Episoden von Lanz & Precht

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Lanz & Precht

Ausgabe Zweiundsiebzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Vom Weltwirtschaftsforum in Davos ausgehend diskutieren die beiden den grassierenden Pessimismus in Europa — von Antonio Guterres' Autobahn-in-die-Klimahölle-Metaphorik bis zu Niall Fergusons brutaler Diagnose, Europa sei ein elendes Museum. Daneben geht es um Frank Sierens Buch *Zukunft China* und die Frage, ob der europäische Kulturpessimismus mehr mit Mentalität als mit der Realität zu tun hat.

Lanz & Precht

Ausgabe Einundsiebzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Diese Folge dreht sich um Europas verzerrtes China-Bild und den Aufstieg Chinas zur dominierenden Macht des 21. Jahrhunderts. Anlass ist Frank Sierens Buch über China, das Richard David Precht gerade gelesen hat und das ihm die chinesische Perspektive auf die Welt eröffnete — von massiven Investitionen in der Ukraine über den Ausbau des Hafens von Piräus bis zur wirtschaftlichen Durchdringung Zentralasiens.

Lanz & Precht

Ausgabe Siebzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Zum Dreikönigstag tauchen Lanz und Precht in die Ursprünge der Heiligen Drei Könige ein — Richard David Precht erklärt, warum sie als Könige gar nicht in der Bibel vorkommen, sondern erst im Mittelalter dazu wurden, während im Matthäusevangelium nur Sterndeuter aus dem persischen Kulturkreis auftauchen. Daraus entspinnt sich eine warmherzige Erinnerung an Lanz' Kindheit als Sternsinger in Südtirol: mit Schneeketten zu abgelegenen Bergbauernhöfen fahren, in teure Ferienhäuser deutscher Touristen spähen und dafür Kekse und Tee kassieren — ein dolomitisches Bullerbü, wie Precht es nennt.

Lanz & Precht

Ausgabe Neunundsechzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Im Jahresrückblick widmen sich die beiden den übersehenen Themen und persönlichen Momenten abseits der großen Nachrichtenlage. Richard David Precht erzählt von seiner Reise nach Uganda und Ruanda zu den Gorillas als prägendster Erinnerung des Jahres und entwickelt daraus die Metapher der *unvertauschbaren Glanzbilder* — jene Erlebnisse, die so kostbar sind, dass man sie nicht mehr hergeben würde.

Lanz & Precht

Ausgabe Achtundsechzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Einen Tag vor Heiligabend erzählt Richard David Precht die Geschichte vom Großinquisitor aus Dostojewskis Die Brüder Karamasow — eine Parabel, in der Jesus im Spanien des 16. Jahrhunderts zurückkehrt und von der Kirche nicht gefeiert, sondern als Störenfried verhaftet und zum Tode verurteilt wird. Die Geschichte wird zum Ausgangspunkt einer Reflexion darüber, wie die institutionalisierte Kirche sich von ihrem eigenen Kern entfernt hat — von einer Religion der Liebe zu einer Religion der Macht.

Lanz & Precht

Ausgabe Siebenundsechzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Mitten im WM-Fieber 2022 liefert Richard David Precht seine eigenwillige Analyse zum Aus der Spanier gegen Marokko: Die technisch brillanten, aber zu braven Spanier seien schlicht Jungs gegen Männer gewesen. Neben dem Fußball pflegt er sein Hobby der Doppelgänger-Erkennung — von Reinhard Mey und Rainer Langhans bis hin zu seiner steilen These, Luka Modrić sei bei der Geburt von Beatrix von Storch getrennt worden.

Lanz & Precht

Ausgabe Sechsundsechzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Zur Halbzeit der WM in Katar ist Sportjournalist Thomas Kistner von der Süddeutschen Zeitung zu Gast, der seit Jahren die Machenschaften der FIFA durchleuchtet. Bevor es um die großen Themen geht, erzählt Richard David Precht von seinem unfreiwilligen Besuch in der FIFA-Kantine in Zürich — inklusive echtem Weltpokal, absurden Trüffelmengen und einer Atmosphäre wie beim Tanz der Vampire. Thomas Kistner ordnet dann ein auffälliges Novum dieser WM ein: noch nie haben unsichtbare Videoschiedsrichter so viele Millimeter-Entscheidungen getroffen und für rekordverdächtige Nachspielzeiten gesorgt.

Lanz & Precht

Ausgabe Fuenfundsechzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode dreht sich um die Macht von Social Media — 4,6 Milliarden Nutzer weltweit — und die heikle Verstrickung westlicher Tech-Konzerne mit China. Am Beispiel der chinesischen Proteste zeigen Lanz und Precht, wie Apple die Airdrop-Funktion einschränkte und Twitter mit Erotik-Posts ablenkte, während Tesla und Apple Milliardenumsätze im Land erwirtschaften. Der Bogen führt zu Hollywoods blinden Fleck: Filme, die die eigene Regierung zerlegen, gibt es zuhauf — doch einen kritischen Blick auf die Kommunistische Partei Chinas sucht man vergeblich.

Lanz & Precht

Ausgabe Vierundsechzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Von Adventserinnerungen und Ovomaltine schwenkt das Gespräch zum Vorlesen — und warum das eigene Kopfkino jedem Film überlegen ist. Dann wird es politisch: Die Fußball-WM in Katar, Gianni Infantinos bizarre Auftritte und der Ärger darüber, dass die Empörung erst kam, als sie nichts mehr nützte. Die Frage steht im Raum, warum nicht einfach fünf große Fußballnationen gesagt haben: Wir fahren nicht.

Lanz & Precht

Ausgabe Dreiundsechzig

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Folge kreist um das Phänomen medialer Verkürzung: Richard David Precht ärgert sich über eine Agenturmeldung zu seinem Auftritt im Düsseldorfer Ständehaus, die seine differenzierten Aussagen zum Ukraine-Krieg auf eine alte, längst relativierte Position zusammenstutzte — während seine Hinweise auf 200.000 Tote und die Notwendigkeit von Verhandlungen schlicht fehlten. Markus Lanz berichtet von einer ähnlichen Erfahrung nach seinem Gespräch mit der Klima-Aktivistin Carla Rochel von der Letzten Generation, bei dem er ihre apokalyptischen Szenarien hinterfragte und prompt als Klimaleugner abgestempelt wurde.