Episoden von Lanz & Precht
242 Episoden · Seite 16 von 25
Ausgabe Zweiundneunzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode kreist um den rasanten Fortschritt der künstlichen Intelligenz — von der Quantencomputer-Revolution, bei der Deutschland in der Grundlagenforschung überraschend gut aufgestellt ist, bis zu den eindringlichen Warnungen von KI-Pionier Geoffrey Hinton, der seine eigene Schöpfung inzwischen als potenzielle Bedrohung für die Menschheit sieht. Während Lanz Hintons revidierte Zeitprognose ernst nimmt, bleibt Precht bei seiner Einschätzung, dass echte maschinelle Superintelligenz noch Jahrzehnte entfernt sei.
Ausgabe Einundneunzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Eine Katze, die Thunfisch bestellen will, wird zum Ausgangspunkt für ein Gespräch über das Wunder der menschlichen Sprache. Über Wittgensteins Erkenntnis, dass erst das Wort *Hoffen* dem Kind das Hoffen ermöglicht, bis zu Mark Twains Spott über die deutsche Sprache, die nur Tote Zeit hätten zu lernen — die Episode kreist um die Frage, wie Sprache nicht nur unsere äußere, sondern auch unsere innere Welt überhaupt erst erschafft.
Ausgabe Neunzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Im Mittelpunkt steht Jonas Kratzenberg, ein 22-Jähriger aus Aachen, der seinen fassungslosen Eltern — Ärztin und Polizist, pazifistischer Haushalt — eröffnete, er fahre in die Ukraine zum Kämpfen. Dort schloss er sich internationalen Brigaden an, einer bunt zusammengewürfelten Truppe aus Israelis, Kanadiern, Belarusen und sogar Russen, die für 500 Euro Sold und das Versprechen auf 3000 Euro Frontzulage kämpften — Geld, das wegen grassierender Korruption selten ankam.
Ausgabe Neunundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode dreht sich um Deutschlands schwindenden Arbeitsfleiß: In keinem anderen Industrieland arbeiten Erwerbstätige mittlerweile so wenig — nur 1.350 Stunden pro Jahr, während Amerikaner fast 1.800 schaffen. Über 80 Prozent der Deutschen wünschen sich die Viertagewoche, natürlich bei vollen Bezügen. Richard David Precht hält mit dem Pareto-Prinzip dagegen: 80 Prozent der Leistung entstünden in 20 Prozent der Zeit, und der Grad der Technisierung mache reine Stundenzählerei ohnehin fragwürdig.
Ausgabe Achtundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Was als launiger Plausch über Amsterdam und die Kraft der Fantasie beginnt, kippt in eine verstörende Realität: Silke Müller, Schulleiterin aus Niedersachsen, schildert, wie sich Kinder im Schulbus sadistische Foltervideos per Airdrop schicken und 14-Jährige mit Todesdrohungen bombardiert werden. Ihr Buch *Wir verlieren unsere Kinder* liefert den Ausgangspunkt für eine Debatte über vorgefertigte digitale Welten, die Kindern die Fantasie rauben — und sie zugleich mit brutalsten Inhalten konfrontieren.
Ausgabe Siebenundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Richard David Precht hat gerade den vierten Band seiner Philosophiegeschichte fertiggestellt — über 500 Seiten zur Philosophie der Moderne, von Heidegger über Wittgenstein bis Sigmund Freud. Er vergleicht das Schreiben mit dem Aufräumen: So wie man Bücherstapel sortiert, bringt man auch die eigenen Gedanken in eine Ordnung, und am Ende steht die Befriedigung, alles hübsch dargestellt zu haben. Besonders stolz ist er auf die zehnseitige Einleitung, die die gesamte komplizierte Philosophie der Moderne übersichtlich zusammenfasst.
Ausgabe Sechsundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Folge dreht sich um die Wellen, die Prechts Kritik an Annalena Baerbock in der vorherigen Ausgabe geschlagen hat — vom Praktikums-Satz bis zum Vorwurf mangelnder diplomatischer Erfahrung. Dabei entspinnt sich eine grundsätzliche Debatte darüber, ob das Auswärtige Amt nicht zwingend jemanden mit diplomatischem Handwerk verlangt, und warum die Grünen ausgerechnet dieses Ministerium beanspruchten, obwohl sie dort kaum grüne Programmatik umsetzen können.
Ausgabe Fuenfundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode dreht sich um Deutschlands verschlafenen Glasfaserausbau: Bereits 1981 hatte die Regierung Schmidt beschlossen, Westdeutschland bis 2015 mit Glasfaser auszustatten — doch Helmut Kohl setzte stattdessen auf Kupferkabel, um das Privatfernsehen und damit seinen Duzfreund Leo Kirch zu fördern. Anhand eines Terra-X-History-Posts wird aufgedröselt, wie politische Gefälligkeiten und der Groll auf investigative Formate Deutschland digital ins Hintertreffen brachten.
Ausgabe Vierundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
In dieser Folge berichtet Lanz von seiner Reise nach Moldau, dem ärmsten Land Europas, wo er gemeinsam mit Autorin Silke Gondolf für einen Film unterwegs war. Besonders fasziniert ihn die autonome Provinz Gagausien — von deren Existenz beide Hosts vorher kaum wussten — und die Ankunft in Chisinau, wo der Pilot ohne Erklärung durchstartet und die Landschaft wie eine Zeitreise in vergangene Jahrzehnte wirkt.
Ausgabe Dreiundachtzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Was an Ostern beginnt als lyrische Schwärmerei über Frühlingsluft und Vollmondnächte, mündet schnell in die großen Fragen: Gibt es ein Leben nach dem Tod — und wäre das überhaupt erstrebenswert? Zwischen einer Mondmetapher von Arno Schmidt und einem Woody-Allen-Witz über 100-Dollar-Scheine im Jenseits entwickelt sich ein Gespräch über die paradoxe Schönheit des Lebens, die nur durch den Kontrast von Freude und Leiden entstehen kann.