekt zu Ruppins Strategie des geduldigen Wartens auf den richtigen historischen Moment.
Juden und Worte
Amos Oz · 2013
Juden und Worte bilden von jeher eine enge Verbindung. Amos Oz und seine Tochter Fania Oz-Salzberger, die als Historikerin lehrt, erkunden jüdische Wortwelten, Wörter, ihre alten wie neuen Bedeutungen, Auslegungen und Wandlungen, die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Kontinuität im Judentum war immer ans mündlich geäußerte und geschriebene Wort geknüpft, an ein ausuferndes Geflecht von Interpretationen, Debatten, Streitigkeiten.
🗣 Johanna Haberer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:48:11 „Auch dieses Buch von Amos Oz und seiner Tochter, diesem großen israelischen Schriftsteller, der sagt, wir sind Juden, wir sind säkular. Ob wir was glauben oder nicht, spielt gar keine Rolle. Aber wir leben in diesen Visionen. Und die sind für uns selbstverständlich, die unsere Texte uns überliefert haben.“
Johanna Haberer zieht das gemeinsam mit Amos Oz' Tochter Fania Oz-Salzberger verfasste Buch heran, um zu erklären, wie säkulare Juden trotz Nicht-Gläubigkeit in biblischen Visionen leben. Dies verbindet sie mit Ruppins pragmatischem Idealismus – er hatte eine Vision vom jüdischen Staat, ohne zwingend religiös motiviert zu sein.
God Save the King
God Save the King („Gott schütze den König“) oder God Save the Queen („Gott schütze die Königin“) – je nachdem, ob es sich beim britischen Monarchen um einen Mann oder eine Frau handelt – ist seit Anfang des 19. Jahrhunderts die Nationalhymne des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Daneben ist das Lied eine der beiden Nationalhymnen von Neuseeland und die Königshymne aller Commonwealth Realms. Daneben gelten das Lied Rule, Britannia!, Arthur Christopher Bensons Land of Hope an...
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:51:17 „Gemeinsam singen die Gäste God Save the King und Die Hatikva, die Hymne der Zionisten.“
Bei der Grundsteinlegung der Hebräischen Universität auf dem Skopusberg in Jerusalem 1918 singen britische und zionistische Vertreter gemeinsam die britische Hymne und die zionistische Hymne Hatikva.
Hatikva
Die haTikwa (hebräisch הַתִּקְוָה ha-Tiqwah bzw. unpunktiert und Plene התקווה, ‚die Hoffnung‘; auch Hatikva oder Hatikvah geschrieben) ist die Nationalhymne des Staates Israel. Der Text entstammt, in gekürzter Form, dem 1878 verfassten Gedicht Tikwatenu („Unsere Hoffnung“) von Naphtali Herz Imber (1856–1909).
🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 00:51:35 „Der Text der Hatikva geht so. Solange noch im Herzen eine jüdische Seele wohnt und nach Osten hin, vorwärts, ein Auge nach Zion blickt, solange ist unsere Hoffnung nicht verloren, die Hoffnung, 2000 Jahre alt, zu sein ein freies Volk in unserem Land, im Lande Zion und in Jerusalem.“
Sabine Rückert zitiert ausführlich den Text der Hatikva, der Hymne der Zionisten und heutigen Nationalhymne Israels, einschließlich einer weniger bekannten Strophe über Tautropfen auf Gräbern und den zürnenden Gott. Johanna Haberer nutzt den Text für eine theologische Einordnung der jüdischen Diaspora-Deutung.
Es war einmal ein Palästina (oder vergleichbares Werk von Tom Segev)
Tom Segev · 2024
Das Werk analysiert die britische Mandatszeit in Palästina und zeigt, wie die Zionistische Kommission sich von einer quasi-diplomatischen Institution zur ersten zionistischen Regierung entwickelte. Eine historische Untersuchung der Anfänge des jüdischen Staates und der politischen Strukturen seiner Vorläufer.
🗣 Erzähler referenziert bei ⏱ 00:53:28 „Weizmann zufolge sollte sie als eine Art ausländische Botschaft dienen, aber im Grunde entwickelte sie sich schon bald zur ersten zionistischen Regierung, schreibt der israelische Historiker Tom Segev in den 90er Jahren.“
Der israelische Historiker Tom Segev wird als Quelle zitiert, um die Entwicklung der Zionistischen Kommission von einer Quasi-Botschaft zur ersten zionistischen Regierung einzuordnen. Das Werk stammt aus den 90er Jahren und behandelt die britische Mandatszeit in Palästina.
Die Unerwünschten
· 2023
Haby, eine junge Französin deren Familie aus Mali eingewandert ist, arbeitet in der Verwaltung ihrer Heimatstadt. Als Pierre, der im Hauptberuf Arzt ist, zum Übergangs-Bürgermeister berufen wird, drohen lange schwelende Konflikte um die Sanierung eines Ortsteils zu eskalieren. Als auch noch eine illegale Stadtteilküche in einem Wohnhaus abbrennt, lässt Pierre das Gebäude von der Polizei räumen, um die Chance für einen Abbruch zu nutzen.
🗣 Johanna Haberer erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:01:05 „Es gibt jetzt auch einen neueren Film, der heißt, glaube ich, Die Unerwünschten, wo es auch um ein ganzes Schiff voller jüdischer Flüchtlinge geht, die zunächst nach Kuba sollen und dann von allen Häfen zurückgewiesen werden.“
Johanna Haberer erwähnt den Film im Kontext der jüdischen Flüchtlingskrise und der Parallelen zur heutigen europäischen Flüchtlingssituation. Sie betont, dass auch die Alliierten sich schwertaten, jüdische Flüchtlinge aufzunehmen – nicht nur in Palästina, sondern auch in Amerika, Kanada und Kuba.
ZEIT-Artikel von Bastian Berbner (über die Gründung Israels)
Bastian Berbner
Bastian Berbner, Journalist und Autor von "180 Grad – Geschichten gegen den Hass", untersucht in diesem Artikel ein Rezept gegen die gesellschaftliche Spaltung: menschliche Begegnung und gegenseitiges Kennenlernen. Er argumentiert, dass persönliche Kontakte Vorurteile abbauen und es schwerer macht, andere zu hassen. Der Text belegt diese These mit historischen Beispielen, etwa wie die sofortige Anerkennung Israels durch US-Präsident Truman die internationale Wahrnehmung prägte.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 01:05:47 „Der amerikanische Präsident, fährt der Autor Bastian Berbner, fort. Der amerikanische Präsident Harry Truman erkennt Israel sofort an. Die britische Zeitung The Guardian schreibt vom natürlichen und historischen Recht der Juden auf ein eigenes Land.“
Der gesamte Erzähler-Text dieser Episode basiert offenbar auf einem Artikel oder Text von Bastian Berbner, der hier namentlich als Autor genannt wird. Sabine Rückert zitiert ihn direkt mit der Formulierung 'fährt der Autor Bastian Berbner fort', was darauf hindeutet, dass der vorgelesene Text aus seiner Feder stammt.
The Guardian
Artikel aus The Guardian zur Gründung Israels 1948. Die britische Tageszeitung berichtete über die sofortige Anerkennung Israels durch US-Präsident Truman und würdigte das historische Recht der Juden auf ein eigenes Land.
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:05:47 „Der amerikanische Präsident Harry Truman erkennt Israel sofort an. Die britische Zeitung The Guardian schreibt vom natürlichen und historischen Recht der Juden auf ein eigenes Land.“
Im Rahmen der Berbner-Reportage wird ein historischer Artikel des Guardian erwähnt, der bei der Staatsgründung Israels 1948 das Recht der Juden auf ein eigenes Land anerkannte. Es handelt sich um eine beiläufige historische Referenz innerhalb der vorgelesenen Reportage.
Reportage über Arthur Ruppin und Pinchas Wallerstein / Das Ruppin-Prinzip
Bastian Berbner
Die Reportage von Bastian Berbner erzählt die Geschichte der israelischen Staatsgründung anhand zweier gegensätzlicher Figuren: Arthur Ruppin, Verfechter des kooperativen Zionismus, und Pinchas Wallerstein, Vertreter aggressiver Siedlungspolitik. Die Darstellung zeigt, wie historische Strukturen bis heute nachwirken und sich in biblischen Texten spiegeln.
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:19:58 „Mir ging es so, dass ich diesen Text gelesen habe damals von Bastian Berbner, der ja auch Geschichte studiert hat. Also der ist ein Historiker. Und der war auch dort und war in Archiven und hat mit Leuten gesprochen. Was mich eben so fasziniert hat an dieser Reportage oder an dieser Dokumentation, die er damals veröffentlicht hat, ist, dass sich da sehr, sehr vieles widerspiegelt, was ich aus der Bibel kannte.“
Sabine Rückert liest in dieser Folge eine lange Reportage von ZEIT-Autor Bastian Berbner vor, die die Geschichte der israelischen Staatsgründung und der Siedlungsbewegung anhand zweier Schlüsselfiguren erzählt: Arthur Ruppin (kooperativer Zionismus) und Pinchas Wallerstein (aggressive Siedlungspolitik). Rückert war fasziniert davon, wie sehr sich die historischen Strukturen in biblischen Texten widerspiegeln, und nutzt die Reportage als moderne Tangente zum Deuteronomium.