Episoden von Lanz & Precht
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Evolution
Markus Lanz & Richard David Precht
Im zweiten Teil ihrer Evolutionsreihe drehen sich Lanz und Precht um sexuelle Selektion und die Frage, ob der Mensch wirklich nur ein Sklave seiner Gene ist. Precht argumentiert anhand von Schimpansen, dass selbst bei Primaten die Partnerwahl weit komplexer abläuft als das platte Survival-of-the-fittest-Klischee vermuten lässt — Weibchen verlieben sich eben nicht zwangsläufig ins Alphatier, sondern manchmal in den jungen Hansel, den sie witzig finden.
Artendiversitaet
Markus Lanz & Richard David Precht
Ausgangspunkt ist die alarmierende Wasserknappheit in Deutschland — anderthalb Jahre Regen fehlen im Boden, besonders dramatisch im märkischen Sand Brandenburgs. Dann schwenkt das Gespräch zur Wiederentdeckung eines ohrlosen Drachen in Australien, der seit 1969 als verschollen galt, und Richard David Precht erzählt vom ausgestorbenen Beutelwolf Tasmaniens, dessen Maul sich wie bei einer Schlange zu 180 Grad öffnen konnte.
Utopien
Markus Lanz & Richard David Precht
Die hundertste Folge beginnt mit einem persönlichen Rückblick auf zwei Jahre gemeinsamen Podcast — und mündet in eine nachdenkliche Diagnose der Gegenwart: Wo früher Aufbruchsstimmung und Zukunftsglaube herrschten, dominiert heute ein gereiztes Dagegen-Sein, ein kollektives Genervtsein ohne eigene Vision. Als Wendepunkt nennt Lanz das Jahr 2016 und seine erste Amerika-Reportage, die ihm schlagartig zeigte, wie fragil politische Selbstverständlichkeiten geworden sind — ein Gefühl, das inzwischen auch Deutschland erreicht hat.
Ausgabe Neunundneunzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh gibt Einblick in ihre Arbeit mit Schwerstverbrechern — von Sexualstraftätern bis Brandstiftern — und erklärt, warum sie dabei bewusst nicht durch die Brille des Bösen schaut. Statt zu moralisieren, analysiert sie, wie Menschen an ihrer eigenen Biografie scheitern, und erstellt Risikoprofile darüber, ob Täter rückfällig werden könnten.
Ausgabe Achtundneunzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode kreist um die Frage, ob Deutschland den Pioniergeist verliert — Anlass sind sinkende Patentanmeldungen und ein Interview des Astronauten Ulrich Walter. Vom Henry-Ford-Zitat über schnellere Pferde bis zur Vollkasko-Gesellschaft diskutieren die beiden, warum echte Innovation Risikobereitschaft braucht und welche Pionierfiguren sie persönlich inspiriert haben.
Ausgabe Siebenundneunzig
Markus Lanz & Richard David Precht
In dieser Sommerfolge brechen Lanz und Precht ein deutsches Tabu: Sie reden offen über Geld. Beide erinnern sich an Zeiten, in denen die EC-Karte vom Automaten geschluckt wurde und die Scham danach größer war als das leere Konto selbst. Von dort aus wird es grundsätzlich — über die Demütigung, kein Geld zu haben, und die besondere Härte, die Armut für Kinder bedeutet.
Ausgabe Sechsundneunzig
Markus Lanz & Richard David Precht
In der Fortsetzung ihrer AfD-Debatte analysieren die beiden die aktuellen Umfragewerte — 21 Prozent bundesweit, in Thüringen über 30, und nur noch vier Punkte hinter der Union, deren Vorsitzender Friedrich Merz einst versprach, die AfD zu halbieren. Dabei setzen sie sich mit dem Vorwurf auseinander, man dürfe der Partei keine Bühne bieten, und halten dagegen: Wer ein Fünftel der Wählerschaft pauschal als Rassisten abstempelt, macht es sich zu einfach.
Ausgabe Fuenfundneunzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Zwischen Bücherstapeln auf einer Yogamatte kniend philosophiert Precht über die Gegenwartsschrumpfung — Hermann Lübbes Idee, dass die Halbwertszeit von Wissen immer kürzer wird und selbst Fachbücher nach wenigen Jahren kalter Kaffee sind. Lanz bringt den KI-Pionier Jürgen Schmidhuber ins Gespräch, dessen Grundlagenforschung an der TU München in den 90ern die heutigen Sprachassistenten ermöglichte — und der davon ausgeht, noch zu Lebzeiten ein künstliches Wesen zu erleben, das intelligenter ist als er selbst.
Ausgabe Vierundneunzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode kreist um die kollektive Gereiztheit der deutschen Gesellschaft: Corona-Nachwirkungen, Inflation, marode Bahn, Wärmewende-Debatten — alles gleichzeitig überfordert die Menschen. Am Beispiel der Klimakleber zeigt sich, wie aufgestaute Frustration ein Ventil sucht und die Aktivisten zum neuen Feindbild stilisiert werden, obwohl die eigentliche Ursache tiefer liegt.
Ausgabe Dreiundneunzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Richard David Precht schwärmt vom neuen Roman von T. C. Boyle, der eine kalifornische Familie im schleichenden Klimawandel begleitet — und liest eine Passage vor, in der eine Frau vom Planetensterben bis zur papierlosen Kreditkartenabrechnung denkt. Die Episode kreist um die Kluft zwischen dem großen Bewusstsein für die Klimakrise und der Winzigkeit unserer tatsächlichen Gegenmaßnahmen.