Das Literarische Quartett
Marcel Reich-Ranicki
Das Literarische Quartett ist eine deutsche Talkshow, in der Moderatoren und Gäste über aktuelle Bücher diskutieren und literarische Themen debattieren. Die Sendung wird von Thea Dorn moderiert und gilt als renommiertes Forum für kulturelle Debatten. Im Podcast wird die Show humorvoll als Beispiel für die Integration unerwarteter Personen in die Literaturszene erwähnt, was den absurden Gedanken eines Auftritts von Arafat Abou-Chaker dort verdeutlicht.
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„Ich weiß auch, dass er beim literarischen Quartett der Leiter oder der Gastgeber, das weiß ich ja, ich habe es nie gesehen, also mehr weiß ich dazu nicht.“
Im Gespräch über Marcel Reich-Ranicki erwähnt Rezo, dass er die Sendung 'Das Literarische Quartett' zwar dem Namen nach kennt, sie aber nie gesehen hat. Er kennt Reich-Ranicki nur aus kurzen Ausschnitten, etwa der berühmten Szene der Fernsehpreis-Ablehnung.
„Schau mal, wie oft im literarischen Quartett seligen Angedenkens, als Reich Ranitzky es noch leitet, wie oft kam das zu der Situation, wo, was weiß ich, meistens Sigrid Löffler sagte, ja, dieser Roman ist ein Roman über die Langeweile. Und dann hat sich Reich Ranitzky erregt, aber auch ein Roman über die Langeweile darf selber nicht langweilig sein.“
Mangold verweist auf das Literarische Quartett unter Reich-Ranicki, um zu illustrieren, dass der Streit über ironisch-bewusst schlechte vs. tatsächlich schlechte Literatur eine alte Aporie des Literaturdiskurses ist. Die Sendung dient als historisches Beispiel für genau diese wiederkehrende Debatte.
„seit März 2020 Gastgeberin des Literarischen Quartetts“
Vorstellung von Thea Dorn als Gastgeberin der ZDF-Literatursendung
„Ist ja, dass Helmut Karasek zum Gründungsensemble des Literarischen Quartetts gehört hat, zu dem du ja dann auch gehört hast. Also viele Jahrzehnte später.“
Christoph Amend stellt eine Verbindung her zwischen Helmut Karasek und Maxim Biller über das 'Literarische Quartett' – die legendäre ZDF-Literatursendung, zu deren Gründungsensemble Karasek gehörte und in der Biller viele Jahre später ebenfalls mitwirkte.
„Und wo es halt nicht zum Beispiel über einen literarischen Quartett darum geht. Ich finde das Buch ja so und so. Sondern wenn es tatsächlich um fundierte Literaturkritik geht, geht es halt nach ästhetischen Kriterien.“
Im Gespräch über den Zustand der Literaturkritik nennt Olga Grjasnowa das Literarische Quartett als Beispiel für eine Sendung, die ihrer Meinung nach keine fundierte Literaturkritik bietet – es gehe dort eher um persönliche Geschmacksurteile als um ästhetische Kriterien. Jochen Wegner hakt nach und merkt an, dass bereits zwei Vertreter des Quartetts im Podcast zu Gast waren.
„Es ist großartig, das Literarische Quartett, wie hieß er? Marcel Reich-Ranitzky. Marcel Reich-Ranitzky kommentierte Toni Morrison und ich kann es nicht mehr genau wiedergeben, aber es war auch so.“
Hadija Haruna-Oelker erinnert sich an Marcel Reich-Ranickis Kommentare zu Toni Morrison im Literarischen Quartett, die sie als Beispiel dafür anführt, wie der deutsche Kulturbetrieb schwarze Literatur verkannt hat. Der abschätzige Blick auf Morrisons Werk zeige, dass vieles durch eine andere Brille betrachtet werden müsste.
„Und er hat gesagt, also Sie müssen hier natürlich mit den Füßen dran und gedöhnt. Und dann hat er gesagt, aber wenn Christine Westermann, die Göttin der Morgenröte, die große Dame des westdeutschen Journalismus, irgendwann hatte dann das Literarische Quartett auch die Göttin der Literatur.“
Im Rahmen von Götz Alsmanns Warm-up-Routine vor den Zimmer-frei-Aufzeichnungen wird Westermanns Mitwirkung beim Literarischen Quartett erwähnt. Alsmann baute ihren Titel als 'Göttin der Literatur' in seine humorvollen Anmoderationen ein.
„auch im literarischen Quartett mal sitzen darf. Dann darf ich eine anmoderieren. [...] Und dann sitzen sie gemeinsam bei Thea Dorn, bei Thea Dorn im literarischen Quartett nach dem ZDF Magazinregal.“
Jan fantasiert humorvoll darüber, dass Arafat Abou-Chaker im Literarischen Quartett mit Thea Dorn auftreten könnte.
„Die ganze deutsche Literatenwelt in einem ständigen panischen Stockholm-Syndrom lebte gegenüber Marcel Reich-Ranitzky und dem literarischen Quartett. Die ständige Angst vor Reich-Ranitzky.“
Kehlmann beschreibt die enorme Machtfülle, die Marcel Reich-Ranicki und seine TV-Sendung 'Das literarische Quartett' über den deutschen Literaturbetrieb hatten. Autoren wie Martin Walser und die gesamte Literatenwelt hätten in einem 'panischen Stockholm-Syndrom' gelebt. Kehlmann begrüßt, dass diese Art zentralisierter Kritikermacht heute demokratisiert ist.
„da war ich schon noch so bei Reich-Reniski, gibt so ein geiles literarisches Quartett, wo Reich-Reniski auch sagt so, ich werde den Deutschen nicht den Gefallen tun, dass ich ein Deutscher sein möchte“
Jagoda zitiert Marcel Reich-Ranicki aus dem Literarischen Quartett zu seiner Haltung gegenüber deutscher Identität und dem deutschen Pass
„Ja, das macht mir auch irre Spaß. Ja, das ist die Talkshow, die, glaube ich, mir angemessen ist und wo ich auch das Gefühl habe, da kann ich mit meiner Expertise wirklich was, da bin ich am richtigen Ort.“
Christoph Amend spricht Eva Menasse auf ihre regelmäßige Teilnahme am Literarischen Quartett an. Sie beschreibt die Sendung als den für sie passenden Ort, wo sie ihre literarische Expertise einbringen kann – im Gegensatz zu Politik-Talkshows.
„Johannes B. Kerner, der war letztens beim Literarischen Quartett.“
Im Rahmen eines absurden Gesprächs über Hermann Görings Villa auf Sylt und die Idee, dort ein Podcast-Studio einzurichten, erwähnt Jan Böhmermann beiläufig, dass Johannes B. Kerner kürzlich beim Literarischen Quartett zu Gast war.
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