Episoden

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Die sogenannte Gegenwart

Erkennen Sie das Furzgeräusch

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Die Folge widmet sich der Amazon-Show »Last One Laughing«, in der ein All-Star-Ensemble der deutschen Comedy — von Anke Engelke über Kurt Krömer bis Carolin Kebekus — gegeneinander antritt, und nutzt das Format als Ausgangspunkt für Beobachtungen über Komik in der Gegenwart. Im Gegenwartscheck meldet Nina außerdem das Phänomen Eisbaden, das sich von Putin-Klischee und finnischer Sauna-Tradition zum pandemischen Großstädter-Trend gewandelt hat — inklusive dampfender Selfies von Kai Diekmann.

Alles gesagt?

Deborah Feldman, wie unorthodox sind Sie

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Deborah Feldman spricht über ihren Weg aus der ultraorthodoxen Gemeinde in Brooklyn, den weltweiten Erfolg von „Unorthodox

Unter Pfarrerstöchtern

Streit, Fake News und Lügen

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Das Volk Israel bricht vom Sinai auf, militärisch formiert wie eine Armee — doch kaum unterwegs, bricht der Streit los: Die Israeliten jammern nach ägyptischen Gurken und Knoblauch, Miriam und Aaron putschen gegen ihren Bruder Mose, und Kundschafter verbreiten Horrorgeschichten über Riesen im gelobten Land Kanaan. Eine biblische Fake-News-Kaskade mit erstaunlich modernen Parallelen — von Colin Powells Massenvernichtungswaffen bis zu Corona-Verschwörungstheorien —, die Gott mit 40 Jahren Wüstenwanderung bestraft.

ZEIT Verbrechen

Auf Frauenjagd

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste

Reporter Alexander Rupflin rekonstruiert den Fall des Aziz G., der im Oktober 2019 in Lübeck die 21-jährige Medizinstudentin Johanna entführte, vergewaltigte und gefesselt an einem Feldweg zurückließ — nur ein Angler, der zufällig anhielt, rettete ihr Leben. Die Episode zeichnet das Porträt eines Mannes nach, dessen gewalttätige Ehe mit Emine G. in einer Gartenparzelle aus Schutt und Trümmern endete und der schließlich gezielt auf Frauenjagd ging, um sich die Macht zurückzuholen, die ihm in seinem gescheiterten Leben entglitten war.

Die sogenannte Gegenwart

Was bringt uns der Respekt, wenn wir nichts verdienen

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Die Folge kreist um den Begriff Klassismus — die Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft — und die Debattenlinien, die sich daran entzünden. Zum Auftakt meldet sich die abwesende Nina Pauer per Sprachnachricht und liefert eine kulinarische Gegenwartsdiagnose: Flower Focaccia, kunstvoll belegt wie eine Blumenwiese, hat das Bananenbrot des ersten Lockdowns abgelöst — weil bloßer Kohlenhydrat-Trost nicht mehr reicht und die pandemiegeplagte Gesellschaft jetzt wenigstens beim Backen etwas Schönes gestalten will.

Alles gesagt?

Maja Göpel, wie können wir die Welt neu denken

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Maja Göpel, Mitgründerin von Scientists for Future und Autorin von *Unsere Welt neu denken*, fordert einen radikalen Perspektivwechsel in der Klimadebatte. Sie wettert gegen die Ausrede, Politik könne nur umsetzen, was Umfragen hergeben, und nennt es eine Beleidigung der Ingenieure zu behaupten, ein erneuerbares Energiesystem sei unmöglich. Angela Merkel wird sie nicht vermissen — es braucht jetzt etwas Neues.

Unter Pfarrerstöchtern

Protest gegen den Tod

Sabine Rückert & Johanna Haberer

In dieser Ostersondersendung dreht sich alles um den Protest gegen den Tod — von der schlichten menschlichen Auflehnung gegen die Sterblichkeit bis zu transhumanistischen Visionen, den Geist ins Digitale zu überführen und durch Algorithmen Verstorbene als Hologramme weiterleben zu lassen. Dabei kommen auch die bizarren Versuche zur Sprache, aus Facebook-Einträgen gefallener Soldaten digitale Abbilder für deren Eltern zu erschaffen, und die Frage, ob eine Ansammlung von Datenblitzen noch ein Mensch ist.

Unter Pfarrerstöchtern

Vom Sündenbock und von der Nächstenliebe

Sabine Rückert & Johanna Haberer

Die Folge nimmt sich das Buch Leviticus vor und klärt zunächst eine offene Frage aus der letzten Episode: Warum kam Aaron nach dem Tanz ums goldene Kalb ungeschoren davon? Die Antwort liegt in der Entstehungszeit der Texte — konkurrierende Priesterkasten im babylonischen Exil schrieben ihre jeweiligen Machtansprüche in dieselben Bücher, weshalb Aaron mal als großer Hohepriester gefeiert und mal als Versager dargestellt wird. Dabei wird die Stiftshütte als Blaupause für den Wiederaufbau des Tempels entschlüsselt, den die reichen Eliten bei ihrer Heimkehr nach Jerusalem errichten sollten.

ZEIT Verbrechen

Das Gesetz des Baggers

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste

Ein Mieter aus Mannheim wendet sich hilfesuchend an die ZEIT — zunächst wird sein Anliegen als wenig dringlich eingestuft, doch als sich Investigativreporter Fritz Zimmermann durch die Aktenberge arbeitet, entpuppt sich der Fall als ebenso absurd wie tiefgreifend. Die Geschichte führt mitten in die schnurgerade vom Reißbrett geplante Innenstadt Mannheims, wo statt Straßennamen nur Zahlen und Buchstaben die Orientierung bestimmen.

Die sogenannte Gegenwart

Liegt die Zukunft auf dem Land

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Die Episode kreist um eine durch Corona verstärkte Bewegung von der Stadt aufs Land — eine Neuausrichtung der Geografie und damit auch der Lebensform. Zuvor liefert der Gegenwartscheck eine amüsante Debatte über Silent Meditation auf Clubhouse: das gemeinsame digitale Schweigen als neue Kommunikationsform, die Ijoma Mangold rührt, während Lars Weisbrod gesteht, dass ihm bei dem Wort Clubhouse inzwischen schaudert.