Der Müll, die Stadt und der Tod
Rainer Werner Fassbinder
Dieter Wunderlich analysiert Rainer Werner Fassbinders umstrittenes Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod" und seine Verflechtung mit antisemitischen Stereotypen. Der Artikel zieht Parallelen zu Robert Walsers Werk und zeigt auf, wie beide Künstler in ähnliche ideologische Fallen tappten, insbesondere im Umgang mit dem jüdischen Immobilienspekulanten als literarischer Figur. Es geht um die historische Kontinuität problematischer Darstellungen und deren Rezeption in der deutschsprachigen Literatur und Dramatik.
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„weil er sah da das kohlenschaufelnde, so das Kohlenkellerkind und da sieht er den Immobilienspekulant, also im Grunde das Ding, in das ja auch Fassbinder mit seinem Stück Müll statt Tod bei Bubis reingedappt ist.“
Thea Dorn zieht eine Parallele zwischen Walsers blindem Fleck im Umgang mit Ignatz Bubis und Fassbinders umstrittenem Theaterstück, das wegen antisemitischer Stereotype skandalisiert wurde. Beide, so ihre Analyse, seien in dieselbe Falle getappt.
„Dann schreibt der Fassbinder angeturnt von dem Häuserkampf ein Stück, der Müll, die Stadt und der Tod, wo die Hauptperson ein Jude ist. Fassbinder in seinem Stück der Jude heißt. Und dieser Jude ist angelehnt mehr oder weniger an die Figur von Bubis, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde.“
Im Kontext der Frankfurter Häuserkämpfe der 70er Jahre erzählt Cohn-Bendit von Fassbinders kontroversem Theaterstück. Die Hauptfigur, die nur 'der Jude' genannt wird, war an Ignatz Bubis angelehnt, den späteren Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde. Das Stück löste eine große Antisemitismus-Debatte in Frankfurt aus.
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