Kunst – C
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C/O Berlin – Berlin in den 90ern
Harald Hauswald
Die Ausstellung im C/O Berlin präsentiert Fotografien von Harald Hauswald vom Berlin der 1990er Jahre. Sie zeigt ein anderes, graueres Berlin als viele Menschen in Erinnerung haben – ein eindringliches Dokument der Nachkriegszeit statt der bunten Lebenswelt, die zeitgenössische Beobachter erlebten. Die Werke laden dazu ein, die eigene Vergangenheit kritisch zu befragen und zu erkennen, wie subjektiv unsere Erinnerungen sind.
Café Bravo (Glasskulptur)
Dan Graham
Café Bravo ist eine Glasskulptur des Konzeptkünstlers Dan Graham, die in der Auguststraße steht. Als eine seiner ersten Gebäudeskulpturen dokumentiert sie Grahams innovative Herangehensweise an Konzeptkunst und Architektur. Das Werk entstand aus der Zusammenarbeit zwischen Graham und dem Kunstwelt-Akteur Klaus Biesenbach und gilt als bedeutendes Beispiel für die Integration von künstlerischen Ideen in den städtischen Raum.
Campbell's Soup Cans
Andy Warhol
Der Artikel bezieht sich auf Andy Warhols ikonisches Kunstwerk „Campbell's Soup Cans" aus dem Jahr 1962, eine Pop-Art-Klassiker, die Verbraucherkultur und Massenproduktion thematisiert. Im Podcast wird das Werk als Beispiel für den kombinierten Wert aller Kunstwerke der Welt herangezogen, um Giulia Enders' provokante These zu unterstreichen: Der ökonomische Wert eines einzelnen menschlichen Körpers übersteigt den Gesamtwert aller jemals geschaffenen Kunstwerke. Die Erwähnung verdeutlicht eine Perspektivverschiebung vom künstlerischen zum biologischen Wert.
Carry That Weight (Mattress Performance)
Emma Sulkowicz
Emma Sulkowicz führte 2014 eine performative Kunstaktion auf dem Campus der Columbia University durch, indem sie täglich eine Matratze trug. Mit dieser Protestaktion reagierte sie auf den unzureichenden Umgang der Universität mit ihrem Vergewaltigungsvorwurf. Die Mattress Performance wurde zur Ikone der studentischen Bewegung gegen sexuelle Übergriffe auf dem Campus.
Cartier-Bresson Foto (Brüssel, 1930er)
Henri Cartier-Bresson
Henri Cartier-Bresson dokumentierte 1932 in Brüssel ein prägendes Motiv: zwei Männer, die neugierig durch ein Loch in einem Bauzaun hineinschauen. Das Bild ist bedeutsam, da es Jochen Wegner zu seinem Beruf als Fotograf inspirierte und exemplarisch für Cartier-Bressons Talent zeigt, alltägliche menschliche Momente mit künstlerischer Präzision festzuhalten.
Cartoon 'Als Fernsehen noch Spaß machte'
Nostalgischer Cartoon über das Fernsehen der Vergangenheit, der die Quizshow „Der große Preis" parodiert. Der Cartoon spielte eine Rolle in einer Diskussion über die Benennung von Medienmarken und verdeutlicht, wie sich das Verständnis von Unterhaltung im Fernsehen über die Zeit gewandelt hat. Ein Beispiel für kulturelle Satire aus dem Stern-Magazin, die sich kritisch mit dem Wandel von Medieninhalten auseinandersetzt.
Cartoon über Gottes Ebenbild (Nase)
Robert Gernhardt
Robert Gernhardt setzt sich in seinen Cartoons humorvoll mit theologischen Konzepten auseinander. Ein Cartoon zeigt ein Männchen mit riesiger Nase, das Gott fragt, warum es mit diesem Makel ausgestattet wurde – Gott antwortet daraufhin mit einer noch größeren Nase und erklärt, dass der Mensch sein Ebenbild ist. Der Cartoon stellt das religiöse Konzept der Gottesebenbildlichkeit auf den Kopf und nutzt die Absurdität der Situation für kritische Satire. Gernhardt verbindet biblisches Wissen mit schwarzem Humor und hinterfragt damit auf spielerische Weise menschliche Vorstellungen von Perfektion und Göttlichkeit.
Caspar David Friedrich Ausstellung
Hamburger Kunsthalle
Die Hamburger Kunsthalle zeigt eine umfassende Retrospektive des Romantikers Caspar David Friedrich mit seinen atmosphärischen Landschaftsgemälden. Die Ausstellung ist ein kulturelles Großereignis, das Besucher mit intensiven visuellen Erlebnissen beeindruckt und begeistert. Friedrichs Werke wirken auf das Publikum emotional überwältigend und hinterlassen nachhaltige Eindrücke.
Caspar David Friedrich Ausstellung (Hamburger Kunsthalle)
Caspar David Friedrich
Die Hamburger Kunsthalle zeigt eine große Ausstellung zu Caspar David Friedrich, dem romantischen Maler, der derzeit einen großen Hype erfährt. Die Ausstellung überzeugt sowohl Enthusiasten als auch skeptische Besucher mit der Kraft und Wirkung der Werke. Selbst Betrachter, die sich dem Trend bewusst distanzieren wollten, berichten von einer überwältigenden Erfahrung und bestätigen damit die aktuelle Renaissance des Künstlers.
Casting Off My Womb
Casey Jenkins
Casey Jenkins ist eine australische Künstlerin, die mit ihrer Performance-Art die weibliche Menstruation thematisiert. Sie führte ein Wollknäuel vaginal ein und strickte damit kontinuierlich, um den Farbverlauf ihres Zyklus sichtbar zu machen. Diese provokative Arbeit löste heftige Reaktionen und Morddrohungen aus, woraufhin Jenkins in einem Guardian-Artikel ihre künstlerische Intention und den Umgang mit der Kontroverse reflektierte.
Ceci N'est Pas Un Viol
Emma Sulkowicz
Emma Sulkowicz setzt sich in diesem Kunstfilm mit dem Thema Vergewaltigung und dessen künstlerischer Darstellung auseinander. Der Film zeigt aus der Perspektive einer Überwachungskamera eine sexuelle Szene und stellt dabei kritisch die Frage nach der Definition von Vergewaltigung. Der Titel spielt auf Magrittes „Dies ist keine Pfeife" an und hinterfragt provokativ, was als Vergewaltigung gilt. Das Werk folgt auf Sulkowicz' bekannte Mattress Performance und setzt ihre künstlerische Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt fort.
Central Park
Frederick Law Olmsted
Frederick Law Olmsted zählt zu den einflussreichsten Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts. Sein bekanntestes Werk, der Central Park in New York, gilt als Meilenstein der Stadtplanung. Jenseits dieses berühmten Parks verwirklichte Olmsted ambitionierte ökologische Projekte wie den Emerald Necklace nördlich von Boston – ein grünes Infrastrukturnetzwerk, das seine utopische Vision einer nachhaltigen Stadtentwicklung verkörpert. Seine Arbeiten zeigen, wie großflächige landschaftliche Interventionen die Moderne prägen.
CEO Berlin – Berlin in den 90ern
Harald Hauswald
Eine Ausstellung im C/O Berlin präsentiert fotografische Werke von Harald Hauswald über das Berlin der 1990er Jahre. Die Fotos dokumentieren diese transformative Epoche authentisch und gewähren tiefe Einblicke in die Berliner Zeitgeschichte. Die Ausstellung fasziniert durch ihre künstlerische und historische Aussagekraft und zeigt die Vielfalt einer sich verändernden Stadt.
Chambres d'Amis
Jan Hoet
Jan Hoets Ausstellung "Chambres d'Amis" war ein Kunstprojekt in Belgien, das Werke in private Wohnräume von Freunden brachte statt sie in Galerien zu zeigen. Das innovative Konzept wurde zum direkten Vorbild für Klaus Biesnbachs "37 Räume" Installation in Berlin, die 1992 parallel entstanden. Hoets Ansatz, Kunst aus dem Museum in den privaten Raum zu demokratisieren, inspirierte eine neue Welle partizipativer und räumlicher Kunstprojekte.
Christo and Jeanne-Claude: The Pont Neuf Wrapped / The Parisian Years 1958–1964
Centre Pompidou
Retrospektive des Centre Pompidou über die legendäre Verhüllung des Pont Neuf durch Christo und Jeanne-Claude. Die Ausstellung dokumentiert das ikonische Kunstprojekt von 1985 und die künstlerischen Anfänge des Künstlerpaares in Paris (1958–1964). Sie zeigt die konzeptionelle Entwicklung, die das Fundament für spätere großformatige Projekte wie die Verhüllung des Arc de Triomphe legte.
Christo et Jeanne-Claude, Paris! (Centre Pompidou Ausstellung)
Das Centre Pompidou zeigt eine umfassende Ausstellung über das künstlerische Schaffen von Christo und Jeanne-Claude. Die Schau dokumentiert ihre ikonische Verhüllung des Pont Neufs von 1985 sowie ihre prägenden Jahre in Paris von 1958 bis 1964. Die Ausstellung war Katalysator für die Realisation ihres berühmten Arc-de-Triomphe-Projekts und wirft Licht auf die künstlerische Entwicklung dieses Künstlerpaares.
Christo und Jeanne-Claude – Verhüllter Reichstag / Wrapped Beetle
Christo und Jeanne-Claude · 1995
Das Kunstprojekt "Wrapped Reichstag" von Christo und Jean-Claude feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Das 1995 realisierte Werk, bei dem der Reichstag vollständig verhüllt wurde, gilt als eines der ikonischsten Kunstprojekte des 20. Jahrhunderts und markierte einen Höhepunkt der sogenannten Verhüllungskunst. Eine Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie würdigt dieses Erbe nun mit einer Installation eines verpackten Käfers als zeitgenössische Hommage.
Christoph Schlingensief – Retrospektive
Christoph Schlingensief
Der Artikel dokumentiert eine Retrospektive des Künstlers und Aktionisten Christoph Schlingensief in den Kunstwerken Berlin. Im Zentrum steht eine Rede der Witwe Aino Laberenz, die eine bedeutende Schenkung an die Neue Nationalgalerie tätigte. Der Text beleuchtet Schlingensiefs provokative künstlerische Performances und Interventionen, einschließlich seiner emblematischen Aktionen wie dem Kniefall vor der Freiheitsstatue. Die Ausstellung würdigt sein innovatives Erbe in der Gegenwartskunst.
Codex Hammurabi
König Hammurabi von Babylon
Antike babylonische Stelenplatte mit dem Kodex Hammurabi (ca. 1750 v.Chr.) — einer der frühesten bekannten Gesetzes-Kodexe der Welt. Der gravierte Stein dokumentiert rechtliche Normen und Strafbestimmungen und gilt als Meilenstein der Rechtsgeschichte. Kulturerbe im Pariser Louvre.
Codex Leicester
Leonardo da Vinci
Gates ersteigerte vor etwa 30 Jahren Leonardos berühmten Kodex, eines der bedeutendsten Werke des Universalgenies. In einer großangelegten Ausstellung in Berlin präsentierte er diese historische Sammlung der Öffentlichkeit. Dies verdeutlicht Gates' Vielseitigkeit: Er ist nicht nur Technologie-Unternehmer, sondern auch leidenschaftlicher Kunstsammler und Philanthrop mit tiefem Interesse an Geschichte und Wissenschaft.
Concetto Spaziale (Tagli/geschlitzte Leinwände)
Lucio Fontana
Lucio Fontanas bahnbrechende Raumkonzepte mit aufgeschlitzten Leinwänden definieren die Kunstgeschichte der 1960er Jahre neu. Durch die radikale Durchbrechung der Bildfläche erforscht Fontana eine zusätzliche räumliche Dimension hinter der Ebene des Bildes. Seine Werke gelten als fundamentale Grenzüberschreitungen neben weißen Bildern und blauen Monochromen und markieren einen Wendepunkt der modernen Kunstgeschichte.
Concorde (Serie)
Wolfgang Tillmans
Wolfgang Tillmans dokumentiert die Concorde in einer Fotografie-Installation aus sieben Bildern, aufgenommen durch die Zäune des Londoner Flughafens Heathrow. Das Kunstwerk aus 1997 erfasst die ambivalente Faszination des Flugzeugs: Einerseits Symbol der futuristischen Moderne der 1960er Jahre, andererseits Inbegriff von Lärm und Umweltbelastung. Nach der erzwungenen Einstellung der Flüge 2003 wurde die Concorde zum modernen Mythos. Die Installation demonstriert Tillmans' künstlerische Freiheit in der Motivwahl, seinem Umgang mit Skalierung und der räumlichen Komposition der Drucke, die seine charakteristische Arbeitsweise prägen.