Theater
276 Theater · Seite 2 von 6
Die Eiskönigin
Musical über die Schwestern Elsa und Anna in Arendelle. Elsas Eiskräfte führen zu Konflikt und Isolation, Anna versucht die Beziehung zu heilen. Das erfolgreiche Disney-Musical läuft seit 2018 weltweit in großen Theatern, auch in Hamburg neben König der Löwen.
Die Fliegen
Jean-Paul Sartre
Jean-Paul Sartres Theaterstück „Die Fliegen" ist eine existentialistische Neuinterpretation des antiken Atriden-Mythos. Als Orest nach Argos zurückkehrt, findet er seine Heimatstadt unter der Herrschaft des Usurpators Ägisth unterdrückt vor, der das Volk durch künstlich erzeugtes Schuldgefühl versklavt. Mit Freiheitswille und Verstand entschließt sich Orest, das tyrannische Regime zu beseitigen. Das 1943 uraufgeführte Stück war der deutschen Zensur entgangen und galt als verborgenes Manifest des Widerstands gegen die Besatzungsmacht und das Vichy-Regime. Es zeigt, wie Unterdrückung überwunden werden kann, wenn Menschen sich ihrer Freiheit bewusst werden und die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.
Die Geisel
Brendan Behan
Brendan Behans Drama Die Geisel war in den 1970er Jahren an der Volksbühne in West-Berlin aufgeführt. Das Stück thematisiert Gefangenschaft und Freiheit und wird hier aus der Perspektive eines Zeitzeugen betrachtet, der die Berliner Theaterszene dieser Epoche erlebte.
Die Geisel (Volksbühne Berlin)
Brendan Behan
Hörspiel der Volksbühne Berlin aus den 1970er Jahren, in dem Herbert Grönemeyer in seiner frühen Schauspielkarriere mitwirkte. Das Stück dokumentiert eine wichtige Phase vor seiner späteren Karriere als Musiker und zeigt seinen künstlerischen Werdegang im Theater.
Die Hexenjagd
Arthur Miller
Arthur Millers »Die Hexenjagd« ist ein Klassiker der Theaterliteratur, der die historischen Hexenprozesse von Salem 1692 dramatisiert. Das Stück funktioniert als Parabel auf die McCarthy-Ära und die politischen Verfolgungen in den USA. Es zeigt, wie Angst, Massenhysterie und Falschbeschuldigungen zu Unrecht führen und bleibt damit zeitlos relevant für das Verständnis ideologischer Verfolgung.
Die Irre von Chaillot
Jean Giraudoux
Giraudoux' Klassiker "Die Irre von Chaillot" war Schauplatz von Klaus Maria Brandauers erstem großen Gastspiel im Hamburger Schauspielhaus vor über fünf Jahrzehnten. Der junge Schauspieler spielte damals den Pierre neben der legendären Elisabeth Bergner, deren charismatische Darstellung trotz Sprachfehlern das Publikum fesselte. Das Stück war eine ambitionierte Tournee durch Skandinavien – ein prägender Moment in Brandauers früher Karriere.
Die Mausefalle (The Mousetrap) - Szene in Hamlet
William Shakespeare
Die Mausefallen-Szene aus Shakespeares Hamlet ist eine berühmte meta-theatralische Sequenz, in der eine Schauspielgruppe das Verbrechen des Königs vor Publikum aufführt. Diese Spiel-im-Spiel-Struktur dient dazu, den König und die Königin mit ihrer eigenen kriminellen Tat zu konfrontieren. Die Szene zeigt Shakespeares dramaturgische Raffinesse im Umgang mit Wahrheit und Täuschung und erklärt, wie Theater als Instrument zur Aufdeckung von Verbrechen fungieren kann.
Die menschliche Stimme
Jean Cocteau · 1930
Cocteaus Monolog einer verlassenen Frau in ihrem letzten Telefongespräch mit ihrem ehemaligen Liebhaber. Ein lyrisches Drama der menschlichen Verletzlichkeit, Verzweiflung und Liebe, das die Macht der einzelnen Stimme in der Einsamkeit erforscht.
Die Möwe
Anton Tschechow
Tschechows Klassiker "Die Möwe" ist eine psychologische Studie über Künstler, Liebe und Enttäuschung an einem Landsitz. Die Londoner Inszenierung des Regisseurs Ostermeier mit Cate Blanchett gehört zu den modernen Interpretationen des russischen Theaters und wird im Podcast als Beispiel für die Unterschiede zwischen britischer und deutscher Theaterlandschaft herangezogen. Der persönliche Bezug des Sprechers zum Stück verdeutlicht dessen Bedeutung für zeitgenössische Kunstdiskurse.
Die Möwe (Inszenierung Barbican London)
Thomas Ostermeier
Ostermeiers international beachtete Inszenierung von Tschechows "Die Möwe" am Londoner Barbican mit einer Starbesetzung um Cate Blanchett, Emma Corrin und weiteren namhaften Schauspielern. Das Bühnenbild der Bühnenbildnerin Magda Willi mit charakteristischem Schilf-Horizont prägte das Gesamterlebnis entscheidend. Der Artikel dokumentiert dieses hochrangige Theaterereigis, das für deutschsprachiges Publikum als bedeutsamer Kulturhöhepunkt der zeitgenössischen Theaterszene von Interesse ist.
Die Nashörner
Eugène Ionesco
Eugène Ionescos "Die Nashörner" (ursprüngliche Novelle 1957, Theaterstück 1959) handelt von einer Stadt, deren Bewohner sich nach und nach in Nashörner verwandeln, während der Protagonist Behringer verzweifelt Mensch bleibt. Das Werk wird häufig als politische Allegorie missverstanden, doch Ionesco betont, dass es nicht gegen spezifische Ideologien gerichtet ist, sondern universelle Themen wie Konformismus und Entmenschlichung behandelt. Das Kernthema ist die menschliche Würde und der Widerstand gegen blindes Mitläufertum. Der Autor bekräftigt in einem Interview von 1982, dass ihn instinktive Abscheu vor Dummheit und Menschenrechtsverletzungen treibt, nicht parteiische Ziele.
Die Perser
Aischylos
In Aischylos' „Die Perser" wird die Schlacht von Salamis aus persischer Perspektive erzählt – ein ungewöhnlicher Blickwechsel, der die Athener zwang, ihre eigene Geschichte aus Sicht des Feindes zu betrachten. Diese Übung in Perspektivübernahme schärfte das politische Urteilsvermögen der Bürger. Sandra Bezlers Inszenierung am Theater Meiningen reaktualisiert dieses antike Drama und stellt damit die Frage, warum diese Fähigkeit zum Perspektivwechsel in der heutigen europäischen Debattenkultur fehlt.
Die Physiker
Friedrich Dürrenmatt
Dürrenmatts Komödie "Die Physiker" wird als Theaterstück mit zeitgeschichtlichen Anspielungen analysiert, dessen Protagonist Möbius dem Atomphysiker Oppenheimer ähnelt – beide kämpfen mit moralischen Bedenken gegenüber ihren wissenschaftlichen Erfindungen. Das Stück kritisiert sowohl die amerikanische als auch die sowjetische Großmacht, wobei Dürrenmatt beide Systeme als gleichermaßen bedrohlich für die Menschheit darstellt. Das zentrale Thema ist die Verantwortung von Wissenschaftlern für die unvorhersehbaren Folgen ihrer Erfindungen im Kontext des Kalten Krieges und des absurden Vernichtungspotentials. Möbius versucht, sich dieser Tragik durch Wahnsinn zu entziehen und zieht sich mit seiner Weltformel in eine Anstalt zurück – das Irrenhaus fungiert als Metapher für die von Wahnsinn heimgesuchte Welt. Dürrenmatts pessimistische, aber radikal ideologiefreie Weltsicht zeigt sich darin, dass er aggressive Kriegspolitik und hochmodernes Wettrüsten als Symptome einer erkrankten Menschheit begreift.
Die Popovsky Show
Achim Hagemann
Die Popovsky Show ist ein Soloprogramm des Komikers und Schauspielers Achim Hagemann. Das Programm wurde von Hape Kerkeling in einem Podcast warmherzig empfohlen, der damit auf das aktuelle Bühnenprogramm seines langjährigen Partners hinweist. Die Show richtet sich an Fans von deutschem Kabarett und Comedy, die Hagemann von seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Kerkeling kennen.
Die Räuber
Friedrich Schiller
Friedrich Schillers Klassiker Die Räuber in einer provokanten Inszenierung von Frank Kastorff an der Volksbühne 1991. Der Schauspieler Henry Hübchen verließ mitten in der Aufführung bewusst die Rolle des Franz – ein theatralischer Schock, der die vierte Wand durchbrach und für den anwesenden Regisseur Thomas Ostermeier ein prägender Moment der modernen deutschen Theaterkunst wurde.
Die Reise der Verlorenen
Daniel Kehlmann
Die Reise der Verlorenen ist ein Schauspiel von Daniel Kehlmann über die St. Louis, ein Schiff mit fast tausend jüdischen Flüchtlingen während der NS-Zeit. Das Stück basiert auf einer wahren Geschichte und zeigt die verzweifelte Suche dieser Menschen nach Zuflucht, während sie von verschiedenen Ländern abgewiesen wurden. Es behandelt ein wichtiges Kapitel der Flucht und Verfolgung während des Holocausts.
Die Schöne und das Biest
Schulmusical-Adaption eines klassischen Märchens, in dem zwei Freundinnen gemeinsam als das Biest und die Schöne auftraten. Die Aufführung zeigt die lange kreative Zusammenarbeit zwischen Hasters und ihrer Freundin Maxi und verdeutlicht ihre künstlerische Verbindung seit Schulzeiten.
Die Wäscherin des Herrn Bonaparte (Madame Sans-Gêne)
Klassisches französisches Lustspiel über die Begegnung einer ehemaligen Wäscherin mit Napoleon während der Französischen Revolution. Das Theaterstück wurde in einer Fernsehinszenierung mit Schauspielerin Inge Meisel adaptiert. Die Live-Studio-Produktion markierte Michael Kehlmanns Regiedebüt und demonstriert die technische Meisterschaft des damaligen Fernsehtheaters.
Die Weber
Gerhart Hauptmann
Gerhart Hauptmanns Drama „Die Weber" behandelt den schlesischen Weberaufstand von 1844 und gilt als Klassiker der deutschen Literaturgeschichte. Das Werk zeigt, wie Arbeiter gegen die wirtschaftlichen Folgen technologischer Veränderungen aufbegehren und ihren Widerstand organisieren. Die historische Parallele illustriert, dass solche Versuche, gesellschaftlichen Wandel zu blockieren, letztlich scheitern – aber als kulturelles Erbe nachwirken.
Die Wildente
Henrik Ibsen
Ostermeiers Inszenierung von Ibsens Klassiker „Die Wildente" arbeitet bewusst ohne Videoeinsatz und wird damit als Beispiel für minimalistische Theaterpraxis diskutiert. Dies steht im Gegensatz zu einem verbreiteten Trend im zeitgenössischen Theater, der Video vielfach einsetzt. Die Regie zeigt einen alternativen Zugang zu Bühnendramaturgie.
Draußen vor der Tür
Wolfgang Borchert
Wolfgang Borcherts "Draußen vor der Tür" ist ein expressionistisches Drama über die Heimkehr eines Soldaten in die zerstörte Nachkriegswelt. Das Werk thematisiert Sinnverlust, Entfremdung und die existenzielle Krise einer Generation, die sich in einem moralisch zerrütteten Deutschland zurechtfinden muss. Borcherts berühmtes Zitat über die "Generation ohne Zukunft" und "Tiefe als Abgrund" prägt die Diskussion über Generationen-Pessimismus bis heute und findet sich in verschiedenen Kontexten wieder – vom Manifest bis zu dramatischen Monologen in diesem Klassiker.
Drei Schwestern
Anton Tschechow
Tschechows Theaterstück über drei Schwestern, die vom Land nach Moskau streben, dient als Gegenbeispiel zur modernen Sehnsucht nach Natur und Landleben. Das Stück illustriert die universelle menschliche Struktur der Sehnsucht: Man sehnt sich immer danach, wo man nicht ist. Ein zeitloser Spiegel unserer ständigen Suche nach dem vermeintlich besseren Leben anderswo.
Effi Briest
Theodor Fontane
Theodor Fontanes Roman „Effi Briest" ist ein Klassiker der deutschsprachigen Literatur, der die tragische Geschichte einer jungen Frau in der preußischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts erzählt. Der Podcast bezieht sich auf eine humorvolle Szene aus dem Werk, die eine Schauspielerin als Bühnenadaption aufführte – als kontrastreiches Wechselspiel zu schwereren dramatischen Monologen. Die Darstellung zeigt, wie literarische Klassiker für unterschiedliche künstlerische Interpretationen genutzt werden können.
Ein Jahr ohne Sommer
Florentina Holzinger
"Ein Jahr ohne Sommer" ist eine Theaterproduktion der österreichischen Künstlerin Florentina Holzinger an der Volksbühne. Das Stück verbindet performative Elemente mit konzeptuellen künstlerischen Ideen und wird in die Tradition von Christoph Schlingensief eingeordnet, der ebenfalls am selben Theater inszenierte. Holzingers Arbeiten zeichnen sich durch innovative und oft provokative künstlerische Positionen aus, die zeitgenössische gesellschaftliche Themen verhandeln.
Ein Prozess gegen Deutschland
Milo Rau · 2026
Milo Rau inszeniert am Thalia Theater Hamburg ein gesellschaftskritisches Theaterprojekt: »Prozess gegen Deutschland« ist eine fiktive Gerichtsverhandlung mit realen Personen, die aktuelle gesellschaftliche Probleme und politische Konflikte verhandeln. Mit Hertha Däubler-Gmelin als Richterin wird debattiert, wie konstruktives Gespräch über tiefe gesellschaftliche Gräben möglich ist – auch mit Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum.
Ein Sommernachtstraum
William Shakespeare
Shakespeares Klassiker erzählt von Verwirrungen, Liebe und Verwandlung im Wald. Die Geschichte zeigt durch Verkleidungen und Täuschungen, wie Menschen ihr wahres Ich verbergen oder neu entdecken können. Im Kontext des Podcast-Gesprächs über Verkleidungsmotive in der Weltliteratur wird der Sommernachtstraum als zeitloses Beispiel herangezogen, das neben Märchenmotiven wie Aschenputtel zeigt, wie dieses literarische Thema über Kulturen und Epochen hinweg präsent ist.
Ein Stück am Gorki Theater (über Fluchtgeschichten)
Theaterstück am Maxim Gorki Theater, in dem ein Schauspieler seine persönliche Fluchtgeschichte auf der Bühne erzählt. Das Stück verbindet Humor und ernsthafte Momente zu einer intensiven Performance. Marc-Uwe Kling hebt besonders die schauspielerische Qualität und das Timing hervor, das das Publikum emotional mitnimmt.
Ein Volksfeind
Henrik Ibsen / Thomas Ostermeier · 2012
Ibsens Klassiker in Thomas Ostermeiers preisgekrönter Inszenierung von 2012. Ein Drama über einen Arzt, der die unbequeme Wahrheit sagt und zum Feind der Gesellschaft wird. Ostermeiers innovative Town Hall-Szene bezieht das Publikum direkt ein und provozierte weltweit tumultartige Reaktionen – von New York bis Santiago de Chile.
Eine Frau wird erst schön durch die Liebe
Désirée Nick
Porträt der Chansonette Désirée Nick über ihre erste Solo-Show Anfang der 1990er Jahre in Berlin. Der Artikel dokumentiert einen künstlerischen Wendepunkt, als Nick ihre eigene Bühne fand und damit das Selbstvertrauen entwickelte, sich als starke Frau zu behaupten. Die Show entstand aus ihren Erfahrungen in den Hurengesprächen im Berliner Zosch und markiert den Beginn ihrer unabhängigen Karriere als Performerin.
Emilia Galotti
Gotthold Ephraim Lessing
Lessings Drama „Emilia Galotti" behandelt Fragen von Macht, Freiheit und den Grenzen der Vernunft. Precht bezieht sich auf den berühmten Satz Lessings im Kontext der modernen Aufmerksamkeitsökonomie und medialen Daueraufgeregtheit und ergänzt ihn um eine provokante Wendung: Wer über alles den Verstand verliert, hat auch keinen zu verlieren. Das klassische Drama bleibt damit aktuell für die Frage, wie rationaler Diskurs in aufgeheizten Zeiten möglich ist.
Endspiel
Samuel Beckett
Becketts "Endspiel" ist ein absurdistisches Drama über zwei Figuren in einem verschlossenen Raum, die sich wiederholende, sinnlose Gespräche führen. Das Theaterstück thematisiert die existenzielle Absurdität und Wiederholung menschlicher Kommunikation. Precht nutzt das Motiv, um die Sinnlosigkeit sich wiederholender Gedankenmuster zu illustrieren und damit fundamentale philosophische Fragen zu stellen.
Endstation Sehnsucht (A Streetcar Named Desire)
Tennessee Williams
Endstation Sehnsucht (im engl. Original A Streetcar Named Desire) ist ein Drama von Tennessee Williams. In diesem von den Lehren Sigmund Freuds beeinflussten Stück geht es um die vielschichtige Auseinandersetzung zwischen dem vulgären und gewaltbereiten Macho Stanley Kowalski mit polnischen Wurzeln und der anscheinend wohlerzogenen, sensibel und fragil wirkenden Selbst-Illusionistin und früheren Southern Belle Blanche DuBois.
Evita
Andrew Lloyd Webber, Tim Rice
Das berühmte Musical von Andrew Lloyd Webber über Eva Perón und die Peronismus-Bewegung in Argentinien. Viele kennen die historische Figur Eva Perón vor allem durch die Theaterproduktion, nicht aus historischen Lehrbüchern. Das Werk behandelt eine bedeutende Epoche der argentinischen Geschichte mit ihrem kontroversen Anführer Juan Perón.
Falstaff
William Shakespeare
Falstaff ist eine der faszinierendsten Figuren William Shakespeares, eine komplexe Mischung aus Witz, Feigheit und Menschlichkeit. Die Legende besagt, dass Shakespeare diese Figur speziell für einen bestimmten Schauspieler seiner Zeit geschrieben hat – ein Aspekt, der Ostermeiers Interesse am kreativen Zusammenspiel zwischen Dramatiker und Darsteller widerspiegelt. Das Werk wirft Fragen darüber auf, wie persönliche Beziehungen zwischen Autor und Performer die Kunstwerk prägen und inwieweit Rollen für konkrete Talente gestaltet werden.
Fassbinder-Stück (am Stuttgarter Theater)
Rainer Werner Fassbinder
Peymann inszenierte vermutlich ein Stück von Fassbinder am Stuttgarter Theater. Der Artikel ist nicht mehr erreichbar, aber der Podcast erwähnt, dass Hoss' Vater als Berater bei dieser Inszenierung tätig war. Dies belegt die Verbindung zwischen den genannten Personen in der Kulturszene jener Zeit.
Faust
Johann Wolfgang von Goethe
Goethes Faust gehört zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literatur. Der Artikel beleuchtet die Gretchen-Szene – das ergreifende Gebet aus dieser Tragödie – anhand von Dagmar Berghoffs Erfahrungen bei Theatervorsprechungen. Er zeigt die Spannung zwischen künstlerischer Leidenschaft und der oft nüchternen Realität von Casting-Prozessen in der Theaterbranche.
Faust (Fragment)
Georg Heym
Georg Heyms Faust-Fragment von 1911 ist eine expressionistische Literaturvorlage, die Regisseur Thomas Ostermeyer für seine Diplom-Inszenierung an der Ernst-Busch-Schauspielschule adaptiert hat. Die Inszenierung verbindet das klassische Faust-Motiv mit expressionistischen Elementen und dokumentiert eine wichtige Regiearbeit im deutschen Theaterschaffen. Das Fragment zeigt Heyms Auseinandersetzung mit dem Faustmythos in einer modernen Interpretation.
Faust (Inszenierung Expo 2000)
Peter Stein
Peter Steins mehrstündige Inszenierung von Goethes Faust mit Bruno Ganz war ein Höhepunkt der Expo 2000 in Hannover. Diese legendäre Theateraufführung begeisterte das Publikum und inspirierte Moderator Ulrich Wickert so sehr, dass er am selben Abend Faust-Zitate in alle seine Tagesthemen-Moderationen einbaute.
Faust. Der Tragödie erster Teil
Johann Wolfgang von Goethe
Diese Inhaltsangabe behandelt Goethes Faust I mit detaillierten Zusammenfassungen der einzelnen Szenen und Kapitel. Der Artikel bietet einen hilfreichen Überblick über das klassische Werk, besonders relevant für Leser, die sich zwischen Faust I und II entscheiden möchten, wie auch in der Podcast-Diskussion mit Herbert Grönemeyer deutlich wurde.
Fette Männer im Rock
Nicky Silver
Englisches Theaterstück von Nicky Silver über eine dysfunktionale Familie. Das Werk gehört zu den zeitgenössischen angelsächsischen Dramen, die Dramaturg Michael Ebert für das Deutsche Theater zusammengetragen hat und die zum Grundstein von Regisseur Ostermeiers künstlerischer Karriere wurden.
Florence Foster Jenkins
Florence Foster Jenkins war eine Operndiva, die trotz fehlender Gesangstalente als Sängerin bekannt wurde. Désirée Nick verkörperte diese Kultfigur am Renaissance-Theater in Berlin. Der Artikel dokumentiert Nicks Theaterkarriere und zeigt den Kontrast zwischen ihrer seriösen Schauspielarbeit und ihrer späteren Reality-TV-Teilnahme. Die Figur Jenkins steht symbolisch für die Spannung zwischen Hochkultur und Pop-Kultur-Phänomenen.
Friction – Eine unkonkrete Dringlichkeit
Franz Rogowski
Friction – Eine unkonkrete Dringlichkeit ist ein Tanztheaterstück von Franz Rogowski, das sich mit dem alltäglichen Gefühl von ständigem Druck und diffuser Beklemmung auseinandersetzt. Das Stück zeigt einen Performer, der sich vor dem Publikum vollständig verausgabt und in seinem Scheitern eine paradoxe Schönheit offenbart. Es ist eine performative Metapher für innere Schuld und Zwang – eine Erkundung davon, wie Menschen unter ständiger psychologischer Spannung durch die Welt navigieren.
Frühlings Erwachen
Bericht über Herbert Grönemeyers Theaterkarriere Ende der 1980er Jahre, als er zwischen Bochum und Hamburg pendelte und parallel in verschiedenen Produktionen arbeitete. Der Fokus liegt auf seiner Zeit als Schauspieler bei "Frühlings Erwachen" in Bochum und seinen gleichzeitigen Proben für "Wintermärchen" in Hamburg. Der Artikel dokumentiert eine prägende Phase seiner künstlerischen Laufbahn vor seinem internationalen Erfolg als Musiker.
Gabriel Burns
Raimond Weber
Klassisches Hörspiel von Raimund Weber, das vor etwa 20 Jahren mit großer Kampagne angekündigt wurde, aber nie zu Ende gebracht wurde. Ein dramatisches Audiodrama, das trotz vielversprechenden Anfangs unvollständig blieb.
Gantenbein
Matthias Brandt
Matthias Brandts Ein-Mann-Stück nach Max Frisch behandelt in knapp zwei Stunden existenzielle Fragen über das richtige Leben. Die äußerst anspruchsvolle schauspielerische Leistung beeindruckt durch ihre Intensität und Konzentration über den gesamten Zeitraum. Das Stück richtet sich an Kulturinteressierte, die sich mit tiefgreifenden philosophischen Fragen auseinandersetzen möchten.
Genesis
Genesis ist ein Theaterstück der Schaubühne mit Bastian Reiber in der Hauptrolle. Ein Podcast-Gast, der die Aufführung gerade besucht hat, empfiehlt sie als sehr unterhaltsam und sehenswert. Das Stück zeichnet sich durch sein experimentelles, avantgardistisches Konzept aus, das typisch für die Schaubühne ist.
Georg Schramm (Kabarett)
Georg Schramm
Georg Schramm, Jahrgang 1949, ist ein deutschsprachiger Kabarettist, der nach beruflichen Stationen als Psychologe und in einer neurologischen Reha-Klinik 1985 seine Karriere als Solo-Künstler begann. Seine Bühnenprogramme zeichnen sich durch dramaturgisch dicht strukturierte Texte aus, in denen er authentische Charakterstudien wie den renitenten Rentner Lothar Dombrowski oder den Oberstleutnant Sanftleben zum Leben erweckt. Mit seinen scharf beobachteten, kompromisslosen Witzfiguren gilt er als einer der scharfsinnigsten Kabarettisten im deutschsprachigen Raum und wurde mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem Salzburger Stier und dem Schweizer Cornichon-Preis ausgezeichnet.
Germania 3 – Gespenster am toten Mann
Heiner Müller
Heiner Müllers Drama "Germania 3 – Gespenster am toten Mann" wird anhand seines Schlusssatzes als Antwort auf die Zukunft des Theaters analysiert. Der Regisseur interpretiert die Dunkelheit und das Wort "Genossen" als Spannungsfeld zwischen Rest des utopischen Sozialismus und Abwesenheit von Heilsversprechen. Das Stück wird hier als zentrales Werk der deutschsprachigen Theatermoderne vorgestellt, das zeitgenössische Fragen nach Theater, Politik und Zukunft formuliert.
Geschlossene Gesellschaft (Huis clos)
Jean-Paul Sartre
In Sartres existentialistischem Meisterstück sitzen drei Verstorbene in einem geschmacklosen Hotelzimmer fest, aus dem es kein Entkommen gibt. Ohne physische Qualen werden sie durch ein psychologisches Machtspiel gequält, in dem ihre Lebenslügen und Charakterfehler gnadenlos offengelegt werden. Sartre reimagiert die Hölle nicht als Ort der äußeren Bestrafung, sondern als innere Gefangenschaft durch die Unmöglichkeit, dem anderen zu entfliehen. Die neue deutsche Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel bewahrt die existenzialistische Tiefe des Textes, während sie ihn behutsam in die Gegenwart transportiert.
Gespenster
Henrik Ibsen
Ibsens Familientragödie entlarvt die Heuchelei bürgerlicher Konventionen: Zur Einweihung eines Kinderheims treffen sich Helene Alving mit ihrem Sohn Osvald, Pastor Manders und die Dienstmagd Regine im Haus am Fjord. Die Vergangenheit holt die Familie ein und zerstört ihre respektable Fassade. Helene muss eingestehen, dass sie jahrelang die Ausschweifungen ihres verstorbenen Mannes gedeckt hat und ihren Sohn nicht vor dessen Einfluss schützen konnte. Der Sohn leidet wie der Vater an Syphilis und verliebt sich in Regine, ohne zu wissen, dass sie seine uneheliche Halbschwester ist. Als auch das Kinderheim in Flammen aufgeht, wird das Scheitern aller Versuche, Lügen durch Anstand zu rechtfertigen, vollends offenbar.