Artikel aus ZEIT Verbrechen
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50 Neonazis ertränkten einen kleinen Jungen
Der Stiefvater Tim S. wurde vom Landgericht Itzehoe zu elf Jahren Haft verurteilt, nachdem er seinen zweijährigen Stiefsohn Joey mit heißem Wasser verbrühte und der Junge starb.
Angler Waldemar 62 ist der Held von der B206
Waldemar J., 62, wollte an der Travemündung bei Lübeck Heringe angeln, als er an der Bundesstraße 206 zufällig eine gefesselte Studentin namens Johanna entdeckte und ihr so das Leben rettete. Die Bild-Zeitung stilisiert ihn als Helden des Tages, obwohl sein Eingreifen eher ein glücklicher Zufall war. Der Fall sorgte für Aufsehen, da die junge Frau offenbar Opfer eines Verbrechens geworden war. Journalistin Sabine Rückert, die den Fall im ZEIT-Verbrechen-Podcast aufarbeitete, relativiert die Heldenrolle des Anglers – er spielte letztlich nur eine Nebenrolle in einem größeren Kriminalfall.
Anja verschwand spurlos
Anne Kunze
Bis heute konnte die Polizei nicht das Schicksal von Anja Beggers aufklären. Fiel sie einem Serienmörder zum Opfer, der im ganzen Land Jagd auf Anhalterinnen machte?
Anklage gegen den Neffen von Verleger Hubert Burda erhoben. Vergewaltigungsvorwurf gegen Franz H. Burda
Der 65-jährige Unternehmer Franz H. Burda aus der Verlegerfamilie wird beschuldigt, eine Bekannte zum Sex gezwungen zu haben. Der Gerichtsfall gegen ihn steht unmittelbar bevor.
Artikel im aktuellen Kriminalmagazin
Uta Eisenhardt
Uta Eisenhardt: Kriminetz News zu Uta Eisenhardt; Bücher und mehr von Uta Eisenhardt.
Artikel in der Neuen Freien Presse zum Freispruch der Mareks
Felix Salten
Felix Salten kommentierte 1927 in der Wiener Qualitätszeitung Neue Freie Presse den Freispruch der Familie Marek in einem aufsehenerregenden Versicherungsbetrugsprozess. Salten begrüßte das Urteil als menschlich geboten und Ausdruck des Volksempfindens. Er argumentierte, der Freispruch sei eine Herzensangelegenheit und eine Forderung der Menschlichkeit gewesen. Der Artikel zeigt, wie die damalige Wiener Presse und Öffentlichkeit dem Angeklagten gegenüber sympathisch eingestellt waren.
Artikel zur Prostitutionsdebatte in der ZEIT
Aus Armut oder Abenteuerlust: Manche Frauen entscheiden sich bewusst für die Prostitution, sagt Forscherin Sabine Grenz im Interview. Die Debatte müsse sachlicher werden.
Artikel über Günther Langer in der Siegener Zeitung
Zwei nigerianische Männer, die als Bundesfreiwilligendienstler (Bufdis) tätig waren, wenden sich nach der Kündigung ihrer Verträge durch Günther Langer an Polizei und die Siegener Zeitung. Der Lokalartikel konfrontiert Langer mit den Vorwürfen; er verweist auf seinen Anwalt. Der Artikel wird zum auslösenden Medienereignis: Eine Woche nach Erscheinen nimmt sich Langer das Leben. Der Fall wirft Fragen über den Umgang mit ausländischen Bundesfreiwilligen und mögliche Diskriminierung auf.
Artikel über Hans Litten
Marion Gräfin Dönhoff
Nach dem Zweiten Weltkrieg kritisierte die ZEIT vehement die alliierten Kriegsverbrecherprozesse. Auch Marion Gräfin Dönhoff plädierte für die Entlastung der Angeklagten.
Artikel über Havanna-Syndrom im New Yorker
Unexplained brain injuries afflicted dozens of American diplomats and spies. What happened?
Artikel über Herrn Z. im British Medical Journal
Ein Artikel im British Medical Journal aus dem Jahr 2010 dokumentiert den Fall eines Klinikarzezes in England, der als 'Herr Z.' bezeichnet wird und unter seinem vollen Namen in der Publikation erscheint. Der Arzt verschrieb rund 50 Patienten falsche Medikamente in medizinisch unsinnigen Dosierungen und schadete diesen Patienten dadurch erheblich. Der Bericht gilt als wissenschaftlich anerkannte Dokumentation eines schwerwiegenden Falles von ärztlichem Fehlverhalten. Journalist Andreas Sentker zitiert den Artikel als Beleg für die Vorgeschichte von Herrn Z. und dessen Verhalten gegenüber Patienten.
Artikel über Leichenfledderei in Karelien
Ildar Dadin, ein 2015 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilter Gefangener in der karelischen Strafkolonie Nr. 7, berichtet in einem Brief an seine Ehefrau über systematische Folter und Misshandlungen durch die Lagerverwaltung unter Leitung von Major Sergei Leonidowitsch Kossiev. Unmittelbar nach seiner Ankunft im September 2016 wurde Dadin wiederholt geschlagen, aufgehängt und mit Vergewaltigung und Tod bedroht, während die gesamte Gefängnisadministration laut seiner Aussage in ein korruptes System verwickelt ist. Dadin appelliert an die Veröffentlichung seiner Informationen, da er davon ausgeht, dass öffentliche Aufmerksamkeit seine Überlebenschancen erhöht, und warnt, dass ein möglicher Tod als Unfall oder Suizid verschleiert werden könnte, obwohl es sich um geplanten Mord handele. Der Bericht dokumentiert schwerwiegende Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen in einer russischen Strafkolonie und die verzweifelte Situation eines Häftlings unter drastischer Unterdrückung.
Artikel über Lena Christ in der Süddeutschen Zeitung vom 2. März 2012
Lena Christ (1881–1920) ist eine der bekanntesten bayerischen Schriftstellerinnen, bekannt für autobiografisch geprägte Werke wie 'Erinnerungen einer Überflüssigen'. In ihren Büchern schilderte sie ihren Stiefvater Anton Leix als gewalttätigen und übergriffigen Mann. Ein Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 2. März 2012 griff diese Darstellung erneut auf und bezeichnete Anton Leix als Vergewaltiger und Übeltäter. Christs Enkel Helmut Leix empfand dies als Verleumdung seiner Familie und verfasste daraufhin einen empörten Brief an seine Töchter.
Artikel über Mario Forster im ZEIT Magazin (2014)
Daniel Müller
Daniel Müller recherchierte 2014 für das ZEIT Magazin den Fall Mario Forster, einem mutmaßlichen Kriminalfall mit Bezug zum Landeskriminalamt. Im Zuge seiner ersten Recherchen traf Müller den LKA-Beamten Mario H., der ihn dabei belogen haben soll. Der Artikel war Müllers erste Veröffentlichung zu diesem Fall und markierte den Beginn einer längeren journalistischen Auseinandersetzung mit dem Thema. Das Stück erschien im Magazin-Beilagen-Format von Die Zeit, was auf eine ausführliche, erzählerische Darstellung hindeutet.
Artikel über Mario Forster in der ZEIT (2016)
Daniel Müller
Mario Forster war als V-Mann (Verdeckter Ermittler bzw. Informant) für Behörden tätig und geriet selbst ins Visier der Justiz. Journalist Daniel Müller begleitete den Fall über Jahre hinweg in drei Reportagen (2014, 2016, 2018). Der zweite Text aus dem Mai 2016 erschien im Kontext des zweiten Strafprozesses gegen Forster. Die Langzeitrecherche beleuchtet das widersprüchliche Leben eines Mannes, der zwischen staatlicher Zusammenarbeit und eigener Strafverfolgung steht – ein Porträt über Loyalitäten, Justiz und die Grenzen des V-Mann-Wesens.
Artikel über Mario Forster in der ZEIT (2018)
Daniel Müller
Mario Forster war ein V-Mann des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA), dessen Geschichte Journalist Daniel Müller über mehrere Jahre verfolgte. 2018 stand er im Mittelpunkt eines Prozesses am Landgericht Nürnberg gegen sechs BLKA-Beamte – vermutlich wegen Fehlern im Umgang mit dem Informanten oder Straftaten im Zusammenhang mit seiner Führung. Der Artikel ist der dritte einer Serie: Müller berichtete erstmals im Juni 2014, dann im Mai 2016, schließlich im Juli 2018 – ein seltenes Beispiel für investigativen Langzeitjournalismus zu einem V-Mann-Skandal im deutschen Sicherheitsapparat.
Artikel über Nils H. in der Zeit (Februar 2015)
Daniel Müller
Der Artikel von Daniel Müller aus dem Februar 2015 porträtiert den Serienmörder Nils H. im Moment nach seinem Geständnis. Der Eröffnungssatz beschreibt, wie Nils H. wie ein Schulmädchen kichert — ein Bild der Erleichterung und emotionalen Entlastung nach dem Bekenntnis zur Tat. Müller hat mehrfach über Nils H. in der ZEIT berichtet und zeichnet hier ein psychologisches Porträt eines Täters, der durch das Ablegen seiner Last sichtlich befreit wirkt.
Artikel über Pol Pot und Tep Kunal
Erich Vollert
Erich Vollert porträtiert in diesem ZEIT-Artikel Tep Kunal, den Privatsekretär des Khmer-Rouge-Führers Pol Pot, der für den Völkermord in Kambodscha in den 1970er Jahren verantwortlich war. Das Gespräch im Podcast wird von einem Bild aus dem Artikel begleitet, das die enge persönliche Nähe zwischen Täter und Sekretär dokumentiert. Der Artikel beleuchtet die persönliche Dimension des Regimes und die Frage, wie Menschen in unmittelbarer Nähe eines Massenmörders funktionierten.
Artikel über Pol Pots Tochter im Spiegel
Anne Kunze
Anne Kunze spürte für den Spiegel Pol Pots Tochter auf – jener Frau, die als Kind des Diktators und Anführers der Roten Khmer aufwuchs, die zwischen 1975 und 1979 schätzungsweise 1,5 bis 2 Millionen Kambodschaner ermorden ließ. Der Artikel schildert ihr Leben nach dem Ende des Khmer-Rouge-Regimes und beschreibt ihre gescheiterte Ehe mit einem Mann, dessen Familie selbst zu den Opfern des Terrors ihres Vaters zählte. Diese persönliche Geschichte steht stellvertretend für die Unmöglichkeit, Schuld und Trauma in Kambodscha zu überwinden.
Artikel über Rosen für Beate Klarsfeld
Heinrich Böll
Beate Klarsfeld ohrfeigte 1968 Bundeskanzler Kiesinger. Heinrich Böll solidarisierte sich mit ihr und schickte ihr Blumen, worauf Günter Grass ihn öffentlich kritisierte. Böll antwortete mit einem Artikel in der ZEIT, in dem er seine Unterstützung verteidigte und betonte, dass Klarsfeld den Mut gehabt habe, etwas zu wagen, das andere nicht wagten. Der Artikel war auch persönlich – Böll gedachte seiner im Krieg getöteten Mutter und verband damit die Notwendigkeit, gegen NS-Kontinuitäten zu kämpfen.
Artikel über Samenspender mit vielen Halbgeschwistern
Leonie ist Nachkommin eines Samenspenders, sie weiß von 20 Halbgeschwistern. Sind da noch mehr? Der Fall wirft die Frage auf, ob es eine Obergrenze geben sollte.
Artikel über Schönheitsoperationen (mit Beltracchi-Zitat)
Der Spiegel
Der Vatikan veranstaltet eine Konferenz über Schönheitsoperationen und verurteilt diese als „Aggression gegen den weiblichen Körper" und metaphorisch als „Burka aus Fleisch". Als Werbeperson für diese Initiative tritt die Schauspielerin Nancy Brilli auf, was eine deutliche Ironie mit sich bringt: Brilli selbst hat offenbar Schönheitsoperationen durchführen lassen. Der Artikel dokumentiert einen Widerspruch zwischen der kirchlichen Botschaft und ihrer öffentlichen Verkörperung, der die Glaubwürdigkeit der vatikanischen Kampagne in Frage stellt. Das Beispiel zeigt, wie die katholische Kirche versucht, sich modern zu positionieren und gezielt Frauen anzusprechen, dabei aber auf unbedachte Widersprüche trifft.
Artikel über Stanley Arkin in der Los Angeles Times
Stanley S. Arkin, Mitbegründer der Rechtsanwaltskanzlei The Arkin Group LLC, ist am 2. Januar 2023 verstorben. Der prominente Anwalt prägte in einer über 50 Jahre andauernden Karriere das amerikanische Prozess- und Berufungsrecht und zählte zu den führenden Verteidigern in bedeutenden Wirtschafts- und Wertpapierfällen. Bekannt für seinen Erfindergeist und seine juristische Brillanz, vertrat Arkin auch Mandanten in hochkarätigen Fällen. Sein Wirken erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte und machte ihn zu einer Schlüsselfigur im amerikanischen Rechtssystem.
Artikel über Sterbehilfe und Demenz
Martina Keller
Martina Keller untersucht die Motive hinter Sterbehilfewünschen und zieht dabei Daten aus Oregon heran, wo assistierter Suizid seit 1997 legal ist. Eine Erhebung aus 2017 zeigt, dass rund die Hälfte der Menschen, die Sterbehilfe beantragten, als Hauptmotiv angaben, ihrer Umwelt nicht zur Last fallen zu wollen – nicht Schmerzen oder unheilbare Krankheit. Der Artikel beleuchtet die gesellschaftliche Dimension des Sterbewunsches und diskutiert, inwiefern soziale Scham und das Gefühl, eine Bürde zu sein, den Sterbewunsch bei Menschen mit Demenz oder schwerer Erkrankung beeinflussen. Damit hinterfragt Keller kritisch, ob Sterbehilfe wirklich Selbstbestimmung fördert oder ob strukturelle Drücke – familiäre, finanzielle, soziale – Menschen in diese Entscheidung drängen.
Artikel über Suizidhelfer-Prozesse (ZEIT)
Anne Kunze
Porträt der investigativen Journalistin Anne Kunze, die als Produzentin des erfolgreichen Podcasts "ZEIT Verbrechen" tätig ist. Der Artikel dokumentiert die Strafprozesse gegen die Suizidhelfer Johann Spittler und Christoph Torowski mit detaillierten Einblicken in die Gerichtsverhandlungen, einschließlich bedeutsamer Richtersprüche. Die Recherche bildete die Grundlage für eine ZEIT-Verbrechen-Episode und zeigt Kunzes Arbeit bei der gründlichen Aufarbeitung ethisch komplexer Rechtsfälle.
Artikel über Tep Kunal
Erich
Vor 50 Jahren begann in Kambodscha das Schreckensregime von Pol Pot. Sein engster Vertrauter Tep Khunnal hat seither eine erstaunliche Karriere gemacht.
Artikel über Tep Kunal und die Tochter von Pol Pot
Erich Vollert
Erich Vollert reiste nach Kambodscha, um die Tochter von Pol Pot aufzuspüren – dem Anführer der Roten Khmer, der für den Völkermord an rund zwei Millionen Kambodschanern verantwortlich ist. Tep Kunal scheint dabei als Kontaktperson oder Vermittler eine Rolle gespielt zu haben. Pol Pots Tochter Sar Patchata wuchs nach dem Tod ihres Vaters 1998 in relativer Anonymität auf. Der Artikel schildert Vollerts Recherche und die Begegnung mit ihr – eine Frau, die im Schatten eines der grausamsten Diktatoren des 20. Jahrhunderts aufwuchs.
Artikel über Vorwürfe gegen Günter Langer
Christian Hoffmann / Tim Plachner
Der Kommunalpolitiker Günther Langer nimmt sich das Leben, nachdem er in einer Lokalzeitung der sexuellen Belästigung beschuldigt wurde. Nach seinem Tod werden weitere Vorwürfe laut und die Stadt Siegen ist entzweit.
Artikel über den Fall Burda
Sabine Rückert (ZEIT) berichtete als eine der wenigen Journalistinnen über den sogenannten Fall Burda – einen Skandal rund um die einflussreiche Verlegerfamilie Burda. Die Bild-Zeitung veröffentlichte als einziges anderes Medium einen Artikel dazu, der jedoch nachträglich um die Hälfte gekürzt wurde und heute nur noch in verstümmelter Form online auffindbar ist. Rückert vermutet, dass die weitreichenden Medienkontakte der Familie Burda die auffällig geringe Presseberichterstattung erklären könnten. Der Fall illustriert, wie Machtstrukturen innerhalb der deutschen Medienlandschaft kritische Berichterstattung unterdrücken können.
Artikel über den Fall Frau Ader/Frau Ziller
Thomas Melzer
Ein Kriminalfall, in dem zwei Frauen namens Ader und Ziller eine zentrale Rolle spielen, vermutlich als Angeklagte oder Zeuginnen in einem Mordprozess. Autor Thomas Melzer schildert die Stimmung im Gerichtssaal, die bei Erscheinen einer der Frauen schlagartig eisig wird – ein Zeichen tiefer persönlicher Feindschaft oder Verstrickung. Der Artikel erschien sowohl in der gedruckten ZEIT als auch online (Zeit Online), wobei die Leserresonanz auf beide Versionen unterschiedlich ausfiel. Der Fall scheint in Deutschland großes öffentliches Interesse geweckt zu haben.
Artikel über den Fall Frederik Rust
Andreas Sentker
Deutsche Hirnforscher suchen den Geist – in einem Manifest
Artikel über den Fall Ida Derniko
Daniel Müller
Ein Gerichtsreportage-Text aus der ZEIT über den Prozess gegen Ida Derniko, verfasst von Thomas Melzer (im Podcast-Kontext als Autor genannt, obwohl die Metadaten Daniel Müller angeben). Der Prozess dauerte vier Tage und fand vor einem vollen Gerichtssaal statt. Auffällig: Sowohl Zuschauer als auch Prozessbeteiligte entwickelten offenbar eine emotionale Verbindung zur Angeklagten Ida Derniko. Der Text ist eine persönliche Reportage im Stil des Gerichtsjournalismus, in der der Autor seine eigene Haltung zur Angeklagten offenbart.
Artikel über den Fall Maria und Bernhard H.
Miguel Helm
Maria wurde von Bernhard H. entführt und entwickelte während der Gefangenschaft eine emotionale Bindung zu ihrem Entführer – ein Fall, der an das Stockholm-Syndrom erinnert. Journalist Miguel Helm führte rund 20 Gespräche mit Maria und rekonstruiert den Fall aus ihrer Perspektive. Der Artikel dokumentiert auch einen Abschiedsbrief, den Maria ihrem Entführer hinterließ. Sabine Rückert von ZEIT Verbrechen bezieht sich auf diesen Langzeit-Recherche-Artikel als Grundlage der Podcast-Episode.
Artikel über den Fall Maria und Wim
Anne Kunze
Im neuen Livetalk haben Sabine Rückert und Anne Kunze Einblicke in ihre Arbeit gegeben. Das zugeschaltete Publikum konnte Fragen stellen. Sehen Sie hier die Aufzeichnung.
Artikel über den Fall Monika Weimar
Sabine Rückert, Kuno Kruse, Uta König
Artikel der ZEIT-Redakteurin Sabine Rückert vom Dezember 1995 über den Fall Monika Weimar, verfasst zusammen mit Kuno Kruse und Uta König. Rückert reflektiert später selbstkritisch, dass sie als noch unerfahrene Gerichtsreporterin den Artikel heute anders verfassen würde.
Artikel über den Fall Montgazon und die Berliner Spiritus-Fehlgutachten
Uta Eisenhardt
Uta Eisenhardt dokumentiert in diesem Recherche-Text den Fall Montgazon sowie weitere Fälle, in denen das LKA Berlin fehlerhafte Gutachten zu Spiritus-Vergiftungen erstellt hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es zu systematischen Fehleinschätzungen bei forensischen Gutachten kommen konnte und welche Konsequenzen diese für die betroffenen Personen hatten. Der Text ist die journalistische Grundlage einer Podcast-Folge, in der Andreas Sentker (ZEIT) mit Eisenhardt über die recherchierten Fälle spricht.
Artikel über den Fall Oliver H. und Suizidassistenz
Martina Keller
Zwei Ärzte haben psychisch kranken Menschen beim Suizid assistiert. Durften sie das?
Artikel über den Fall Pascal und Heiko Maas
Daniel Müller
Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und zwei ihrer Minister müssen sich vor einem Untersuchungsausschuss für ihre Afghanistan-Politik verantworten, nachdem die Taliban 2021 Kabul eroberten. Sie waren politisch verantwortlich für die deutsche Außenpolitik während dieses Zeitraums und müssen nun ihre Entscheidungen und Handlungen vor dem Gremium rechtfertigen. Der Fall wirft auch Fragen zur politischen Glaubwürdigkeit auf: Der damalige Justizminister Heiko Maas kritisierte Justizentscheidungen öffentlich, dementierte dies später aber über eine Sprecherin. Die Aussagen dieser Politiker gelten als zentral für die Aufarbeitung der deutschen Verantwortung beim Scheitern der Afghanistan-Mission und bei den Folgen des Talibanaufstiegs.
Artikel über den Fall Susanne Schmidt
Sabine Rückert
Vier Folgen von Sabine Rückerts True-Crime-Podcast "Zeit Verbrechen" wurden verfilmt. Für die Journalistin ist ein Film besonders berührend.
Artikel über den Fall Y am Amtsgericht Bernau
Thomas Melzer
Thomas Melzer dokumentiert in diesem ZEIT-Artikel einen Polizeieinsatz in einem Regionalexpress bei Bernau, der durch die militärische Aufmachung eines Fahrgasts ausgelöst wurde. Der Bericht löste rege Leserreaktionen aus, viele Kommentatoren berichteten von ihren eigenen Erlebnissen im betroffenen Zug.
Artikel über den Fall der Demenzpatientin und Walter Jens
Martina Keller
Martina Keller verbindet in ihrem ZEIT-Artikel einen aufsehenerregenden niederländischen Sterbehilfe-Fall – bei dem eine Demenzpatientin auf Basis einer früheren Patientenverfügung getötet wurde – mit der Geschichte des deutschen Rhetorik-Professors und Schriftstellers Walter Jens, der jahrelang an schwerer Demenz litt. Inge Jens, seine Frau, hat das gemeinsame Leben mit dem Erkrankten öffentlich beschrieben, darunter bewegende Szenen des Verlusts von Sprache und Persönlichkeit. Der Artikel stellt die ethische Frage, wie verbindlich Vorausverfügungen bei Demenz sein können, wenn der Betroffene nicht mehr zustimmungsfähig ist. Er ist relevant im Kontext der deutschen Debatten um aktive Sterbehilfe und Selbstbestimmung am Lebensende.
Artikel über den Golden State Killer und DNA-Ahnenforschung
Max Rauner
DNA-Ahnenforschung wird als neue kriminaltechnische Methode genutzt, um Mörder Jahrzehnte nach ihren Taten zu überführen – wie beim Fall Golden State Killer oder dem Doppelmord von Linköping. Die Technik basiert auf der Erkenntnis, dass fast jeder Mensch mit Verbrechern verwandt ist und diese Verbindungen über genealogische Datenbanken nachverfolgbar sind. Deutschland ist als Forschungsstandort stark benachteiligt, da alte Kirchenbücher nicht digitalisiert sind und Genealogen mühsam von Standesamt zu Standesamt recherchieren müssen, während andere Länder über vollständig digitalisierte Archive verfügen.
Artikel über den Mordfall Marwa El-Sherbini
Sabine Rückert
Am 1. Juli 2009 wurde die ägyptische Apothekerin Marwa El-Sherbini im Dresdner Landgericht von Axel W. mit 18 Messerstichen getötet – während sie als Zeugin aussagte, weil er sie zuvor als Terroristin beschimpft hatte. Sabine Rückert analysiert, wie das deutsche Rechtssystem in diesem Fall strukturell versagte: Richter, Justizbeamte und Staatsanwälte handelten jeweils nach Vorschrift, und trotzdem wurde eine Frau im Schutzraum eines Gerichtssaals ermordet. Der Fall gilt als erstes rassistisch motiviertes Attentat auf eine Muslimin in Deutschland und löste international, besonders in der arabischen Welt, Entsetzen aus. Die zentrale These des Textes: Nicht böser Wille, sondern das Zusammenspiel von Gleichgültigkeit, Bürokratie und fehlender Sensibilität ermöglichte die Tat.
Artikel über den Romance-Scamming-Fall
Andreas Sentker
Romance Scamming bezeichnet Betrug über gefälschte romantische Online-Beziehungen, meist um Geld zu ergaunern. In diesem Fall ist die moralische Bewertung komplex: Die vermeintlichen Täter agieren in strukturierten kriminellen Netzwerken und sind oft selbst Opfer von Menschenhandel oder Zwang. Andreas Sentker beleuchtet diesen Fall aus einer journalistisch zurückhaltenden Perspektive und räumt im Nachhinein ein, dass er manche Gewichtungen – insbesondere bei der Täter-Opfer-Frage – heute anders setzen würde. Der Artikel ist relevant, weil er die gesellschaftliche und ethische Dimension von Romance Scamming jenseits einfacher Schuldzuweisungen auslotet.
Artikel über den Rotlicht-Kiez-Prozess in der Zeit
Ursula März
Ursula März berichtet 2016 als Gerichtsbeobachterin vom Prozess am Berliner Landgericht gegen Zuhälter und Menschenhändler aus dem Rotlicht-Milieu rund um die Potsdamer Straße. Die Potsdamer Straße gilt als eines der letzten verbliebenen Straßenstrich-Gebiete im Berliner Westen. Der Prozess beleuchtet die Strukturen organisierter Kriminalität im Sexgewerbe, die Lebensverhältnisse der betroffenen Frauen und die juristische Aufarbeitung vor Gericht. März, bekannt als Literaturkritikerin der ZEIT, schreibt hier als Reporterin über ein urbanes Milieu, das selten so nah beleuchtet wird.
Artikel über den Unfall in Malchin
Andreas Sentker
Ein in der ZEIT erschienener Artikel von Andreas Sentker über einen konkreten Unfall in Malchin (Mecklenburg-Vorpommern). Tim Geier verweist im Podcast auf diesen Artikel als eigene Veröffentlichung, was darauf hindeutet, dass er selbst in den geschilderten Fall involviert war oder als Experte zitiert wurde. Der Artikel dürfte einen realen Unfall aus medizinischer, juristischer oder gesellschaftlicher Perspektive beleuchten. Sentker ist Wissenschaftsredakteur bei der ZEIT und behandelt häufig Fälle an der Schnittstelle von Medizin, Recht und Gesellschaft.
Artikel über die Geschichte der mRNA-Impfstoffentwicklung
Die Entwicklung der mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 wirkte wie ein wissenschaftliches Wunder, hat aber eine über 70 Jahre lange Vorgeschichte. Bereits in den 1950er Jahren legten Forscher die molekularbiologischen Grundlagen für die Nutzung von Boten-RNA als Wirkstoff. Entscheidend waren unter anderem die jahrzehntelangen Arbeiten von Katalin Karikó, die trotz wiederholter Rückschläge an der mRNA-Technologie festhielt. Das ZEIT-Wissensressort unter Andreas Sentker erklärt, warum die scheinbar blitzschnelle Impfstoffentwicklung 2020/21 in Wirklichkeit das Ergebnis langer wissenschaftlicher Geduld war.
Artikel über die Pharmaindustrie in Amerika
Anne Kunze
Anne Kunze untersucht in dem Stück, wie US-Pharmaunternehmen – allen voran Purdue Pharma mit OxyContin – gezielt Verschreibungspraktiken beeinflussten und so eine Opioidkrise auslösten, die Millionen Amerikaner in die Abhängigkeit trieb. Der Artikel beleuchtet die strukturellen und wirtschaftlichen Mechanismen hinter dem Opioidskandal und zeigt, wie einkommensschwache und marginalisierte Bevölkerungsgruppen, darunter Schwarze Amerikaner, besonders stark betroffen waren. Im Podcast-Kontext dient der Artikel als Hintergrund für George Floyds Oxycontin-Abhängigkeit infolge chronischer Rückenschmerzen.
Artikel über die Schleuserfamilie Saab
Simon Langemann / ZEIT Wirtschaftsredaktion
Simon Langemann recherchierte für die ZEIT Wirtschaftsredaktion über die Familie Saab, die als international operierende Schleuser-Organisation Teil eines milliardenschweren Geschäfts mit illegaler Migration ist. Die Familie agiert skrupellos über Ländergrenzen hinweg und zeigt keinerlei Mitleid oder moralische Grenzen, solange der Profit stimmt. Der Artikel beleuchtet die Strukturen und das Ausmaß dieses kriminellen Netzwerks.