Episoden
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Große Verbrecher, Teil 2 – Despot im Operettengewand
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Journalist Erich Follath berichtet von seiner abenteuerlichen Reise nach Libyen 1990, um den Despoten Muammar al-Gaddafi zu interviewen — einen Mann, der 42 Jahre lang an der Macht war und sich mit einer Leibgarde aus Frauen umgab. Mit einem Sieben-Tage-Visum ausgestattet, saß Follath tagelang in einem Hotel in Tripolis fest, wurde immer wieder vertröstet und musste rund um die Uhr erreichbar bleiben, weil Gaddafi als Nachtmensch berüchtigt dafür war, Gäste um drei Uhr morgens einzubestellen.
Königin Ester rettet das Volk der Juden
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Das Buch Esther führt die Reihe der Exilgeschichten fort — diesmal im persischen Reich, in der uralten Stadt Susa. Historisch ist die jüdische Königin Esther reine Fiktion, doch die Erzählung verdichtet eine sehr reale Erfahrung: die permanente Bedrohung des jüdischen Volkes in der Diaspora, bis hin zu Pogromen. Erfunden wurde die Geschichte, um den Ursprung des Purim-Fests zu erklären.
Ausgabe Siebenundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Richard David Precht hat gerade den vierten Band seiner Philosophiegeschichte fertiggestellt — über 500 Seiten zur Philosophie der Moderne, von Heidegger über Wittgenstein bis Sigmund Freud. Er vergleicht das Schreiben mit dem Aufräumen: So wie man Bücherstapel sortiert, bringt man auch die eigenen Gedanken in eine Ordnung, und am Ende steht die Befriedigung, alles hübsch dargestellt zu haben. Besonders stolz ist er auf die zehnseitige Einleitung, die die gesamte komplizierte Philosophie der Moderne übersichtlich zusammenfasst.
Große Verbrecher, Teil 1 – Gottes Hass
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Der Journalist und Politologe Erich Follath berichtet von seinen persönlichen Begegnungen mit dem israelischen Friedensnobelpreisträger Yitzhak Rabin, der einem politischen Attentat zum Opfer fiel. Follath zeichnet das Bild eines schroffen, arroganten Spitzenpolitikers aus europäischer Elite, der Journalisten verachtete und dennoch als Verteidigungsminister das Vertrauen der Israelis gewann — bevor er ermordet wurde.
Gender, Race, Klasse – und wo bleiben die Ossis
Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod
Dirk Oschmanns Bestseller „Der Osten, eine westdeutsche Erfindung
Ausgabe Sechsundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Folge dreht sich um die Wellen, die Prechts Kritik an Annalena Baerbock in der vorherigen Ausgabe geschlagen hat — vom Praktikums-Satz bis zum Vorwurf mangelnder diplomatischer Erfahrung. Dabei entspinnt sich eine grundsätzliche Debatte darüber, ob das Auswärtige Amt nicht zwingend jemanden mit diplomatischem Handwerk verlangt, und warum die Grünen ausgerechnet dieses Ministerium beanspruchten, obwohl sie dort kaum grüne Programmatik umsetzen können.
Wie wenig verteidigungsfähig wir ohne die USA wären, ist grotesk
Roman Pletter & Gäste
In der Urania Berlin sprechen Roman Pletter und Mariam Lau mit Altbundespräsident Joachim Gauck über Russland, die Ukraine und Europas erschreckende Abhängigkeit von den USA in Sicherheitsfragen. Außerdem geht es um Ostdeutschland und die Westdeutschen — ausgelöst durch einen Zeit-Artikel über Springer-Chef Matthias Döpfner, der sich in privaten Nachrichten abfällig über Ostdeutsche geäußert hatte.
Maria Lorenz-Bokelberg, warum ist in Podcasts noch nicht alles gesagt
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Zum fünften Geburtstag von „Alles gesagt?
Judit überlistet Holofernes
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Das Buch Judit ist kein historischer Bericht, sondern ein elegant erzählter Roman aus dem 2. Jahrhundert vor Christus, in dem historische Figuren wie Nebukadnezar fröhlich durcheinandergewürfelt werden — er wird kurzerhand zum König der Assyrer umgedichtet. Im Zentrum steht sein brutaler Feldherr Holofernes, der mit 120.000 Mann Fußvolk, 12.000 berittenen Bogenschützen und ganzen Kamelherden gen Westen zieht, um alles zu überrollen.
Ausgabe Fuenfundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode dreht sich um Deutschlands verschlafenen Glasfaserausbau: Bereits 1981 hatte die Regierung Schmidt beschlossen, Westdeutschland bis 2015 mit Glasfaser auszustatten — doch Helmut Kohl setzte stattdessen auf Kupferkabel, um das Privatfernsehen und damit seinen Duzfreund Leo Kirch zu fördern. Anhand eines Terra-X-History-Posts wird aufgedröselt, wie politische Gefälligkeiten und der Groll auf investigative Formate Deutschland digital ins Hintertreffen brachten.