Lanz & Precht – Ausgabe Achtundfuenfzig
#058

Ausgabe Achtundfuenfzig

Lanz & Precht / 07. Oktober 2022 / 17 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Precht arbeitet an seinem vierten Band Philosophiegeschichte und erzählt von Antonio Gramsci, dem italienischen Denker, der in Mussolinis Gefängnissen seine bahnbrechende Theorie der Hegemonie entwickelte — unbemerkt von den Wärtern, die seine Schriften für Unsinn hielten. Daraus entspinnt sich ein Gespräch über die Natur von Macht, das Lanz mit einer Anekdote von Dimitri Glukhovski vertieft: Der russische Bestseller-Autor beschreibt, wie Putins gesamte Herrschaft auf der Inszenierung durchs Fernsehen beruht — von exakt vorgeschriebenen Kamerapositionen bis zu bewaffneten Wachen in Moskauer Studios.

„Der einzige Grund, warum das irgendwann mal aus dem Gefängnis geschmuggelt werden konnte, war, dass es keiner ernst genommen hat, weil die Wärter das nicht verstanden haben. Und gedacht haben, der schreibt den ganzen Tag nur Quatsch.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (17)

Erkenne die Welt – Eine Geschichte der Philosophie

Erkenne die Welt – Eine Geschichte der Philosophie

Richard David Precht · 2015

Vierbändiges Nachschlagewerk zur Philosophiegeschichte, das die historischen Denkwege von den Ursprüngen bis zur Gegenwart nachzeichnet. Das Werk vermittelt nicht nur philosophische Antworten, sondern zeigt den Weg zum eigenständigen kritischen Denken – als Anleitung zum tieferen Verstehen der Welt.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:00:30 „Ach, ich schreibe gerade an meiner Philosophiegeschichte weiter. Vierter Band, lang und umfangreich, mit immer schwierigeren Sachen.“

Precht berichtet zu Beginn des Gesprächs über seine aktuelle Arbeit am vierten Band seiner Philosophiegeschichte-Reihe. Das Werk wird als besonders umfangreich und inhaltlich anspruchsvoll beschrieben.

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Gefängnishefte (Quaderni del carcere)

Gefängnishefte (Quaderni del carcere)

Antonio Gramsci · 2014

Antonio Gramscis Gefängnishefte entstanden während seiner zehnjährigen Haft unter Mussolini in Italien. Der Politiker und Journalist entwickelte in diesen Aufzeichnungen seine einflussreiche Hegemonietheorie, die erklärte, wie Macht subtil und kulturell funktioniert. Die Schriften überlebten nur, weil die Gefängniswärter sie für bedeutungslos hielten.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:00:48 „Antonio Gramsci war ein italienischer Politiker und Journalist, 20er Jahre, und er hat der dann für zehn Jahre ins Gefängnis geworfen wurde von Mussolini und dort tausende von Seiten vollgekritzelt hat und dessen wichtigste Theorie darin besteht, subtil über Macht nachzudenken. Von ihm stammt der Begriff Hegemonie.“

Precht erzählt, dass er gerade für den vierten Band seiner Philosophiegeschichte über Antonio Gramsci schreibt. Er beschreibt Gramscis Gefängnisschriften, die im Gefängnis unter Mussolini entstanden und nur überlebten, weil die Wärter sie für Unsinn hielten. Die Schriften behandeln Gramscis Hegemonietheorie – wie Macht tatsächlich funktioniert.

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Metro 2033

Metro 2033

Dmitri Glukhovsky · 2017

The year is 2033. The world has been reduced to rubble. Humanity is nearly extinct and the half-destroyed cities have become uninhabitable through radiation. Beyond their boundaries, they say, lie endless burned-out deserts and the remains of splintered forests. Survivors still remember the past greatness of humankind, but the last remains of civilisation have already become a distant memory. Man has handed over stewardship of the Earth to new life-forms.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:02:26 „Dimitri Glukhovski. Kennst du vielleicht, Science-Fiction-Autor, hat drei Millionen Bücher verkauft, allein von Metro 2033, ist eine ganze Reihe und jetzt hat er ein neues Buch gemacht, das kommt demnächst Geschichten aus der Heimat veröffentlicht.“

Lanz stellt den russischen Schriftsteller Glukhowski vor, der bei ihm in der Sendung war. Metro 2033 wird als dessen Bestseller mit drei Millionen verkauften Exemplaren genannt, bevor Lanz auf Glukhovskis Beobachtungen über Putins Machtverständnis und die Rolle des Fernsehens überleitet.

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Geschichten aus der Heimat

Geschichten aus der Heimat

Dmitri Glukhovsky · 2022

Ein tadschikischer Gastarbeiter, der in die Fänge des Moskauer Organhandels gerät. Ein Antikorruptions-Ermittler, der von seinem Verfahren abgezogen wird. Ein Regierungsbeamter, der sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere die Sinnfrage stellt. Ein Provinzpolitiker, der urplötzlich mit der bitteren Wahrheit unverfälschter Wahlergebnisse konfrontiert wird – Dmitry Glukhovskys »Geschichten aus der Heimat« sind kleine Fenster in die Untiefen der russischen Gesellschaft.

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:02:26 „Kennst du vielleicht, Science-Fiction-Autor, hat drei Millionen Bücher verkauft, allein von Metro 2033, ist eine ganze Reihe und jetzt hat er ein neues Buch gemacht, das kommt demnächst Geschichten aus der Heimat veröffentlicht.“

Lanz erwähnt Glukhovskis neues Buch als Anlass für dessen Besuch in seiner Sendung. Das Buch wird als bald erscheinend angekündigt, bevor das Gespräch sich auf Glukhovskis Einblicke in Putins Machtsystem konzentriert.

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Die vierte Gewalt

Die vierte Gewalt

Richard David Precht, Harald Welzer · 2022

Analyse wie Medien ohne bewusste Absprache eine veröffentlichte Meinung schaffen, die von der tatsächlichen öffentlichen Meinung abweicht. Das Werk untersucht die Selbstangleichung der Presse am Beispiel der Ukraine-Berichterstattung und hinterfragt die Rolle der Medien als vierte Gewalt in der Demokratie.

🗣 Richard David Precht empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:08:46 „Ja, und es war ja im Grunde genommen so, dass sich das bestätigt hat, was wir im Buch geschrieben haben, dass unsere Leitmedien nicht so richtig trainiert darin sind, mit Kritik umzugehen. Und dass natürlich als erstes in so einer Zeit die Verletzten und die Wütenden sich zu Wort melden.“

Precht und Lanz diskutieren ausführlich die Reaktionen auf ihr gemeinsames Buch über Medien und Journalismus. Sie sprechen über einen Talkshow-Auftritt, bei dem es zum Schlagabtausch kam, und verteidigen ihr Anliegen: Das Buch sei kein Angriff auf Journalismus, sondern ein Plädoyer für konstruktive Medienkritik in Krisenzeiten.

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Von der Pflicht

Von der Pflicht

Richard David Precht · 2021

Philosophisches Werk über Ethik und Pflichtenlehre. Analysiert die Diskrepanz zwischen tatsächlichen Gefahren und menschlicher Risikowahrnehmung: Während reale Risiken wie Corona unterschätzt werden, überwiegen irrationale Ängste vor unrealistischen Szenarien wie Insektenstichen oder Haiangriffen.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:17:33 „Also das erste Thema, ich hatte das auch in meinem Buch über die Pflicht geschrieben, dass ich mal beim Beispiel von Corona erklärt habe, dass es tatsächlich wesentlich gefährlicher ist, Corona, als vieles, wofür die Leute sich mehr fürchten normalerweise.“

Im Kontext einer Diskussion über irrationale Risikowahrnehmung verweist Precht auf sein früheres Buch über Pflicht, in dem er anhand von Corona die Diskrepanz zwischen tatsächlichen Gefahren und subjektiver Angst analysiert hatte – etwa die irrationale Angst vor Insektenstichen oder Haiangriffen im Vergleich zu realen Risiken.

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Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne

Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne

Ulrich Beck · 2016

»Arm an geschichtlichen Katastrophen war dieses Jahrhundert wahrlich nicht: zwei Weltkriege, Auschwitz, Nagasaki, dann Harrisburg und Bhopal, nun Tschernobyl. Das zwingt zur Behutsamkeit der Wortwahl und schärft den Blick für die historischen Besonderheiten. Alles Leid, alle Not, alle Gewalt, die Menschen Menschen zugefügt haben, kannt bisher nur die Kategorien der ›anderen‹ - Juden, Schwarze, Frauen, Asylanten, Dissidenten, Kommunisten usw.«

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:26:40 „So ein bisschen wie hier der berühmte Soziologe Ulrich Beck in Risikogesellschaft, das er nicht so beschrieben hat. Dass du eigentlich das Gefühl hast, du sitzt da so wie so ein Kaninchen in der Schlange und irgendwann macht es Kawoom und dann liegt alles in Schutt und Asche und du kannst nichts dagegen tun.“

Lanz bezieht sich auf Ulrich Becks Konzept der Risikogesellschaft, um die aktuelle Angst vor einem Atomkrieg einzuordnen. Er nutzt das Buch als Kontrastfolie: Beck beschrieb das Gefühl der Hilflosigkeit, aber Lanz argumentiert, dass die Menschheit nach Hiroshima eigentlich bewiesen hat, dass sie mit Atomwaffen umgehen kann – bis jetzt.

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Der schwarze Schwan

Der schwarze Schwan

Nassim Nicholas Taleb · 2021

Die Weltbestseller des großen Zufallsforschers Ein “Schwarzer Schwan” ist ein Ereignis, auf das drei Dinge zutreffen: Es ist erstens ein Ausreißer – es liegt außerhalb der regulären Erwartungen, nichts in der Vergangenheit weist darauf hin. Es hat zweitens enorme Auswirkungen. Drittens bringt uns die menschliche Natur dazu, im Nachhinein Erklärungen für sein Eintreten zu konstruieren, um es erklärbar und vorhersagbar zu machen.

🗣 Richard David Precht empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:32:01 „Und da muss ich an dieses kluge Buch von Nassim Taleb denken, Der schwarze Schwan. Der Einsatz von Atomwaffen wäre nach Taleb übrigens kein schwarzer Schwan.“

Precht bringt Talebs Konzept des schwarzen Schwans in die Diskussion über nukleare Risiken im Ukraine-Krieg ein. Er erklärt, dass ein Nukleareinsatz kein völlig undenkbares Ereignis (schwarzer Schwan) sei, sondern ein 'grauer Schwan' — unwahrscheinlich, aber durchaus möglich. Lanz ergänzt begeistert ein Zitat aus dem Buch und nennt es 'ein wirklich großartiges Buch'.

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Satiren

Satiren

Juvenal · 1838

Sammlung beißend satirischer Werke aus dem römischen Imperium, die Gesellschaft und menschliche Schwächen angreifen. Bekannt für die prägende Aussage, dass treue Ehefrauen so selten sind wie schwarze Schwäne — ein Bild, das bis heute in der Risikoanalyse nachwirkt.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:33:05 „Der Römer Juwenal, ein römischer Dichter, der hat etwas Frauenfeindliches gesagt. Der hat nämlich gesagt, eine treue Ehefrau ist so selten wie ein schwarzer Schwan. Und schwarze Schwäne waren zum damaligen Zeitpunkt nicht bekannt.“

Precht erzählt den Ursprung der Metapher des schwarzen Schwans: Der römische Dichter Juvenal prägte den Vergleich in seinen Satiren. Precht nutzt die Anekdote, um Talebs Konzept historisch herzuleiten — von der Antike über die Entdeckung des Trauerschwans in Australien 1697 bis zur heutigen Risikoanalyse.

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A General History of Birds

A General History of Birds

John Latham · 1822

Ornithologisches Lehrbuch von John Latham aus 1780, das die Existenz schwarzer Schwäne erstmals wissenschaftlich dokumentierte. Das Werk widerlegt die bis dahin vorherrschende Annahme, dass schwarze Schwäne unmöglich seien, und gilt als Meilenstein der zoologischen Wissenschaftsgeschichte. Precht bezieht sich auf dieses historische Werk, um zu zeigen, wie lange wissenschaftliche Gewissheiten durch neue Erkenntnisse überwunden werden können.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:34:03 „Bis 1780, das dann offiziell in einem ornithologischen Lehrbuch von Herrn Lethem, ich habe das Buch zu Hause, anerkannt wurde, dass es tatsächlich schwarze Schwäne gibt.“

Precht erwähnt im Rahmen seiner Erzählung über die Geschichte des schwarzen Schwans ein ornithologisches Lehrbuch von John Latham, das 1780 erstmals die Existenz schwarzer Schwäne offiziell anerkannte. Er betont, dass er das Buch selbst besitzt.

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Artikel von Bernd Ulrich

Artikel von Bernd Ulrich

Bernd Ulrich

Wie kann es sein, dass wir alles über die Klimakrise wissen und trotzdem so wenig dagegen unternehmen? Es hat mit Stolz, Ehre und der Idylle der Normalität zu tun.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:36:54 „Pass auf, Bernd Ulrich, sehr kluger Autor der Zeit, auch interessanter Satz, der sagt, weil es nie wieder so sein wird, wie es war, wird die Politik damit aufhören müssen, das Gewohnte als ein Anrecht zu behandeln, und zwar einfach nur deswegen, weil sie dieses Recht nicht mehr gewährleisten kann.“

Lanz zitiert den ZEIT-Autor Bernd Ulrich mit einer pointierten These: Die Politik könne das Gewohnte nicht mehr als Anrecht behandeln, weil sie es nicht mehr gewährleisten könne. Precht ordnet das Zitat ein und verbindet es direkt mit Ulrich Becks Risikogesellschaft.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Psycho

Psycho

Alfred Hitchcock · 1960

Die Sekretärin Marion Crane unterschlägt 40.000 Dollar und macht auf ihrer Flucht in einem abgelegenen Motel Station, das der eigentümliche Norman Bates leitet, der mit seiner Mutter im Haus neben dem Motel lebt. Als Marion sich frisch machen will, wird sie während des Duschens erstochen. Nachdem ein Privatdetektiv, der ihre Spur gefunden hatte, ebenfalls verschwindet, begeben sich Marions Freund Sam und ihre Schwester Lila auf die Suche. Im Bates Motel machen sie eine grausige Entdeckung.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:40:25 „Der sagt, das ist ein bisschen wie in so einem Hitchcock-Film. Solange sich nur so der Duschvorhang bewegt und du den Mörder, der da rumschleicht, nicht siehst, hast du wahnsinnige Angst. Aber in dem Moment, wo der Vampir sozusagen den Raum betritt und du siehst, wie dieser Vampir aussieht, verliert er dann auch seinen Schrecken.“

Markus Lanz gibt die Analogie von Stefan Grünewald (Rheingold-Institut) wieder, der das Umgehen mit der atomaren Bedrohung mit einer Hitchcock-Szene vergleicht. Die Duschvorhang-Szene ist eine eindeutige Referenz auf Hitchcocks Film Psycho (1960).

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Artikel über atomare Bedrohung

Artikel über atomare Bedrohung

Georg Mascolo

Im Kontext der Putinschen Atomdrohungen analysiert Journalist Georg Mascolo, wie Medien mit der wiederkehrenden Furcht vor einem Nuklearkrieg umgehen. Der Artikel untersucht den schmalen Grat zwischen berechtigter Informationsvermittlung und Panikmache, die Quote und Auflage treibt. Mascolo weist darauf hin, dass die atomare Bedrohung zwar erneut mit Macht zurückgekehrt ist, aber die Geschichte zeigt, dass ein tatsächlicher Atomkrieg trotz wiederholter Zuspitzungen bislang immer verhindert wurde. Der Artikel hinterfragt damit die Verantwortung von Medien bei der Berichterstattung über existenzielle Risiken.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:45:26 „Auch Georg Maskolo hat dieser Tage in der SZ darüber geschrieben. Fand ich interessant. Sagt, da gibt es plötzlich wieder diese atomare Bedrohung. Die kommt jetzt mit Macht zurück. Aber es lohnt sich daran zu erinnern, dass bei aller Zuspitzung die große Auslöschung stets verhindert worden ist.“

Lanz verweist auf einen aktuellen Artikel von Georg Mascolo in der Süddeutschen Zeitung, der die Rückkehr der atomaren Bedrohung thematisiert, aber gleichzeitig daran erinnert, dass trotz aller Zuspitzungen ein Atomkrieg bisher immer verhindert wurde. Lanz nutzt den Artikel als Argument für die Wirksamkeit bestehender Regelwerke.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung Details
Terminator

Terminator

James Cameron · 1984

Ein Cyborg aus der Zukunft wird auf eine tödliche Mission in die heutige Gegenwart geschickt. Er soll Sarah Connor töten, eine junge Frau, die eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Menschheit spielen wird. Sie hat nur eine Chance, Kyle Reese, ein Freiheitskämpfer, der ebenfalls aus der Zukunft kommt.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:56:19 „Also von Menschen, die Angst hatten, dass Roboter sich irgendwann gegen die Menschheit richten. So als zu sagen, der größte Apokalypse, das wäre eher der Schwarze Schwan. Das ist eher Schwarzenegger, heißt das ja.“

Im Gespräch über die Risiken künstlicher Intelligenz und Szenarien, in denen Roboter sich gegen die Menschheit wenden, macht Lanz einen Witz mit Bezug auf Schwarzenegger – eine klare implizite Referenz auf die Terminator-Filmreihe.

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Strawberry Fields Forever

Strawberry Fields Forever

The Beatles

Strawberry Fields Forever (englisch für Strawberry Field [Anmerkung: der Name eines Waisenhauses] für immer) ist ein von John Lennon 1966 komponiertes Stück der Rockband The Beatles. Es wurde als 14. Single der Gruppe am 13. Februar 1967 veröffentlicht. Der zweite Titel der Single war das von Paul McCartney geschriebene Lied Penny Lane.

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:57:21 „Dann würden diese Roboter nicht rasten noch ruhen, bis die ganze Welt in ein einziges Erdbeerfeld verwandelt ist. Strawberry Fields forever.“

Precht zitiert den Beatles-Titel als humorvolle Pointe nach dem Elon-Musk-Gedankenexperiment über eine KI, die darauf programmiert ist, Erdbeerfelder anzulegen und nicht aufhört, bis die ganze Welt ein Erdbeerfeld ist. Der Songtitel wird als ironischer Kommentar eingesetzt.

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Superintelligence: Paths, Dangers, Strategies

Superintelligence: Paths, Dangers, Strategies

Nick Bostrom · 2014

Was geschieht, wenn es Wissenschaftlern eines Tages gelingt, eine Maschine zu entwickeln, die die menschliche Intelligenz auf so gut wie allen wichtigen Gebieten übertrifft? Klar ist: Eine solche Superintelligenz wäre enorm mächtig und würde uns vor Kontroll- und Steuerungsprobleme stellen, verglichen mit denen die Bewältigung des Klimawandels ein Klacks ist.

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:57:40 „Es gibt ein anderes Beispiel, was Nick Bostrom bringt. Da geht es eben um Büroklammern. Bis alles auf der Welt zu Büroklammern verarbeitet ist. Also diese Szenarien.“

Precht referenziert Bostroms berühmtes Büroklammer-Gedankenexperiment aus 'Superintelligenz', um die Gefahr außer Kontrolle geratener KI-Systeme zu illustrieren. Er stellt es neben Elon Musks Erdbeerfeld-Beispiel als Szenario einer KI, die ein harmloses Ziel verfolgt, aber mangels Begrenzung katastrophale Folgen hat. Precht ordnet solche Szenarien als 'dunkelgraue Schwäne' ein – nicht naheliegend, aber nicht ausgeschlossen.

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Interview mit Ulrich Beck

Interview mit Ulrich Beck

Ulrich Beck

Der verstorbene Münchner Soziologe Ulrich Beck war der bekannteste Vertreter seines Fachs und ein Mann, der sich publizistisch in viele Diskussionen produktiv einmischte und auch politisch engagierte. Eine kritische Würdigung.

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:58:46 „Das ist interessant. Weißt du, zum Schluss ein tröstlicher Gedanke, das sagt Beck irgendwo in einem Interview, vielleicht total interessant. Die Frage, welches Risiko du bereit bist zu gehen und auch was du als riskant empfindest oder auch als Gefahr empfindest, ist natürlich auch eine kulturelle Sache.“

Lanz referenziert ein nicht näher benanntes Interview mit Ulrich Beck, in dem dieser die kulturelle Bedingtheit von Risikowahrnehmung betont. Beck bringe das Beispiel eines armen Afrikaners, der über westliche Ängste lache, weil er täglich um das Überleben seiner Familie kämpfe. Lanz nutzt dies als tröstlichen Schlussgedanken der Folge.

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