Der Osten: eine westdeutsche Erfindung

Dirk Oschmann · 2023

»Der Osten hat keine Zukunft, solange er nur als Herkunft begriffen wird.« Was bedeutet es, eine Ost-Identität auferlegt zu bekommen? Eine Identität, die für die wachsende gesellschaftliche Spaltung verantwortlich gemacht wird? Der Attribute wie Populismus, mangelndes Demokratieverständnis, Rassismus, Verschwörungsmythen und Armut zugeschrieben werden? Dirk Oschmann zeigt in seinem augenöffnenden Buch, dass der Westen sich über dreißig Jahre nach dem Mauerfall noch immer als Norm definiert und d...

Der Osten: eine westdeutsche Erfindung

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Erwähnungen (10)

ZEIT Bühne
🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:08:00
„Derzeit macht ja ein Buch Furore von Dirk Oschmann, der sagt, der Osten ist eigentlich eine Erfindung des Westens.“

Im Gespräch wird Oschmanns These diskutiert, dass 'der Osten' eine westdeutsche Konstruktion sei, und Gauck nimmt kritisch dazu Stellung.

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Nina Pauer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:00:06
„Wir wollen heute über ein Buch sprechen, das, bevor die Stucki-Festspiele losgerollt sind, auf Platz 1 der Bestsellerlisten war. Und zwar über Dirk Oschmann, Der Osten, eine westdeutsche Erfindung.“

Hauptthema der Episode, über das ausführlich diskutiert wird

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:13:35
„Also bei 18 Prozent als bundesweit, ja, nicht irgendwo im Osten bei Herrn Oschmann, sondern bundesweit bei 18 Prozent, gleichauf mit der SPD.“

Lars Weisbrod erwähnt beiläufig 'Herrn Oschmann' im Kontext der AfD-Umfragewerte und der Ost-West-Debatte. Die Referenz auf Dirk Oschmann, dessen Buch die Ost-West-Diskussion in Deutschland maßgeblich prägte, ist nur implizit – Oschmann wird als Chiffre für die ostdeutsche Perspektive verwendet.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:27:58
„Der Osten, eine westdeutsche Erfindung. Es ist ein großartiges Buch, in dem er genau darüber schreibt. Man sagt, ich wollte eigentlich keines der üblichen Bücher darüber schreiben, wie schlimm im Osten alles ist. Weil eigentlich ist eben nicht der Osten sein Thema, sondern, und das ist entscheidend, der Westen.“

Markus Lanz empfiehlt das Buch von Dirk Oschmann als Beleg für die These, dass die Probleme zwischen Ost- und Westdeutschland vor allem durch westdeutsche Arroganz und mangelnde Repräsentation entstanden sind. Richard David Precht hatte zuvor ausführlich die Herablassung des Westens gegenüber ostdeutschen Biografien kritisiert, und Lanz greift Oschmanns Buch als pointierte Zusammenfassung genau dieser Argumentation auf.

Was liest du gerade?
🗣 Alexander Cammann referenziert bei ⏱ 00:13:51
„Dirk Oschmanns Buch Der Osten, eine westdeutsche Erfindung, das spürt man, da wollte er ein bisschen was anders setzen, anders fokussieren“

Oschmanns Überraschungsbestseller wird als wichtiger Bezugspunkt genannt, auf den sowohl Mau als auch Wellmer in ihren Büchern reagieren.

Hotel Matze
🗣 Steffen Mau referenziert bei ⏱ 00:59:29
„Dirk Oschmann“

Steffen Mau nennt Oschmann als einen der Autoren, die zur neuen Ostdeutschland-Debatte beitragen.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:11:49
„Ich hatte letzte Woche ein sehr interessantes Gespräch, unter anderem mit Dirk Oschmann, der Literaturprofessor aus Leipzig, glaube ich, den ich sehr schätze, der dieses Buch geschrieben hat, Der Osten, eine Erfindung des Westens sozusagen oder eine westdeutsche Erfindung.“

Markus Lanz bezieht sich auf ein Gespräch mit Dirk Oschmann in seiner TV-Sendung und dessen Buch über die Ost-West-Unterschiede. Das Buch wird mehrfach inhaltlich referenziert, u.a. mit konkreten Fakten zu Erbschaftssteuer und Eigentumsverhältnissen in Ostdeutschland.

Hotel Matze
🗣 Ilko-Sascha Kowalczuk referenziert bei ⏱ 01:34:22
„Und jetzt haben wir eben auch, glaube ich, beide auf eine Diskussion, auf eine Debatte reagiert, die man mit dem Namen Dirk Oschmann sozusagen in Verbindung bringen müsste. Und Oschmann ist ja jemand, der hat sich auf diese Bücher von Mau und mir, Übernahme und Lütten Klein, im Prinzip konzentriert, hat daraus ein Destillat gemacht und hat das enorm zugespitzt.“

Kowalczuk beschreibt Oschmanns Buch als radikale Zuspitzung der Thesen aus seinen und Maus früheren Werken. Der Titel wird nicht explizit genannt, aber Oschmanns Bestseller wird als erstes Buch beschrieben, das zu 80 Prozent im Osten verkauft wurde. Kowalczuk kritisiert, dass Oschmanns radikaler Ton die Ostdeutschen in ihrer Selbststilisierung als Opfer bestärke und sie in einer passiven Objektrolle belasse.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:54:23
„Ihr kennt Dirk Oschmann, Literaturprofessor, wenn ich das richtig im Kopf habe, der diesen großartigen Bestseller über die Ostdeutschen geschrieben hat, wo er sozusagen beschreibt, dass der Osten im Grunde eine westdeutsche Erfindung ist.“

Lanz zitiert Oschmanns Buch als Beleg dafür, dass der Osten als singulärer Sonderfall dargestellt wird und die Deutungshoheit beim Westen liegt

Hotel Matze
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 00:49:36
„Also so, deswegen kommen diese Gespräche wieder, deswegen ist so ein Dirk Oschmann, so ein Buch irgendwie so erfolgreich. Weil man merkt so richtig, dass die Ostseele, und das geht ja selbst uns Kindern der Wende so, dass man merkt, irgendwie ist hier noch, hier sind noch ein paar Sachen einfach offen, die sind nicht geklärt.“

Matze und Clueso sprechen über die unverarbeiteten Folgen der Wende und das anhaltende Ost-West-Gefälle. Matze führt den Erfolg von Dirk Oschmanns Buch als Beleg dafür an, dass die Aufarbeitung der Ost-Identität noch nicht abgeschlossen ist — die Themen des Buchs treffen einen Nerv, weil sie noch nicht 'therapiert' sind.

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FAZ-Artikel von Dirk Oschmann über die westdeutsche Konstruktion des Ostens. Der ursprünglich im Februar 2023 veröffentlichte Beitrag provozierte eine breite Debatte und wurde später zu einem Buch erweitert. Oschmann beleuchtet, wie der Osten durch westdeutsche Perspektiven geprägt und interpretiert wurde.

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