Episoden von Lanz & Precht
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Ausgabe Zweiundvierzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Von Spaniens Hitze über das gefühlte innere Alter bis zum eigentlichen Thema: Steuern. Während Richard David Precht verrät, dass er nie ein Auto besessen hat — abgesehen von einer grünen Ente für exakt zwei Tage —, geht es um explodierende Spritpreise, Übergewinnsteuern für Mineralölkonzerne und die Frage, warum Steuern nur dann spannend sind, wenn es um die der anderen geht.
Ausgabe Einundvierzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode beginnt mit einer Diskussion über Bürgerpflichten und die Frage, ob eine liberale Demokratie ohne inneres Pflichtbewusstsein überleben kann. Von dort aus entspinnt sich ein Gespräch über Sizilien — ausgehend von Lampedusas Roman Der Leopard und Viscontis Verfilmung, die beide für die melancholische Schönheit der Insel stehen. Persönliche Erinnerungen an Sizilien münden in eine Betrachtung der sizilianischen Mentalität: ein Volk, das über Jahrhunderte von wechselnden Eroberern beherrscht wurde und daraus eine tiefsitzende Skepsis gegenüber jeder Obrigkeit entwickelt hat.
Ausgabe Vierzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Aufgehängt am Fall Boris Becker diskutieren die beiden über Wendepunkte im Leben und den Sturz deutscher Idole — von Lichtgestalten zu profanen Figuren im Zeitalter von Social Media. Zuvor plaudert Richard David Precht aus seinem Spanien-Urlaub, wo er mit dem Fernglas Mönchsgeier durch die Berge verfolgt statt am Pool zu liegen, und Markus Lanz enthüllt augenzwinkernd seine Militärzeit in Italien — ein Running Gag, den Tommy Schmidt und Felix Lobrecht bereits aufs Korn genommen haben.
Ausgabe Neununddreissig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode dreht sich um einen spürbaren Stimmungswandel in der amerikanischen Berichterstattung zum Ukraine-Krieg — das Editorial Board der New York Times stellt plötzlich unbequeme Fragen nach realistischen Kriegszielen und einer Exit-Strategie. Lanz und Precht diskutieren kontrovers, ob die Ukraine sich in eine Verhandlungsposition begeben muss, wobei Lanz vehement gegen die Formulierung protestiert, die Ukraine würde sich weigern, ihre Lage anzuerkennen. Daneben geht es um die Rolle der massenhaften Dokumentation von Kriegsverbrechen für künftige juristische Aufarbeitung.
Ausgabe Achtunddreissig
Markus Lanz & Richard David Precht
In dieser Folge dreht sich alles um den bulgarischen Politologen Ivan Krastev, der kürzlich bei Precht zu Gast war und beide nachhaltig beeindruckt hat. Ausgehend von Krastevs Analyse der paradoxen Weltlage — 70 Grenzzäune trotz Globalisierungsrhetorik — diskutieren sie die Fragilität Europas und Krastevs ungewöhnlich originelle Einschätzung zu Putin, der laut Krastev stets genau sage, was er denke, nur werde er vom Westen chronisch falsch interpretiert.
Ausgabe Siebenunddreissig
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode pendelt zwischen der schweren Debatte um Waffenlieferungen an die Ukraine und der Frage nach realistischen Kriegszielen — und einer leichtfüßigen Plauderei über Wiener Melancholie, raunzende Bergvölker und die Frage, warum Menschen in einer so schönen Stadt so schlechte Laune haben. Precht meldet sich aus Wien, was Lanz zu einem Exkurs über Tiroler Schwermut inspiriert: Seine Mutter kommentierte drei Wochen Sonnenschein mit dem Satz „Das werden wir büßen.
Ausgabe Sechsunddreissig
Markus Lanz & Richard David Precht
Ausgangspunkt ist ein Treffen mit einem jungen Silicon-Valley-Investor, der sich als Erzkapitalist überraschend für das bedingungslose Grundeinkommen begeistert — ein Widerspruch, der die ganze Folge antreibt. Am Beispiel eines genüsslich polemischen FAZ-Artikels von Rainer Hank sezieren die beiden das tief sitzende Menschenbild hinter der Ablehnung des Grundeinkommens: die Angst, dass ohne Arbeitszwang alle in dumpfer Trägheit versinken.
Ausgabe Fuenfunddreissig
Markus Lanz & Richard David Precht
Nach einem launigen Einstieg über Bücherkisten und die Qual des Umziehens lenkt die Folge auf ein zentrales Thema: die fehlende Korrelation zwischen Sinn und Bezahlung im Berufsleben. Altenpflegerinnen leisten gesellschaftlich unverzichtbare Arbeit für wenig Geld, während Spitzenverdiener nicht unbedingt die sinnvollsten Jobs haben — und die Erwartung, dass Arbeit auch glücklich machen soll, ist historisch betrachtet ein völlig neues Phänomen.
Ausgabe Vierunddreissig
Markus Lanz & Richard David Precht
Precht hat über Ostern Heidegger gelesen und destilliert daraus zwei Gedanken, die überraschend aktuell sind: Erstens die Idee der Geworfenheit — dass wir immer schon in einer Welt sind, bevor wir über sie nachdenken, was uns fundamental von künstlicher Intelligenz unterscheide. Zweitens Heideggers These, die Technik habe im 20. Jahrhundert die Metaphysik abgelöst und die Welt dabei entzaubert — ein Befund, der angesichts von KI fast prophetisch wirkt.
Ausgabe Dreiunddreissig
Markus Lanz & Richard David Precht
Kurz vor Ostern sprechen die beiden über die Spannung zwischen dem Fest der Hoffnung und den verstörenden Bildern aus Butscha. Das Gespräch kreist um die Frage, ob Frieden mit Waffen hergestellt werden kann, und mündet in persönliche Erinnerungen an ikonische Kriegsfotografie aus Vietnam — darunter das berühmte Napalm-Foto von Kim Phúc und dessen Wirkung auf die Antikriegsbewegung.