Alles gesagt? – Lage der Nation, wie ist die Lage der Nation
#094

Lage der Nation, wie ist die Lage der Nation

Alles gesagt? / 09. Dezember 2024 / 33 Medien

Christoph Amend, Jochen Wegner & Philip Banse, Ulf Buermeyer

In dieser Premiere-Folge mit gleich zwei Gästen treffen Ulf Buermeyer und Philip Banse von der Lage der Nation auf die Alles-gesagt-Hosts — der amtlich meistgehörte Politik-Podcast Deutschlands trifft auf den unendlichen Podcast. Zwischen Verwechslungsanekdoten und Post-its auf den Mikrofonen wird schnell klar, warum die Lage so erfolgreich ist: Buermeyer und Banse liefern seit Jahren das politische Küchengespräch, das der öffentlich-rechtliche Rundfunk nie zustande gebracht hat — von der Klimakatastrophe über den Rechtsruck bis zu den Trümmern des Neoliberalismus.

„Lage der Nation ist der Podcast, den der öffentlich-rechtliche Rundfunk nie gemacht hat.“
🗣 Ulf Buermeyer

Erwähnte Medien (33)

Podcasting am Ende

Podcasting am Ende

Podcast · Mareike Tiede und Stefan Peters · Wie geht das mit diesem "Leben"? Wie schaffe ich es, mein Leben und die Beziehungen zu Mitmenschen gut zu gestalten? Und das bitte privat UND im Job! Wie kommuniziere ich professionell UND authentisch? Die Kommunikationsexperten Mareike Tiede und Stefan Peters gehen in diesem Podcast der Kommunikation mit sich und mit den Mitmenschen auf den Grund. Sie liefern Fakten, werfen Fragen auf und entwickeln neue Gedanken zu den Themen, die dieses "Leben" so anspruchsvoll und gleichzeitig so bunt, herausfordernd und erfüllend machen oder machen können. Beide sind überzeugt: "Am Ende ist alles gut!"

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:00:23 „Ich war natürlich Fanboy, ne? War völlig klar, das ist ein Ding. Auch wenn ich 2006 einen Beitrag gemacht habe, der hieß Podcasting am Ende, Hype beendet, alles, haben wir eine Blase, könnt ihr wieder streichen.“

Im Eröffnungsteil der Folge erzählt einer der Hosts von seiner frühen Begeisterung für Podcasting und speziell für Ulf Burmeyer. Ironisch gesteht er ein, selbst 2006 einen Beitrag veröffentlicht zu haben, der das Ende des Podcast-Hypes verkündete – eine Fehlprognose, wie die Existenz der Lage der Nation beweist.

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Spex

Spex

Die Musikzeitschrift Spex, die seit 1980 den deutschen Popdiskurs maßgeblich geprägt hat, wird wegen sinkender Leserzahlen und Werbeeinnahmen eingestellt. Das Magazin war über Jahrzehnte ein prägendes Medium für die deutsche Indie- und Alternativkultur und führte viele Leser in die Welt von experimenteller Musik und alternativen Kunstformen ein.

🗣 Philip Banse zitiert daraus bei ⏱ 00:20:19 „Der hat halt gesagt, du, komm mal mit, ich zeige dir mal, er war vier Jahre älter oder sowas. Und der hat, bei dem war ich dann immer am Nachmittag, der hat mir Bücher gezeigt und Platten vorgespielt. Und hier, nimm doch mal diese Zeitschrift, die Specs.“

Philip Banse erzählt von seiner Jugend im Landkreis Uelzen und einem älteren Mentor aus dem Tischtennisverein, der ihm die Welt der Indie- und Alternativkultur eröffnete. Das Musikmagazin Spex war dabei neben Büchern und Schallplatten eines der Schlüsselmedien, die ihn in diesen Kosmos einführten.

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Wired

Wired

US-amerikanisches Technologie- und Kulturmagazin mit Fokus auf digitale Innovation. Die 2005er Ausgabe präsentierte Adam Curry als Erfinder des Podcastings und markierte damit einen Wendepunkt in der Geschichte des frühen Web 2.0.

🗣 Philip Banse referenziert bei ⏱ 00:46:05 „Ich war damals mit meiner Frau in Florida, lag am Strand, in Marathon glaube ich ist es, also auf diesem Weg nach Key West, da haben wir so eine Pause gemacht, lagen am Strand und ich habe, ich glaube Wired war es gelesen. Was man damals las. Adam Curry war auf dem Titelblatt. Also dieser, in Anführungsstrichen, Erfinder des Podcasting.“

Philip Banse erzählt, wie er 2005 erstmals vom Podcasting erfahren hat. Am Strand in Florida las er eine Ausgabe des Wired-Magazins mit Adam Curry auf dem Cover, der als Erfinder des Podcastings vorgestellt wurde. Diese zufällige Lektüre war der Auslöser dafür, dass Banse selbst mit dem Podcasten begann.

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Küchenradio

Küchenradio

Philip Banse

Einer der ersten deutschen Podcasts von Philip Banse, gegründet 2005 aus reiner Experimentierfreude mit Freunden. Entstanden ohne Budget in einer Küche mit Billigmikro, markierte Küchenradio den Anfang der deutschsprachigen Podcast-Bewegung. Der Podcast wird auch als Ort bekannt, wo Philip Banse und Ulf Buermeyer sich 2008 kennenlernten.

🗣 Philip Banse zitiert daraus bei ⏱ 00:47:23 „Und dann hat Gerd gesagt, ja super, super, super, das nennen wir Küchenradio, ist doch toll, geht morgen los bei mir in der Küche. Das ist ein ganz neues Podcast, wir nennen es Radio. Wir nennen es Küchenradio.“

Philip Banse beschreibt, wie er 2005 mit Freunden – Andreas Baum, Katja Bigalke und Gerd Brendel – einen der ersten deutschen Podcasts gründete. Küchenradio entstand aus reiner Experimentierfreude, ohne Budget, ohne Vorbereitung, mit einem Billigmikro in der Küche. Die erste Folge erschien am 26. April 2005. Der Podcast wird auch als der Ort beschrieben, an dem Banse und Ulf Buermeyer sich 2008 kennenlernten.

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2001: A Space Odyssey

2001: A Space Odyssey

Stanley Kubrick · 1968

Als im Jahr 2001 ein Monolith auf dem Mond entdeckt wird, wird diese Entdeckung als der Beweis für außerirdisches Leben gedeutet. Eineinhalb Jahre nach der Entdeckung des Monoliths werden 2 Astronauten, Bowman und Poole, mit dem Raumschiff Discovery zum Jupiter geschickt, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Das Raumschiff ist mit dem Supercomputer HAL-9000 ausgerüstet. Bald ergeben sich erste Komplikationen mit dem Computer...

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:51:05 „Und ich habe nochmal nachgesehen, warum die iPods iPods heißen. Die iPods heißen iPods wegen 2001, weil da gibt es diese Dinger, die so an das Mutterschiff anliegen, das sind Pods.“

Im Gespräch über die Anfänge des Podcastings und die Rolle der Apple iPods erklärt Jochen Wegner die Etymologie des Namens iPod. Er verweist auf Kubricks Film '2001: A Space Odyssey', in dem die kleinen Raumkapseln, die am Mutterschiff andocken, als 'Pods' bezeichnet werden.

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Freiheit

Freiheit

Angela Merkel / Beate Baumann

Angela Merkels lang erwartete Memoiren „Freiheit" sind erschienen und prägen die öffentliche Debatte. Das Buch bietet persönliche Einblicke in ihre Zeit als Bundeskanzlerin und ihre politischen Entscheidungen. Ein begleitendes Spiegel-Interview ergänzt die Veröffentlichung und macht die Memoiren zu einem wichtigen Dokument der deutschen Zeitgeschichte.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:01:16 „Das war doch der Ratschlag, den Angela Merkel auch bekommen hat. In der Schulklasse habe ich jetzt in ihrem Buch gelesen, weil sie als Pfarrerskind immer so ein bisschen aussortiert wurde und die mussten sich immer melden, welche Berufe die Eltern hatten. Und dann hat ihr, glaube ich, ein Mitschüler gesagt, sagt doch einfach Pfarrer.“

Im Gespräch über die Verwechslung von 'Pfarr-' und 'Fahr-Jugend' erinnert sich Christoph Amend an eine Anekdote aus Angela Merkels Autobiografie. Merkel wurde als Pfarrerskind in der DDR ausgegrenzt, und ein Mitschüler riet ihr, den Beruf ihres Vaters einfach als 'Fahrer' statt 'Pfarrer' anzugeben.

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Tutanchamun-Ausstellung

Tutanchamun-Ausstellung

· 2022

Ikonischer Ausstellungskatalog der Tutanchamun-Wanderausstellung aus den frühen 1980ern. Das schwarze Kunstbuch im Quadratformat mit der goldenen Totenmaske des Pharaos auf dem Cover ist ein Klassiker des Ausstellungsdesigns und wurde zum prägenden 'Flash-Moment' für die lebenslange Faszination des Sprechers für das alte Ägypten.

🗣 Philip Banse referenziert bei ⏱ 01:15:19 „Bingo, München und Köln, genau, weil nämlich, ich glaube, meine Mutter war es, auf dieser Ausstellung war und damals diesen Katalog mitgebracht hat. Das ist auch so eine Ikone der 80er Jahre, ein quadratisches Buch, etwa 25 Zentimeter Kantenlänge, würde ich sagen, schwarz, auf dem nichts ist, auf dem Cover außer dieser Totenmaske von Tutte nicht Armut.“

Ulf Burmeier erklärt, woher seine lebenslange Faszination für das alte Ägypten stammt. Seine Mutter besuchte Anfang der 1980er die berühmte Tutanchamun-Wanderausstellung in München oder Köln und brachte den ikonischen schwarzen Ausstellungskatalog mit. Als kleiner Junge entdeckte er das Buch in einem Regal, und der Anblick der goldenen Totenmaske wurde zu einem prägenden 'Flash-Moment', der ihn zur Ägyptologie führte.

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Hieroglyphen ohne Geheimnis

Hieroglyphen ohne Geheimnis

Karl-Theodor Zauzich · 2014

Wann, wie und wo hat sich das lateinische Alphabet entwickelt? Dieser umstrittenen Frage geht Karl-Theodor Zauzich, einer der führenden Hieroglyphen-Experten, nach. Er greift dabei die mehr als 150 Jahre alte Theorie, nach der unsere Buchstaben aus den ägyptischen Hieroglyphen abgeleitet sind, wieder auf und belegt sie mit neuen Argumenten.

🗣 Philip Banse zitiert daraus bei ⏱ 01:16:48 „Also meine Lifeline war die 64er, da lag im Museumshop dann so ein kleines Buch von einem Ägyptologen, Karl Theodor Zautzig, Hieroglyphen ohne Geheimnis. Das war so eine ganz kleine Einführung, also man lernte so ein ganz bisschen Hieroglyphen lernen und das habe ich dann als Kind mit größter Hingabe getan.“

Ulf Burmeier erzählt von seiner kindlichen Begeisterung für das alte Ägypten. Bei einem Familienausflug nach Berlin fand er im Museumshop ein kleines Einführungsbuch über Hieroglyphen von Karl-Theodor Zauzich. Als Kind auf dem Land ohne Internet oder Bibliothek wurde dieses Buch zu seinem Zugang zur Ägyptologie, die er später sogar an der Universität Leipzig studierte.

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64er Magazin

64er Magazin

Die Website www.c64.at betreibt ein umfassendes Archiv für Diskmags des Commodore 64, darunter auch das legendäre "64'er" Magazin, das für die meisten C64-Benutzer eine Pflichtlektüre darstellte. Das Magazin zeichnete sich durch hohen Innovations- und Ideenreichtum aus, wobei ein großer Teil dieser Qualität direkt von der aktiven Leserschaft kam. Das Online-Archiv stellt nach und nach alle Ausgaben des renommierten Magazins zur Verfügung und macht damit die Geschichte der C64-Computerkultur digital zugänglich. Die Website fungiert als zentrale Sammelstelle für Diskmagazine und trägt zur Konservierung dieser historischen Publikationen bei.

🗣 Philip Banse referenziert bei ⏱ 01:20:38 „Also meine Lifeline war die 64er, aus dem Markt- und Technikverlag, falls Sie noch jemanden kennen. Das war so eine Zeitschrift, die hat sich eben mit dem 64er beschäftigt. Und da wurden ja auch regelmäßig Listings abgedruckt.“

Ulf Burmeier beschreibt sein Leben als technikbegeistertes Kind auf dem Land in den 1980ern, ohne Internet. Die Computerzeitschrift '64er' aus dem Markt-und-Technik-Verlag war seine Verbindung zur Welt der Commodore-Computer. Er tippte stundenlang die dort abgedruckten Programmier-Listings ab – eine typische Erfahrung der frühen Computergeneration.

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ST-Magazin

ST-Magazin

ST-Magazin ist eine Computerzeitschrift aus Bretten, die Programm-Listings und Kolumnen für Computerbegeisterte veröffentlichte. Bekannt für längere Programmabdrucke, die Leser selbst abtippten – eine wichtige Ressource für Heimcomputer-Nutzer in den frühen PC-Jahren.

🗣 Jochen Wegner zitiert daraus bei ⏱ 01:21:08 „Meine journalistische Karriere begann als 17-Jähriger als Kolumnist für das ST-Magazin, das in Bretten zufälligerweise erschienen ist. Und ich hatte mit 17 eine Kolumne da und meine erste Veröffentlichung da war ein über vier Folgen, glaube ich, veröffentlichtes Listing.“

Jochen Wegner erinnert sich an den Beginn seiner journalistischen Karriere: Mit 17 Jahren schrieb er eine Kolumne für das ST-Magazin, eine Computerzeitschrift. Seine erste Veröffentlichung war ein über vier Folgen abgedrucktes Programm-Listing, das Leser monatelang abtippten.

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E Studie

Extraneous factors in judicial decisions

Shai Danziger, Jonathan Levav, Liora Avnaim-Pesso

Die Studie des Forschers Shai Danziger zeigt anhand von israelischen Bewährungsverfahren, wie externe Faktoren wie Hunger die Entscheidungen von Richtern beeinflussen. Richter fällen kurz vor Pausen strenger Urteile als danach. Dies belegt, dass Justiz, obwohl sie objektiv sein soll, von subjektiven menschlichen Faktoren geprägt bleibt.

🗣 Philip Banse referenziert bei ⏱ 01:51:05 „Es gibt eine sehr bekannte Studie. Die hat sich Entscheidungen von Richterinnen und Richtern in Israel über Strafaussetzungen zur Bewährung angeschaut. Also ein hungriger Richter kurz vor dem Mittagessen entscheidet in der Tendenz deutlich strenger als derselbe Richter nach dem Mittagessen.“

Im Gespräch über richterliche Objektivität und den Einfluss von Emotionen auf Urteile erwähnt ein anderer Gesprächsteilnehmer Daniel Kahneman, woraufhin Philip Banse die berühmte israelische Studie zu Bewährungsentscheidungen schildert. Er nutzt sie als Beleg dafür, dass Justiz immer menschengemacht und damit fehlerbehaftet bleibt.

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Die Baustellen der Nation

Die Baustellen der Nation

Philip Banse, Philipp Banse · 2023

Die Baustellen der Nation ist ein Sachbuch von Philip Banse über zentrale Probleme und Herausforderungen Deutschlands. Das Werk entstand in Zusammenarbeit mit seinem Podcast-Partner und behandelt relevante gesellschaftliche sowie politische Themen aus journalistischer Perspektive. Mit etwa 70.000–75.000 verkauften Exemplaren hat sich das Buch erfolgreich als wichtiger Beitrag zur zeitgenössischen Debatte über Deutschlands aktuelle Herausforderungen etabliert.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:04:24 „Die Baustellen der Nation. Ich glaube, es ist hier eingepackt. Es ist unter den Königsberger Klopsen und der Zeit verschunden. Ah, vielen Dank. Ja, hier. Genau. Lief ganz gut, das Buch, oder?“

Als Jochen Wegner fragt, ob Philip Banse wie Ferdinand von Schirach hätte Belletristik schreiben können, verweist Banse auf das Sachbuch, das er mit seinem Podcast-Partner Philipp geschrieben hat. Das Buch wird kurz herumgereicht, die Verkaufszahlen von rund 70.000–75.000 Exemplaren werden lobend erwähnt.

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Recherche zum FDP-Ausstiegsplan ('D-Day')

Recherche zum FDP-Ausstiegsplan ('D-Day')

Robert Pausch

Robert Pausch recherchiert für die ZEIT, wie die FDP-Führung von Anfang an geplant hatte, ein vertrauliches Anti-Grünen-Papier an die Presse durchzustechen. Die Recherche belegt, dass der Koalitionsbruch strategisch inszeniert wurde. Der Artikel zeigt, wie Reaktionen der FDP auf die Recherche verdeutlichen, dass wichtige politische Akteure den Wählerwunsch nach Glaubwürdigkeit nicht verstanden haben.

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:38:07 „Uns ist bei Zeit Online fast der Server weggeflogen neulich, als wir etwas Hintergrundmaterial zu einem sogenannten Drehbuch der Liberalen, um aus der Koalition auszusteigen, veröffentlicht haben. Der Kollege Robert Pausch hat das recherchiert.“

Jochen Wegner berichtet von einer Recherche seines Zeit-Kollegen Robert Pausch, die Dokumente zum geplanten Ausstieg der FDP aus der Ampel-Koalition offenlegte. Die Veröffentlichung hatte enormes Leserinteresse und fast die Server zum Absturz gebracht. Wegner betont den Kontrast zwischen öffentlichen Aussagen und tatsächlichem Handeln der FDP-Spitze.

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Dossier zum FDP-Koalitionsausstieg

Dossier zum FDP-Koalitionsausstieg

Der Artikel behandelt die ablehnende Haltung der Juso-Führung gegenüber dem Koalitionsvertrag und dokumentiert damit einen zentralen politischen Konflikt innerhalb der SPD. Die schnelle Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung unterstreicht die politische Tragweite des Themas, das mit Plänen zum Koalitionsausstieg die Medienlandschaft dominierte.

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:38:27 „Und auch die Süddeutsche Zeitung hat kurz danach, wenige Stunden danach, auch ein großes Dossier veröffentlicht. Das hatte ja so mehrere Umdrehungen.“

Jochen Wegner erwähnt, dass die Süddeutsche Zeitung wenige Stunden nach der Zeit-Online-Veröffentlichung ebenfalls ein großes Dossier zum selben Thema – dem FDP-Plan zum Koalitionsausstieg – publiziert hat. Der Verweis dient dazu, die Breite der Berichterstattung und die politische Tragweite des Themas zu unterstreichen.

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Caren Miosga

Caren Miosga

Caren Miosga · 2024

Caren Miosga diskutiert mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft das Thema der Woche. Dabei sollen unterschiedliche Standpunkte und Sichtweisen auf ein Problem sowie die dahinterstehenden politischen Prozesse deutlich werden.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:42:18 „In der aktuellen Folge der Lage, wie wir Lagefans sagen, redet er ja auch über diesen einen Satz, den Christian Lindner bei Karin Miosga gesagt hat. Und ich finde es insofern inhaltlich interessant und aber auch, sagen wir mal, medienteoretisch interessant, weil ich habe die Sendung auch live gesehen.“

Christoph Amend bezieht sich auf eine konkrete Ausgabe der ARD-Talkshow 'Caren Miosga', in der Christian Lindner einen umstrittenen Satz 'rausgeschossen' hat. Amend hat die Sendung live gesehen und analysiert, dass der Satz im Gesprächsverlauf fast unterging und möglicherweise bewusst platziert war.

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Maischberger

Maischberger

Sandra Maischberger

Deutsche Talkshow für aktuelle Diskussionen zu Politik, Gesellschaft und Kultur. Differenzierte Debatten mit prominenten Gästen zu komplexen Themen, geprägt von intellektueller Auseinandersetzung und kritischer Reflexion.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:49:33 „Interessant fand ich Friedrich Merz gestern Abend bei Sandra Maischberger, der ja auf das Milai- und Musk-Zitat angesprochen wurde von Lindner. Und dann, ich zitiere aus dem Gedächtnis, gesagt hat, ich war entsetzt, als ich das gehört habe. Ich war, ich zitiere aus dem Gedächtnis, sprachlos und das kommt bei mir selten vor.“

Christoph Amend verweist auf einen konkreten Auftritt von Friedrich Merz bei Sandra Maischberger, in dem Merz sich scharf von Lindners Musk-und-Milei-Vergleich distanzierte. Amend betont, dass man sich eine klarere Distanzierung kaum hätte vorstellen können.

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Blood, Toil, Tears and Sweat

Blood, Toil, Tears and Sweat

Winston Churchill · 1989

Churchill's great wartime speeches are brought together along with a sampling of earlier speeches and a few from his later years.

🗣 Unbekannt referenziert bei ⏱ 03:05:54 „Stellt sich Churchill hin und sagt, Leute, ich weiß, ihr findet das scheiße. Blutschweiß und Tränen, das ist der Weg, wir gehen. Und viele fanden ihn, obwohl sie das inhaltlich vielleicht anders sehen, aber auch deshalb gut, weil er Rückgrat bewiesen hat.“

Ein Sprecher zieht eine historische Parallele zu Churchills berühmter Rede 'Blood, Toil, Tears and Sweat' von 1940, um zu illustrieren, dass politische Führung manchmal bedeutet, unpopuläre Entscheidungen mit Rückgrat zu vertreten. Das Argument dient als Plädoyer für entschlossenes politisches Personal in fragilen Koalitionen.

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Mourir pour Dantzig?

Mourir pour Dantzig?

Marcel Déat

Leitartikel des französischen Journalisten Marcel Déat vom Mai 1939, der die berühmte Frage stellt, ob Frankreich bereit ist, für die polnische Stadt Danzig in den Krieg zu ziehen. Der Artikel reflektiert die damalige Debatte um Europas Kriegsbereitschaft angesichts der wachsenden Bedrohung durch Nazi-Deutschland und wird zu einem Symbol für politische Zweifel an militärischen Interventionen.

🗣 Philip Banse referenziert bei ⏱ 03:06:18 „In Frankreich gab es ja die gleiche Diskussion. Murier pour Danzig, das wollte auch niemand. Also für Danzig sterben.“

Philip Banse verweist auf Marcel Déats berühmten Zeitungsartikel 'Mourir pour Dantzig?' von 1939, in dem die französische Kriegsbereitschaft für Polen in Frage gestellt wurde. Er nutzt die Referenz als Parallele zur Churchill-Anekdote, um zu zeigen, dass mutige politische Entscheidungen immer auf Widerstand stoßen – und dass Abwahl das Risiko von Führungsstärke ist.

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Markus Lanz

Markus Lanz

Markus Lanz · 2008

Jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bietet Markus Lanz in seiner Talkshow eine große Bandbreite an Gästen und Themen – politisch aktuell, gesellschaftspolitisch relevant, berührend, unterhaltsam.

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:14:06 „Offensichtlich sprechen Podcasts ja vielleicht eine leicht verschobene Zielgruppe an zu Markus Lanz, sage ich jetzt mal, außer natürlich Lanz.“

Jochen Wegner vergleicht die Reichweite und Zielgruppe von Podcasts mit klassischen TV-Formaten. Er nutzt Markus Lanz als Beispiel für ein etabliertes TV-Talkformat, um zu verdeutlichen, dass Podcasts eine andere, teilweise jüngere Zielgruppe erreichen.

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c't

c't

Heise Verlag

Das c't-Magazin ist eine monatlich erscheinende Computerzeitschrift des Heise Verlags, die sich mit Technologie, IT-Sicherheit und digitalen Themen befasst. Die Publikation hat eine lange Tradition in der deutschsprachigen Tech-Community und wird für ihre fundierten und umfassenden Artikel zu aktuellen IT-Entwicklungen geschätzt. Das Magazin bietet sowohl praktische Tipps als auch tiefgreifende Analysen für Technik-Enthusiasten und professionelle Leser.

🗣 Philip Banse zitiert daraus bei ⏱ 03:17:33 „Ganz ehrlich, ich habe lange Nächte auf der Rettungswache die CT gelesen. Die damals ja nur monatlich kam und irgendwie so 5 cm dick. Armdick. Aber ich habe sie immer noch im Abo.“

Im Gespräch über die Wurzeln der Lage-Hosts in der IT- und Nerd-Szene kommt die Rede auf den Heise Verlag und die c't. Philip Banse beschreibt seine langjährige Verbundenheit mit dem Magazin, das er seit seiner Zeit auf der Rettungswache liest und bis heute abonniert hat.

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The Joe Rogan Experience

The Joe Rogan Experience

Joe Rogan

This podcast is like the News is for current events but for the Joe Rogan Experiance Podcast. I report, review and analyze each episode with my good friend Mark in an hour long breakdown. It helps us get the most out of Joe's world class show. This is for any Rogan fan.. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

🗣 Philip Banse erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:32:06 „Joe Rogan aufwärts, glaube ich. Oder? Ich glaube, das, also jetzt mal ohne Witz, ich glaube, das ist Altersgrenze.“

Auf die Frage, ab welcher Summe die Lage-Hosts ihre Unabhängigkeit aufgeben würden, nennt Philip Banse scherzhaft Joe Rogan als Maßstab – eine Anspielung auf dessen legendären Exklusivdeal mit Spotify über mehrere hundert Millionen Dollar.

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Maybrit Illner

Maybrit Illner

Maybrit Illner · 1999

Polit-Talk zu aktuellen Themen moderiert von Maybrit Illner.

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:41:25 „Talkshow oder Podcast? Podcast. Ilna oder Lanz? Ilna. Lanz oder Will? Will. Maischberger oder Hart aber fair? Hart aber fair.“

Im A-oder-B-Spiel werden die großen deutschen Polittalkshows gegeneinander gestellt. Die Gäste bevorzugen Illner gegenüber Lanz, was zu ihrer politikjournalistischen Perspektive passt.

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PISA-Studie

PISA-Studie

Andreas Schleicher / OECD

PISA-Studie der OECD untersucht die Schulleistungen von 15-Jährigen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Zentrale Erkenntnis: Deutschland hat trotz Reformbemühungen seit dem "PISA-Schock" vor 20 Jahren keine wesentlichen Verbesserungen erzielt; die Leistungen stagnieren oder verschlechtern sich teilweise.

🗣 Unbekannt referenziert bei ⏱ 03:51:30 „Also wenn man sich Schule anguckt, wir haben den Pisa-Schock vor 20 Jahren erlebt, wo die Ergebnisse katastrophal waren und alle haben sich geschworen, ja, okay, bis hier lief es nicht gut. Jetzt machen wir alles anders und wir sehen 20 Jahre später dieselben Ergebnisse zum Teil noch schlechter.“

Im Gespräch über die Grenzen des Föderalismus nennt der Gast die PISA-Studie als Beleg dafür, dass die Bildungshoheit der Länder gescheitert ist. Trotz des PISA-Schocks von 2001 seien die Ergebnisse 20 Jahre später teilweise noch schlechter – ein Argument für eine Zentralisierung der Bildungspolitik.

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Das Ende der Geschichte und der letzte Mensch

Das Ende der Geschichte und der letzte Mensch

Francis Fukuyama · 2022

Ist Geschichte eine endlose Wiederholung von Aufstieg und Verfall? In seinem weltberühmten Grundlagenwerk legt Francis Fukuyama dar, warum für ihn die liberale Demokratie den Endpunkt der Geschichte bedeutet. Im Sommer 1989 elektrisierte ein Artikel eines bis dato unbekannten Politikwissenschaftlers in der Zeitschrift The National Interest die Welt. Er führte zu Kontroversen bis in die Leitartikel diverser Zeitungen.

🗣 Philip Banse referenziert bei ⏱ 04:12:18 „Nicht das Ende der Geschichte, sondern... Also meine historische Analyse wäre, dass quasi die neoliberale Ideologie die Axt an die Wurzeln der liberalen Demokratie gelegt hat.“

Philip Banse greift Fukuyamas berühmte These vom 'Ende der Geschichte' auf und widerspricht ihr implizit. Er argumentiert, dass die liberale Demokratie keineswegs als historischer Endzustand gesichert sei, sondern durch den Neoliberalismus seit den 90er Jahren systematisch ausgehöhlt worden sei.

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Blaue Pferde

Blaue Pferde

Franz Marc

Franz Marc war ein expressionistischer Maler, bekannt für seine farbenfrohen abstrakten Kompositionen mit Pferden. Er verkörpert die Kriegsbegeisterung intellektueller Kreise vor 1914, die den Krieg als "reinigendes Gewitter" herbeiseh­nten – eine hoffnungsvolle Erwartung, die sich tragisch erfüllte, als Marc 1916 im Ersten Weltkrieg fiel. Die Anspielung zeigt eine warnung­de historische Parallele zu heutigen Stimmen, die tiefe Krisen als notwendigen Umbruch betrachten.

🗣 Philip Banse erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:14:37 „Denken wir zum Beispiel an Menschen wie Franz Mark, den Mann mit den bunten Pferden zum Beispiel, der sich freiwillig gemeldet hat zum Kriegseinsatz und dann, ich glaube, 1916 auch tatsächlich ums Leben gekommen ist.“

Philip Banse zieht eine historische Parallele zur Kriegsbegeisterung in intellektuellen Kreisen vor 1914. Er nennt Franz Marc als Beispiel für Künstler und Intellektuelle, die das 'reinigende Gewitter' des Krieges herbeigesehnt haben – und vergleicht das mit heutigen Stimmen, die eine tiefe Krise als notwendig betrachten.

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Triggerpunkte

Triggerpunkte

Steffen Mau · 2023

»Soziale Konflikte sind nie einfach nur da, sie werden auch gesellschaftlich hergestellt: entfacht, angeheizt, getriggert.« Von einer »Spaltung der Gesellschaft« ist immer häufiger die Rede. Auch in der Alltagswahrnehmung vieler Menschen stehen sich zunehmend unversöhnliche Lager gegenüber. So plausibel sie klingen mögen, werfen entsprechende Diagnosen doch Fragen auf: Wie weit liegen die Meinungen in der Bevölkerung wirklich auseinander? Und ist die Gesellschaft heute wirklich zerstrittener als...

🗣 Philip Banse referenziert bei ⏱ 05:02:51 „Und ich glaube, gesellschaftliche Konsense über so sinnvolle Dinge wie CO2-Einsparungen beim Heizen werden einfach immer wieder zerschossen von einer, wie heißt er denn, unser Soziologe Steffen Mau würde sagen, von Polarisierungsunternehmer.“

Philip Banse greift im Kontext der Debatte über gesellschaftliche Spaltung und die Unmöglichkeit breiter politischer Konsense auf den Begriff 'Polarisierungsunternehmer' des Soziologen Steffen Mau zurück. Der Begriff stammt aus Maus Analyse der deutschen Gesellschaft und beschreibt Akteure, die gezielt von gesellschaftlicher Spaltung profitieren. Banse nutzt ihn, um zu erklären, warum sich keine 30-40 Prozent der Bevölkerung mehr hinter gemeinsamen Zielen versammeln können.

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New Kids on the Block

New Kids on the Block

New Kids on the Block

New Kids on the Block – kurz NKOTB oder New Kids genannt – sind eine 1984 gegründete US-amerikanische Popgruppe aus Boston, Massachusetts, die Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre international als Pop-Phänomen gefeiert wurde und zu den höchstbezahlten Entertainern der Welt zählte. Zur damaligen Zeit als Teenieband bezeichnet, gelten sie heute als der Prototyp der erfolgreichen Boygroups und waren Vorbild für nachfolgende Formationen der 1990er Jahre wie Take That, Caught in the Act, Back...

🗣 Unbekannt erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:28:05 „Ja, es ist so, man findet sich wie eine Band, so war das ja in der Musik auch ganz lange, bis dann irgendwie, wie hießen sie, New Kids on the Block oder irgendwie diese Boybands da um die Ecke kamen.“

Der Sprecher greift die Analogie auf, dass sich Podcast-Duos wie Bands finden müssen. Er nutzt New Kids on the Block als Beispiel für den Moment, als in der Musikindustrie das Casting organische Bandfindung ablöste – und argumentiert, dass beim Podcast die Chemie zwischen den Hosts viel schwerer zu faken ist als bei einer Boyband.

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Hauser & Kienzle

Hauser & Kienzle

Hauser & Kienzle war ein Streitformat des SWR, in dem ein konservativer und ein progressiver Journalist Politiker befragten. Das Format gilt als Vorbild für ausgewogene politische Diskussionen im Fernsehen. Precht nutzt es als Beispiel dafür, wie öffentlich-rechtliche Sender durch kontroverse Debatten zwischen unterschiedlichen politischen Perspektiven mehr Meinungsvielfalt erreichen könnten, statt in einer vagen Mitte zu verharren.

🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:42:23 „Es wäre jetzt nicht so überraschend, wenn ihr so einen Hauser-Kienzle-Podcast machen würdet, wo ihr euch ständig die Sachen um den Kopf haut, politisch natürlich.“

Christoph Amend vergleicht den kollegialen Stil der Lage-der-Nation-Hosts mit dem bewusst kontroversen ZDF-Format der 90er Jahre. Philip Banse erklärt für jüngere Hörer, dass Hauser & Kienzle ein künstlich kontroverses, geskriptetes TV-Format war – das Gegenteil ihres Ansatzes.

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Crossfire

Crossfire

· 2022

Jo (Keeley Hawes) genießt mit ihrer Familie und Freunden einen entspannten Urlaub in einem luxuriösen Resort auf den Kanarischen Inseln, als plötzlich bewaffnete Männer das Hotel überfallen. Der Hintergrund der brutalen Tat, bei der die Eindringlinge augenblicklich Schüsse auf die anwesenden Gäste und das Hotelpersonal abgeben, bleibt zunächst unklar.

🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:42:40 „Genau, geskriptet war auch das erste Wort, was mir dazu im Gehirn war. So wie Crossfire vorher war das Vorbild.“

Christoph Amend erwähnt die US-amerikanische CNN-Sendung Crossfire als das Vorbild für das deutsche Format Hauser & Kienzle. Beide stehen für ein inszeniert-kontroverses Gesprächsformat, das als Kontrast zum ehrlichen Austausch der Lage-der-Nation-Hosts dient.

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Informationelle Selbstbestimmung und effektiver Rechtsschutz im Strafvollzug

Informationelle Selbstbestimmung und effektiver Rechtsschutz im Strafvollzug

Philip Banse · 2019

Fragen des Datenschutzes stehen bei Gefangenen und Vollzugsverwaltung meist nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch stellen sich bei der informationellen Selbstbestimmung im Justizvollzug bespielhaft grundsatzliche Fragen "guter Gesetzgebung". Diese Arbeit entwickelt Vorschlage, wie die informationellen Selbstbestimmung im Gefangnis durch zielgerichtete Rechtssetzung praktisch wirksam werden kann.

🗣 Philip Banse referenziert bei ⏱ 06:19:47 „Deswegen hat die Arbeit ja so einen Doppeltitel, informationelle Selbstbestimmung und effektiver Rechtsschutz im Strafvollzug.“

Jochen Wegner spricht Philip Banse auf dessen juristische Doktorarbeit an, die sich mit Datenschutz und Bürgerrechten im Gefängnis befasst. Banse erklärt die wegweisende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass Strafgefangene ihre Grundrechte nicht an der Gefängnistür abgeben. Jochen entdeckt sogar einen Schreibfehler im Vorwort der Dissertation.

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Beratungskulturen

Beratungskulturen

Gertrude Lübbe-Wolff · 2024

Mit der Idee eines grundlegenden »Rechts auf Rechtfertigung« hat Rainer Forst eine kraftvolle Denkfigur entwickelt, deren Fruchtbarkeit für das konkrete Geschäft einer kritischen Analyse des Sozialen immer deutlicher wird. Sein Werk hat tiefe Spuren in der Philosophie und Sozialtheorie, aber auch in der politischen Diskussion der Gegenwart hinterlassen und umfasst pointierte Stellungnahmen zu Fragen der Moral und Gerechtigkeit, zu Macht, Toleranz und Freiheit.

🗣 Philip Banse zitiert daraus bei ⏱ 06:27:51 „Und es gibt über die Arbeit des Bundesverfassungsgerichts und anderer Verfassungsgerichte ein sehr spannendes Buch von Gertrude Lübbe-Wolf, selbst ehemalige Verfassungsrichterin, emeritierte Professorin aus Bielefeld. Unter dem schönen Titel Beratungskulturen ist Open Access, kann man sich kostenlos runterladen.“

Im Gespräch über die Frage, warum das Bundesverfassungsgericht so weise und unparteiisch entscheidet, empfiehlt Philip Banse dieses Buch der ehemaligen Verfassungsrichterin Gertrude Lübbe-Wolff. Es schildert das Innenleben der Beratungen am Bundesverfassungsgericht und zeigt, wie dort ein extrem hoher Wert auf möglichst einstimmige Entscheidungen gelegt wird – ein Schlüssel zur Akzeptanz des Gerichts.

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Paper zur Antisemitismus-Definition auf dem Verfassungsblog

Paper zur Antisemitismus-Definition auf dem Verfassungsblog

Der Artikel untersucht die Implementierung der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus ins deutsche Recht aus rechtlicher Perspektive. Der Autor kritisiert, dass eine zu breite Definition die Vielfalt jüdischer Positionen gefährdet und Deutsche in die Rolle von Schiedsrichtern darüber setzt, was jüdischer Kritik erlaubt ist. Das Paper behandelt die Spannung zwischen dem Schutz vor Antisemitismus und dem Schutz der Meinungsfreiheit innerhalb jüdischer Gemeinschaften.

🗣 Philip Banse referenziert bei ⏱ 07:05:15 „Eine Freundin von mir, mit der ich in New York studiert habe, ist jüdische Israelin, hat dazu gerade auf dem Verfassungsblock auch ein Paper geschrieben. Und die sagt, dass ich verkürze das jetzt etwas, kann nicht wahr sein, dass ihr Deutsche jetzt wieder hingeht und sagt, wer ist ein guter Jude?“

Philip Banse berichtet über die Debatte um eine zu weite Antisemitismus-Definition, insbesondere die IHRA-Definition. Er verweist auf einen Beitrag einer jüdisch-israelischen Freundin auf dem Verfassungsblog, die argumentiert, dass es nicht sein könne, dass Deutsche darüber entscheiden, wer ein 'guter Jude' sei. Das Paper untermauert Banses persönliche Überzeugung, dass eine zu breite Definition jüdische Stimmenvielfalt ausgrenzt.

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The X-Files

The X-Files

Chris Carter · 1993

Im Zentrum stehen die FBI-Agenten Dana Katherine Scully und Fox William Mulder die unter ihrem Vorgesetzten FBI Assistant Director Walter Skinner mysteriöse Fälle aufklären sollen. Obwohl die Ansichten der wissenschaftlich arbeitenden Scully und des intuitiv ermittelnden Mulder oft weit auseinander gehen, bilden sie ein hervorragendes Team. Gemeinsam ergründen sie paranormale wie auch außerirdische Aktivitäten.

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 07:20:53 „Ich habe vor kurzem, habe ich so über X-Files nachgedacht. Diese Serie. War eine Serie, die sich mit Verschwörungstheorien beschäftigt hat, die nichts anderes gemacht hat, als zu sagen, die Welt ist eigentlich ganz anders. Und das war damals in den 90ern, funktionierte das auf so einer reinen Entertainment-Ebene irgendwie lustig.“

Im Gespräch über Elon Musk und die Verbreitung von Verschwörungstheorien zieht Christoph Amend eine Verbindung zur Popkultur der 90er Jahre. Er argumentiert, dass X-Files damals reines Entertainment war, aber rückblickend zeigt, wie Verschwörungsnarrative aus der Popkultur herausgewandert sind und heute reale politische Macht entfalten — eine Entwicklung, die man damals nicht ernst genommen hat.

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