Theologie
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Einen Gott, den es gibt, den gibt es nicht
Dietrich Bonhoeffer · 2016
Bonhoeffers paradoxer Satz «einen Gott, den es gibt, den gibt es nicht» fasst die theologische Spannung zusammen: Gott entzieht sich der empirischen Verifikation und übersteigt rationale Kategorien. Im Podcast wird diese Aussage als Gegenpol zu Hararis mechanistischem Gottesbegriff verwendet und zeigt, wie die jüdisch-christliche Theologie Transzendenz bewahrt, während moderner Materialismus diese ablehnt. Der Gedanke bleibt zentral für zeitgenössische Debatten über Religiosität, Wissenschaft und menschliche Sinnerfahrung.
Einheitsübersetzung
· 2017
Die Einheitsübersetzung ist eine der drei großen kanonischen Bibelausgaben im deutschsprachigen Raum und wird von der Katholischen Kirche verwendet. Sabine Rückert bespricht die Bibel in einer eigenen Reihenfolge und grenzt sich bewusst von dieser sowie von der lutherischen und jüdischen Bibelordnung ab. Der Artikel ist relevant, weil er zeigt, dass die Anordnung und Auslegung der biblischen Texte nicht universell einheitlich ist, sondern je nach theologischer Tradition unterschiedlich ausfällt. Für Bibelleser bietet die Einheitsübersetzung damit eine wichtige Referenzbasis, um verschiedene Interpretationsansätze zu verstehen.
Einheitsübersetzung der Bibel
Deutsche Bischofskonferenz · 2005
Die Einheitsübersetzung ist Sabine Rückerts bevorzugte Arbeitsversion für ihre Analyse biblischer Texte, insbesondere des Propheten Jesaja. Sie nutzt die Ausgabe zur Textlektüre und bezieht sich auf die umfangreichen Fußnoten zur historischen Kontextualisierung der besprochenen Passagen. Die Kombination aus Originaltext und wissenschaftlichen Anmerkungen macht die Einheitsübersetzung zu einem unverzichtbaren Referenzwerk für fundierte biblische Exegese.
Engelszitat
Anselm Grün · 2005
Anselm Grün, der renommierte Benediktinermönch und Bestsellerautor, reflektiert über die existenzielle Bedeutung von Engeln in der menschlichen Spiritualität. Er definiert Engel als Vermittler der tiefgreifenden Sehnsucht nach Hilfe und Heilung, die von außerhalb unserer selbst kommt. Das Zitat verdeutlicht, wie religiöse Symbole die menschliche Hoffnung auf äußere Rettung und Unterstützung in schwierigen Zeiten artikulieren.
Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes)
Als Evangelium (von griechisch-lateinisch euangelium) bezeichnet man außer der christlichen Glaubensbotschaft auch eine antike, frühchristliche Literaturgattung, die sich mit dem Leben, Tod und Auferstehung Jesu und dessen Bedeutung für die Christen auseinandersetzt. Mit den „Evangelien“ in diesem Sinne sind meistens Erzählungen der vier Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes im Neuen Testament der Bibel gemeint.
Fragmente des Wolfenbüttelschen Ungenannten
Gotthold Ephraim Lessing · 1835
Mit dem Titel Fragmentenstreit wird die bedeutendste theologische Auseinandersetzung des 18. Jahrhunderts in Deutschland und die wohl wichtigste Kontroverse zwischen der Aufklärung und der orthodoxen lutherischen Theologie bezeichnet.
Gebetstext über das Stillwerden
Søren Kierkegaard · 1901
Søren Kierkegaard beschreibt in diesem Text seine persönliche Transformation des Gebetsverständnisses: vom aktiven Reden hin zum aufmerksamen Hören und inneren Stillwerden. Der dänische Philosoph und Theologe erörtert, wie echtes Gebet nicht in Worten, sondern in Stille und Empfänglichkeit besteht. Der Text bietet eine zeitlose Perspektive auf Spiritualität und Kontemplation, die der modernen Tendenz zu oberflächlichen, geschwätzigen Gebetsformen entgegensteht.
Gemeinsam am Tisch des Herrn
Ein Ökumenischer Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen hat nach mehr als zehn Jahren Arbeit ein Dokument mit dem Titel „Gemeinsam am Tisch des Herrn – Ökumenische Perspektiven bei der Feier von Abendmahl und Eucharistie" erarbeitet. Das am 11. September 2019 im Haus am Dom in Frankfurt vorgestellte Votum befasst sich mit der Abendmahlspraxis und reagiert auf die von vielen Gläubigen als besonders schmerzhaft empfundene Trennung bei der Kommunionfeier zwischen Protestanten und Katholiken. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) betrachtet die Studie als theologisch konsequente Weiterführung des gemeinsamen ökumenischen Weges beider Kirchen.
Gemeinschaftsübersetzung der Bibel
Über 20 Millionen Menschen treiben in der Bundesrepublik Deutschland in einem der ca. 86'000 Sportvereine Sport und investieren dafür Zeit, Arbeit und Geld. Gleichzeitig erwirtschaften sowohl Personen als auch Vereine zum Teil Millionenbeträge im und mit dem Hochleistungssport. Das vorliegende Buch stellt im Rahmen der Entwicklung eines Analysemodells dar, daß es zu einem guten Teil dem Handlungsmodus der (Wahl)Gemeinschaften zuzurechnen ist, daß den Sportvereinen und -verbänden bislang die Zerr...
Gibs auf
Franz Kafka
Kafkas Parabel "Gibs auf" zeigt die Absurdität menschlicher Kommunikation: Ein Mann fragt einen Schutzmann nach dem Weg und erhält eine rätselhaft ausweichende Antwort. Die Theologin Sabine Rückert verbindet diese kafkaeske Dialogführung mit der rätselhaften Kommunikation zwischen Jesus und seiner Mutter bei der Hochzeit zu Kana, um grundlegende Fragen zur Verständlichkeit und Sinnhaftigkeit von Austausch zu untersuchen.
God: A Biography
Jack Miles · 1995
What sort of a "person" is God? What is his "life story"? Is it possible to approach him not as an object of religious reverence, but as the protagonist of the world's greatest book? Theis is the task that Jack Miles accomplishes in God: a biography.
Gott verbrennt
· 2011
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Theologie - Didaktik, Religionsp dagogik, Note: 1,5, P dagogische Hochschule Weingarten, Veranstaltung: Die Frage nach Gott, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das erste Ziel ist es, den Sch lern und Sch lerinnen zu erm glichen eine Beziehung und einen Bezug zu Gott zu finden und herzustellen und ihnen damit einen Weg aufzuzeigen, sich pers nlich mit ihrer Religion und ihrem Glauben zu identifizieren.
Gott. Eine Biografie
Jack Miles · 2001
Five years after his everywhere-acclaimed, brilliantly successful, Pulitzer Prize-winning book about God as portrayed in the Old Testament--God: A Biography--Jack Miles gives us his striking consideration of Christ. He presents Christ as a hero of literature based only in part on the historical Jesus, asking us to take the idea of Christ as God Incarnate not as a dogma of religion but as the premise of a work of art, the New Testament.
Gottesbiografie
Jack Miles · 2023
Was verliert eine Kultur, eine Gesellschaft, ein Staat, wenn Gott mehr oder weniger sang- und klanglos aus dem Leben der Bürgerinnen und Bürger verschwindet? Und was könnten sie gewinnen, wenn der Sinn für die Gottesfrage wächst? 135 Autorinnen und Autoren aus den verschiedensten Bereichen gehen diesen Fragen nach und lassen Hoffnungen und Zweifel, Erfahrungen und Enttäuschungen, Sehnsüchte und Erwartungen zur Sprache kommen – Trost, Ermutigung und Anregung für viele, die sich mit dem gesellscha...
Gottescourage
· 1988
Das Buch erforscht ein theologisches Verständnis von Heiligkeit, das sich von idealisierten Vorstellungen unterscheidet. Wahre Heilige sind nicht sündlos, sondern Menschen, die sich bewusst weder mit ihrer eigenen Fehlbarkeit noch mit den Missständen der Welt abfinden. Sie verkörpern eine aktive, gestörte Form der Heiligkeit, die im Widerstand gegen Ungerechtigkeit lebendig wird.
Heimlich zur Kommunion
Annette Zoch
Ein Ehepaar lebt die Ökumene ganz konkret: Die evangelische Frau und der katholische Mann nehmen gegenseitig an Eucharistie und Abendmahl teil. Eine Studie des Ökumenischen Arbeitskreises begründete 2019 theologisch, warum dies möglich ist – unabhängig davon, welche Konfession den Gottesdienst zelebriert. Der Vatikan untersagte jedoch solche deutschen Alleingänge. Der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt umgeht das Verbot durch eine andere Interpretation: Nicht die Kirchen laden ein, sondern Jesus – und jeder Gläubige entscheidet aus eigenem Gewissen, ob er teilnimmt. An einem Samstag feierten vier Frankfurter Kirchen parallel konfessionelle Gottesdienste mit Abendmahl oder Eucharistie, wobei alle Christen selbst wählen konnten, wo sie hingehen.
Hermeneutik des Verdachts
Paul Ricœur · 2006
Woher kommt das Bose? Wie kommt es, dass wir Boses tun? Diese Fragen haben Paul Ricoeur (1913-2005) - den Philosophen und Theologen, der sich selbst nie als solchen bezeichnet hat - seit seinen fruhesten Arbeiten begleitet. Der vorliegende Essay, entstanden aus einem Referat, das Ricoeur 1985 an der Theologischen Fakultat Lausanne gehalten hat, kann stellvertretend fur seine Beschaftigung mit diesen Fragen stehen. Angesichts dessen, was das 20.
Himmel und Hölle (De Caelo et Inferno)
Emanuel Swedenborg · 1894
Heulen und Zähneklappern (nach Luther) bzw. Heulen und Zähneknirschen (Einheitsübersetzung), griechisch ὁ κλαυθμὸς καὶ ὁ βρυγμὸς τῶν ὀδόντων, ist eine formelhafte Wendung, die zwei der Evangelisten Jesus Christus zuschreiben. Sie begegnet im Neuen Testament insgesamt siebenmal als Beschreibung der Qualen der in die Hölle Verdammten. Die Literarkritik vermutet ihren Ursprung in der Logientradition, wo sie wohl nur einmal in einer Rede Jesu vom Jüngsten Gericht auftrat; an fünf weiteren Stellen – ...
Hiob-Kommentar
Jürgen Ebach · 2014
Das Schweigen in biblischen Texten zur Sprache bringen Dreimal spricht der Gottesbote zu Hagar, diese aber schweigt. »Da wollte Kain seinem Bruder Abel etwas sagen« heißt es in Genesis 4,8 – aber Kain spricht nicht. Was, wenn diese und weitere Leerstellen keine Tradierungsfehler, sondern literarische Absicht sind? Jürgen Ebach lauscht dem beredten Schweigen in Texten des Alten und des Neuen Testaments und entdeckt eine bisher nicht wirklich wahrgenommene Form biblischer Kommunikation.
Hoheslied (Lied der Lieder / Sir Hasirim)
· 1869
Das Hohelied (auch als Lied der Lieder oder Sir Hasirim bekannt) ist eines der faszinierendsten Werke des Ersten Testaments und steht im Zentrum dieser Podcast-Episode. Es wird als großes Liebeslied interpretiert und thematisiert tiefe Gefühle von Liebe und Zuneigung. Die Episode bietet eine ausführliche Analyse und Deutung dieses biblischen Textes, der seit Jahrhunderten sowohl religiöse als auch literarische Bedeutung hat.
Homilien zum Buch Josua
Origenes · 2006
Sammlung der Predigten (Homilien) des frühchristlichen Theologen Origenes zum Buch Joshua. Origenes deutete die biblischen Kriegserzählungen des Joshua als allegorische Darstellung eines inneren, geistlichen Kampfes gegen das Böse, um die Gewaltgeschichten für das Christentum interpretierbar zu machen. Ein Werk, das zeigt, wie frühe Kirchenväter theologisch mit schwierigen Bibelpassagen umgingen. Für die Religionsgeschichte und Exegese relevant.
Ich glaube, dass Gott auch aus dem Bösesten Gutes machen kann und will
Dietrich Bonhoeffer · 1964
Dietrich Bonhoeffer formuliert in diesem Zitat eine zentrale theologische Aussage: Gott vermag auch aus dem Bösen Gutes entstehen zu lassen. Johanna Haberer bezieht dies auf die Josefs-Geschichte und verdeutlicht damit eine Grundhaltung religiösen Vertrauens – dass göttliche Allmacht selbst destruktive Situationen in Gutes umzuwandeln vermag.
Interview mit Arthur Herzberg
Der renommierte jüdisch-amerikanische Rabbiner und Intellektuelle Arthur Herzberg erörtert in diesem Focus-Interview die theologische Bedeutung des jüdischen Auserwähltseins. Im Gespräch erläutert er, dass Erwählung nicht Überlegenheit impliziert, sondern eine besondere Verantwortung und ein damit verbundenes Leiden bedeutet. Das Interview behandelt zentrale Fragen der jüdischen Identität, religiösen Tradition und des Selbstverständnisses der jüdischen Gemeinschaft.
Interview mit Ross Douthat über die Vernünftigkeit des Glaubens
Sascha Czajmowicz
Der amerikanische Intellektuelle und NYT-Kolumnist Ross Douthat argumentiert in diesem Interview, dass Glaube an Gott nicht irrational, sondern logisch begründbar ist. Er kritisiert Atheisten dafür, dass sie ein fundamentales Missverständnis haben, und vertritt die These, dass gerade heute eine gute Zeit ist, um sich dem Glauben zuzuwenden.
Ipuwer Papyrus
· 2005
The poem known as The Dialogue of Ipuwer and the Lord of All is one of the most important works of Middle Egyptian literature (ca. 1950-1650 BC) and is a crucial text for the understanding of Egyptian theology and royal ideology. Yet because the poem's sole surviving manuscript is poorly preserved, the text has had less impact on discussions than it should.
Jerusalemer Bibel
Annotierte Bibelausgabe mit umfangreichen Erläuterungen und Notizen zu den biblischen Texten. Besonders geschätzt für ihre detaillierten Kommentare, die theologische Hintergründe und textliche Zusammenhänge erschließen.
Jesus war ein politischer Aktivist
Justus Bender
Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung präsentiert der Historiker John Dominic Crossan Jesus als gewaltfreien politischen Aktivisten. Crossan argumentiert, dass die Tempelreinigung eine symbolische politische Demonstration war, bei der Jesus die Geldquelle des Tempels angegriffen hat, um ihn stilllegen – ähnlich wie moderne Aktivisten den Betrieb stören würden. Der Artikel hinterfragt damit die traditionelle Darstellung von Jesus und betont seinen Widerstand gegen die etablierte Ordnung.
Jesus, der Selbstmord des Gottessohns
Jack Miles · 2004
Jack Miles untersucht die Passion Jesu als theologische und literarische Neuinterpretation. Er deutet Jesu gewaltlosen Widerstand gegen Pilatus und seine Kreuzigung als bewusste göttliche Strategie: Scheitern im Krieg, um im Frieden zu siegen. Das Werk zeigt, warum diese Erzählung sich als klassische Großerzählung der Menschheit immer wieder neu erzählen lässt.
Jesus-Biografie
Jack Miles · 2001
Jack Miles analysiert in seiner Jesus-Biografie die symbolische Bedeutung von Jesu Handlungen und Reden. Besonders die Brotvermehrungsgeschichte und die provokative Rede vom Fleischessen und Bluttrinken liest Miles als Hinweise auf Jesu kommenden gewaltsamen Tod. Das Werk dient als theologisches Nachschlagewerk für tiefergehende Bibelinterpretation und eröffnet neue Perspektiven auf bekannte Evangelienerzählungen.
Jesus. Der Selbstversuch Gottes
Jack Miles · 2004
Jack Miles untersucht in seinem theologischen Essay die Gestalt Jesu aus einer literarischen und psychologischen Perspektive. Der Autor analysiert tiefgreifend die Beziehung zwischen Johannes dem Täufer und Jesus und wirft dabei Fragen über Jesu Identität und Selbstverständnis auf. Das Werk bietet einen interdisziplinären Zugang zur Religionsgeschichte und wird in Podcast-Episoden über Theologie und Spiritualität zitiert, um komplexe theologische Konzepte zu erläutern.
Jesus. Die Biografie
Jack Miles
Jack Miles analysiert Jesus als literarische Figur des Alten und Neuen Testaments und untersucht die Charakterentwicklung dieser zentral geschichtlichen Gestalt. Das Werk verbindet theologische Exegese mit literarischer Interpretation und beleuchtet die Bibel als Ursprung der westlichen Textauslegung. Miles' originelle Perspektive macht das Buch relevant für alle, die sich mit Religionsgeschichte, Bibelwissenschaft oder literarischer Interpretation auseinandersetzen.
Jona-Gedicht
Hans-Peter Müller
Das Gedicht über die Jona-Geschichte des ostdeutschen Alttestamentlers Hans-Peter Herzsch erzählt die biblische Geschichte in humorvollen, bildreichen Reimen mit augenzwinkerndem Ton. Von Jonass Flucht über seinen Aufenthalt im Fischbauch bis zur göttlichen Pointe mit dem Rizinusstrauch – das Versgedicht arbeitet besonders gut die Leichtigkeit und den Witz dieser Bibelgeschichte heraus. Johanna Haberer trägt das Gedicht vor, das durch seinen besonderen Tonfall und die geistreiche Auslegung besonders zu Ostern passt.
Josua (Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament)
Ernst Axel Knauf · 2012
Theologischer Kommentar zum biblischen Buch Josua, der die postkoloniale Wirkungsgeschichte des Eroberungsnarrativs untersucht. Zeigt, wie das biblische Text von Cromwell über die Puritaner bis zu den Buren zur Rechtfertigung von Kolonialherrschaft und Völkermord instrumentalisiert wurde.
Judas-Text in der ZEIT
Sabine Rückert
Die Autorin Sabine Rückert zeichnet in diesem Artikel die Figur des Judas nach – von einer Symbolfigur des Bösen zu einer tragischen Gestalt der Aufklärung. Sie argumentiert, dass Judas' Verrat nicht nur ein moralisches Versagen darstellt, sondern eine notwendige Voraussetzung für die Entstehung des Christentums war. Der Text hinterfragt damit die vereinfachte Interpretation dieser zentralen Gestalt der Religionsgeschichte.
Katechismus der Katholischen Kirche
· 2007
Als im Jahr 1993 der "Weltkatechismus" in deutscher Sprache erschien, stand er bald im Mittelpunkt des Interesses der Medien und einer breiten Öffentlichkeit. Die vorliegende Neuausgabe beruht nunmehr auf der lateinischen Fassung und ist künftig der maßgebende Text. Dieser bietet einige redaktionelle Änderungen inhaltlicher Art.
Korintherbrief
Paulus · 2013
Paulusbrief mit praktischen Anweisungen und theologischen Ermahnungen für die frühe christliche Gemeinde in Korinth, unter anderem zur Regelung von Spendeneingängen und zum gemeinschaftlichen Leben.
Lilien auf dem Felde und der Vogel unter dem Himmel
Søren Kierkegaard · 1885
Ein theologischer Diskurs über das Vertrauen auf Gottes Stille und die Weisheit, im Augenblick zu leben. Das Werk reflektiert die paradoxe Schönheit der Lilie und des Vogels als Metaphern für Gehorsam, Glaube und das Reich Gottes. Eine Meditation über innere Ruhe und Hingabe im christlichen Glauben.
Lost in Translation
Jürgen van Oorschot · 2018
Die Studie stellt eine theologische Lektüre des Ijobbuches dar, in deren Fokus die räumlich gedachte Gottesbeziehung Ijobs steht. Ausgehend von einem relationalen Raumbegriff untersucht sie mittels semantischer Raumanalysen Ijoberzählung, Ijobreden sowie Gottesreden und stellt die sich ereignenden Entwicklungen im Beziehungsraum mit Gott aus der Perspektive Ijobs dar.
Lukasevangelium (Lukas 2)
· 2016
Wer ist der auferstandene Jesus? Und was hat er mit dem Irdischen zu tun? Diesen beiden Fragen widmet sich das Buch. Es behandelt diese Fragen aber nicht "an sich", sondern in der Auseinandersetzung mit zwei Texten, die den Irdischen und den Auferstandenen vorkommen lassen, dem Matthäus- und dem Lukasevangelium. Für die Analyse dieser Texte wird eine literaturwissenschaftliche Verfahrensweise, die Figurenanalyse, erläutert und genutzt.
Luther-Übersetzung
Martin Luther
Klassische deutsche Bibelübersetzung aus dem 16. Jahrhundert mit evangelischer Kanonordnung, die die deutschsprachige Religiosität grundlegend geprägt hat. Unterscheidet sich in Struktur und Wording von der katholischen Einheitsübersetzung und dem jüdischen Tanach.
Lutherübersetzung (revidiert 2017)
Martin Luther
Luthers Bibelübersetzung in revidierter Fassung von 2017. Diese Ausgabe unterscheidet sich von älteren Versionen durch Ergänzungen wie die Susanna-Geschichte, die als Anhang zu Daniel ('Stücke zu Daniel') aufgenommen wurde. Sie bietet eine klassische deutsche Übersetzung des christlichen Kanons mit textlichen Überarbeitungen.
Markusevangelium
· 2007
Das Markusevangelium ist das zweite Evangelium des Neuen Testaments und erzählt vom Leben und der Lehre Jesu. Eine zentrale Passage zeigt, wie Jesus seine biologische Familie ablehnt und stattdessen seine Jünger als wahre Familie definiert – ein revolutionärer Bruch mit traditionellen Familienstrukturen und Clan-Bindungen.
Merkmale des Gnostizismus
Christoph Markschies · 2010
Systematische Darstellung der zentralen Merkmale gnostischer Theologie: die Unterscheidung zwischen einer jenseitigen Gottheit und einer bösen materiellen Welt, das Konzept der göttlichen Funken im Menschen sowie das dualistische Menschenbild. Das Werk wird zur theologischen Einordnung früher christlicher Texte wie des Thomasevangeliums herangezogen.
Neues Testament
· 2015
Das Neue Testament entwickelt eine eigenständige Liebestheorie, die die mittelalterliche Theologie maßgeblich beeinflusste. Sie bildet eine der Grundlagen für das abendländische Verständnis von Liebe und prägt Philosophie bis heute.
Nomoi (Die Gesetze)
Platon · 2011
Books VIII–XII of the Nomoi conclude Plato's thoughts on the political order he created for a fictitious society. They contain texts that are of particular importance to Plato's later theories of political philosophy and theology: regulations for sexual behavior, a surprisingly modern theory of punishment, a long theological treatise that includes a rebuttal of atheism and a detailed proof of the existence of God including a theodicy, and finally the role of the so-called night assembly that ser...
Oberammergauer Passionsspiele
Traditionsreiches Passionsspiel aus Oberammergau, das die Leidensgeschichte Jesu darstellt. Die historische Version enthielt antisemitische Elemente, die in modernen Aufführungen konsequent entfernt wurden – ein Beispiel für theologische Selbstkritik des Christentums nach Auschwitz.
Orthodoxy (Verteidigung der Orthodoxie)
G. K. Chesterton · 2016
Gilbert K. Chesterton lebte von 1874 bis 1936. Er war ein Meister der Feder, die er mit heiterem Anliegen führte. Immerzu ermahnt er den Leser: Nimm dein Leben ernst! Verweigere ihm nicht die Zustimmung! Sein Anliegen kommt in diesem frühen Buch von 1908 mit dem martialischen Titel 'Orthodoxie' brillant und humoristisch zum Vorschein. Entweder man mag Chesterton, oder man mag ihn nicht, ein Wechsel der Meinung ist zu Lebzeiten nicht möglich, weil Chesterton ein Lebensgefühl ist.
Paulus, unser wahrer Zeitgenosse
Kurt Riechelmann
Der Artikel behandelt Alain Badious philosophische Interpretation des Apostels Paulus. Badiou stellt Paulus als Vorläufer revolutionären Denkens dar und widerlegt damit Nietzsches Kritik an der Paulusgestalt. Der Text arbeitet die Auseinandersetzung zwischen Badious Ansätzen und den Positionen Nietzsches sowie Heideggers zu Paulus heraus.
Paulus. Die Begründung des Universalismus
Alain Badiou
Alain Badious philosophische Analyse des Apostels Paulus als revolutionäre politische Figur statt religiöser Heiliger. Der atheistische Philosoph deutet Paulus als „Denker des Ereignisses", vergleicht ihn mit Lenin und arbeitet die Auferstehung als Kern der paulinischen Botschaft heraus.