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Reportage über Samuel (Deutscher Reporterpreis 2015)
Jana Simon
Die Reportage erzählt die Geschichte von Samuel aus Sachsen, der sich als junger Mann radikalisierte und zum Islamischen Staat nach Syrien reiste. Nach nur drei Monaten kehrte er nach Deutschland zurück. Die preisgekrönte Reportage von Jana Simon wirft die Frage auf, wie gefährlich dieser Rückkehrer wirklich ist und beleuchtet die Hintergründe seiner Radikalisierung und sein Abenteuer im Krieg.
Reportage über Schwester Giovanna Calabria im Südsudan
Andrea Böhm
Der Artikel porträtiert Ordensschwester Giovanna Calabria, die im Südsudan traumatisierte ehemalige Kindersoldaten der Lord's Resistance Army betreut und beschützt. Die Reportage zeigt ihre humanitäre Arbeit unter gefährlichen Bedingungen und ihren Einsatz gegen Terror und Ausbeutung. Der Beitrag verbindet das persönliche Schicksal der Kinder mit übergeordneten Fragen von Rettung und Hoffnung.
Reportage über Thomas Ostermeier in Paris
Elisabeth Räther
Die Berliner Schaubühne begeistert Paris mit ihrem Gastspiel, unter der Regie von Thomas Ostermeier, der als Genie gefeiert wird. Eine Reportage von Elisabeth Räther dokumentiert Ostermeiers intensive Arbeitsmethode bei den Proben und zeigt, wie er pausenlos Notizen macht und jedes Detail der Inszenierung perfektioniert. Mit Stars wie Nina Hoss erzielte die Produktion großen Erfolg beim französischen Publikum und in der Kritik.
Reportage über Umweltkatastrophen in China
Adrian Geiges
Die Stern-Reportage von Adrian Geiges aus 2005 dokumentiert die Folgen einer massiven Benzol-Verseuchung in Nordostchina. Ein 80 Kilometer langer Giftstoffteppich aus Benzol kontaminierte eine Millionenstadt und führte zu direkten Todesfällen bei Personen, die mit dem Gift in Berührung kamen. Der Artikel zeigt die verheerenden Umweltschäden, die Chinas rapider wirtschaftlicher Entwicklung folgten, und belegt die hohen Kosten dieses Wachstums für Bevölkerung und Umwelt.
Reportage/Porträt über Navid Kermani
Tobias Haberl
Navid Kermani ist ist er einer der einflussreichsten Intellektuellen in Deutschland - weil er nur dann redet, wenn er wirklich was zu sagen hat. Wie ist aus dem Wissenschaftler und Reporter der Mann der Stunde geworden? Eine Spurensuche.
Reportagen
Reportagen ist ein Schweizer Online-Magazin, das Reportagen zu Themen wie Gesellschaft, Reise, Kultur und Gesundheit anbietet. Das Magazin zeichnet sich durch konstruktiven, lösungsorientierten Journalismus aus und setzt dabei auf eine interdisziplinäre Herangehensweise an aktuelle Fragen. Die Inhalte sind nach Nutzerinteressen sortiert und als Streaming-Angebot verfügbar.
Reportagen für die Neue Zeitung (Nürnberger Prozesse)
Erich Kästner
Der Artikel behandelt die mediale Begleitung der Nürnberger Prozesse von 1945, bei denen die NS-Führungsriege vor Gericht stand. Eine arte-Dokumentation zeigt, welche prominenten Journalisten wie Erich Kästner und Erika Mann über die historischen Verhandlungen berichteten. Der Text beleuchtet die Rolle dieser literarischen Größen in der Presseberichterstattung, weist aber auch auf Lücken in der Dokumentation hin.
Restaurantkritik über Tim Raue
Jakob Strobel y Serra
Restaurantkritik von Jakob Strobel y Serra in der FAZ über Tim Raues Restaurant. Der Artikel zeichnet sich durch eine blumige, poetische Sprache aus, die typisch für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist. Die extrem bildreiche Beschreibung der Gerichte führte zu einer rechtlichen Auseinandersetzung, die mit einer Geldstrafe endete.
Restaurantkritik von Pete Wells
Pete Wells
Pete Wells, der prominenteste Restaurant-Kritiker der New York Times, beendet nach 12 Jahren seine Tätigkeit als Restaurantbewertzer – etwa 2.500 bis 3.000 Mahlzeiten hatte er in dieser Zeit konsumiert. Grund für seinen Rückzug sind erhebliche gesundheitliche Probleme: Sein Cholesterinspiegel war entgleist, seine Blutglukose befand sich im Prä-Diabetes-Bereich, und das Gewicht war massiv gestiegen. Wells war legendär für seine unerkannten Restaurantbesuche mit Verkleidungen, falschen Namen und mehreren Kreditkarten, weshalb Restaurantbesitzer sogar Fotos von ihm ausgehängt hatten. Seine Bewertungen basierten auf zwei Kriterien: Wie lecker ist das Essen, und wie gut setzt das Restaurant sein Konzept um – deshalb erhielten ein Trinidadisches Imbiss und gehobene Fine-Dining-Restaurants die gleiche Bewertungschance. Obwohl Wells die Restaurantkritik aufgibt, bleibt er der New York Times erhalten.
Revolutionärer Kampf (Betriebszeitung)
Wie erklärt man einem Publikum des Jahres 2017, was uns 1970 bewogen hatte, nach Rüsselsheim zu Opel zu gehen, um dort einen revolutionären Kampf zu entfachen? Ehrlich gesagt, wir konnten es uns damals auch nicht so genau erklären. Wir waren erst 40, dann 100 und später erheblich mehr junge Leute, die in Frankfurt am Main […]
Reykjavik 13 (Diplomaten-Depesche)
WAS ZEIGEN DIE DOKUMENTE? Die nun über WikiLeaks enthüllten Dokumente bestehen aus insgesamt 243.270 sogenannten diplomatischen Kabeln, die US-Botschaften, -Konsulate und -Vertretungen aus aller Welt an das US-Außenministerium in Washington geschickt…
Rezension in der FAZ
Die FAZ-Rubrik "Bücher aktuell" bietet Überblicke zu aktuellen Veröffentlichungen und Rezensionen. Der Artikel behandelt eine kritische Besprechung von Olga Grjasnowas Roman, in der der Rezensent berechtigte Kritikpunkte zur Handlung oder literarischen Umsetzung äußert. Grjasnowa hätte die Kritik gerne vor der Veröffentlichung gekannt, um mögliche Schwachstellen noch überarbeiten zu können.
Rezension in der Zeit
Die Rezension würdigt Hadija Haruna-Oelkers Buch „Die Schönheit der Differenz", das Rassismus und Identitätspolitik in Deutschland neu diskutiert. Sie kritisiert jedoch, dass die Autorin ihre Perspektive nicht deutlich genug als subjektiven Blickwinkel gekennzeichnet hat. Das Werk versucht festgefahrene gesellschaftliche Debatten aufzubrechen.
Rezension über den Podcast ZEIT Verbrechen
Der Artikel behandelt die veröffentlichten Epstein-Akten und untersucht, wie aus den Tausenden Dokumenten, Fotos und teilweise geschwärzten Namen große Erzählungen entstehen. Der Fokus liegt darauf, nicht nur auf das zu blicken, was die Akten enthalten, sondern besonders auf das, was darin fehlt oder verborgen bleibt. Die ZEIT-Journalisten reflektieren die Wirkung und Interpretation dieser Dokumente in der Öffentlichkeit.
Rezension über Grönemeyers Texte
Der FAZ-Artikel analysiert Grönemeyers dichterische Strategien und seinen Umgang mit Sprache in seinen Texten. Grönemeyer setzt Unverständlichkeit bewusst ein: Die eine Hälfte seiner Texte ist leicht zugänglich, während die andere absichtlich rätselhaft bleibt. Der Artikel bietet einen Einblick in die künstlerische Absicht hinter diesem Gestaltungsprinzip und wirft Fragen zum bewussten Einsatz von Mehrdeutigkeit im Songwriting auf.
Rezension von Backlash durch Angela Merkel
Angela Merkel
"Freiheit", das autobiografische Buch von Altkanzlerin Angela Merkel, die von 2005 bis 2021 Kanzlerin war, zeichnet ihre nationale und europäische politische Karriere nach. Es bietet Gelegenheit, auf ihr politisches Vermächtnis innerhalb der EU zurückzublicken. #EuropeNews
Rezension von Peter von Becker (Süddeutsche Zeitung)
Peter von Becker
Gedenkseite für Peter von Becker, den renommierten Theaterkritiker der Süddeutschen Zeitung. Becker war bekannt für seine literarischen Rezensionen und würdigte Billers Debüterzählungsband mit einer enthusiastischen Besprechung, in der er Biller mit bedeutenden Autoren wie Heinrich Böll, Hannah Arendt und Josef Roth verglich. Die Seite ermöglicht es, des verstorbenen Kritikers zu gedenken.
Rezension von Shitbürgertum in der Frankfurter Rundschau
Jens Buchholz rezensiert Ulf Poscharidts Buch zur Kritik am linken Akademiker-Milieu. Die Rezension fällt vernichtend aus, gewinnt aber an intellektueller Substanz, weil der Rezensent Poscharidts akademischen Hintergrund und seinen Doktorvater Friedrich Kittler kennt und somit die theoretischen Bezüge einordnen kann.
Rezension von Shitbürgertum in der Süddeutschen Zeitung
Jens Christian Rabe
Ulf Poschardt veröffentlicht sein Buch "Shitbürgertum" nach Rückzug durch seinen Verlag nun im Selbstverlag. Das Werk ist eine polemische Abrechnung mit dem linken Bürgertum und der grünen Bewegung, die Poschardt mit provokanten Thesen und brachialem Ton konfrontiert. Der Titel basiert auf einer Aussage des argentinischen Präsidenten Milei, wonach Linke „Scheiße" seien – eine Gleichung, die Poschardt nutzt, um sein politisches Narrativ zu etablieren. Der Rezensent Philipp Bovermann von der Süddeutschen Zeitung würdigt zwar die rhetorische Geschicklichkeit dieser Provokation, wertet das Buch aber als Kulturkampfbeitrag, der unfreiwillig mehr über die rechte Polemik selbst enthüllt als über sein eigentliches Objekt.
Rezension zu 'Das Wir'
Gustav Seibt
Gustav Seibts Buch "Ein Sommer mit Goethe" präsentiert den Klassiker nicht als systematische Biografie, sondern als Sammlung von 50 kurzen, unabhängigen Kapiteln, die Goethes Haltung zu zentralen Lebensthemen wie Liebe, Freiheit, Natur und Alter erkunden. Der Literaturkritiker nutzt überraschend modern wirkende Originalzitate als Ausgangspunkt, um Goethe als lebendig denkenden Menschen statt als unnahbares Genie darzustellen. Die Rezension würdigt Seibts geschickte Balance zwischen Leichtigkeit und Gelehrsamkeit, durch die komplexe Gedanken ohne Vereinfachung zugänglich werden. Das Buch richtet sich an Leser, die sich Goethe neu annähern möchten, ohne akademische Tiefe oder systematische Werkinterpretation erwartet. Besonders empfohlen wird es für jene, die frühere Goethe-Lektüre als anstrengend empfanden und nun intelligente, aber spielerische Gedankenbegleiter für alltägliche Lebensfragen suchen.
Rezension zu C.G. Jungs Rotem Buch
Christoph Türcke
Christoph Türckes Rezension in der Süddeutschen Zeitung analysiert C.G. Jungs Rotes Buch. Der Philosoph interpretiert Jungs Visionen als psychologische Abwehrmechanismen gegen Schizophrenie. Eine intellektuelle Einordnung eines Klassikers der analytischen Psychologie.
Rezension zu Haruna-Oelkers Buch
Hadija Haruna-Oelker, schwarze Journalistin, verbindet in ihrem 2022 erschienenen Buch persönliche Lebensgeschichte mit gesellschaftspolitischem Nachdenken zu Rassismus, Intersektionalität und Diskriminierung. Sie argumentiert dafür, dass Debatten über Differenzen weniger polarisierend geführt werden sollten und dass in unseren Unterschieden Schönheit liegt. Die Kritiker der FAZ und Die Zeit würdigen die behutsame, theoretisch fundierte Herangehensweise und das Potenzial zum Perspektivwechsel, bemängeln aber teilweise die fehlende stärkere Positionierung der Autorin selbst. Insgesamt wird das Buch als herausragendes Werk in der Flut rassismuskritischer Sachbücher bewertet.
Rezension zu Jenny Erpenbecks Roman
Helmut Böttiger
Jenny Erpenbecks Roman „Kairos" verwebt eine Liebesgeschichte mit einem Bild der späten DDR. Der ältere Schriftsteller Hans verliebt sich in die junge Katharina, eine Kostüm- und Bühnenbildnerin aus privilegiertem Hause, woraufhin sich ihre Beziehung als Anziehung zwischen einem überzeugten Sozialismusanhänger und einer Nachgeborenen entwickelt, die das DDR-System selbstverständlich akzeptiert. Durch intensive literarische Bezüge zu Heiner Müller und Bertolt Brecht werden Liebe und Trieb als Metaphern für die Ambivalenz zwischen Hoffnung und Vergeblichkeit in der Endphase der DDR eingesetzt. Der Roman ist keine Schlüsselliteratur, sondern Erpenbecks radikale Selbstvergewisserung ihrer eigenen DDR-Erfahrung und ihrer fortdauernden Fremdheit gegenüber der Bundesrepublik.
Rezension zu Kairos
Helmut Böttiger
Jenny Erpenbecks Roman „Kairos" erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem älteren Schriftsteller Hans W. und der jungen Kostüm- und Bühnenbildnerin Katharina in der späten DDR. Hans verkörpert den widersprüchlichen intellektuellen Dissidenten – sozialistisch gesinnt, doch voller Zweifel – während Katharina die aufgewachsene DDR-Generation repräsentiert, die das System als selbstverständlich nimmt. Ihre Beziehung wird als existenzielle Utopie dargestellt, durchtränkt vom Bewusstsein ihrer Vergeblichkeit und durchdrungen von den kulturellen Symbolen der Ostberliner Szene: Heiner Müllers Theater, Brechts Werke, die Cafés und Restaurants wie das Weinrestaurant Ganymed. Der Roman dient Erpenbeck als radikale Selbstvergewisserung ihrer eigenen DDR-Erfahrung und dokumentiert eine Kulturatmosphäre, die dem Westen nach 1989 zunehmend fremder wurde – nicht als Schlüsselroman, sondern als subjektive Zeugnisablegung über eine untergegangene Welt.
Rezension zu Lindners Buch in Die Zeit
Rezension von Christian Lindners Buch über die Wiederbelebung der FDP in der ZEIT. Der Artikel würdigt Lindners Leistungen positiv, während das Buch in anderen Medien kritischer bewertet wird. Die Rezension diskutiert die Chancen und Risiken einer möglichen Jamaika-Koalition in der aktuellen politischen Lage.
Rezension zu Messiah
Die Jüdische Allgemeine bespricht die Netflix-Serie Messiah, die das Kommen des Gesalbten in die heutige Zeit versetzt. Der Rezensent untersucht die religiösen und kulturellen Dimensionen der Serie und widmet sich der Frage, wie die Welt auf eine Person reagieren würde, die als Messias auftritt. Der Artikel würdigt das Werk überraschend positiv und beschreibt diese zentrale Fragestellung als faszinierend.
Rezension zu Normal People
Ijoma Mangold
Ijoma Mangolds Rezension analysiert Sally Rooneys Roman Normal People unter einem besonderen Blickwinkel. Der Essay untersucht, wie erotische, soziale und ökonomische Machtgefälle in den Beziehungen der Protagonisten ineinander verflochten sind. Mangold zeigt auf, wie diese verschiedenen Ebenen von Macht die Handlung und die emotionalen Dynamiken durchziehen.
Rezension zu Steinmeiers 'Wir'
Gustav Seibt
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier veröffentlicht mit „Wir" einen Essay zum Doppeljubiläum der Bundesrepublik (75 Jahre Grundgesetz, 35 Jahre Mauerfall). Er argumentiert, dass Deutschland trotz internationaler Krisen und Vertrauensverlust in die Politik eine gemeinsame Identität brauchen muss – basierend nicht auf Ethnie oder Religion, sondern auf demokratischen Werten und gemeinschaftlichem Handeln. Der Rezensent Robert Misik würdigt zwar die Substanz des Buches, kritisiert aber dessen mangelnde Originalität und fehlende inspirierende Wirkung.
Rezension zu The Witcher
Der Artikel untersucht, warum die The-Witcher-Serie trotz ihrer offensichtlichen Mängel und absurden Momente fasziniert. Die Rezension erklärt, wie gerade die unkontrollierte Verrücktheit der Show zu ihrer künstlerischen Stärke wird und sie von konventionellen Fantasy-Adaptionen unterscheidet. Ein Essay, das die vermeintliche Absurdität als Qualitätsmerkmal würdigt.
Rezension zu Windstärke 17
Die FAZ-Rezension behandelt ein Theaterstück oder Filmwerk von Caroline, das zur Premiérenzeit herauskam. Die Kritikerin vergleicht das Werk mit Rosamunde Pilcher und fällt ein zunächst eher negatives Urteil. Dieser Vergleich wurde von Caroline zunächst als wenig schmeichelhaft empfunden, ehe sie die Kritik später mit Hilfe ihres Freundes Fredrik positiv umdeuten konnte.
Rezension zum Film (Süddeutsche Zeitung)
Margarethe von Trottas Film "Hannah Arendt" porträtiert die Philosophin als Felsen gegen Anfeindung, die ihre These von der "Banalität des Bösen" über Adolf Eichmann verteidigt. Der Artikel kritisiert jedoch sowohl den Film als auch Arendts Interpretation: Die Forschung, insbesondere David Cesaranis Eichmann-Biografie, hat längst nachgewiesen, dass Eichmann ein fanatischer Antisemit und aktiver Täter war, nicht der charakterlose Schreibtischtäter, den Arendt beschrieb. Arendt habe ihr empirisches Material um einen vorformulierten philosophischen Wunsch gruppiert und sich Eichmann so geschaffen, wie sie ihn brauchte. Der Film stellt ihre Interpretation als unantastbar dar und marginalisiert berechtigte Einwände von Zeitgenossen wie Hans Jonas als bloße Hysterie. Zwar verdient sich Arendt das Lob, die Figur des Schreibtischtäters als neue Form des Bösen formuliert zu haben – doch im konkreten Fall Eichmann irrte sie sich grundlegend.
Rezension/Artikel über Maxton Hall
Anja Rützel
Der Spiegel-Kritiker Anja Rützel rezensiert die zweite Staffel der deutschen Serie »Maxton Hall« und kommt zu dem Fazit, dass diese noch schlechter als die erste ausfällt. Die Hauptfigur Ruby Bell wird wegen ihrer übertriebenen Bravheit und ihres extremen Pflichtbewusstseins kritisiert, die selbst einen Philosophen wie Kant nerven würden. Die Serie bietet weniger Unterhaltungswert als bloßes Guilty Pleasure.
Rezept im Genießen-Heft des Zeitmagazins
Luise Höpfner
Die Wochenmarkt-Rubrik des ZEITmagazins präsentiert besondere Geschichten rund um Essen und Kochen mit Tipps von Profis und Rezeptempfehlungen. Der Artikel stellt das vegetarische Catering von Luise Höpfner (VIF Catering) vor, die ein Menü für Mai Thi Nguyen-Kim zubereitet hat. Höpfner ist auch als Rezept-Autorin im Genießen-Sonderheft des Zeitmagazins vertreten und wurde durch diesen kulinarischen Beitrag entdeckt.
Reziprokes Wussow-Syndrom
Klausjürgen Wussow war vor seiner Karriere als Fernsehstar ein renommierter Burgtheater-Schauspieler, der klassische Rollen von Schiller bis Shakespeare verkörperte. Mit seiner Rolle als Professor Dr. Brinkmann in der Schwarzwaldklinik (ab 1985) wurde er zur deutschen Fernsehlegende – die Serie erreichte bis zu 28 Millionen Zuschauer und machte Wussow zur „Fernsehnase der Nation". Diese überragende Popularität führte jedoch zum Bruch mit dem Wiener Burgtheater: Intendant Claus Peymann erklärte ihn als „für die Bühne verloren". Wussow wurde zum Ur-Doktor und Wegbereiter der Ärzte-Soap, konnte sich aber von der Rolle nie wirklich befreien. Der Schauspieler starb 2008 im Alter von 78 Jahren, sein Leben zuletzt von Demenz überschattet. Der Titel fasst sein Vermächtnis zusammen: Wussow war mehr als nur eine Fernsehreihe, wurde aber darin gefangen.
Rezo-FAZ-Vergleichsartikel (Büchner-Vergleich)
Die FAZ zieht Parallelen zwischen dem YouTuber Rezo und dem Schriftsteller Georg Büchner. Beide entstammen gutbürgerlichen Verhältnissen, studierten naturwissenschaftliche Fächer und entwickelten früh radikale politische Ansichten. Der Artikel beleuchtet, wie beide Intellektuelle in ihrer jeweiligen Epoche den Staat und die Ordnung fundamental hinterfragten.
Riesenmaschine
Sascha Lobo
Die Autoren der Riesenmaschine bei der Verleihung des Grimme Online Award 2006 (von links nach rechts: Holm Friebe, Kathrin Passig, Martin Baaske, Sascha Lobo, Moderatorin Anne Gesthuysen) Riesenmaschine ist ein kollaboratives Weblog. Betreiber…
RKI-Files
Robert Koch-Institut
Freigeklagte interne Protokolle des Robert Koch-Instituts zur COVID-19-Pandemie. Die Dokumente belegen, dass der RKI-Krisenstab differenziert über Todeszahlen, Übersterblichkeit und Sterblichkeitsraten diskutierte – differenzierter als die öffentliche Kommunikation vermuten ließ. Konkrete Beispiele: Diskussion über Durchschnittsalter der Verstorbenen und Risikogruppen im März 2021.
RKI-Protokolle
Interne Sitzungsprotokolle des Robert Koch-Instituts aus der Corona-Pandemie, die später veröffentlicht wurden. Sie dokumentieren die Entscheidungsprozesse bei epidemiologischen Bewertungen und zeigen die Schnittstellen zwischen wissenschaftlicher Beratung und Politikgestaltung während der Pandemiebekämpfung.
Road Rage
Henning Sußebach
Ruhrpott oder kurz Pott nennen viele Menschen das Ruhrgebiet. Im nächsten Jahr soll ganz Europa dorthin schauen, denn dann wird die Region Europäische Kulturhauptstadt. Henning Sußebach erzählt, was dort so besonders ist Ruhrgebiet – manchmal reicht ein einziges Wort, und die Menschen haben ganz viele Bilder vor Augen. Wenn Erwachsene zum Beispiel das Wort Ruhrgebiet […]
Road Rage – Artikel über Fahrradfahren und Wut im Verkehr
Henning Sußebach
Der Artikel behandelt Road Rage – aggressive Reaktionen und Wut im Straßenverkehr. Henning Sußebach berichtet dabei aus seiner Perspektive als Fahrradfahrer über emotionale Konflikte und gefährliche Situationen im Verkehr. Der Text untersucht, wie schnell kleine Zwischenfälle zu großer Wut führen können, etwa bei knappen Überholmanövern oder Fahrfehlern, die mit dem Wort "Fastunfall" beschrieben werden.
Road-Rage-Artikel
Henning Sußebach
Der Artikel des ZEIT-Journalisten Henning Sußebach behandelt die wachsende Aggressivität und Konflikte im Straßenverkehr aus Sicht eines Fahrradfahrers. Susebach beschreibt, wie alltägliche Verkehrssituationen zu emotionalen Reaktionen und Wut führen können, und prägt dabei den Begriff des "Fastunfalls" für knapp vermiedene Konfrontationen. Der Essay verbindet persönliche Erfahrungen mit einer kritischen Betrachtung des Zusammenspiels zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern in der Stadt.
Robert Habeck Interview in der Zeit
Robert Habeck äußert sich in diesem Zeit-Interview kritisch zur politischen Situation nach der Entscheidung für Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin. Er kritisiert den unehrlichen Wahlkampf, spricht über verlorenes Vertrauen und seinen Frust mit Kanzler Scholz. Der Grünen-Politiker wirkt nachdenklich und reflektiert über die persönliche Belastung durch sein Spitzenamt.
Robert Habeck Interview nach der Kanzlerkandidatur-Entscheidung
Annalena Baerbock spricht sich in diesem ZEIT-Artikel für Robert Habeck als Kanzlerkandidat der Grünen bei der Bundestagswahl 2025 aus. Ein Interview mit Habeck, das kurz nach Baerbocks Nominierung entstand, zeigt ihn nachdenklich und emotional belastet von dieser parteiinternen Entscheidung. Der Artikel beleuchtet damit die persönliche Dimension des grünen Kandidaten-Findungsprozesses.
Robert Pauschs Recherche zum Ampel-Aus
Robert Pausch
Robert Pausch von der Zeit wird mit dem Leuchtturm 2025 für seine Recherche zur strategischen Planung des Ampel-Koalitions-Endes durch die FDP ausgezeichnet. Der Journalist deckte auf, dass die Auflösung der Bundesregierung unter Führung von Christian Lindner generalstabsmäßig geplant war. Pausch hielt an seiner sorgfältig recherchierten Geschichte fest, obwohl die FDP diese dementierte.
Rodent Man
„Hot Rodent Boyfriend" oder „Rat Boy Summer" ist ein viraler Gen-Z-Slang, der in den letzten Wochen online dominant geworden ist. Der Trend wurde unter anderem durch den Film „Challengers" angetrieben, in dem Mike Faist und Josh O'Connor als Liebhaber von Zendayas Charakter Tashi Duncan auftreten und sich rivalisierten. Prominente Schauspieler wie Timothée Chalamet, Barry Keoghan, Kieran Culkin und Matty Healy haben die neue Phrase geprägt und popularisiert. Das Phänomen ist charakteristisch für die kurzlebigen, von Gen Z erzeugten Slang-Ausdrücke, die regelmäßig in Internetkulturen entstehen und wieder verschwinden.
Rolling Stone
Jann Wenner
Rolling Stone war das Magazin der amerikanischen Gegenkultur und verkörperte für eine Generation die Idee, dass Popmusik und Popkultur zentral für Gesellschaft und Politik sind. Der Artikel beleuchtet die ursprüngliche revolutionäre Kraft des Magazins und wie es später seinen kulturellen Höhepunkt überschritt. Rolling Stone steht exemplarisch für Magazine, die ihren Moment hatten, aber noch immer existieren.
Rolling Stone (Ausgabe mit Born in the USA-Bericht)
Das Rolling Stone Magazin führte ein Interview mit Bruce Springsteen zum 40. Jahrestag seines Klassikers 'Born in the U.S.A.'. Der Artikel würdigt die Entstehungsgeschichte des Albums und Springsteens Reflexionen über die Schaffung und kulturelle Bedeutung dieses ikonischen Werkes.
Rolling Stone (Interview mit Billie Eilish)
Billie Eilish blickt in einem Interview mit Vanity Fair auf das Jahr 2024 zurück und beschreibt es als erfüllt von Freundschaft und positiven Erfahrungen. Im Gespräch erörtert sie auch ihre eigene Sexualität und teilt mit, dass sie sich ihr ganzes Leben lang zu Frauen hingezogen gefühlt hat. Das Interview gewährt Einblicke in das Privatleben der erfolgreichen Künstlerin abseits ihrer Karriere.
Rolling-Stone-Artikel über Lacrosse-Mannschaft
Der Rolling Stone berichtete über den Fall einer schwarzen Stripperin, die von einer Lacrosse-Mannschaft vergewaltigt worden sein soll. Der Artikel wurde später als fehlerhaft eingestuft und diente als Beispiel für Falschbeschuldigungen. Der Fall illustriert die polarisierte Debatte um sexuelle Übergriffe und Falschbeschuldigungen an US-amerikanischen Universitäten.
Rookie
Tavi Gevinson
Rookie ist ein feministisches Online-Magazin, das die Teenagerin Tavi Gevinson gründete und das ihr Karriereschritte im Mode- und Medienbereich ermöglichte. Der Artikel thematisiert das Spannungsfeld zwischen den digitalen Werbeeinnahmen des Magazins und dem wachsenden Wert von Gevinsons persönlicher Marke als Gründerin und Influencerin – ein Phänomen, das der Autor auch auf moderne Content-Creator wie Rezo überträgt.