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1122 Medien mit „A" · Seite 18 von 23
Artikel über politische Komfortzonen und die AfD
Roman Deininger
Bernhard Winter lädt seit 1992 zu „Sonntagsbegegnungen" ein – einem kostenlosen Dialogformat, bei dem zwei prominente Gesprächspartner vor Publikum über ein strittiges Thema diskutieren, ohne Moderator oder Honorare. Am Anfang Oktober findet die 117. Veranstaltung in Erding statt, wo die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch und der SZ-Chefreporter Roman Deininger der Frage „Brauchen wir Parteien?" nachgehen. Nach der einstündigen Diskussion folgt eine Publikumsrunde und gemeinsames Mittagessen. Das Format erfreut sich großer Beliebtheit – die 120 Plätze waren bereits ausgebucht, bevor die Veranstaltung publik gemacht wurde. Winters Erfolgsgeheimnis liegt in einer Mischung aus Freundlichkeit, Hartnäckigkeit und knackig formulierten Themen, die renommierte Gäste aus Politik, Kirche, Kunst und Wissenschaft anziehen.
Artikel über politische Wendepunkte
Robert Pausch
Ulf Poschardt von der „Welt" hat mit seinem kritischen Buch „Shitbürger" die mediale Deutungshoheit der etablierten Kartellmedien aufgebrochen. Die regierungsnahe „Zeit" schließt sich diesem Trend an: Ihr Redakteur Robert Pausch lobt in einem Artikel ein Podcast-Gespräch zwischen dem neurechten Götz Kubitschek und dem AfD-Politiker Maximilian Krah als „strategische Diskussion mit Tiefe und Substanz" und kritisiert dabei indirekt den Verfassungsschutz. Der Autor des Kommentars interpretiert dies als Zeichen einer politischen Wende, bei der etablierte Medien rechte Positionen mainstream-fähig machen und damit die bisherige Abgrenzung zu rechtsextremen Akteuren aufgeben.
Artikel über politisches Schweigen von Autoren zu Corona
Richard Kemmerlings
Der Artikel kritisiert den Bundestag für die fehlende Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Er beleuchtet das Paradox, dass Autoren von politischem Engagement abgeraten werden, gleichzeitig aber für ihr Schweigen zu kontroversen Themen kritisiert werden. Diese Widersprüchlichkeit wird anhand von Richard Kemmerlings' Vorwurf diskutiert, Autoren hätten sich nicht ausreichend zu Corona geäußert.
Artikel über Polizeibefugnisse in Flüchtlingsunterkünften
Mariam Lau
Deutschland hat neue Regelungen eingeführt, die der Polizei erlauben, in Flüchtlingsunterkünften auch solche Zimmer zu betreten, die der Bewohner gerade nicht belegt. Mariam Lau diskutiert in ihrem Zeit-Artikel die rechtlichen und gesellschaftlichen Implikationen dieser erweiterten Polizeibefugnisse. Der Artikel beleuchtet die Spannungsfelder zwischen Sicherheitsinteressen und den Persönlichkeitsrechten von Geflüchteten in staatlichen Unterkünften.
Artikel über Precht/Welzer-Buchankündigung im Tagesspiegel
Joachim Huber
Der Philosoph Richard David Precht und der Soziologe Harald Welzer veröffentlichen das Buch "Die vierte Gewalt", in dem sie Medienunternehmen scharf kritisieren. Sie argumentieren, dass sich die Medienlandschaft selbstgleichgeschaltet habe und damit die Unabhängigkeit der vierten Gewalt verloren gegangen sei. Bereits vor der Buchveröffentlichung erscheinen kritische Artikel wie im Tagesspiegel, was Precht als Vorverurteilung des noch ungelesenen Werkes kritisiert. Die frühe mediale Kritik illustriert die Polarisierung der öffentlichen Debatte über Medienfreiheit und journalistische Unabhängigkeit.
Artikel über Privatschulen
The Atlantic hat mehrere einflussreiche Artikel über Privatschulen veröffentlicht, die deren gesellschaftliche Rolle und Wirkung auf Bildungsgerechtigkeit untersuchen. Zentrale These: Privatschulen fördern soziale Ungleichheit, da sie überwiegend wohlhabenden Familien zugutekommen und öffentlichen Schulen Ressourcen und engagierte Eltern entziehen. Der Artikel argumentiert, dass selbst liberal eingestellte Eltern durch die Wahl einer Privatschule systemische Ungleichheit perpetuieren. Relevant für die Debatte um Bildungssysteme, Chancengerechtigkeit und die moralische Verantwortung privilegierter Schichten.
Artikel über Rauch-Stopp mit 30
Junge Raucher wiegen sich oft in Sicherheit. Sie denken, dass der Körper sich ja noch regenerieren kann, wenn sie das Rauchen nur früh genug wieder aufgeben. Stimmt das?
Artikel über rechtsradikale Netzwerke und Herbert Reul
Eva Menasse
Eva Menasse diskutiert entschlossenes politisches Handeln am Beispiel von Herbert Reuls Kampf gegen Kinderpornografie. Sie plädiert dafür, dass rechtsradikale Netzwerke mit vergleichbarer Intensität und institutioneller Schwerpunktstaatsanwaltschaft bekämpft werden sollten.
Artikel über Robert Habeck
Nina Pauer
Nina Pauer schrieb einen kurzen Text, in dem sie sich kritisch über Robert Habeck äußerte — offenbar war sie früher von ihm angetan, distanziert sich nun aber. Der Artikel löste heftige Reaktionen in den Kommentaren aus. Pauer beschreibt Habeck als jemanden, den sie einst als nahbar und 'relatable' empfand, der diesen Eindruck aber verloren hat.
Artikel über robuste Zuversicht (in Impulse für 2025)
Thea Dorn
Was lässt uns in düsteren Zeiten auf Besseres hoffen? Wie gewinnen wir Zuversicht – auch in Hinblick auf aktuelle Kriege und Konflikte? Thea Dorn im Gespräch mit Saba-Nur Cheema, Meron Mendel und Irina Scherbakowa über ein rares Gut.
Artikel über Rosen für Beate Klarsfeld
Heinrich Böll
Beate Klarsfeld ohrfeigte 1968 Bundeskanzler Kiesinger. Heinrich Böll solidarisierte sich mit ihr und schickte ihr Blumen, worauf Günter Grass ihn öffentlich kritisierte. Böll antwortete mit einem Artikel in der ZEIT, in dem er seine Unterstützung verteidigte und betonte, dass Klarsfeld den Mut gehabt habe, etwas zu wagen, das andere nicht wagten. Der Artikel war auch persönlich – Böll gedachte seiner im Krieg getöteten Mutter und verband damit die Notwendigkeit, gegen NS-Kontinuitäten zu kämpfen.
Artikel über Samenspender mit vielen Halbgeschwistern
Leonie ist Nachkommin eines Samenspenders, sie weiß von 20 Halbgeschwistern. Sind da noch mehr? Der Fall wirft die Frage auf, ob es eine Obergrenze geben sollte.
Artikel über Sandra Maischberger
Sandra Maischbergers Karriereentwicklung von Live aus dem Schlachthof (1989) über Talk im Turm bis zu maischberger. die woche wird dokumentiert. Ein zentrales Thema ist das Phänomen der Selbstzweifel bei Frauen in beruflichen Positionen: Während männliche Moderatoren bei Einladungen sofort ihre Kalender prüfen, reagieren Frauen oft mit Unsicherheit und Selbstkritik, obgleich sie hochqualifiziert sind. Der Artikel illustriert dieses geschlechterspezifische Phänomen anhand Maischbergers Karriereweg.
Artikel über Schlingensiefs Freiheitsstatuen-Aktion
Christoph Schlingensief, der deutsche Avantgarde-Künstler und Provokateur, inszenierte 1999 eine spektakuläre Performance an der Freiheitsstatue in New York. Die Aktion, vermutlich im Rahmen seines politischen Kunstprojekts 'Chance 2000', erlangte internationale Aufmerksamkeit und wurde von der New York Times mit einer ganzen Seite gewürdigt. Dies belegt die globale Reichweite von Schlingensiefs radikaler Aktionskunst, die gesellschaftliche und politische Fragen mit theatralen Mitteln konfrontierte. Der Bericht des Kunstkritikers Klaus Biesenbach unterstreicht, wie ernst die amerikanische Presse das Werk des deutschen Künstlers nahm.
Artikel über schmerzlindernde Wirkung von Myrrhe
Myrrhe ist ein Pflanzenharz mit vielfältigen heilenden Eigenschaften, das vor allem auf Haut, Schleimhäute und Darmgesundheit wirkt. In Kombination mit Kamille und Kaffeekohle bildet es eine wirksame Therapie zur Stärkung der Darmbarriere und eignet sich besonders bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa. Das Harz wird auch zur Behandlung von Wunden, Aphten und Zahnfleischentzündungen eingesetzt. Der Artikel des NDR stellt Inhaltsstoffe, Anwendungsmöglichkeiten und wissenschaftlich belegte Wirkungen dieser traditionellen Heilpflanze dar.
Artikel über Scholz als unbeliebtesten Regierungschef
Die New York Times analysiert die Zustimmungswerte von Olaf Scholz im internationalen Vergleich und kommt zu dem Schluss, dass er unter den Regierungschefs der führenden westlichen Staaten der unbeliebteste ist. Der Artikel beleuchtet die Gründe für Scholz' schlechte Umfragewerte, darunter die wirtschaftliche Stagnation Deutschlands, innenpolitische Streitigkeiten der Ampelkoalition und seine als zögerlich wahrgenommene Führung. Scholz' Unbeliebtheit wird dabei im Kontext der Schwäche europäischer Mitte-Links-Parteien und wachsender Unzufriedenheit mit etablierten Politikern diskutiert.
Artikel über Schönheitsoperationen (mit Beltracchi-Zitat)
Der Spiegel
Der Vatikan veranstaltet eine Konferenz über Schönheitsoperationen und verurteilt diese als „Aggression gegen den weiblichen Körper" und metaphorisch als „Burka aus Fleisch". Als Werbeperson für diese Initiative tritt die Schauspielerin Nancy Brilli auf, was eine deutliche Ironie mit sich bringt: Brilli selbst hat offenbar Schönheitsoperationen durchführen lassen. Der Artikel dokumentiert einen Widerspruch zwischen der kirchlichen Botschaft und ihrer öffentlichen Verkörperung, der die Glaubwürdigkeit der vatikanischen Kampagne in Frage stellt. Das Beispiel zeigt, wie die katholische Kirche versucht, sich modern zu positionieren und gezielt Frauen anzusprechen, dabei aber auf unbedachte Widersprüche trifft.
Artikel über Schwarzer vs. Feldbusch
Der Artikel analysiert Alice Schwarzers Fernsehauftritte gegen Verona Feldbusch und Esther Vilar. Im Mittelpunkt steht das Muster ihrer medialen Konfrontationen: Schwarzer tritt regelmäßig gegen Gegenspielerinnen an, die unterschiedliche und konträre Frauenbilder verkörpern. Der Text untersucht, wie Schwarzer ihre Position durch diese öffentlichen Debatten gestaltet und verhandelt.
Artikel über Silvester-Gewalt und Subkulturen der Gescheiterten
Güner Balcı
Güner Balcı, Integrationsbeauftragte in Neukölln, analysiert die Silvester-Ausschreitungen als Ausdruck eines tief verwurzelten Anti-Staat-Reflexes in abgehängten Milieus. Sie prägt den Begriff 'Subkulturen der Gescheiterten' für Gruppen, die sich pauschal gegen staatliche Institutionen positionieren. Balci argumentiert, dass hinter der Silvester-Gewalt keine politische Ideologie steckt, sondern ein simples 'Die sind vom Staat, wir sind gegen die'. Der Text beleuchtet die sozialen Ursachen dieser Haltung in segregierten Stadtteilen wie Neukölln.
Artikel über sinkende Ernteerträge durch Klimawandel
Seit Jahren sinken in Deutschland die Erträge der Landwirte aufgrund des Klimawandels. Auch in diesem Jahr ist die Stimmung in den Betrieben getrübt.
Artikel über Söders Baumumarmung
Söders Modernisierungsgesetz soll Baubürokratie in Bayern abbauen und damit mehr Wohnungsbau ermöglichen. Die Staatsregierung will sich von der Vorstellung verabschieden, dass der Staat alle Regelungen setzen muss. Allerdings gibt es wachsenden Widerstand gegen das Vorhaben: Kritiker befürchten, dass der Verzicht auf strenge Bestimmungen zu weniger Klimaschutz und möglicherweise sogar zu mehr Bürokratie führen könnte. Der politische Streit über die richtige Balance zwischen Deregulierung und notwendigen Standards wird intensiver.
Artikel über SPD und Sperrklausel
Die taz kritisiert die SPD dafür, dass sie mehr Aufwand in die Einführung einer Sperrklausel für das EU-Parlament investiert hat als in eine kohärente Friedenspolitik für Europa. Der Artikel unterstützt die Kritik an den Prioritäten der Partei.
Artikel über Spendengelder nach Afrika
Trotz einer Billion Dollar an Entwicklungshilfe und Spendengeldern über die letzten Jahrzehnte hat sich die Armut in vielen afrikanischen Ländern kaum verringert. Der Artikel hinterfragt die Wirksamkeit westlicher Hilfsleistungen und prominenter Kampagnen, unter anderem von Stars wie Angelina Jolie und Brad Pitt. Im Mittelpunkt steht die kritische Debatte, ob gut gemeinte Spenden strukturelle Probleme lösen können oder den Kontinent sogar in Abhängigkeit halten. Der Titel spielt ironisch auf den Wandel in der Berichterstattung an – weg von Prominenten-Charity hin zu nüchterner Bilanz.
Artikel über Spotify-Profil von Finanzfluss
Business Insider hat die Spotify-Wrapped-Jahresrueckblicke mehrerer deutscher Finanz-Influencer gesammelt und mit Screenshots veroeffentlicht. Thomas Kehl von Finanzfluss hoert demnach vor allem DJ Tiesto, waehrend andere Finfluencer wie Saidi Sulilatu (Finanztip), David Frank (Jung in Rente) und Lisa Osada (Aktiengram) Kuenstler von Taylor Swift bis zu den Scorpions bevorzugen. Der Artikel dokumentiert die ueberraschend breite Musikgeschmack-Palette der Finanzszene und zeigt, wie gross das oeffentliche Interesse an den persoenlichen Vorlieben dieser Persoenlichkeiten geworden ist.
Artikel über Standbilder für reiche weiße Männer
Süddeutsche Zeitung
Eine Analyse von fast 50.000 Statuen in den USA zeigt ein einseitiges Gedenklandschaft: Die überwiegende Mehrheit erinnert an weiße, wohlhabende Männer, häufig Generäle oder Präsidenten, viele davon Sklavenhalter. Besonders auffällig ist das Geschlechter-Ungleichgewicht: Nur drei Frauen schaffen es unter die 50 am häufigsten dargestellten Personen, während es mehr Meerjungfrauen-Statuen (22) gibt als Denkmäler für weibliche Kongress-Abgeordnete (2). Die Andrew-W.-Mellon-Stiftung reagiert mit 250 Millionen Dollar, um Statuen zu ersetzen und die Geschichte gerechter zu repräsentieren. Laut Stiftungspräsidentin Elizabeth Alexander ist die Auswahl historischer Denkmäler weniger eine Frage von Verdienst als vielmehr von Macht und Ressourcen zur Geschichtsschreibung.
Artikel über Stanley Arkin in der Los Angeles Times
Stanley S. Arkin, Mitbegründer der Rechtsanwaltskanzlei The Arkin Group LLC, ist am 2. Januar 2023 verstorben. Der prominente Anwalt prägte in einer über 50 Jahre andauernden Karriere das amerikanische Prozess- und Berufungsrecht und zählte zu den führenden Verteidigern in bedeutenden Wirtschafts- und Wertpapierfällen. Bekannt für seinen Erfindergeist und seine juristische Brillanz, vertrat Arkin auch Mandanten in hochkarätigen Fällen. Sein Wirken erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte und machte ihn zu einer Schlüsselfigur im amerikanischen Rechtssystem.
Artikel über Sterbehilfe und Demenz
Martina Keller
Martina Keller untersucht die Motive hinter Sterbehilfewünschen und zieht dabei Daten aus Oregon heran, wo assistierter Suizid seit 1997 legal ist. Eine Erhebung aus 2017 zeigt, dass rund die Hälfte der Menschen, die Sterbehilfe beantragten, als Hauptmotiv angaben, ihrer Umwelt nicht zur Last fallen zu wollen – nicht Schmerzen oder unheilbare Krankheit. Der Artikel beleuchtet die gesellschaftliche Dimension des Sterbewunsches und diskutiert, inwiefern soziale Scham und das Gefühl, eine Bürde zu sein, den Sterbewunsch bei Menschen mit Demenz oder schwerer Erkrankung beeinflussen. Damit hinterfragt Keller kritisch, ob Sterbehilfe wirklich Selbstbestimmung fördert oder ob strukturelle Drücke – familiäre, finanzielle, soziale – Menschen in diese Entscheidung drängen.
Artikel über Steueroptimierung von Tech-Milliardären
Kurz vor Jahresende 2021 verkauften mehrere Tech-Milliardäre, darunter Mark Zuckerberg, massenhaft Aktien ihrer eigenen Unternehmen. Hintergrund war die von der Biden-Regierung geplante Erhöhung des Kapitalertragssteuersatzes. Zuckerberg soll durch diesen Schritt rund 320 Millionen Dollar an Steuern gespart haben. Der Artikel beleuchtet die legale Steueroptimierungsstrategie der Superreichen und die politische Debatte über eine gerechtere Besteuerung von Kapitalgewinnen.
Artikel über Suizidhelfer-Prozesse (ZEIT)
Anne Kunze
Porträt der investigativen Journalistin Anne Kunze, die als Produzentin des erfolgreichen Podcasts "ZEIT Verbrechen" tätig ist. Der Artikel dokumentiert die Strafprozesse gegen die Suizidhelfer Johann Spittler und Christoph Torowski mit detaillierten Einblicken in die Gerichtsverhandlungen, einschließlich bedeutsamer Richtersprüche. Die Recherche bildete die Grundlage für eine ZEIT-Verbrechen-Episode und zeigt Kunzes Arbeit bei der gründlichen Aufarbeitung ethisch komplexer Rechtsfälle.
Artikel über Suppenessen in der Nachkriegszeit
Charles Schumann
Charles Schumann erinnert sich an seine Kindheit auf einem Bauernhof in der Oberpfalz und die Jahre nach dem Krieg, in denen Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien bei seiner Familie lebten. Der Artikel behandelt die wichtige Rolle gemeinsamer Mahlzeiten, besonders von Suppe, im alltäglichen Leben dieses multikulturellen Haushalts. Schumann zeigt, wie diese einfache Nahrung Menschen unterschiedlicher Herkunft in Momenten der Gemeinsamkeit vereinte.
Artikel über Syriens Interimsverfassung
Hackensberger
Syriens Interims-Präsident al-Sharaa besucht Deutschland, wo die Regierung auf wirtschaftliche Impulse hofft, um syrische Flüchtlinge zur Rückkehr zu bewegen. Allerdings sind substanzielle ökonomische Verbesserungen im Land erforderlich. Parallel wird kritisiert, dass die neue syrische Verfassung dem Präsidenten undemokratische Machtkonzentrationen ermöglicht: Er bestimmt ein Drittel der Volksversammlung direkt und wählt den Ausschuss für die restlichen Abgeordneten, was eine ideale Grundlage für eine Autokratie bietet. Der Journalist Alfred Hackensberger weist zudem darauf hin, dass al-Sharaa Kriegsverbrechen vorgeworfen werden, wobei diese Vorwürfe nicht gänzlich unbegründet sind.
Artikel über Talent und SpaceX
Thomas Zurbuchen
Thomas Zurbuchen, Leiter von ETH Zürich Space, wird als Keynote Speaker beim HR FESTIVAL 2026 in Zürich auftreten und behandelt dort die These, dass eine starke Unternehmenskultur die Fähigkeit zur Lösung komplexer Probleme schafft. In einem früheren Artikel analysierte Zurbuchen, dass die besten Absolventen zu SpaceX wechselten und führte den Erfolg des Unternehmens auf die Qualität seiner Talente und ihre kulturelle Kohäsion zurück – eine Beobachtung, die Elon Musk selbst zum Austausch mit ihm bewegte. Der Beitrag zeigt für das HR-Management auf, wie gezielte Talententwicklung und bewusste Kulturgestaltung direkt zum Innovationserfolg führen und damit strategischer Wettbewerbsfaktor sind.
Artikel über Taylor-Swift-Fanbase vs. Musikkritiker
Ein britischer Musikkritiker veröffentlichte eine negative Rezension zu Taylor Swift und wurde daraufhin von der organisierten Fanbase (Swifties) mit massiven Hassnachrichten und Drohungen überhäuft. Der Artikel analysiert, wie koordinierter Fan-Aktivismus unabhängige Musikkritik zunehmend einschüchtert und Kritiker zur Selbstzensur zwingt. Im Zentrum steht die Frage, ob professionelle Musikjournalisten noch ehrliche Urteile fällen können, wenn ein Millionenpublikum jeden Verriss als persönlichen Angriff wertet. Der Fall gilt als symptomatisch für den Niedergang des klassischen Feuilletons im Social-Media-Zeitalter.
Artikel über Tep Kunal
Erich
Vor 50 Jahren begann in Kambodscha das Schreckensregime von Pol Pot. Sein engster Vertrauter Tep Khunnal hat seither eine erstaunliche Karriere gemacht.
Artikel über Tep Kunal und die Tochter von Pol Pot
Erich Vollert
Erich Vollert reiste nach Kambodscha, um die Tochter von Pol Pot aufzuspüren – dem Anführer der Roten Khmer, der für den Völkermord an rund zwei Millionen Kambodschanern verantwortlich ist. Tep Kunal scheint dabei als Kontaktperson oder Vermittler eine Rolle gespielt zu haben. Pol Pots Tochter Sar Patchata wuchs nach dem Tod ihres Vaters 1998 in relativer Anonymität auf. Der Artikel schildert Vollerts Recherche und die Begegnung mit ihr – eine Frau, die im Schatten eines der grausamsten Diktatoren des 20. Jahrhunderts aufwuchs.
Artikel über Tic Tac Toe
Valerie Schönian
Check out the podcast episodes with Valerie Schönian as a guest.
Artikel über Tim Raue in der Berliner Zeitung
Tim Raue im Fokus: Die Berliner Zeitung liefert topaktuelle News, Hintergrundberichte und Einblicke
Artikel über transgenerationale Traumata in ZEIT Wissen
Rauchende Schwangere beeinflussen das Erbgut ihre Kindes bis weit nach der Geburt. Einige dieser Schäden könnten im Erwachsenenalter Lungenkrankheiten befördern.
Artikel über Treadwives im Zeit-Feuilleton
Berit Dieselkämper
Das Phänomen der Treadwives bezeichnet Frauen, die auf Social Media ein aufwendig inszeniertes traditionelles Hausfrauen-Leben präsentieren – Backen, Putzen, Heimeligkeit als Content-Strategie. Berit Dieselkämper analysiert im Zeit-Feuilleton, wie hinter dem scheinbar einfachen, glücklichen Hausfrauenleben ein enormer Produktionsaufwand steckt: Jeder Handgriff wird inszeniert, gefilmt und optimiert. Das Paradox liegt darin, dass die Botschaft des mühelosen Glücks gerade durch extreme Mühe erzeugt wird. Der Artikel ordnet das Phänomen kulturell ein und beleuchtet, wie diese Accounts traditionelle Geschlechterrollen romantisieren und gleichzeitig als modernes Influencer-Business funktionieren.
Artikel über Trumps Disruption und historische Parallelen zu 1919
Joachim Käppner
Joachim Käppner kommentiert in der Süddeutschen Zeitung Trumps geopolitische Disruption und argumentiert, dass die neue US-Administration Verbündete wie Kanada feindselig behandelt, obwohl diese historisch eng mit Amerika verbunden sind. Der Autor sieht in dieser Politik ein historisch beispielloses Szenario, das an die fragile und instabile Weltordnung nach dem Ersten Weltkrieg 1919 erinnert – ein Warnsignal für potenzielle globale Konsequenzen. Die Analyse zeigt, wie der systematische Bruch mit bewährten Bündnisstrukturen und Zollkonflikte die internationale Stabilität fundamental gefährden könnten.
Artikel über Trumps Zölle und deutsche Automobilindustrie
Alain Posner
Alain Posner analysiert in der ZEIT, warum die US-Importzölle unter Trump für die deutsche Automobilindustrie zwar schmerzhaft sind, aber nicht die eigentliche Ursache ihrer Krise darstellen. Deutschland produziert im internationalen Vergleich zu teuer, die Wettbewerbsfähigkeit hat strukturell gelitten. Die Zölle fungieren als Brennglas, das ein bereits vorhandenes Produktivitätsproblem schonungslos offenlegt. Posners These: Wer die Zölle als Hauptproblem betrachtet, verkennt die tieferliegende wirtschaftliche Schwäche des deutschen Automobilstandorts.
Artikel über Tsipras' Berater in der ZEIT
Der Rücktritt des Syriza-Vorsitzenden Alexis Tsipras weist über Griechenland hinaus: In vielen Staaten Europas scheint der Linkspopulismus im unaufhaltsamen Niedergang.
Artikel über Twitter-Blasen
Jens Jessen
Die Schuld an der Polarisierung der Gesellschaft wird stets den "Filterblasen" im Netz gegeben. Aber ist wirklich die Abschottung von anderen Meinungen das Problem?
Artikel über übergriffige Demenzkranke
Amtsrichter Melzer
Amtsrichter Melzer beschreibt in diesem Artikel aus der ZEIT-Serie "Meine Urteile", wie demenzbedingte Hirnabbauprozesse bei älteren Menschen zu Kontrollverlust führen. Der Text behandelt das Phänomen, dass betroffene Personen aufgrund ihrer kognitiven Beeinträchtigung ihr Verhalten nicht mehr regulieren können und dadurch übergriffig werden. Der Artikel bietet Einblick in die juristischen und menschlichen Herausforderungen, die sich aus solchen Fällen ergeben.
Artikel über Ueli Maurer in der NZZ
Kim de l'Horizon
Kim de l'Horizon, Träger des Deutschen Buchpreises für den autobiografischen Roman Blutbuch mit einer nicht-binären Figur, adressiert in einem NZZ-Artikel Bundesrat Ueli Maurer, der non-binäre Menschen auf einer Pressekonferenz von politischen Ämtern ausschließen wollte. Anstatt gegenseitiger Vorwürfe schlägt de l'Horizon ein Gespräch bei einem Bier vor und hinterfragt Maurers Ablehnung. Der Artikel erregte ausreichend Aufmerksamkeit, um eine Reaktion von Maurers Pressesprecher hervorzurufen.
Artikel über ukrainische Flüchtlinge
Der Artikel behandelt die Kritik von linken Politikern wie Özdemir und Kühnert an der deutschen Asylpolitik. Im Fokus steht eine kontroverse Diskussion um die unterschiedliche Darstellung von Geflüchteten, insbesondere die Frage, ob ukrainische Flüchtlinge von Medien als „echte" Flüchtlinge im Gegensatz zu anderen Geflüchteten dargestellt werden. Der Artikel illustriert aktuelle Debatten um Flüchtlingspolitik und mediale Berichterstattung.
Artikel über Verhandlungen mit der Hamas
David Grossman
Der israelische Schriftsteller David Grossman argumentiert für pragmatische Verhandlungen mit der Hamas gegen kategorische Ablehnungshaltungen. Der Artikel wird als Gegenposition zu deutscher Außenpolitik zitiert, die jegliche Gespräche mit der Hamas ausschließt. Grossmans Autorität als betroffener Israeli unterstreicht, dass selbst direkt Involvierte Diplomatie für notwendig halten.
Artikel über Verzicht als Vokabel der Stunde
Dirk Kobiewald
Dirk Kobiewald analysiert in diesem Spiegel-Beitrag, warum Verzicht zum zentralen Begriff der gesellschaftlichen Debatte geworden ist. Er untersucht, wie Wohlstandsverlust und die Notwendigkeit zu Konsumverzicht die öffentliche Diskussion prägen. Der Text dient als kulturkritische Einordnung eines Stimmungswandels in der deutschen Gesellschaft, in der Verzicht nicht mehr als moralische Tugend, sondern als ökonomische Realität diskutiert wird.