Artikel – R
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Radical Chic: That Party at Lenny's
Tom Wolfe
Tom Wolfe war ein renommierter Journalist und Autor, bekannt für seine scharfsinnigen und präzisen Beschreibungen von Gesellschaftsszenen. Sein Meisterwerk ist die Reportage über Leonard Bernsteins berühmte Party für die Black Panther, die zum Klassiker des New Journalism wurde. Wolfes einflussreicher Schreibstil prägte mehrere Generationen von Journalisten und Autoren.
RBB-Bericht über den Zauberkönig
Der "Zauberkönig" ist eines der ältesten Geschäfte Berlins und er passt gut in den bunten Mix des Ortsteils in Berlin-Neukölln. Das Gründerzeitviertel ist einer der angesagtesten Orte Neuköllns, mit einer pulsierenden Gastronomie. Der Kiez liegt direkt am Tempelhofer Feld.
Recherche der Rhein-Zeitung zum Missbrauchsfall im Saarland
Im Missbrauchsfall des 2022 verstorbenen Priesters Edmund Dillinger aus dem Bistum Trier hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken das Privathaus des Geistlichen durchsucht. Die Ermittler suchten nach Hinweisen auf mögliche Tatbeteiligte, da Dillinger jahrzehntelang Jugendliche und junge Erwachsene missbraucht haben soll. Der Fall wurde erst durch einen Fund des Neffen öffentlich, woraufhin die Ermittlungen wieder aufgenommen wurden. Die Durchsuchung sollte weitere Erkenntnisse in dem Missbrauchsfall liefern, der sich in Saarbrücken zugetragen hat.
Recherche über DDR-Doping-Opfer
Tausende Sportler aus der DDR leiden unter Spätschäden des systematischen Dopings während des Leistungssports. Laut dem Psychologen Harald Freyberger sterben diese Doping-Opfer zehn bis zwölf Jahre früher als der Durchschnitt und erkranken häufiger. Der Artikel dokumentiert die gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Betroffenen und zeigt auf, dass die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der DDR-Sportgeschichte bis heute unzureichend ist.
Recherche über den Fall der Bloggerin
Derek Scully
Recherche des irischen Journalisten Derek Scully über einen aufgedeckten Fall, die zunächst vom Spiegel veröffentlicht wurde. Der Artikel beschreibt Scullys persönliches und moralisches Ringen mit der Verantwortung des Journalisten, entscheiden zu müssen, über welche Fälle berichtet wird und wie. Ein einfühlsam und nachdenklich geschriebener Text über die ethischen Grenzen des Journalismus.
Recherche über die Labortheorie
Die ZEIT untersucht die sogenannte Labortheorie zum Ursprung von COVID-19. Recherchen deuten darauf hin, dass der BND möglicherweise Hinweise hatte, wonach das Virus aus einem Labor stammen könnte. Der Artikel behandelt die öffentliche Debatte und wie Vertreter dieser Theorie anfangs als Verschwörungstheoretiker dargestellt wurden, obwohl sie auf ernstzunehmende Erkenntnisse hinwiesen.
Recherche über Kanye West und Adidas
Eine Recherche der New York Times über die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Musikproduzenten Kanye West und Adidas. Der Artikel dokumentiert, wie der Sportartikelhersteller über Jahre hinweg problematisches Verhalten von West toleriert und ignoriert hat. Die Reportage zeigt auf, dass Adidas bewusst oder unbewusst viele kontroverse Handlungen übersehen hat, um die lukrative Partnerschaft zu bewahren.
Recherche über Kanye Wests Verhalten während der Adidas-Zusammenarbeit
Die New York Times dokumentiert, wie Kanye West über mehr als ein Jahrzehnt problematisches Verhalten gezeigt hat, einschließlich schwerer Antisemitismus. Adidas war sich dieser Vorfälle bewusst, tolerierte sie aber, weil das Geschäft mit der Yeezy-Marke wirtschaftlich zu wichtig war. Der Artikel beleuchtet die Prioritäten eines Großkonzerns, bei dem Profitabilität über Verantwortung gestellt wurde.
Recherche über Marie Sophie Hingst
Der Spiegel
Die Bloggerin Marie Sophie Hingst verbreitete eine erfundene jüdische Familiengeschichte und erfundene Holocaust-Opfer in ihren Texten. Der Spiegel recherchierte den Fall und konfrontierte sie mit seinen Erkenntnissen. Die 31-Jährige starb nach der Aufdeckung des Skandals.
Recherche über Peter Mendelssohn und Epstein
Die britische Polizei untersucht eine E-Mail des Politikers Peter Mandelson an den Investor Epstein. Laut einer BBC-Recherche soll Mandelson darin vertrauliche Regierungsinformationen, einschließlich Details zu EU-Rettungspaketen für Griechenland, weitergegeben haben. Die Behörden prüfen, ob diese Weitergabe von Staatsgeheimen eine Straftat darstellt.
Recherche von Derek Scully (Irish Times)
Derek Scully
Der Artikel erzählt von einer Bloggerin, deren Biografie sich als erfunden herausstellte. Scully recherchiert die Hintergründe dieser Täuschung und beleuchtet die menschlichen Beweggründe dahinter mit Einfühlsamkeit. Seine Reportage verbindet journalistische Gründlichkeit mit Verständnis für die Ambivalenz dieses Falls und deren Folgen.
Recherche zu Axpo-Gewinnen
Handelsblatt
Die Gas-Umlage sollte Energieimporteure während der Gaskrise unterstützen. Eine Handelsblatt-Recherche zeigt jedoch, dass viele Unternehmen auf der Empfängerliste parallel ihre Gewinne massiv steigerten. Der Schweizer Energiehändler Axpo etwa verdoppelte seinen Umsatz auf 6,2 Milliarden Euro, spielte die Lage aber herunter.
Recherche zu den Zusammenhängen der Hitler-Tagebücher mit der Neonazi-Szene
Der Artikel untersucht den Skandal um die 1983 vom Stern veröffentlichten, später als Fälschung entlarvten Hitler-Tagebücher. Bertelsmann lässt den Umgang mit diesem Medienskandal nun durch Forscher aufarbeiten und beleuchtet dabei auch die Verbindungen zur Neonazi-Szene. Die Recherche zeigt, welche Rolle solche Devotionalien im extremistischen Milieu spielten.
Recherche zu Habeck auf Hallig Hooge
Die ZEIT-Recherche untersucht die Hintergründe der Demonstrationen gegen Robert Habeck an einem Fähranleger auf Hallig Hooge im Januar. Laut dem Artikel spielten radikal rechte Kräfte eine zentrale Rolle bei der Organisation der Proteste. Die Recherche zeigt, dass die Demonstrationen nicht spontan entstanden, sondern gezielt von rechtsextremen Akteuren koordiniert wurden.
Recherche zu Habeck-Protest auf Hallig Hooge
Im Januar 2025 blockierten Hunderte Demonstranten Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck an der Fähre zu Hallig Hooge. Eine Recherche von Zeit Online enthüllt, dass rechtsradikale Organisatoren die Proteste koordiniert hatten. Der Artikel untersucht die Strukturen und Hintergründe dieser orchestrierten Blockade gegen den Grünen-Politiker.
Recherche zu Omikron-Hospitalisierungen im Wirtschaftsteil der Zeit
Die ZEIT-Recherche zeigt, dass bei etwa der Hälfte der mit Omikron hospitalisierten Patienten die Virusinfektion nicht der Grund für die Krankenhausaufnahme war. Der Artikel beleuchtet, wie diese statistische Verzerrung das deutsche Corona-Lagebild verfälscht und diskutiert die gesundheitlichen Auswirkungen einer Omikron-Infektion, auch wenn Impfungen vor schweren Verläufen schützen.
Recherche zu pro-palästinensischen Protesten und russischer Einflussnahme
Es gibt hier einen Daten-Mismatch: Der Artikel-Titel spricht von **Corona-Protesten und Querdenker**, aber Zitat und Kontext behandeln **pro-palästinensische Proteste und russische Einflussnahme**. Das sind zwei völlig unterschiedliche Themen. Welche Informationen soll ich für die Beschreibung verwenden? - Den Titel (Corona/Querdenker)? - Das Zitat + Kontext (Palästina/Moskau)? - Oder ist hier beim Datenimport etwas schiefgelaufen?
Recherche zu russischen Kriegsverlusten
Die polnische Regierung unter Jaroslaw Kaczynski hat ein Gutachten vorgestellt, das die Kriegsschäden durch Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg auf über 1,3 Billionen Euro beziffert. Das von 30 Experten erarbeitete Gutachten soll die Forderung Polens nach Reparationszahlungen von Deutschland untermauern und wurde bewusst zum 83. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen am 1. September präsentiert. Kaczynski betont, dass die Besatzung Auswirkungen bis heute habe und Polen nicht zur Tagesordnung übergehen könne, auch wenn dieser „lange und schwierige Weg" zu Reparationen führe. Die Bundesregierung lehnt Reparationsforderungen hingegen ab und betrachtet die Frage mit dem 2+4-Vertrag von 1990 als abgeschlossen.
Recherche zum FDP-Ausstiegsplan ('D-Day')
Robert Pausch
Robert Pausch recherchiert für die ZEIT, wie die FDP-Führung von Anfang an geplant hatte, ein vertrauliches Anti-Grünen-Papier an die Presse durchzustechen. Die Recherche belegt, dass der Koalitionsbruch strategisch inszeniert wurde. Der Artikel zeigt, wie Reaktionen der FDP auf die Recherche verdeutlichen, dass wichtige politische Akteure den Wählerwunsch nach Glaubwürdigkeit nicht verstanden haben.
Recherche zum Ibiza-Video
Holger Stark
Holger Stark vom ZEIT-Investigativteam rekonstruiert die Entstehungsgeschichte des Ibiza-Videos, das 2018 die österreichische Regierung zu Fall brachte. Die Recherche deckt bisher unveröffentlichte Hintergründe auf und beleuchtet die Rolle der Hauptverantwortlichen in der Wiener Halbwelt. Die Spurensuche zeigt, wie das skandalöse Videomaterial zustande kam und wer daran beteiligt war.
Recherche zum Kirchenvermögen
Recherche über das Vermögen der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland. Eine Tagesspiegel-Studie von 2017 schätzt das Gesamtvermögen auf etwa 430 Milliarden Euro. Da die Kirchen ihre Vermögenswerte nicht öffentlich machen, sollten diese Zahlen mit Vorsicht betrachtet werden. Der Artikel beleuchtet die wirtschaftliche Macht dieser religiösen Institutionen.
Recherche zur Streichung klimaschädlicher Subventionen
Die Bild am Sonntag hat recherchiert, dass alle im Bundestag vertretenen Parteien der Streichung klimaschädlicher Subventionen wie Agrardiesel zunächst zugestimmt hatten, sich davon in der öffentlichen Debatte dann aber distanzierten. Der Artikel dokumentiert damit die Scheinheiligkeit in der politischen Debatte um fossile Energiesubventionen und zeigt, wie Parteien ihre Positionen je nach öffentlichem Druck wechseln.
Recherche-Artikel über den Fall Rudi Assauer
Stefan Willeke
Der Artikel behandelt den Erbstreit um den verstorbenen Schalke-Manager Rudi Assauer. Während das Gericht die rechtliche Auseinandersetzung zwischen seinen Töchtern beendet hat, ermittelt die Staatsanwaltschaft immer noch gegen die Bevollmächtigten wegen des Verdachts der Untreue. Der Journalist Stefan Willeke dokumentiert, wie sich die Ermittlungen über längere Zeit hinziehen, ohne dass bisher Ergebnisse vorliegen.
Recherchen zu den Hetzjagden in Chemnitz
Süddeutsche Zeitung
Das sächsische Landeskriminalamt bestätigt in einem vertraulichen Bericht, dass es bei den Chemnitz-Ausschreitungen 2018 tatsächlich zur gezielten Jagd auf Migranten kam – eine Einschätzung, die Recherchen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR stützen. In Mobilfunk-Chats von Rechtsextremen aus der Region finden sich explizite Verabredungen zu Gewalt gegen vermeintliche Migranten, wobei die Täter selbst vom Begriff „Jagd" sprachen – noch bevor die öffentliche Debatte darüber entstand. Der mutmaßliche Rädelsführer der Gruppe „Revolution Chemnitz", Christian K., prahlte in mehreren Nachrichten damit, Migranten „erwischt" und Übergriffe begangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat gegen K. inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet, während sich die Verteidiger der Beteiligten zu den Vorwürfen nicht äußern möchten. Diese Chatprotokolle klären erstmals systematisch die lange umstrittene Frage, ob es an den Chemnitzer Demonstrationen zu organisierten Hetzjagden kam – und trugen ehemals zur Entlassung des Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen bei.
Refugees Welcome – Zwölf Gründe, warum wir uns auf euch freuen
Der Artikel behandelt die Willkommenskultur für Flüchtlinge in Deutschland 2015. Die Bild-Zeitung befragte Jugendliche auf der Straße zu ihrer Haltung gegenüber der Aufnahme von Flüchtlingen. Der berühmte Titelseite vom 1. September 2015 mit der Schlagzeile "Refugees Welcome" dokumentiert, dass damals nicht nur Medien, sondern auch große Teile der deutschen Bevölkerung Flüchtlinge positiv aufnahmen.
Relotius-Artikel
Jan Böhmermann
Der Skandal um gefälschte Reportagen im SPIEGEL erschüttert die Medienwelt. Manche Kommentatoren fürchten um die Glaubwürdigkeit der Branche. Andere loben den transparenten Umgang mit dem Fall - die Presseschau.
Replik auf die Kritik am Sachverständigenrat-Gutachten
Jutta Allmendinger
Der Artikel thematisiert die Arbeit des Corona-Sachverständigenrats und kritisiert den medialen sowie politischen Umgang damit. Das Gremium war mit unzureichenden Ressourcen ausgestattet, um seine Evaluierungsaufgaben vollständig zu erfüllen. Jutta Allmendinger, eine der Kommissionsmitglieder, erörtert in einem Replik-Artikel die schwierige Dynamik und erklärt die Grenzen der Arbeit.
Reportage aus dem Paradies (Garten Eden im Irak)
Andrea Böhm · 2017
Die ZEIT-Reportage folgt Andrea Böhms Reise zum biblischen Garten Eden im Irak. An der Stelle, wo Euphrat und Tigris zusammenfließen, erkundet sie die historische Stadt Kurna und den legendären Baum der Erkenntnis. Im Gespräch reflektieren ein Rabbiner, eine Pastorin und ein Imam über das Paradies aus ihren jeweiligen religiösen Perspektiven und philosophischen Fragen zum Jenseits.
Reportage über Arthur Ruppin und Pinchas Wallerstein / Das Ruppin-Prinzip
Bastian Berbner
Die Reportage von Bastian Berbner erzählt die Geschichte der israelischen Staatsgründung anhand zweier gegensätzlicher Figuren: Arthur Ruppin, Verfechter des kooperativen Zionismus, und Pinchas Wallerstein, Vertreter aggressiver Siedlungspolitik. Die Darstellung zeigt, wie historische Strukturen bis heute nachwirken und sich in biblischen Texten spiegeln.
Reportage über CO2-Zertifikate und Waldstücke
Die ZEIT-Reportage untersucht die Glaubwürdigkeit von CO2-Kompensationszertifikaten. Sie deckt auf, dass Waldstücke im Amazonas mehrfach an verschiedene Firmen als Kompensationsflächen verkauft wurden oder teilweise gar nicht existieren. Der Artikel zeigt die systematischen Lücken in der Kontrolle dieser vermeintlichen Nachhaltigkeitslösungen.
Reportage über den Fall der Familie R. in Senzig
Paul Schwenn, Lennart Laberenz
In Senzig bei Berlin hat ein Vater seine Ehefrau und drei Kinder getötet und sich anschließend selbst das Leben genommen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben, dass ein Abschiedsbrief vom Vater verfasst wurde, was auf eine geplante Tat hindeutet. Der Fall erregte großes öffentliches Mitgefühl, wie Trauergesten vor dem Familienhaus belegen. Die genauen Umstände und Motive der Tragödie waren Gegenstand der staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen.
Reportage über den Frankfurter IS-Prozess
Emilia Smechowski
Ausführliche Reportage über einen Frankfurter Gerichtsverfahren gegen einen jungen Iraker, der der Beteiligung an Völkermord-Verbrechen der IS an Jesiden vorgeworfen wird. Der Fall basiert auf dem Tod eines jesidischen Mädchens im Irak. Die Recherche zeigt, dass solche Ermittlungen in Deutschland häufiger sind als bekannt – seit 2011 gab es in Karlsruhe über 220 ähnliche Anfangsermittlungen.
Reportage über den Gerichtsprozess gegen Fritz Honka
Peggy Parnass
Peggy Parnasss war eine Gerichtsreporterin, die sich durch einen ungewöhnlichen Ansatz auszeichnete: Statt die Angeklagten zu verurteilen, versuchte sie, sie zu verstehen und ihre Menschlichkeit zu erfassen. Willi Winkler würdigt in seinem Nachruf ihren Blick auf die Menschen vor Gericht, den er mit dem Satz zusammenfasst: "Alle Angeklagten sind schön" – eine Maxime, die zeigt, wie Parnass jenseits von Moralismus arbeitete. Ihr Werk offenbarte die Komplexität von Gerichtsverfahren und die Geschichten hinter den Anklageschriften. Parnass gilt als prägende Stimme der Nachkriegsliteratur und Gerichtsberichterstattung, die den Menschen im Justizsystem Würde und Aufmerksamkeit zuwies, anstatt sie zu verdammen.
Reportage über den Kudamm-Raser-Fall
Fritz Zimmermann
Sie rasen über den Kurfürstendamm. Tempo 160. Marvin N. und Hamdi H. liefern sich im Februar 2016 ein nächtliches Rennen. Mit Bleifuß mitten durch die Stadt, auch rote Ampeln stoppen sie nicht. Bis einer in ein unbeteiligtes Auto kracht.
Reportage über den Kurfürstenstraßen-Prozess
Ursula März
Ursula März beschreibt in diesem Artikel einen Zuhälterei-Prozess rund um die Kurfürstenstraße. Der Bericht porträtiert das Milieu durch die Aussagen verschiedener Zeugen, die das Ausmaß und die Verflechtungen der illegalen Aktivitäten im Kiez enthüllen.
Reportage über den russischen Serienmörder "Maniak" (ZEIT Magazin, 7. August 2014)
Wolfgang Bauer
Wolfgang Bauers Reportage dokumentiert eine Mordserie in der russischen Wolga-Region, bei der ein Serienmörder mindestens 31 ältere Frauen getötet hat. Der Artikel rekonstruiert Bauers intensive Recherche vor Ort, die Ermittlungsarbeit der Behörden und schließlich die Verhaftung des Täters Ende 2024. Durch Zeugenberichte und persönliche Interviews wird das Verbrechen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
Reportage über die Boko-Haram-Entführungen
Wolfgang Bauer
Im Wechsel mit den Stimmen der entführten Opfer der nigerianischen Boko Haram erklärt Wolfgang Bauer in seinem Sachbuch die Entstehungsgeschichte und soziopolitischen Hintergründe der islamistischen Terrorgruppe sowie die Rolle des korrupten Staates. Von Jutta Person
Reportage über Familien von Vermissten in Deutschland
Wolfgang Bauer
In Deutschland verschwinden täglich Menschen spurlos – Wolfgang Bauers Reportage konzentriert sich auf den Fall der 25-jährigen Sabine Sickert aus Eisenach, die vor zehn Wochen verschwand und seitdem kein Lebenszeichen von sich gibt. Das Bundeskriminalamt verwaltet täglich zwischen 5500 und 6100 Vermisste, doch trotz moderner Infrastruktur, Handynetze und Datenbanken fallen Menschen ins Unergründliche. Am Beispiel von Sabines Familie wird deutlich, wie soziale Isolation und familiäre Konflikte – ein Streit mit der Mutter über deren großen Hund, eine kurzfristig aufgegebene Arbeit, eine zerbrochene Beziehung – zum Verschwinden beitragen. Der Artikel offenbart, dass die Gesellschaft und selbst nahestehende Menschen oft nicht aktiv suchen, sondern sich ihrer eigenen Verletzungen und Verstörtheit überlassen bleiben.
Reportage über Fried Müller in der ZEIT (1999)
Sabine Rückert
Der Artikel berichtet über Fred Müller, einen der letzten Häftlinge aus DDR-Zeiten, der nach dem Zusammenbruch der Deutschen Demokratischen Republik entlassen wurde. Sabine Rückert hat die Geschichte 1999 für Die Zeit dokumentiert und dabei eindringlich die Lebensbedingungen und persönlichen Auswirkungen der Haft beschrieben. Zwei Jahrzehnte später wurde die Geschichte für das ZEIT-Kriminalmagazin erneut recherchiert und aktualisiert.
Reportage über Fritz Honka
Peggy Parnass
Porträt der legendären Gerichtsreporterin Peggy Parnasss, bekannt für ihre Reportage über den Prozess gegen den vierfachen Frauenmörder Fritz Honka. Sie beschreibt den Fall mit empathischem Blick und beleuchtet dabei auch die Kindheit des Täters, was ihre besondere Herangehensweise als Reporterin zeigt.
Reportage über Gemeinden im Erzgebirge und die AfD
Eine Langzeitreportage begleitet mehrere Jahre lang kleine Gemeinden im Erzgebirge und zeigt, wie die Ankunft von Geflüchteten zunächst Busstrecken ermöglichte, die nach deren Abzug wieder verschwanden. Die Geschichte illustriert die politischen Verschiebungen vor Ort: Eine langjährige CDU-Abgeordnete verliert ihr Mandat an einen AfD-Politiker. Das Stück verbindet persönliche Schicksale mit den Gründen für politische Umbrüche in der Region.
Reportage über Hannovers Innenstadt
In Hannovers Innenstadt fühlen sich abends nur noch 14 Prozent der Einwohner sicher. Bundeskanzler Merz sprach jüngst von einem «Problem mit dem Stadtbild». Ist die Ursache für diese Entfremdung tatsächlich die irreguläre Migration? Erkundung eines Gefühls.
Reportage über Jared Kushner und Steve Witkoff im Nahost-Friedensprozess
Die New York Times analysiert die Arbeitsteilung zwischen Jared Kushner und Steve Witkoff bei den Nahost-Verhandlungen. Während Witkoff als Chefunterhändler die direkten Telefonate mit arabischen Staaten führte, arbeitete Kushner im Hintergrund an Textentwürfen. Beide setzten dabei Verhandlungstaktiken aus dem harten New Yorker Immobiliengeschäft ein.
Reportage über Kevin Kühnert
Katharina Lobenstein
Der Artikel behandelt Kevin Kühnerts Rückzug und die hintergründigen Umstände seiner politischen Entwicklung. Eine detaillierte Recherche von Katharina Lobenstein beleuchtet die Beziehung zwischen Kevin Kühnert und Lars Klingbeil und zeigt, dass zwischen beiden Politikern eine echte persönliche Freundschaft besteht. Die Reportage offenbart damit ein seltenes Phänomen in der Hochpolitik, wo persönliche Nähe üblicherweise eine untergeordnete Rolle spielt.
Reportage über Klaus Wegner und den Abriss in Mannheim
Fritz Zimmermann
Mannheims Bauschutt aus den Nachkriegsjahren, der bei der Wiederaufbau nach der Zweiten Weltkriegszerstörung in der ganzen Stadt verteilt wurde, erweist sich bei archäologischen Ausgrabungen als unerwartet reiche Fundgrube. Das Archäologen-Team der Reiss-Engelhorn-Museen stieß bei Umgestaltungsarbeiten im Luisenpark 2021 und im alten Eisstadion 2024 auf wertvolle Objekte, die Aufschluss über Mannheims jüngste Geschichte geben. Unter den Funden befinden sich persönliche Gegenstände wie Andenkentassen und Weihwasserbecken ebenso wie Produktions- und Handelsgüter von heute verschwundenen Betrieben: eine Mineralwasserflasche der Fabrik Emil Schnarchendorff (1897–1943) und Porzellan der Mannheimer Porzellanmalerei Fritz Bensinger. Diese Fundstücke dokumentieren nicht nur das alltägliche Leben und die materiellen Werte vergangener Einwohner, sondern ermöglichen auch Rückschlüsse auf Mannheims Wirtschaftsgeschichte und helfen bei der Datierung archäologischer Schichten.
Reportage über Kriegsverbrechen in Tschetschenien
Maura Reynolds
Ein Moskauer Gericht hat den Organisator und den Todesschützen des Mordes an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja zu lebenslanger Haft verurteilt. Die 2006 erschossene Politkowskaja war eine unerschrockene Reporterin der Zeitung Nowaja Gaseta, die Korruptionsfälle und Menschenrechtsverletzungen durch russische Truppen in Tschetschenien öffentlich machte. Während die unmittelbaren Täter nun verurteilt sind, bleibt die Identität der Auftraggeber ungeklärt. Menschenrechtsaktivisten und Angehörige kritisieren, dass solange die Drahtzieher – möglicherweise aus Regierungskreisen – nicht gefasst sind, echte Gerechtigkeit ausbleibt.
Reportage über Missionare bei den Maasai in Tansania
Sabine Rückert
Mission in Afrika - bei dem Thema reagieren so manche Kritiker, auch Journalisten, empfindlich. Vielleicht deswegen, weil die wenigsten Kritiker Missionare überhaupt kennen. Eine ARD-Sendung über die Missionarin Angelika Wohlenberg - besser bekannt unter dem Namen "Mama Massai" - gab am Sonntag differenzierte Einblicke in die Welt der Mission in Afrika.
Reportage über Mitgefühl und Spiegelneuronen nach dem 11. September
Bas Kast
Spiegelneuronen wurden lange als biologische Grundlage für Mitgefühl, Kultur und Sprache hoch gefeiert. Der Artikel hinterfragt diesen Hype kritisch und zeigt, dass die wissenschaftlichen Belege für diese Annahmen widersprüchlich und umstritten sind. Immer mehr Forscher zweifeln daran, dass Spiegelneuronen die zentrale Rolle spielen, die ihnen zugeschrieben wird.
Reportage über Online-Hater
Britta Stuff
Die Reportage von Britta Stuff und Renate Künast untersucht, wer hinter Online-Hasskommentaren gegen Politiker steckt. Die Journalisten besuchten Verfasser solcher Kommentare und stellten fest, dass es sich überraschend oft um gut situierte Bürger wie pensionierte Lehrer handelt, nicht um sozial Benachteiligte. Die Recherche widerlegt damit ein verbreitetes Vorurteil über die soziale Herkunft von Online-Hatern.
Reportage über Romance Scamming
Henning Sußebach
Herr K. wurde Opfer eines Romance-Scams im Internet. ZEIT-Reporter Henning Sußebach recherchiert die Ursprünge dieses Betrugsfalls und reist nach Ghana, wo er den jungen Romance-Scammer Yao trifft. Die vierte Folge der Serie "ZEIT Verbrechen - Spurensuche" stellt die zentrale Frage, ob sich Yao selbst als Verbrecher versteht oder ob er seine Rolle im Betrugssystem anders wahrnimmt. Die 36-minütige Krimidoku verbindet die Perspektive des geschädigten Opfers mit der Sicht des Täters und erkundet damit die Motivationen hinter modernen Internetbetrügereien.