Studien aus Was liest du gerade?
7 Studien aus 67 Episoden
Betrunkenes Betragen (Drunken Comportment)
Craig McAndrew, Robert B. Edgerton
Ethnologische Studie zweier amerikanischer Forscher, die weltweit untersuchten, ob Alkohol psychische Hemmungen abbaut. Das zentrale Ergebnis: Betrunkenes Verhalten ist nicht biologisch durch Alkohol ausgelöst, sondern kulturell bedingt. Die Klassiker-Studie von 1969 erscheint hier erstmals in deutscher Übersetzung.
Die Grenzen des Wachstums
Club of Rome / Dennis Meadows
Der Bericht „Die Grenzen des Wachstums" aus dem Jahr 1972 ist ein Meilenstein der Umweltbewegung und entstand unter federführender Beteiligung des Club of Rome. Der Bericht warnte vor den ökologischen Folgen unbegrenzten wirtschaftlichen Wachstums und legte damit einen wesentlichen Grundstein für das entstehende Umweltbewusstsein in der Gesellschaft. Seine Analysen inspirierten die Gründung der Grünen und die Aktivitäten von Umweltorganisationen wie Greenpeace in den 1970er und 1980er Jahren.
Rabelais und seine Welt
Michail Bachtin
Bachtins kulturanthropologische Studie untersucht die Rolle des Karnevals in Rabelais' Werk als archaisches Exzess-Kontinuum, das gesellschaftliche Normen und Hierarchien aufzulösen vermag. Die Analyse dient als kultureller Kontrastpunkt zu modernen Konzepten sozialer Regulation und Verhaltenskontrolle.
Regretting Motherhood
Orna Donath
Soziologische Studie über Mütter, die ihre Mutterschaft bereuen, und die Vereinbarkeitskrise von Mutterschaft und Berufstätigkeit. Donath untersucht, wie die Mutterschaft die berufliche Leistung von Frauen einschränkt und löste damit eine gesellschaftliche Debatte über ambivalente Gefühle gegenüber dem Muttersein aus.
Shell Jugendstudie
Empirische Langzeitstudie untersucht die Entwicklung des Generationenverhältnisses zwischen Eltern und Kindern in Deutschland. Die Studie zeigt, dass sich Generationenunterschiede verringern und Eltern und Kinder zunehmend auf Augenhöhe begegnen. Sie dokumentiert Trends wie ähnlichere Kleidung, Musikgeschmack und allgemein kleinere kulturelle Abstände zwischen den Generationen.
Triggerpunkte – Konsens und Konflikt in der Gesellschaft
Steffen Mau
Empirische Gesellschaftsstudie von Steffen Mau und Kollegen zur Verteilung von Konsens und Konflikt in Deutschland. Die Forschung identifiziert überraschend hohe Zustimmung zu zentralen gesellschaftlichen Themen, zeigt aber auch, dass einzelne polarisierende Triggerpunkte die öffentliche Debatte dominieren und Konflikte verstärken.
Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft
Steffen Mau
Studie von Steffen Mau zur tatsächlichen gesellschaftlichen Spaltung in Deutschland. Zentrale Erkenntnis: Die Gesellschaft ist weniger gespalten als angenommen. Große Mehrheit befürwortet menschenfreundliche Migrationspolitik, lehnt Gendern ab. Zeigt Kluft zwischen medialer Wahrnehmung und tatsächlicher Bevölkerungsstimmung.