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Artikel über Israels Reaktion im Gaza-Krieg
Ein Redakteur von Spiegel oder Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung argumentiert, dass Israels militärische Reaktion im Gaza-Krieg überzogen und unverhältnismäßig ausfällt. Der Artikel diskutiert die Frage, wie angemessen die israelische Militäroperation ist.
Artikel über Jakob Augsteins Wallaby
Ein Wallaby entläuft in Berlin-Kladow aus seinem Gehege – und der Besitzer, Publizist und Verleger Jakob Augstein, schweigt tagelang dazu. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nimmt den skurrilen Vorfall zum Anlass, um über Augstein, sein Tier und die seltsame Berliner Medienblase zu schreiben. Jan Böhmermann zitiert den Artikel ausführlich in seinem Podcast und kommentiert die Geschichte humorvoll als Symptom einer selbstreferenziellen Medienwelt.
Artikel über Jens Spahn (Die Zeit, 2008)
Peter Dausend
Dies ist die Kolumne mit der höchsten Einschaltquote des Jahres: Warum das so sein wird, erfahren Sie, wenn Sie jetzt nicht einfach weiterblättern.
Artikel über Jens Spahn als eigentlichen Gewinner der CDU-Vorsitzendenwahl 2018
Während Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Vereidigung als Verteidigungsministerin erhält, offenbart sich ihre Schwäche: Sie brach ihr Versprechen, nicht ins Kabinett einzutreten, und handelte ohne Rücksprache mit ihren Stellvertretern. Die Fürchtung vor Irrelevanz ohne Staatsamt und vor Jens Spahn als Konkurrenz trieb sie zu diesem Kurswechsel. Der eigentliche Gewinner dieser turbulenten Wochen ist Spahn: Als Gesundheitsminister hat er Merkels Lob erhalten und Anerkennung als wichtigster Kritiker des Merkel-Kurses. Während er bei der CDU-Vorsitzendenwahl den dritten Platz belegte, gelang es ihm, seine Reputation zu erhöhen und sich in der gesamten Partei zu etablieren – seine 16 erfolgreichen Gesetzentwürfe zeigen Themensensibilität und Professionalität. Mit 39 Jahren ist Spahn bereits die jüngste Hoffnung der CDU, während Kramp-Karrenbauer, Laschet und Merz deutlich älter sind.
Artikel über Jobverlust durch Maschinen (1910er Jahre)
Bereits in den 1910er Jahren wurde in der New York Times über die Angst vor Jobverlust durch Maschinen berichtet. Die Debatte um technologische Arbeitslosigkeit ist damit kein neues Phänomen, sondern begleitet industrielle Umbrüche seit über einem Jahrhundert. Damals wie heute fürchteten Arbeiter, durch Automatisierung ersetzt zu werden. Diese historische Parallele zeigt, dass gesellschaftliche Ängste vor neuen Technologien – ob Maschinen oder KI – ein wiederkehrendes Muster sind.
Artikel über jüdische Identität im Ukraine-Konflikt
Lenny Lux
Lenny Lux beschreibt in der taz aus persönlicher Perspektive, wie jüdische Menschen in der Ukraine durch den Krieg plötzlich gezwungen wurden, Ukrainisch zu lernen – eine Sprache, zu der sie historisch und emotional kaum Bezug hatten. Der Text berührt die besondere Ortlosigkeit jüdischer Identität, pointiert durch das Bonmot 'Juden haben keine Wurzeln, Juden haben Beine'. Er zeigt, wie der Krieg nicht nur geografische, sondern auch sprachlich-kulturelle Zugehörigkeitsfragen neu aufwirft. Autorin Olga Grjasnowa bezeichnet ihn als 'wunderbaren Text', was auf literarische Qualität und persönliche Betroffenheit hindeutet.
Artikel über junge Menschen und Social-Media-Abkehr
Besonders junge Nutzer kehren sozialen Netzwerken wie Instagram und TikTok zunehmend den Rücken. Sie durchschauen das kommerzielle Geschäftsmodell der Plattformen und empfinden die allgegenwärtige Influencer-Verkaufskultur als abstoßend. Der Trend zeigt, dass die Generation Z, die mit diesen Plattformen aufgewachsen ist, am kritischsten mit ihnen umgeht. Social Media verliert damit ausgerechnet bei seiner Kernzielgruppe an Attraktivität.
Artikel über junge Neonazis
Im sächsischen Görlitz werden junge Neonazis für einen Angriff auf politische Gegner verurteilt. Ihr Anführer nutzt den Moment für einen Strategiewechsel.
Artikel über Kamala Harris
Jörg Wimalasena
Aus Oakland in den Senat - und dann ins Weiße Haus? Die Laufbahn von Kamala Harris ist bemerkenswert. Wirklich bekannt wurde die Politikerin, als sich Präsident Obama einst für einen Spruch über sie entschuldigen musste.
Artikel über Kanada, Trump und die historische Allianz
Joachim Käppner
Joachim Käppner analysiert in seinem Meinungsartikel die neue Außenpolitik der Trump-Regierung gegenüber Kanada. Er kontrastiert die historisch tiefe Verbundenheit der beiden Länder mit der gegenwärtigen Behandlung Kanadas durch Washington, das die ehemals enge Beziehung jetzt brüskiert behandelt. Käppner erinnert dabei an das historische Kriegsverbrechen in der Normandie 1944, bei dem 156 kanadische Soldaten von deutschen SS-Einheiten nach dem D-Day getötet wurden. Mit diesem historischen Rückblick unterstreicht der Autor, wie beispiellos und zerstörerisch Trumps disruptive Außenpolitik für ein traditionsreiches Bündnis wirkt.
Artikel über Kants 'Zum ewigen Frieden'
Heribert Prantl
Heribert Prantl analysiert in seinem Kommentar zum 300. Geburtstag von Immanuel Kant dessen 1795 veröffentlichte Friedensschrift und arbeitet ihre juristischen Forderungen heraus: kein Kriegskredite, keine gewaltsame Einmischung in andere Staaten, Abschaffung stehender Heere und republikanische Verfassungen. Der Friedensphilosoph wird feierlich begangen, doch die konkreten Forderungen gelten heute als weltfremd, während Pazifisten als naive Narren der Nationen abgetan werden. Prantl stellt die provokative Frage, wo denn die politisch Mutigen sind, die sich zu diesen radikalen Positionen bekennen würden.
Artikel über Kaya Yanars Israel-Palästina-Video
Kaya Yanar veröffentlichte ein Satire-Video zum israelisch-palästinensischen Konflikt, das in deutschen Medien wie der Süddeutschen Zeitung und der FAZ für Aufsehen sorgte. Die Berichterstattung empfand Yanar als polemisch und oberflächlich, da sie sich nicht mit den von ihm präsentierten Fakten auseinandersetzte. Der Comedian kritisierte, dass die Medien seine inhaltlichen Argumente ignorierten und stattdessen seine Person ins Visier nahmen. Der Vorfall verdeutlicht die schwierige Lage von Künstlern, die sich zu politisch sensiblen Themen wie dem Nahostkonflikt äußern.
Artikel über Ketchup
Malcolm Gladwell
Malcolm Gladwells Essay aus dem New Yorker (2004) untersucht, warum es zwar Dutzende Senf-Varianten gibt, aber Ketchup seit Jahrzehnten unverändert bleibt. Gladwell erklärt das Phänomen mit dem Konzept der 'Mundigkeit' – Ketchup trifft alle fünf Grundgeschmäcker gleichzeitig und ist damit perfekt ausbalanciert. Der Artikel porträtiert den Geschmacksforscher Howard Moskowitz, der die Lebensmittelindustrie revolutionierte, indem er zeigte, dass es keinen einen perfekten Geschmack gibt, sondern viele – nur bei Ketchup ist das anders.
Artikel über Kevin Kühnerts WG und den Mietendeckel
„Hart aber fair“ widmete sich der Wohnungsnot in Deutschland. Zumindest bei einer Sache waren sich alle Anwesenden einig. Kevin Kühnert von der SPD teilte besonders gegen den Justizminister aus.
Artikel über KI-gestützte Zielerfassung im Ukraine-Krieg
Im Ukraine-Krieg wird künstliche Intelligenz eingesetzt, um militärische Ziele automatisch zu identifizieren und zu priorisieren. Soldaten bestätigen oder verwerfen diese Ziele über eine Tinder-ähnliche Wischoberfläche – schnell, intuitiv, ohne tiefes technisches Verständnis. Während früher ein Team 24 Ziele pro Tag verarbeiten konnte, ermöglicht das KI-System die Erfassung von mehreren hundert Zielen täglich. Der Artikel wirft ethische und militärische Fragen auf: Wer trägt die Verantwortung, wenn Algorithmen über Leben und Tod entscheiden, und wie verändert die Gamifizierung des Tötens die moralische Schwelle der Beteiligten?
Artikel über KI-Herausforderungen für Juristen
Der Artikel behandelt die zunehmende Nutzung von KI-Tools in der juristischen Praxis. Während 87 Prozent der Juristen bereits KI-Systeme einsetzen, stellt sich die zentrale Herausforderung, dass diese zwar zu Ergebnissen gelangen, aber die für Rechtswissenschaft und Gerichtsbarkeit unverzichtbare Begründungsarbeit nicht transparent nachvollziehbar machen können. Dies widerspreche einem Kernprinzip juristischen Arbeitens, bei dem jede Entscheidung argumentativ hergeleitet und nachvollziehbar sein muss.
Artikel über KI-Jobverluste
Der Artikel der Washington Post beleuchtet konkrete Fälle von Menschen, die durch den Einsatz von ChatGPT und KI-Tools ihren Job verloren haben. Anhand von zwei detaillierten Beispielen zeigt der Text, wie Unternehmen menschliche Arbeitskräfte durch generative KI ersetzen – von Content-Erstellung über Kundenservice bis hin zu kreativen Berufen. Der Artikel macht abstrakte Debatten über KI-Jobverluste greifbar und zeigt die persönlichen wirtschaftlichen Folgen für Betroffene.
Artikel über Klimakunst im Feuilleton
Bernd Ulrich
Bernd Ulrich, stellvertretender Chefredakteur der Zeit, hat das Buch Alles wird anders - das Zeitalter der Ökologie veröffentlicht. Das Werk wird als großes Desillusionierungs-Projekt charakterisiert, das sich durch Schonungslosigkeit auszeichnet. Nach Ulrichs eigener Aussage ist es ein Buch von einem, der sich nichts mehr vormachen will und bereit ist, unbequeme Wahrheiten zur ökologischen Realität auszusprechen.
Artikel über Klimaschutz und Diktatur
Richard David Precht
Richard David Precht argumentiert in diesem Stern-Artikel, dass liberale Demokratien beim Klimaschutz strukturell benachteiligt sind, weil kurzfristige Wahlzyklen und gesellschaftliche Kompromisse radikale Maßnahmen verhindern. Seine zentrale These: Scheitern westliche Demokratien an dieser Aufgabe, werden autoritäre oder diktatorische Regime die notwendigen Einschnitte mit Zwang durchsetzen. Precht stellt damit die unbequeme Frage, ob Klimaschutz mit den Mitteln liberaler Demokratien überhaupt noch zu erreichen ist.
Artikel über Klimawandel und die USA
Rund 162 Millionen US-Amerikaner werden in den naechsten 30 Jahren unter verschlechterter Umweltqualitaet leiden – vor allem durch extreme Hitze und Wasserknappheit. Im Gegensatz zu aermeren Laendern wie in der afrikanischen Sahelzone, wo Duerre und Ernteausfaelle bereits Massenmigration ausloesen, schuetzen sich die USA kuenstlich durch staatlich subventionierte Versicherungen, Klimaanlagen und technologische Anpassungen – was riskante Expansion in gefaehrdete Gebiete wie den Suedwesten und die Golfkueste weiter befeuert. Experten prognostizieren eine massive Binnenmigration Richtung Norden und Nordwesten, waehrend suedliche Bundesstaaten wirtschaftlich verarmen koennten. Die Untersuchung von ProPublica und dem New York Times Magazine zeigt, dass Waldbraende, steigende Meeresspiegel und sinkende Ernteertraege die gesamte Siedlungsstruktur der USA grundlegend veraendern werden – mit den haertesten Folgen fuer aermere und marginalisierte Gemeinschaften, die sich keine Umsiedlung leisten koennen.
Artikel über Koch Wanda Albrus und Hühnerschlachtung
Wanda Albrus
Der niederländische Koch Wanda Albrus hat in Ägypten gelernt, wie man Hühner fachgerecht schlachtet, und integriert diesen Prozess bewusst in sein Restaurantkonzept. Er lässt Gäste beim Schlachten zuschauen oder teilnehmen, um eine ehrliche Beziehung zum Fleischessen herzustellen. Der Artikel thematisiert die Diskrepanz zwischen dem Konsum von Fleisch und der Verdrängung des Tötungsprozesses in der westlichen Gesellschaft. Ijoma Mangold zitiert ihn als Beleg dafür, dass ein bewussterer Umgang mit Fleisch möglich und notwendig ist.
Artikel über kognitive Fähigkeiten von Schafen
Eine Biologiestudentin beobachtete über Monate hinweg eine Schafherde und dokumentierte deren komplexe Sozialstrukturen. Die Studie zeigt, dass Schafe individuelle Persönlichkeiten, ein gutes Gedächtnis und ausgeprägte soziale Bindungen besitzen. Die Erkenntnisse stellen das Bild vom dummen Herdentier grundlegend in Frage und liefern Argumente für eine differenziertere Betrachtung tierischer Intelligenz – auch im Kontext von Tierhaltung und Vegetarismus.
Artikel über Kolumne 'Das sind auch meine Kinderbücher'
Hadija Haruna-Oelker
In diesem taz-Interview vom Januar 2013 positioniert sich die afrodeutsche Journalistin Hadija Haruna zur damaligen Kinderbuchdebatte um diskriminierende Begriffe in Klassikern wie Astrid Lindgrens Werken. Sie argumentiert, dass das N-Wort historisch rassistisch konnotiert war und schwarze Kinder verletzt, wenn sie sich in ihren Lieblingsbüchern abwertend dargestellt finden. Haruna wehrt sich gegen Zensurvorwürfe und betont die pädagogische Verantwortung. Sie kritisiert die heftigen Abwehrreaktionen von Kulturkritikern, die ihre eigenen rassistischen Denkmuster bedroht sehen. Das Interview führte Daniel Bax (im Podcast als 'Daniel Wachs' erinnert).
Artikel über körperliche Züchtigung von Kindern
Wir leben in einer Kultur, in der Gewalt gegen Kinder bis vor wenigen Jahrzehnten selbstverständlich war
Artikel über Kraftklub
Jana Hensel
Jan Kummer und Beate Düber sind die Eltern berühmter Chemnitzer Kinder. Sie sind aber auch: Aufrechte aus der Mitte, die bei Wind und Wetter gegen Pegida demonstrieren.
Artikel über Krasznahorkai in der Zeit
Clemens Meyer
Der Ungar László Krasznahorkai, Apokalyptiker und Meister des Bewusstseinsstroms, bekommt den Literaturnobelpreis. Eine Gratulation eines Schriftstellerkollegen
Artikel über Laborfleisch (Geschmacksanalyse)
Laborfleisch besteht aus echten tierischen Muskel-, Fett- und Bindegewebszellen, die aus einer Stammzellprobe in Bioreaktoren gezüchtet werden, nicht aus pflanzlichen Ersatzstoffen. Der vierschrittige Prozess entnimmt lebenden Tieren Stammzellen, kultiviert diese in nährstoffreichem Medium und ordnet die differenzierten Zellen mithilfe essbarer Gerüste in gewünschte Fleischformen. Seit Mark Posts Erstpräsentation 2013 arbeiten etwa 60 Start-ups an der Kommerzialisierung verschiedenster kultivierter Fleischarten. Ein zentraler Vorteil liegt im Tierschutz durch Vermeidung intensiver Viehzucht und Schlachtung. Die Technologie könnte damit konventionelle Lebensmittelsysteme grundlegend transformieren.
Artikel über Läderach
Der Vater soll Schüler mit dem Gürtel verprügelt haben, der Sohn erinnert sich an ein »Klima der Angst«. Ein Dokumentarfilm bringt die evangelikal lebende Unternehmerfamilie Läderach in Bedrängnis.
Artikel über Leichenfledderei in Karelien
Ildar Dadin, ein 2015 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilter Gefangener in der karelischen Strafkolonie Nr. 7, berichtet in einem Brief an seine Ehefrau über systematische Folter und Misshandlungen durch die Lagerverwaltung unter Leitung von Major Sergei Leonidowitsch Kossiev. Unmittelbar nach seiner Ankunft im September 2016 wurde Dadin wiederholt geschlagen, aufgehängt und mit Vergewaltigung und Tod bedroht, während die gesamte Gefängnisadministration laut seiner Aussage in ein korruptes System verwickelt ist. Dadin appelliert an die Veröffentlichung seiner Informationen, da er davon ausgeht, dass öffentliche Aufmerksamkeit seine Überlebenschancen erhöht, und warnt, dass ein möglicher Tod als Unfall oder Suizid verschleiert werden könnte, obwohl es sich um geplanten Mord handele. Der Bericht dokumentiert schwerwiegende Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen in einer russischen Strafkolonie und die verzweifelte Situation eines Häftlings unter drastischer Unterdrückung.
Artikel über Lena Christ in der Süddeutschen Zeitung vom 2. März 2012
Lena Christ (1881–1920) ist eine der bekanntesten bayerischen Schriftstellerinnen, bekannt für autobiografisch geprägte Werke wie 'Erinnerungen einer Überflüssigen'. In ihren Büchern schilderte sie ihren Stiefvater Anton Leix als gewalttätigen und übergriffigen Mann. Ein Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 2. März 2012 griff diese Darstellung erneut auf und bezeichnete Anton Leix als Vergewaltiger und Übeltäter. Christs Enkel Helmut Leix empfand dies als Verleumdung seiner Familie und verfasste daraufhin einen empörten Brief an seine Töchter.
Artikel über Links-Rechts-Querfront in der Geldpolitik
Ijoma Mangold
Ijoma Mangold beschreibt in der ZEIT eine ungewöhnliche ideologische Allianz: Libertäre Bitcoin-Befürworter und linke Kapitalismuskritiker finden sich in ihrer Ablehnung der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken zusammen. Beide Seiten kritisieren – aus unterschiedlichen Motiven – die Folgen der Geldmengenausweitung, insbesondere die Umverteilung von unten nach oben durch Niedrigzinsen und Anleihenkäufe. Der Artikel analysiert, wie diese eigentlich unvereinbaren politischen Lager eine gemeinsame Front gegen das bestehende Währungssystem und die EZB bilden können.
Artikel über Litten von Marion Dönhoff
Marion Gräfin Dönhoff
Nach dem Zweiten Weltkrieg kritisierte die ZEIT vehement die alliierten Kriegsverbrecherprozesse. Auch Marion Gräfin Dönhoff plädierte für die Entlastung der Angeklagten.
Artikel über Loro Piana im New York Magazine
Loro Piana, das italienische Luxuslabel bekannt für feinste Kaschmirwaren und diskrete Eleganz, steht vor einem Dilemma: Der Quiet-Luxury-Trend hat die Marke bei einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht, gefährdet aber genau den USP, der sie auszeichnet – Unsichtbarkeit und Exklusivität für eine kleine, vermögende Kundschaft. Je mehr Menschen das Logo erkennen, desto weniger funktioniert es als stilles Signal unter Eingeweihten. Der Artikel beleuchtet, wie Loro Piana zwischen Wachstum und der Bewahrung seiner elitären Aura balanciert.
Artikel über Maischberger
Auf Facebook werden gefälschte Tagesschau-Artikel verbreitet, die von einem Streit zwischen Sahra Wagenknecht (BSW) und Alice Weidel (AfD) in der Talkshow Maischberger berichten: Wagenknecht wirft Weidel vor, den Zugang zu einer Finanzplattform zu verbergen, die Deutschen helfen könnte. Der Dialog ist vollständig erfunden und hat nie stattgefunden. Die Fake-Artikel dienen als Werbung für die unseriöse Investitionsplattform Berantrex und locken Nutzer dazu, sich mit persönlichen Daten wie Name, E-Mail und Telefonnummer zu registrieren. Verbraucherschützer und Polizei warnen vor solchen Betrugsmethoden, da die gesammelten Daten verkauft werden könnten.
Artikel über Mals in Geo
Die südtiroler Gemeinde Mals mit 5.000 Einwohnern liegt im Zentrum Europas größten Apfelanbaugebiets, das mit intensivem Pestizideinsatz von 55 kg pro Hektar arbeitet. Um ihre Gesundheit und Felder vor Pestizid-Abdrift zu schützen, stimmten die Malser im September 2014 für ein Verbot EU-weit zugelassener chemisch-synthetischer Pestizide auf ihrem Gemeindegebiet. Der Gemeinderat lehnte sich zunächst gegen diesen Bürgerwillen auf, einigte sich dann aber auf eine Verordnung mit Übergangsfrist: Neubetriebe müssen sofort pestizidfrei arbeiten, bestehende ab Frühjahr 2018. Der Bauernbund und die Landesregierung bekämpfen diese Verordnung, während Filmemacher Alexander Schiebel als Neu-Malser den Widerstand dokumentiert und damit überregionale Aufmerksamkeit schafft.
Artikel über Marco Börries in Quick
Unser Newsletter „Tech Update“ liefert wöchentlich exklusive Recherchen, Analysen und News zu Start-ups und Innovationen aus der Techbranche. Diesmal geht es um Marco Börries, den Investorenhype um Search Funds, die Probleme beim wichtigsten deutschen Softwareprojekt und Zucks Brille.
Artikel über Mario Forster im ZEIT Magazin (2014)
Daniel Müller
Daniel Müller recherchierte 2014 für das ZEIT Magazin den Fall Mario Forster, einem mutmaßlichen Kriminalfall mit Bezug zum Landeskriminalamt. Im Zuge seiner ersten Recherchen traf Müller den LKA-Beamten Mario H., der ihn dabei belogen haben soll. Der Artikel war Müllers erste Veröffentlichung zu diesem Fall und markierte den Beginn einer längeren journalistischen Auseinandersetzung mit dem Thema. Das Stück erschien im Magazin-Beilagen-Format von Die Zeit, was auf eine ausführliche, erzählerische Darstellung hindeutet.
Artikel über Mario Forster in der ZEIT (2016)
Daniel Müller
Mario Forster war als V-Mann (Verdeckter Ermittler bzw. Informant) für Behörden tätig und geriet selbst ins Visier der Justiz. Journalist Daniel Müller begleitete den Fall über Jahre hinweg in drei Reportagen (2014, 2016, 2018). Der zweite Text aus dem Mai 2016 erschien im Kontext des zweiten Strafprozesses gegen Forster. Die Langzeitrecherche beleuchtet das widersprüchliche Leben eines Mannes, der zwischen staatlicher Zusammenarbeit und eigener Strafverfolgung steht – ein Porträt über Loyalitäten, Justiz und die Grenzen des V-Mann-Wesens.
Artikel über Mario Forster in der ZEIT (2018)
Daniel Müller
Mario Forster war ein V-Mann des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA), dessen Geschichte Journalist Daniel Müller über mehrere Jahre verfolgte. 2018 stand er im Mittelpunkt eines Prozesses am Landgericht Nürnberg gegen sechs BLKA-Beamte – vermutlich wegen Fehlern im Umgang mit dem Informanten oder Straftaten im Zusammenhang mit seiner Führung. Der Artikel ist der dritte einer Serie: Müller berichtete erstmals im Juni 2014, dann im Mai 2016, schließlich im Juli 2018 – ein seltenes Beispiel für investigativen Langzeitjournalismus zu einem V-Mann-Skandal im deutschen Sicherheitsapparat.
Artikel über Market Street in San Francisco
Die Market Street in San Francisco, einst eine der belebtesten Einkaufsstraßen der Stadt, steht symbolisch für den Niedergang amerikanischer Innenstädte. Das ehemals große Einkaufszentrum steht leer, während die Straße von Obdachlosigkeit und sozialen Problemen geprägt ist. Der Kontrast zwischen dem heruntergekommenen Teil und den noch funktionierenden Abschnitten spiegelt die wachsende Ungleichheit in der Stadt wider. San Francisco kämpft seit Jahren mit einer massiven Obdachlosenkrise, die durch hohe Mieten und den Tech-Boom noch verschärft wurde.
Artikel über Matthias Döpfner und abfällige Äußerungen über Ostdeutsche
Kathrin Gilbert, Holger Stark
Matthias Döpfner, Chef des Axel-Springer-Verlags, soll in privaten Nachrichten abfällige Äußerungen über Ostdeutsche gemacht haben. Die ZEIT-Journalisten Kathrin Gilbert und Holger Stark haben diese Nachrichten ausgewertet und veröffentlicht. Der Fall wirft Fragen über die Haltung eines der mächtigsten deutschen Medienmänner zu einem großen Teil der deutschen Bevölkerung auf und sorgte für erhebliches öffentliches Aufsehen.
Artikel über Max Czollek in der Zeit
Maxim Biller
Die Debatte um die Identität des streitbaren Autors geht weiter: Ist er Jude, Vaterjude, gar kein Jude? Dies ist viel mehr als eine innerjüdische Auseinandersetzung.
Artikel über Maxton Hall / Ruby Bell
Anja Rützel
Anja Rützel analysiert in diesem Spiegel-Artikel die Hauptfigur Ruby Bell aus der Amazon-Serie Maxton Hall. Im Mittelpunkt steht Rubys übertriebene Tugendhaftigkeit und moralische Perfektion, die selbst philosophische Maßstäbe wie Kants Pflichtethik sprengt. Rützel hinterfragt, warum eine so demonstrativ brave Figur beim Publikum so gut ankommt, und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen idealisierter Weiblichkeit und moderner Serienunterhaltung.
Artikel über Meinungsfreiheit an Universitäten
Ronan Steinke
Ronan Steinke dokumentiert in der Süddeutschen Zeitung Fälle von ausgeladenen Rednern an deutschen Universitäten und zeigt, wie der akademische Diskursraum zunehmend eingeschränkt wird. Am Beispiel des israelischen Historikers Benny Morris an der Uni Leipzig verdeutlicht er die Grenzen der Meinungsfreiheit im Hochschulbereich.
Artikel über Meinungsfreiheit in Deutschland
The Economist
Der Economist kritisiert Deutschlands restriktive Meinungsfreiheitsgesetze, insbesondere das Gesetz zur Beleidigung von Politikern (§ 188 StGB), als unvereinbar mit liberalen Grundsätzen. Während Holocaust-Leugnung angesichts der deutschen Geschichte als nachvollziehbare Ausnahme gilt, geht das Verbot der Politikerbeleidigung nach Ansicht des Blatts deutlich zu weit. Deutschland schützt damit Amtsträger stärker vor Kritik als Normalbürger, was demokratietheoretisch bedenklich ist. Der Artikel setzt sich mit dem Spannungsfeld zwischen historisch begründeter Einschränkung der Redefreiheit und dem liberalen Ideal offener politischer Debatte auseinander.
Artikel über Merkel und gesellschaftliche Veränderungen
Susanne Gaschke
Susanne Gaschkes Artikel untersucht Merkels Vermächtnis für die deutsche Debattenkultur als Teil der Artikelserie "Die Merkel-Republik". Mit humorvoller Ironie listet Gaschke zunächst Gesellschaftsveränderungen auf, für die die Kanzlerin nicht verantwortlich ist – etwa der Anstieg der Tätowierten oder der Rückgang von Kirchenmitgliederzahlen – um dann zum Kern des Arguments zu kommen: Merkels autoritärer Regierungsstil, der Politik als Obrigkeit verkündet statt sie zu debattieren, hat die politische Debattenkultur in Deutschland nachhaltig verändert und geschwächt. Gaschke argumentiert, dass diese Veränderung der Diskussionskultur ein düsteres Resultat der 16 Kanzlerjahre darstellt.
Artikel über Merkels Reaktion auf Rezos Video
Nico Fried
Nico Frieds Artikel in der Süddeutschen Zeitung dokumentiert Angela Merkels Reaktion auf Rezos populäres Klimavideo. Bei einem Auftritt vor Schülern im Erzbergwerk Goslar räumt die Ex-Kanzlerin ein, dass Rezo beim Klimaschutz recht hatte und die CDU ihre Verpflichtungen nicht erfüllt hat.
Artikel über Migrationspolitik und Schulbildung
Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht argumentiert in diesem Gastbeitrag, dass Merkels Migrationspolitik sich negativ auf die schulische Bildung armer Kinder ausgewirkt hat. Sie kritisiert, dass sachliche Positionen zu Migration und biologischen Geschlechtsmerkmalen schnell als rechts stigmatisiert werden. Dies führe dazu, dass wichtige politische Debatten unterdrückt werden und eine konservative Agenda, die auf soliden Fakten basiert, nicht mehr diskutiert werden könne. Matze Hielscher kontert im Podcast, dass solch zugespitzte Aussagen selbst das Vertrauen in Politik untergraben könnten, anstatt konstruktiv zur Debatte über Migration und Bildungspolitik beizutragen.
Artikel über Missbrauchsfälle in Aussteiger-Selbsthilfegruppen
Fuenf Frauen, die die ultra-orthodoxe juedische Gemeinschaft verlassen haben, beschuldigen einen Mann aus der Ex-Orthodoxen-Szene des sexuellen Missbrauchs — drei davon der Vergewaltigung. Der Taeter nutzte gezielt die Verletzlichkeit von Frauen aus, die mit Sorgerechtskonflikten und dem Bruch mit ihrer Gemeinschaft kaempften, und naeherte sich ihnen unter dem Vorwand von Freundschaft. Die Vorwuerfe wurden ueber private Facebook-Gruppen der OTD-Community (Off the Derech) oeffentlich; die Organisation Footsteps, eine Selbsthilfegruppe fuer Aussteiger aus dem orthodoxen Judentum in New York, schloss den Beschuldigten daraufhin aus. Eine Betroffene liess ein Rape Kit erstellen und kontaktierte die Staatsanwaltschaft. Der Forward berichtete exklusiv im September 2017 ueber den Fall, der eine breitere Debatte ueber fehlende Aufklaerung zu Konsens und sexuellen Grenzen in der Ex-Orthodoxen-Gemeinschaft ausloeste.
Artikel über missratene Kinder prominenter Eltern
Heike Faller
Heike Faller schreibt 2010 im Zeit Magazin über das Phänomen, dass Kinder prominenter und erfolgreicher Eltern häufig scheitern oder in Ungnade fallen – eine gesellschaftskritische Betrachtung, die das Privatleben von Berühmtheiten beleuchtet. Der Text zieht eine Parallele zur biblischen Geschichte von Eli, dessen Söhne trotz seines Priesteramts lasterhaft wurden. Faller untersucht, warum öffentlicher Erfolg und Ansehen der Eltern keine Garantie für den Lebensweg der Kinder ist, und fragt nach den sozialen und psychologischen Ursachen. Der Artikel erscheint als 'kleine Gesellschaftskritik' – pointiert, essayistisch, mit historischen und zeitgenössischen Beispielen.