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David Garrett Interview (Welt, 7.6.2016)
Das Interview mit dem Stargeiger David Garrett befasst sich mit seiner Beziehung zu einer Escort-Dame und daraus resultierenden Erpressungsversuchen, über die er sich erstmals öffentlich äußert. Der Artikel wird im Podcast im Kontext der Spannung zwischen medialer Öffentlichkeit und persönlicher Privatsphäre diskutiert und war zum Zeitpunkt der Besprechung hochaktuell.
Davos-Reportage im New Yorker
Nick Paumgarten
Nick Paumgarten has been a staff writer at The New Yorker since 2005. Prior to that, he was an editor of the Talk of the Town. He has reported on a wide range of subjects, including politics, finance, art, music, food, technology, mountaineering, sports-talk radio, elevators, boxer-bartenders, commuters, and canoes.
Debatte zwischen David Graeber und Peter Thiel
Peter Thiel, the Silicon Valley entrepreneur, and David Graeber debate barriers to technology. The debate was mediated by John Summers, then-editor of The Baffler, and hosted by The General Society of Mechanics and Tradesmen in New York City. The General Society of Mechanics and Tradesmen was founded in 1785. It is a tiny, elite (and […]
Decolonizing Yoga
Der Artikel behandelt kritisch die Kommerzialisierung von Yoga im Westen und dessen kulturelle Aneignung aus dem ursprünglichen indischen Kontext. Es wird beleuchtet, wie Yoga-Praktiken in westlichen Ländern verfälscht und durch kommerzielle Interessen geprägt werden. Die Initiative „Decolonizing Yoga" setzt sich dafür ein, Yoga wieder in seinen authentischen kulturellen Zusammenhang zu stellen und die Ausbeutungsmechanismen der westlichen Yoga-Industrie kritisch zu hinterfragen.
Democracies End When They Are Too Democratic
Andrew Sullivan
Sullivan analysiert in diesem Artikel die Gefahr einer Tyrannis in der amerikanischen Demokratie und verbindet Platons antike Kritik an der Demokratie mit Donald Trumps politischem Aufstieg. Er zeigt, wie die historischen Bedingungen, unter denen Tyrannen in der Antike entstanden, auch in der modernen amerikanischen Gesellschaft vorhanden sind und die Stabilität der Demokratie gefährden.
Demokratien weltweit schaffen Freiheiten ab, um ihr eigenes Verständnis von Demokratie zu retten
Frederik Schwilden
Die vergangenen zwei Sommer verbrachte unser Autor in den USA. Dieses Jahr traut er sich nicht. Die Nachrichten von Einreiseverweigerungen und Abschiebehaft zeigen Wirkung. Aber was, wenn Gefühl und Wirklichkeit nicht mehr übereinstimmen?
Der Angeklagte
Khuê Phạm
Der Artikel porträtiert Kevin Spacey nach seiner Freispruch von Vorwürfen sexueller Übergriffe in London. Die Reportage von Khuê Phạm dokumentiert das Leben des Oscarpreisträgers seit dem MeToo-Skandal und seine erste öffentliche Stellungnahme zu den Vorwürfen. Der Text löste in der Öffentlichkeit sowohl Lob als auch heftige Kritik aus.
Der Angriff
Das German Propaganda Archive ist eine akademische Sammlung von übersetztem Propagandamaterial aus der Nazi-Ära und der DDR, mit Schwerpunkt auf Material aus der "Kampfzeit" (1919–1933), als die NSDAP um Macht kämpfte. Joseph Goebbels ist zentrale Figur: Seine Essays aus der von ihm 1927 gegründeten Berliner Zeitung "Der Angriff" bilden den Kern der Sammlung und dokumentieren sein propagandistisches Denken in Artikeln, Reden und Pamphleten. Das Archiv umfasst zusätzlich Material anderer Nazi-Propagandisten wie Plakate, Massenflugschriften und Karikaturen, die gegen Juden, Kommunisten und politische Gegner gerichtet sind. Die Sammlung dient wissenschaftlichen und pädagogischen Zwecken, um die Techniken und Inhalte historischer Propaganda transparent zu machen und zugänglich zu dokumentieren.
Der berauschende Moment der Enthemmung
Imre Grimm
Es gibt einen Widerspruch in den Informationen: Der Titel lautet "Google Search", aber das Zitat und der Kontext handeln von Live-Comedy und Enthemmung durch Imre Grimm. Soll ich die Beschreibung basierend auf **dem Zitat und Kontext** schreiben (also über Enthemmung und befreiende Wirkung von Comedy), oder ist der Titel "Google Search" korrekt und das Zitat gehört zu einem anderen Artikel?
Der Drahtzieher
Ein kritischer Artikel des SPIEGEL von Oktober 1990, der sich gegen Gregor Gysi und die PDS wendete. Der Beitrag wurde massenhaft kostenlos in Leipzig verteilt und war Teil einer öffentlichen Kampagne gegen die Partei kurz nach der deutschen Wiedervereinigung.
Der Drahtzieher (Spiegel-Titelgeschichte)
Der Spiegel
Der Spiegel-Artikel behandelt die mediale Inszenierung von Gregor Gysi als Parteichef der PDS in den frühen 1990er Jahren. Während andere Medien wie die FAZ zunächst die Reformfähigkeit der Partei anerkannten, prägte der Spiegel ein negatives Image Gyisis als "Drahtzieher". Der Artikel wirft Fragen zur Medienentscheidungsgewalt auf und deren Einfluss auf die politische Akzeptanz in der Öffentlichkeit.
Der Enkel des Teufels besucht die Hölle
Eldad Beck
Rainer H, Enkel des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß, wird vom israelischen Journalisten Eldad Beck als Lügner und Betrüger entlarvt, der über Jahre hinweg versucht hat, aus den NS-Verbrechen seines Großvaters Profit zu schlagen, etwa durch den Verkauf von Dokumenten oder das Vortäuschung von Aktivitäten gegen Rechtsextremismus. Die Recherche Becks enthüllt ein „Gespinst aus Lügen", mit dem H zahlreiche Menschen täuschen wollte. Rena Jacob, eine Frau, die selbst von Familientraumata aus der NS-Zeit geprägt ist, erkannte die Täuschungen und entschloss sich, gegen H vorzugehen, um zu verhindern, dass das Leid der Holocaust-Opfer für Geldgier missbraucht wird.
Der Fall Franz Burda
Sabine Rückert
Sabine Rückert schreibt in der ZEIT über den Fall Franz Burda, den Erben der Burda-Familie. Der Dossier-Artikel behandelt die Geschichte bis zum Gerichtsverfahren und spielte eine zentrale Rolle in den Verhandlungen. Die Verteidigung versuchte, die Publikation unter Verschluss zu halten, da Rückerts Recherche öffentliche Aufmerksamkeit für den Fall erzeugt hatte.
Der Fall seines Lebens
Jana Simon
Porträt der deutschen Schriftstellerin Christa Wolf, das auf jahrelangen Gesprächen zwischen Jana Simon und dem Paar Wolf basiert. Der Artikel zeigt private Erinnerungen und politische Positionen, die über ihre veröffentlichten Werke hinausgehen. Ein Blick hinter die Fassade einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.
Der Fehler mit den Kamelen
Der Artikel behandelt ein historisches Rätselproblem in den Patriarchengeschichten der Bibel: Ein Autor argumentiert, dass Kamele erst nach 1000 v. Chr. in Palästina verbreitet waren, ihre Erwähnung in den Patriarchenerzählungen also anachronistisch ist. Dies deutet darauf hin, dass diese Texte deutlich jünger entstanden als lange angenommen und die Erzvätererzählungen eine nachträgliche Projektion in die Vergangenheit darstellen.
Der feine Kulturschef der Zeit verhöhnt den verprügelten Rentner
Der Artikel behandelt einen Fall von Gewalt gegen einen älteren Menschen und die konträren Reaktionen darauf in der Presse. Er dokumentiert, wie die Bild-Zeitung kritisiert, dass der ZEIT-Feuilletonchef Jens Jessen dem Opfer eine Mitschuld zuweist und von einheimischer Intoleranz spricht, anstatt die Gewalttat eindeutig zu verurteilen. Der Text zeigt einen Konflikt zwischen populistischer und intellektueller Deutung eines gesellschaftlichen Konflikts aus dem Januar 2008.
Der Fluch der erfüllten Wünsche
Jens Jessen
Der Essay beleuchtet die Kehrseite erfüllter Wünsche: Anhand literarischer und persönlicher Beispiele zeigt der Autor, wie der ungebremste Drang nach Erfüllung zu Ruinen führen kann und warum erfüllte Träume oft ihren Glanz verlieren. Der Text plädiert für Maßhalten als notwendige menschliche Tugend gegen die Tragik unbegrenzten Verlangens.
Der Gipfel des Unglücks ist mit 49 Jahren erreicht
Sebastian Herrmann
Der Artikel untersucht auf Basis von Langzeitstudien die U-Kurve des menschlichen Lebensglücks. Bis zum 49. Lebensjahr nimmt die Lebenszufriedenheit ab, danach kehrt sich der Trend um. Ab dem 60. Lebensjahr steigt das Glücksempfinden wieder an. Das Stück reflektiert, welche Gewinne und Chancen mit dem älter Werden einhergehen.
Der Glasbaustein ist zurück
Der Artikel behandelt die Renaissance des Glasbausteins als modernes Designelement in der zeitgenössischen Architektur. Lange Zeit aus der Mode geraten, erlebt das Material derzeit ein bemerkenswertes Comeback, besonders in trendigen Restaurants und gehobenen Gastronomiekonzepten. Die FAZ beleuchtet, wie dieser klassische Baustoff neu interpretiert wird und wieder zum Symbol für zeitgenössisches, stylisches Design avanciert.
Der Hausbesuch
Porträt von Günther Langer in der taz, das seine Selbstwahrnehmung und öffentliches Auftreten beleuchtet. Der Artikel thematisiert Langers Verständnis von Heimat und seine Selbstinszenierung als Wohltäter, obwohl er selbst von auswärts nach Siegen kam. Das Stück zeichnet ein differenziertes Bild seiner Person und widerspricht damit eventuellen öffentlichen Erwartungen.
Der Himmelreiter
Rüdiger Schaper
Der Tagesspiegel-Artikel von 2008 dokumentiert eine Reise auf den Spuren des Propheten Elia in das syrische Gebirge des Alt-Libanon. Der Autor Rüdiger Schaper besucht ein Kloster, das auf einem Vorsprung 80 Kilometer nördlich von Damaskus liegt, um eine ungewöhnliche künstlerische Darstellung des Propheten zu erforschen. In Fresken aus dem 11. bis 13. Jahrhundert wird Elia auf einem roten Pferd reitend gezeigt, eine kulturelle Variante der biblischen Streitwagen-Vision. Der Text illustriert die unterschiedliche religiöse und künstlerische Erinnerung an Elia in verschiedenen Kulturräumen.
Der klügste Militärtheoretiker zu Afghanistan
Martin van Creveld · 2021
Der Israeli Martin van Creveld ist ein Mann, dessen Bücher hohe Generäle lesen, wenn sie den Krieg verstehen wollen. Hier erklärt er, wie die Taliban entstanden, was die USA falsch gemacht haben und was er jetzt den beiden neuen Bewerbern um die „Braut“ Afghanistan wünscht.
Der lange Weg in den Abgrund
Sabine Rückert
Sabine Rückerts Gerichtsreportage dokumentiert den Fall einer Dreijährigen, die schwer verletzt in einer Klinik-Toilette gefunden wird und kurz darauf stirbt. Der Artikel untersucht die Umstände dieses schrecklichen Kindesmissbrauchs und die Ermittlungen gegen Uwe K. als mutmaßlichen Täter. Rückert zeichnet den langen Weg nach, der zu dieser Tragödie führte.
Der Mann Paulus – In Rom auf der Spur des großen römischen Urchristen und Uranarchisten
Durs Grünbein
Der Essay verfolgt die Spuren des Apostels Paulus in Rom und erzählt von den wichtigsten Stationen seines Lebens in der antiken Stadt. Der Autor würdigt Paulus als herausragenden Pharisäer, Rhetoriker und Begründer der christlichen Literatur und vermittelt dabei einen kulturhistorischen Überblick über dessen theologische und intellektuelle Bedeutung.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, doch weiter kommt man ohne ihr
Luise Pusch
Der Artikeltitel "Google Search" passt nicht zu dem Zitat und Kontext. Das Zitat handelt von Luise Puschs feministisch-linguistischer Arbeit von 1979, nicht von einer Suchmaschine. Kannst du den korrekten Artikeltitel überprüfen? Er sollte etwas wie "Linguistische Berichte" oder einen Titel mit Bezug zu Luise Pusch und feministischer Linguistik sein.
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
Der Artikel beschreibt die Kulturgeschichte des Fastens von der Steinzeit bis zur Antike. Er zeigt, wie bereits Steinzeitmenschen durch Hunger geschärfte Sinne entwickelten und wie antike Völker wie Perser, Spartaner und Normannen Fasten gezielt zur Vorbereitung auf Kriege einsetzten. Der Text ordnet die biblische 40-Tage-Fastenperiode Jesu in diese historische Tradition ein und verdeutlicht, dass Fasten schon lange vor religiösen Interpretationen als Strategie zur Steigerung körperlicher und mentaler Leistung genutzt wurde.
Der Monat der Unzufriedenheit
Der FAZ-Artikel analysiert die Enttäuschung junger Tunesier sieben Jahre nach der Revolution. Viele der Hoffnungen auf politische und wirtschaftliche Veränderungen haben sich nicht erfüllt, was zu wachsender Wut und Frustration führt. Paradoxerweise sehnen sich einige nach der Stabilität der Zeit vor der Revolution zurück. Der Artikel zeigt ein Dilemma zwischen dem Scheitern der Reformbewegung und der Sehnsucht nach dem früheren Status quo.
Der Pleitegeneral
Der Artikel behandelt Christian Lindners erste schmerzhaften Erfahrung mit kritischer Medienberichterstattung. 2004 berichtete der Tagesspiegel über Lindners gescheiterte Beteiligung an einem Internet-Startup und prägte für ihn den Begriff "Pleitegeneral". Dieser Moment war für Lindner prägend und zeigte ihm erstmals die Wirkungsmacht medialer Etikettierung.
Der Reichstagsrocker – gepiercet im Parlament
Porträt eines jungen Abgeordneten mit Piercing und Tattoos, der im Bundestag für Aufmerksamkeit sorgt. Der Artikel zeigt, wie Medien sich primär auf sein unkonventionelles Aussehen konzentrieren statt auf seine politischen Inhalte und Positionen. Es wird deutlich, wie oberflächlich die öffentliche Wahrnehmung und Berichterstattung über junge Politiker mit nonkonformem Stil ausfallen kann.
Der schlafende Riese
Ullrich Fichtner
Ullrich Fichtner analysiert in seinem Spiegel-Artikel Deutschland als einen "schlafenden Riesen", der seine politischen Möglichkeiten und Potenziale ungenutzt lässt. Der Journalist kritisiert, dass Deutschland seiner außen- und sicherheitspolitischen Verantwortung auf der internationalen Bühne nicht ausreichend nachkommt. Der Artikel hinterfragt, warum Deutschland seine gestaltende Rolle in globalen Fragen nicht aktiver und verantwortungsvoller ausfüllt.
Der Seher
Detlef Esslinger
Ein SZ-Leser kritisiert, dass persönliche Wertungen von Redakteuren zunehmend in Nachrichtenartikel einfließen und fordert strikte Trennung von Bericht und Meinung. Der Artikel erklärt, dass diese Vermischung häufiger durch unbewusste Unbeholfenheit entsteht als durch Absicht – manchmal wegen Zeitdrucks, manchmal weil Analyse und Kommentar eng verwandt sind. Die SZ-Redaktion versteht Objektivität nicht als unmögliche absolute Neutralität, sondern als bewusste Minimierung von Verzerrungen durch menschliche Prägungen. Während kritische Leser fordern, die SZ solle nur objektiv berichten, vergessen sie, dass viele Menschen neben Schilderungen auch Deutungen benötigen – und dass es der SZ weniger um reine Meinung geht als um nachvollziehbare und faktisch fundierte Argumente.
Der Skorpion
Der Skorpion. Band 1 ist ein 1919 erschienener Roman von Anna Elisabet Weirauch, der das psychologisch differenzierte Porträt der Protagonistin Melitta Rudloff zeichnet. Melitta, ein Mädchen mit komplizierter Vergangenheit, ringt mit ihrer Identität und ihren Beziehungen, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und persönlichen Ambitionen aufgespannt sind. Die zentrale Konfliktlinie ergibt sich aus ihrer Faszination für Außenseiter, ihrer Neigung zu Eifersucht und Minderwertigkeitsgefühlen, besonders ausgelöst durch die Ankunft von Olga Radó, die bei Melitta sowohl Bewunderung als auch Neid weckt. Der Roman erkundet tiefgreifend Melitta's innere Kämpfe und psychologische Komplexität während ihrer Adoleszenz, indem er zentrale Themen wie Liebe, Verlust und die Suche nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft verhandelt.
Der Spiegel – Artikel über Trumps Größenwahn
Spiegel-Kommentar zur außenpolitischen Bilanz Donald Trumps, die von fehlenden Erfolgen in Konflikten mit China, Iran und Nordkorea geprägt ist. Der Text verbindet biblische Größenwahn-Muster mit Trumps Selbstinszenierung als Auserwählter und illustriert dies mit einem Zitat vom August 2019. Die Analyse warnt davor, dass diese Mischung aus Megalomanie und politischer Ahnungslosigkeit zunehmend gefährlich wird.
Der Spiegel-Interview über Bodyshaming
Deutschlands erfolgreichste Rapperin gibt sich gern als Anwältin der Body Positivity, jetzt besingt sie ein »skinny« Schönheitsideal. Ist das noch glaubwürdig? Autorin Lisa Ludwig hat für den SPIEGEL genau hingehört.
Der Standard
Oskar Bronner
Zum 80. Geburtstag wird der Verleger Oskar Bronner porträtiert, der mit der Gründung des Standards und Profil die österreichische Medienlandschaft grundlegend geprägt hat. Der Artikel thematisiert sein künstlerisches Schaffen und seine Bedeutung als Pionier des österreichischen Qualitätsjournalismus. Bronner wird als einflussreichster Medienschöpfer Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg gewürdigt.
Der Stein und das Nichts
Der Artikel behandelt den Uluru (Ayers Rock) in Australien und dessen Bedeutung als heiliger Ort der Aborigines. Er dokumentiert den massiven Andrang von Touristen auf das Heiligtum und die damit verbundenen Konflikte. Der Bericht befasst sich mit der Entscheidung, den Uluru für Besteigungen zu sperren, um die kulturelle und religiöse Stätte zu schützen.
Der Stoß
Maris Hubschmid
Klaus Becker wird auf einem U-Bahnsteig von hinten gestoßen und fällt auf die Gleise. Der Artikel von Maris Hubschmid recherchiert diesen rätselhaften Vorfall und wird durch ein markantes Überwachungskamera-Bild eröffnet, das den Moment des Stoßes dokumentiert. Das bildstarke Porträt zeigt einen dramatischen Moment des urbanen Alltags und wirft Fragen über die Umstände und Motivationen dieses Vorfalls auf.
Der Stürmer
Julius Streicher
Julius Streicher war ein prominenter Nazi-Propagandist und Herausgeber der Hetzschrift "Der Stürmer", die sich durch extreme antisemitische Hetze auszeichnete. Als einer der Angeklagten bei den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg stand Streicher vor Gericht, da er durch die ideologische Propaganda seines Blattes wesentlich zur Verbreitung des Antisemitismus im Dritten Reich beitrug. Der Artikel dokumentiert anhand der Stadtarchive in der Metropolregion Nürnberg die Geschichte dieser Figur und ihre Bedeutung für die Aufarbeitung der NS-Zeit.
Der Technofaschismus kommt nach Amerika
Der Artikel untersucht, wie Tech-Unternehmer wie Elon Musk an der politischen Verschiebung in den USA mitwirken und die Entstehung autoritärer Strukturen fördern. Er analysiert die Verbindung zwischen konzentrierter wirtschaftlicher Macht im Technologie-Sektor und faschistischen Tendenzen in der modernen amerikanischen Politik.
Der TikTok-Krieg in der Ukraine
Die New York Times analysiert die Rolle von TikTok als zentrale Plattform im Ukraine-Krieg. Der Artikel beleuchtet, wie Kriegsrhetorik, Heldenverehrung und virale Propaganda die öffentliche Wahrnehmung des Konflikts prägen und wie soziale Medien zu modernen Kriegsinstrumenten geworden sind.
Der Tischler von Halle
Eine Reportage im ZEITmagazin stellt den Tischler Thomas Thiele vor, der die massive Eingangstür der Synagoge Halle erbaut hat. Diese Tür bewährte sich beim Anschlag am 9. Oktober 2019, als ein Attentäter die Synagoge stürmen wollte – die stabile Konstruktion hielt stand und schützte die Menschen im Inneren. Der Artikel würdigt die handwerkliche Leistung und den unterschätzten Wert eines soliden Handwerks.
Der verletzte Mensch
Bernd Ulrich, Fritz Engel
Der ZEIT-Dossier-Text von Bernd Ulrich und seinem Sohn Fritz Engel analysiert das Paradoxon zwischen umfassenderem Wissen über die Klimakrise und gleichzeitiger Untätigkeit. Der Artikel sucht nach psychologischen und kulturellen Gründen für diesen Widerspruch und führt dabei Konzepte wie Stolz, Ehre und das Festhalten an der Idylle der Normalität an. Der Text wird als zeitgenössischer Kommentar zur biblischen Bergpredigt über Sorge und Vertrauen diskutiert.
Der verlorene Hirte
Sabine Rückert
Investigativer Artikel über einen Pastor, der sich als charismatischer und beliebter Gemeindeleiter präsentiert, aber schwere Verbrechen gegen Konfirmanden begeht. Die Kriminalgeschichte von Sabine Rückert beleuchtet, wie der Priester seine Vertrauensstellung systematisch missbraucht hat, während er seine dunklen Seiten geschickt vor der Gemeinde verbirgt. Ein tiefgehendes Portrait über manipulative Autorität und sexuellen Missbrauch in der Kirche.
Der vielleicht teuerste Kaffee aller Zeiten
Kanzler Scholz hat Ungarns Premier zum Kaffeetrinken geschickt – um so EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine zu ermöglichen. Doch der Sieger heißt Orbán: Er hat Milliarden bekommen und kann die EU erneut erpressen.
Des Teufels tiefe Spuren
Sabine Rückert
Der Artikel ist eine Reportage zum 300. Jahrestag des Hexenwahns in Salem, Massachusetts. Die Autorin Sabine Rückert recherchierte vor Ort und beschreibt, wie die historischen Verfolgungen noch immer in der Region nachwirken und das Selbstverständnis der Menschen prägen.
Deutschland erwacht
Taz-Artikel, der vor Gefahren durch Rechtsradikalismus und Gewalt vom rechten Rand warnt. Der Text wurde Auslöser einer Kontroverse um Norbert Bolz, der die Zeile ironisch aufgriff und mit dem verbotenen SA-Spruch »Deutschland erwache« verband, was zu einer Polizeiaktion führte.
Deutschlandkarte
Matthias Stolz
Die wöchentliche Rubrik 'Deutschlandkarte' des ZEITmagazins visualisiert regionale Unterschiede und geografische Besonderheiten Deutschlands. Sie vergleicht Länderformen und -größen und zeigt anhand anschaulicher Darstellungen, wie sich Deutschlands Dimensionen zu anderen Ländern verhalten.
Deutschrap ist eigentlich vorbei
Dennis Sand
Der Artikel behandelt die These vom Niedergang des Deutschrap und analysiert neue Künstler wie Zartmann und Ikimel als Post-Deutschrap-Phänomene. Diese Acts sind ohne die kulturelle Hegemonie des Deutschrap nicht denkbar, haben sich aber von diesem abgewendet. Der Beitrag diskutiert das Ende einer Ära und den kulturellen Wandel der deutschen Rapszene.
Diagnosis (New York Times Kolumne)
Lisa Sanders
Diagnosis ist eine renommierte New York Times-Kolumne von Dr. Lisa Sanders, in der sie fesselnde Geschichten von rätselhaften medizinischen Fällen erzählt. Die Kolumne inspirierte sowohl die gleichnamige Dokumentationsserie als auch die populäre Krankenhaus-Serie House und hat damit das Genre der medizinischen Unterhaltung nachhaltig geprägt.
Diary of Change
Die Heinrich-Böll-Stiftung startet mit "Diary of Change" ein Tagebuchprojekt, das den Amts- und Politikwechsel in Washington dokumentiert und kommentiert. Eine Gruppe von verschiedenen Autorinnen und Autoren beobachtet diese Ereignisse aus unmittelbarer Nähe und trägt ihre Perspektiven bei. Die Stiftung versteht das Projekt als zentralen Beitrag zum transatlantischen Dialog und erhofft sich davon Einblicke, die über die aktuelle Berichterstattung hinaus bleiben. Das Projekt wird von Ralf Fücks eingeleitet.