Episoden
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Was Veganer und Fleischesser wirklich wollen
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Die Folge nimmt sich einen überraschend alltäglichen Stoff vor: Eiweiß. Protein wird zum Brennglas für den Kulturkampf zwischen Veganern und Fleischessern, zwischen Tofu-Steaks und Männlichkeitsidealen à la Elon Musk. Zuvor liefert der Gegenwartscheck eine pointierte Beobachtung über unsere kollektive Aufmerksamkeitsspanne — wenn man bei anderthalb Minuten Video schon dazuschreiben muss: bitte bis zum Schluss gucken.
Gewalt und Widerstand
Sabine Rückert & Johanna Haberer
In dieser Oster-Sonderfolge geht es um die Dynamik von Gewalt und Widerstand — ausgehend von der Passionsgeschichte, in der Jesus als harmloser Störer der Hierarchien in einem Schauprozess zum Tode verurteilt wird. Die Schwestern schlagen den Bogen zu Gandhi, Martin Luther King und den Klimaaktivisten im Hambacher Forst: allesamt Beispiele für Widerstand ohne Gegengewalt.
Ausgabe Dreiunddreissig
Markus Lanz & Richard David Precht
Kurz vor Ostern sprechen die beiden über die Spannung zwischen dem Fest der Hoffnung und den verstörenden Bildern aus Butscha. Das Gespräch kreist um die Frage, ob Frieden mit Waffen hergestellt werden kann, und mündet in persönliche Erinnerungen an ikonische Kriegsfotografie aus Vietnam — darunter das berühmte Napalm-Foto von Kim Phúc und dessen Wirkung auf die Antikriegsbewegung.
David – genialer Stratege, aalglatter Machtpolitiker
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Die Episode taucht ein in das zweite Buch Samuel und die Frage, warum es eigentlich nicht das Buch David heißt. Johanna Haberer ordnet die komplizierte Stammesstruktur Israels ein — zehn Stämme im Norden, Juda im Süden — und erklärt, wie David als Mann des Übergangs aus losen Nomadenstämmen erstmals ein vereintes Königreich schmiedete, das nur unter ihm und Salomo als eigenständiger Staat existierte.
Ausgabe Zweiunddreissig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode kreist um eine zentrale Frage: Woher kommt die wachsende Wut in der Mitte der Gesellschaft? Zwischen einem launigen Einstieg über Robert Musils Gleichgültigkeit gegenüber Orten und Bahn-Kaffee nach dem Motto „Hauptsache immer dasselbe
Olga Grjasnowa, verstehen Sie die Russen
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Die Schriftstellerin Olga Grjasnowa spricht über die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs, über ihre jüdische Identität als kulturelle Zugehörigkeit ohne Gläubigkeit und über die absurden Erfahrungen als Eingewanderte in Deutschland — etwa den Moment, als ihre Staatsbürgerschaft versehentlich aus dem Computer gelöscht wurde. Dabei bewegt sie sich mühelos zwischen politischer Analyse, persönlichen Anekdoten und der Frage, was Mehrsprachigkeit mit einem Menschen macht.
Nichts ist, wie es scheint
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In der Nacht vor Heiligabend 2007 werden in einem kleinen Dorf südlich von Zürich zwei Kinder erstickt in ihren Betten gefunden — unter dem Christbaum liegen noch die Nintendos, die sie am nächsten Morgen auspacken sollten. Reporter Moritz Aisslinger erzählt die verstörende Familiengeschichte von Franz B. und Bianca G., in der ein inszenierter Einbruch die Polizei sofort misstrauisch macht und die Spur tief in eine Beziehung voller Lügen und Manipulation führt.
Können Männer lustig sein
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Nach über 250 Folgen Aufschub widmen sich die beiden endlich dem amerikanischen Komiker Louis C.K. — ein Thema, das Lars seit der dritten Folge machen wollte, aber aus emotionaler Überwältigung immer wieder verschob. Es geht um Männlichkeit, Comedy und die Frage, was Louis C.K.s Werk für die Gegenwart noch bedeutet, nachdem seine große Zeit ein jähes Ende fand.
Ausgabe Einunddreissig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode dreht sich um die bemerkenswerte Wandlung der Grünen in der Regierungsverantwortung: Robert Habeck kauft Flüssiggas in Katar und erklärt, er sei Minister für Deutschland, nicht für die Grünen — während Annalena Baerbock Waffenlieferungen an die Ukraine fordert, obwohl das grüne Wahlprogramm genau das verbieten wollte. Daneben geht es um die Frage, ob Deutschland ein Embargo gegen russisches Gas wagen sollte und warum das Thema Ökologie als Menschheitsaufgabe immer weiter in den Hintergrund rückt.
Ich kenne keine Kultur, die Männer ermutigt, ihre Gefühle zu zeigen
Roman Pletter & Gäste
Die amerikanische Schriftstellerin Hanya Yanagihara stellt im Münchner Literaturhaus ihren neuen Roman »Zum Paradies« vor — ein Dreiteiler, der in demselben New Yorker Haus 1893, 1993 und 2093 spielt und durch Homosexualität, die Aids-Krise und eine pandemiebestimmte Zukunft führt. Im Gespräch mit Judith Liere erzählt Yanagihara von ihrer besonderen Verbindung zu Deutschland, wo schon ihr Vater 1964 studierte, und davon, wie ihr Vorgängerroman »Ein wenig Leben« Millionen Leser weltweit zum Weinen brachte.