Artikel – I
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Interview mit Marina Weisband (Süddeutsche Zeitung 2012)
Marina Weisband, 24-jährige Psychologiestudentin, wurde als Bundesgeschäftsführerin der Piratenpartei durch Zufall nominiert – sie stand auf der Liste, weil niemand den neu geschaffenen Posten wollte. Unter ihrer Führung erlebte die Partei explosives Wachstum: die Umfragewerte versechsfachten sich und die Mitgliederzahlen verdoppelten sich. Allerdings kandidiert sie nicht erneut, da der 70-Stunden-Job neben ihrem Studium gesundheitlich nicht zu verkraften ist. In ihrem Interview kritisiert Weisband Parteikollegen, die sich schwer tun, extremistische Positionen eindeutig abzulehnen. Sie begründet ihre Forderung nach klarer Abgrenzung mit ihrer Kernposition: Meinungsfreiheit ist gesellschaftlich zu verteidigen, aber nicht innerhalb der eigenen Partei.
Interview mit Martin Rees: Sie sind Sternenstaub, sie sind nuklearer Abfall
Christina Rietz
Aus der Christ-und-Welt-Beilage: Interview mit dem Astronomen Martin Rees über Urknall, Multiversum und sein paradoxes Verhältnis zu Religion. Der 82-Jährige, mit 27 Ehrendoktortiteln ausgezeichnet, erklärt sich als praktizierenden Christen, der nicht glaubt.
Interview mit Martin van Creveld
Martin van Creveld
Interview mit dem Militärhistoriker Martin van Creveld, in dem er die zentrale Rolle von Frauen und Kindern als emotionales Motiv in bewaffneten Konflikten analysiert. Van Creveld argumentiert, dass der Schutz von Familie ein universeller neuralgischer Punkt ist, der Kämpfer in allen Kriegsszenarien antreibt. Das Interview untersucht, wie dieser Faktor auch erklärt, warum externe Versuche, westliche Wertvorstellungen wie Demokratie und Feminismus in traditionell geprägte Gesellschaften wie Afghanistan zu exportieren, auf erheblichen Widerstand stoßen.
Interview mit Max Czollek im Spiegel
Max Czollek argumentiert in diesem Spiegel-Interview für die Desintegration von Juden in Deutschland als Alternative zu Assimilation. Der Text behandelt Czolleks Perspektive auf jüdische Identität und die Frage, wie Juden sich in der deutschen Gesellschaft positionieren sollten. Das Interview entstand als Stellungnahme im Kontext einer öffentlichen Debatte über jüdisches Leben in Deutschland.
Interview mit Michael Butter über Verschwörungstheorien und die Epstein-Files
Verschwörungstheorien scheinen dieser Tage allgegenwärtig. Der Literaturwissenschaftler Michael Butter erläutert im Gespräch, warum sie in der Vergangenheit jedoch viel verbreiteter waren, weshalb sie gerade in der Aufklärung Konjunktur hatten und wie man im persönlichen Umfeld auf sie reagieren sollte.
Interview mit Michael Sandel
Michael Sandel
Der Harvard-Philosoph Michael Sandel analysiert in diesem Interview die Gründe für den Aufstieg des Populismus. Er argumentiert, dass der Hochmut und die Abgehobenheit der politischen und wirtschaftlichen Eliten zu einer Vertrauenskrise in der liberalen Demokratie geführt haben. Das Gespräch beleuchtet, wie diese Elite-Distanz die demokratischen Institutionen gefährdet und populistische Bewegungen befördert.
Interview mit Michael Wolffsohn
Michael Wolffsohn
Das Interview mit dem Historiker Michael Wolffsohn behandelt die moralische Ambivalenz von Desertion während der NS-Zeit. Wolffsohn unterscheidet dabei zwischen der Makroebene, auf der Desertionen strategisch und moralisch gerechtfertigt sein könnten, und der persönlichen Mikroebene, auf der Soldaten ihre Kameraden verlassen würden. Der Text beleuchtet diese Spannung zwischen übergeordneten Prinzipien und individueller Loyalität als zentrale ethische Frage des Krieges.
Interview mit Mr. Money Mustache im Spiegel
Porträt des kanadischen Finanzgurus Pete Adeney, der als junger Mann seinen Job kündigte und mit seinem Blog „Mr. Money Mustache" zur Ikone der Frugalisten-Bewegung wurde. Der Spiegel-Artikel von 2022 zeigt, wie Adeney heute nach über anderthalb Jahrzehnten finanzieller Unabhängigkeit lebt und warum er die aktuelle Inflation gelassen sieht. Ein Rückblick auf die Langzeitfolgen des radikalen Sparansatzes.
Interview mit Naika Foroutan in der taz
Naika Foroutan
Naika Foroutan, Professorin für Integrationsforschung an der Humboldt-Universität Berlin und seit 2017 Leiterin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM), setzt sich in ihrem Vortrag „Alles Osten, oder was?" mit ostmigrantischen Analogien auseinander. Die 1971 geborene Migrationsforscherin behandelt dabei Fragen der Integration und Gesellschaftspolitik. Sie diskutiert auf der taz lab 2024 in einer Panel-Veranstaltung „Was nun, Zivilgesellschaft?" gemeinsam mit David Begrich und René Wilke über die Rolle der Zivilgesellschaft in aktuellen gesellschaftlichen Debatten.
Interview mit Niall Ferguson
Niall Ferguson
Der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson verteidigt in diesem Interview Donald Trump als Präsident der USA und kontrastiert dies mit seiner Kritik an Europa. Ferguson argumentiert, dass Europa zu einer statischen Institution, einem Museum, geworden ist, während innovative Menschen nach Kalifornien abwandern. Das Interview behandelt Fergusons These zum wirtschaftlichen Niedergang Europas und der technologischen Dynamik der USA unter Trump.
Interview mit Nico Semsrott
Nico Semsrott im Interview mit der Süddeutschen Zeitung zieht eine kritische Bilanz seiner fünf Jahre als EU-Parlamentarier: Er sei durch diese Zeit ein schlechterer Mensch geworden. Ein persönliches Fazit zur Karriere in Brüssel und den Auswirkungen von Macht auf den Charakter.
Interview mit Nico Semsrott in der Süddeutschen Zeitung
Nico Semsrott, Satiriker und ehemaliger EU-Abgeordneter, spricht in diesem SZ-Interview über seine Erfahrungen und wahrgenommene Machtlosigkeit im Europäischen Parlament. Das Interview wird als Gesprächsanlass zitiert, um den tatsächlichen Einfluss einzelner Parlamentarier zu hinterfragen.
Interview mit Niklas Frank über Feigheit
Katja Thorwart
Niklas Frank kritisiert in diesem Gespräch die historische Entnazifizierung als gescheitert. Der Autor argumentiert, dass es mangelndes Schuldbewusstsein und fehlendes Rechtsbewusstsein bei den Nazis gab – und dass ein anderer Ansatz nötig gewesen wäre, etwa durch Konfrontation mit ihrer Feigheit. Frank zieht dabei auch eine Verbindung zur AfD und kritisiert deren heutige Gewissenlosigkeit.
Interview mit Nikolaj Schulz
Nikolaj Schulz
Der Soziologe Nikolaj Schultz erörtert in diesem ZEIT-Interview die Herausforderung, eine angemessene Sprache für das durch den Klimawandel ausgelöste gesellschaftliche Unbehagen zu finden. Er erläutert, wie der strategische Einsatz des Klassenbegriffs dazu beiträgt, ökologischen Kämpfen mehr politisches Gewicht zu verleihen. Das Interview beleuchtet die Instrumentalisierung soziologischer Konzepte im Dienst klimapolitischer Ziele.
Interview mit Nora Markert über demokratische Verwundbarkeit
Die Verfassungsrechtlerin Nora Markert analysiert die Fragilität der Demokratie in Deutschland. Im Interview wird am Beispiel einer hypothetischen autoritären Regierung untersucht, wie demokratische Institutionen durch gezielte Maßnahmen in Justiz, Verwaltung und Medienlandschaft systematisch ausgehöhlt werden könnten. Der Artikel verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass auch Nicht-Jurist:innen sich mit verfassungsrechtlichen Fragen auseinandersetzen.
Interview mit Oliver Nachtwey
Lars Weisbrod
Der Soziologe Oliver Nachtwey („Zerstörungslust") über die Frustration großer Teile der Gesellschaft, die enttäuschte und in ihrem Status bedrohte Mitte, das Gefühl der Blockade und warum Faktenchecks gegen die Destruktivität nicht helfen
Interview mit Oliver Welke in der Süddeutschen Zeitung
Oliver Welke, Moderator der "Heute-Show" im ZDF, berichtet beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung in Berlin über die aktuellen Forderungen von Bundeskanzler und Unternehmern, die Deutschen müssten wieder mehr arbeiten. Der 59-Jährige erzählte eine Episode aus seinem Supermarkt in Bonn, wo ihn ein anderer Kunde während der Sommerpause seiner Sendung vorhaltend fragte, ob er endlich wieder Lust auf Arbeit habe. Mit seinem Zitat "Ich würde auch nicht mit uns reden" spielt Welke humorvoll darauf an, dass die Kritik an mangelnder Arbeitsbereitschaft auch gegen Fernsehmoderatoren mit langen Pausen gerichtet wird.
Interview mit Olli Schulz
Olli Schulz spricht im STERN über sein neues Album und verschiedene künstlerische Einflüsse. Das Interview wird jedoch für reißerische Schlagzeilen uminterpretiert, die sich auf eine harmlose Aussage zu Jan Böhmermann konzentrieren, statt auf die eigentliche Musikarbeit einzugehen.
Interview mit Paul Auster in Die Zeit
In diesem Interviewpodcast mit dem amerikanischen Autor Paul Auster diskutiert Jochen Wegner über die Geschichte der Vereinigten Staaten, Austers Werdegang als Schriftsteller und die Bedeutung seiner Ehe. Dabei wird ein früheres Interview aus der ZEIT thematisiert, in dem es um die Beziehung zwischen Bildung und Rassismus ging. Auster korrigiert ein Missverständnis und erklärt, dass allein Bildung Rassismus nicht beseitige, aber die Kenntnis der Geschichte zu mehr Mitgefühl führen könne.
Interview mit Paul Rudd
Johannes Dudziak
Das Interview porträtiert Paul Rudd als Schauspieler, der mit Humor durchs Leben geht und erklärt, wie er mit Schmerz und Trauer umgeht. Er berichtet von Erfahrungen mit digitaler Erfassung, bei der sein Körper für Filmszenen genutzt wurde, ohne dass er selbst vor der Kamera stand. Diese Praxis illustriert die Technologie-Problematiken, die dem Hollywood-Streik zugrunde liegen.
Interview mit Paul Rudd (ZEIT Magazin)
Johannes Dudziak
Ein Interview mit Schauspieler Paul Rudd im ZEITmagazin, in dem er über persönliche Themen spricht. Rudd erläutert seine Philosophie, wie Humor bei der Bewältigung von Schwierigkeiten hilft, und teilt Gedanken über glückliche Ehen und Trost spenden. Das Gespräch beleuchtet die menschliche Seite des Schauspielers jenseits seiner Hollywood-Karriere.
Interview mit Peter Sloterdijk
Peter Sloterdijk
Der Journalist Quentin Lafay traf den Philosophen Peter Sloterdijk, einem scharfen Kritiker der Moderne, um auf die Meilensteine seines Denkens, seine Inspirationsquellen und die von ihm ausgelösten Kontroversen zurückzublicken. In dem mehr als einstündigen Interview, das in zwei Folgen aufgeteilt ist, erläutert Sloterdijk seine umfassende Diagnose unserer Zeit sowie seine Suche nach neuen Wegen.
Interview mit Rainer Oberüber im Magazin Emotion
Im Interview mit dem Magazin Emotion stellt sich Rainer Oberüber als Unternehmenscoach vor, der Selbstständigen hilft, eingerostete Denkmuster aufzubrechen und neue Wege zu finden. Er konzentriert sich auf praktische Methoden, um Energien freizusetzen und berufliche Entwicklung zu ermöglichen.
Interview mit Rezo im Spiegel
Rezo kritisiert die Fehlerkultur deutscher Medien und fordert mehr Verantwortungsbewusstsein bei der Berichterstattung. Ausgangspunkt ist ein Spiegel-Interview, in dem er seine Mediennutzung beschrieb und dabei sagte, kein Print zu lesen. Diese Aussage wurde von anderen Medien und Politikern später verkürzt und missinterpretiert weitergegeben. Rezo prangert an, dass Medien eine "unfassbar große Verantwortung" tragen und sorgfältiger mit Zitaten umgehen sollten.
Interview mit Ricarda Lang im Tagesspiegel
Ricarda Lang, Co-Vorsitzende der Grünen, äußert sich in diesem Interview zu den Herausforderungen ihrer Partei. Sie verteidigt die Chancen der Grünen im Osten Deutschlands und setzt sich mit Kritik auseinander, etwa zum Vorwurf fehlender Vorsorge in der aktuellen Regierungsbeteiligung. Das Interview thematisiert zudem den Hass gegen Politikerinnen in sozialen Medien und die gesellschaftliche Abwehr gegen ständige Forderungen und Verbote.
Interview mit Richard Arnold (CDU-Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd)
Richard Arnold verteidigte einst die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel, nun fordert der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd einen Aufnahmestopp. Er erlebt, wie die Migration für neue Konflikte sorgt und Ressourcen knapper werden.
Interview mit Robert Habeck in der Zeit
Im Podcast-Interview mit Christoph Amend spricht der Grüne Kanzlerkandidat Robert Habeck über seine schwankende Popularität und die aktuelle Lage der Demokratie. Der Journalist konfrontiert ihn mit einem früheren ZEIT-Interview, in dem Habeck zugab, im Sommer über einen vollständigen Rückzug aus der Politik nachgedacht zu haben. Habeck erörtert zudem seine Zusammenarbeit mit Bundeskanzler Olaf Scholz.
Interview mit Robert Wolf
Robert Wolf
Interview mit dem Historiker Robert Wolf über die Notstandsgesetze von 1968 und die damit verbundenen gesellschaftlichen Ängste. Wolf beleuchtet die politische Stimmung der 68er-Zeit und die Sorgen in der Bevölkerung vor einem Rückfall in faschistische Strukturen. Das Gespräch ordnet die historischen Debatten und Befürchtungen dieser Epoche ein.
Interview mit Roger Hallam
Der Artikel berichtet über kontroverse Aussagen von Roger Hallam, dem Mitgründer von Extinction Rebellion, der den Holocaust als historisches Ereignis relativierte. In einem ZEIT-Interview bezeichnete Hallam den Holocaust als ein "fast normales Ereignis" und kritisierte die deutsche Haltung dazu als "lähmend". Jochen Wegner, damaliger Blattmacher der ZEIT, beschreibt seine Fassungslosigkeit über diese Verharmlosung des Holocausts.
Interview mit Ross Douthat über die Vernünftigkeit des Glaubens
Sascha Czajmowicz
Der amerikanische Intellektuelle und NYT-Kolumnist Ross Douthat argumentiert in diesem Interview, dass Glaube an Gott nicht irrational, sondern logisch begründbar ist. Er kritisiert Atheisten dafür, dass sie ein fundamentales Missverständnis haben, und vertritt die These, dass gerade heute eine gute Zeit ist, um sich dem Glauben zuzuwenden.
Interview mit Rudi Assauer (2006)
Stefan Willeke, Andreas Lebert
Rudi Assauer, die Schalke-Legende, wird in diesem Interview von Mai 2006 porträtiert und offenbart bereits damals, dass er seine Gedächtnisleistung beobachtet und intuitiv weiß, wann er aufhören sollte – Jahre bevor seine Alzheimer-Erkrankung öffentlich bekannt wird. Der Manager spricht über seine Ansichten zum modernen Fußball, kritisiert dabei Jürgen Klinsmann und offenbart seine unverwechselbare Persönlichkeit. Das Interview dokumentiert einen zeitigen, noch unbewussten Umgang mit seiner eigenen kognitiven Veränderung.
Interview mit Sabine Rückert
Reporterforum
Sabine Rückert, renommierte Gerichts- und Kriminalreporterin der ZEIT, erläutert in diesem Interview ihre Philosophie der Reportage: Sie lehnt oberflächliche Beschreibungen ab und verlangt stattdessen nach "Gedankenmusik" – Texten, die über die bloße Realitätswiedergabe hinausweisen und auf metaphysischer, moralischer und gedanklicher Ebene wirken. Rückert argumentiert, dass echte Reportagen Reflexion, eine erkennbare Haltung des Autors und echtes Interesse an den porträtierten Menschen erfordern. Sie betont den fundamentalen Unterschied zwischen Kamera (pure Beobachtung) und Journalismus (Interpretation und Verstehen). Ein Kerndefizit vieler Reportagen sieht sie darin, dass Autoren sich nicht wirklich für ihr Gegenüber interessieren. Als Beispiel führt sie ihre Reportage "Die Mörderin" an, die für den Egon Erwin Kisch-Preis 2001 ausgezeichnet wurde und zeigt, wie emotionale Authentizität und gedankliche Tiefe bereits im ersten Absatz gründen können.
Interview mit Sabine Rückert in der ZEIT
Giovanni di Lorenzo
Sabine Rückert, eine prominente Podcasterin, spricht in einem Interview mit der ZEIT über ihre Karriere und ihren geplanten Rückzug. Sie reflektiert über die Rückzugsphase ihrer Laufbahn und ihre persönlichen Gefühle zu diesem Übergang. Das Gespräch mit ihrem Chef bei der ZEIT gibt Einblicke in ihre Gedanken und die Gründe für diesen neuen Lebensabschnitt.
Interview mit Sahra Wagenknecht in der Zeit
Umfassendes Interview mit Sahra Wagenknecht in der Die Zeit, in dem sie über persönliche Erfahrungen wie rassistische Beleidigungen in ihrer Kindheit und ihre ursprünglichen Karriereziele berichtet. Der Artikel behandelt ihre politischen Positionen, insbesondere ihre Haltung zur Sicherheitspolitik, zu Russland und zur AfD, sowie ihre Reflexion über Fehler in ihrem Leben.
Interview mit Salman Rushdie in der Welt am Sonntag
Salman Rushdie spricht in diesem Interview über sein Buch „Zwei Jahre Acht Monate", in dem er seine Erfahrungen unter der Fatwa von 1989 dokumentiert. Der Autor reflektiert darüber, ob er heute noch dieselbe Solidarität von Intellektuellen und der Gesellschaft erfahren würde wie damals vor 26 Jahren. Das Gespräch thematisiert die mangelnde Zivilcourage von Intellektuellen und hinterfragt die universelle menschliche Anfälligkeit für Hass – ein zentraler Gedanke, den Rushdie in seinem Werk verarbeitet. Der Artikel behandelt sowohl die historische Bedeutung der Fatwa als auch aktuelle gesellschaftliche Fragen zur Verteidigung von Meinungsfreiheit und intellektueller Integrität.
Interview mit Sebastian Holz
Markus Feldenkirchen
Markus Feldenkirchen interviewt im Spiegel Sebastian Holz, den ehemaligen Mitarbeiter von Jan Böhmermann, und spricht dabei auch über Böhmermann als Chef. Das Interview beleuchtet dessen Führungsstil und Arbeitsverhältnis zu seinen Mitarbeitern. Böhmermann reagiert auf die Berichterstattung gelassen, nutzt aber die Gelegenheit, um die mediale Verwertungslogik und sensationalistische Berichterstattung kritisch zu hinterfragen.
Interview mit Theo Müller
Marc-Felix Serrao
Europas bekanntester Molkerei-Unternehmer gibt seit vielen Jahren kein Interview mehr. Mit der NZZ spricht der 84-Jährige nun über die Stärken der Schweiz, Angst als Antrieb und seine Freundschaft zur AfD-Chefin Alice Weidel.
Interview mit Theodor Itten über Größenwahn
Theodor Itten
Der Artikel ist ein Interview mit dem Therapeuten Theodor Itten über Größenwahn bei Politikern und Managern. Itten erklärt, dass ein gesunder Größenwahn in der Jugend eine wichtige und stärkende Entwicklungsphase ist. Allerdings sollte dieser idealerweise zwischen dem 28. und 32. Lebensjahr einem realistischen Selbstbild weichen, um psychologisch ausgeglichen zu bleiben.
Interview mit Thomas Gottschalk
Spiegel-Artikel, in dem Thomas Gottschalk die junge Generation als zu weich und angstgetrieben kritisiert. Lanz und Precht debattieren, ob diese Generationenkritik berechtigt ist oder Generationen bloße Produkte ihrer Erziehung sind.
Interview mit Thomas W. Laqueur über Bestattungskultur
Die Süddeutsche Zeitung spricht mit dem amerikanischen Historiker Thomas W. Laqueur über die kulturhistorische Bedeutung von Totenresten. Laqueur, dessen soeben bei Princeton University Press erschienenes Werk „The Work of the Dead" sich auf über 700 Seiten mit diesem Thema auseinandersetzt, untersucht die paradoxe menschliche Praxis, die Toten zu besuchen und zu betrauern – obwohl wir wissen, dass Identität und Seele nicht an verwesenden Überbleibseln haften. Der Artikel erkundet, warum Menschen dennoch zu Allerheiligen, Allerseelen und anderen Anlässen diesen Bräuchen nachgehen und was dies über unsere Kultur aussagt.
Interview mit Till Reiners im Tagesspiegel
Till Reiners
Der Artikel diskutiert die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Garant für Meinungsfreiheit und Demokratie. Im Zentrum steht die Frage, ob die ÖRR ihrer Gründungsidee nach dem Zweiten Weltkrieg noch gerecht werden – sie sollten als Schutzwall gegen Propaganda und Zensur fungieren. Der Artikel setzt sich dafür ein, dass die Öffentlich-Rechtlichen sich wieder stärker auf ihren ursprünglichen Auftrag besinnen.
Interview mit Tim Höttges in der Zeit
Telekom-Chef Tim Höttges warnt in einem Interview mit der ZEIT vor den Folgen der Digitalisierung für den Arbeitsmarkt. Angesichts des erwarteten Jobabbaus durch Automatisierung plädiert er für ein bedingungsloses Grundeinkommen als Lösungsansatz. Die Finanzierung soll durch Gewinne großer Internetkonzerne erfolgen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der technologischen Transformation abzufedern.
Interview mit Tim Raue und Billy Wagner
Ein Gespräch mit den Berliner Sterne-Gastronomen Tim Raue, Billy Wagner, Micha Schäfer und Sonja Frühsammer über Anschreien in der Küche, warum Nichthauptstädter diskriminiert gehören und Weintrinken eine gute Idee ist.
Interview mit Tony Blair in der Zeit
Tony Blair
Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair warnt westliche Politiker vor dem Stillstand: In einer neuen politischen Ära müssen sie selbst zu Disruptoren werden und die Verhältnisse verändern, sonst werden sie von ihnen umgestürzt. Im Interview mit der ZEIT stellt Blair sein Buch über Regierungsführung vor und argumentiert, dass Politiker künstliche Intelligenz und Innovationen nutzen müssen, um relevant und gestaltungsfähig zu bleiben.
Interview mit Ulrich Beck
Ulrich Beck
Der verstorbene Münchner Soziologe Ulrich Beck war der bekannteste Vertreter seines Fachs und ein Mann, der sich publizistisch in viele Diskussionen produktiv einmischte und auch politisch engagierte. Eine kritische Würdigung.
Interview mit Ursula S.
Der Stern-Artikel berichtet über den Prozess um getötete Mädchen aus Krailling und den fragwürdigen Medienumgang danach. Besonders kritisiert wird die Ehefrau des Mörders, die zahlreiche Interviews gab und sich selbst als Opfer darstellte. Ein kolportiertes Stern-Interview für 20.000 Euro wird als Beispiel für diesen ethisch fragwürdigen Kurs genannt.
Interview mit Ursula von der Leyen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erläutert in einem ZEIT-Interview, wie Europa auf die veränderte geopolitische Lage unter Donald Trumps zweiter Amtszeit reagieren muss. Sie plädiert für wirtschaftliche Stärkung, sicherheitspolitische Eigenständigkeit Europas und den Ausbau von Partnerschaften mit dem globalen Süden. Das Interview behandelt konkrete Strategien, um Europas Unabhängigkeit zu wahren.
Interview mit Vera Brüne in der Süddeutschen Zeitung
Der Artikel behandelt den Brühne-Prozess von 1962 in München, in dem die Hausfrau Vera Brühne und der Arbeiter Johann Ferbach zum Tode verurteilt wurden, angeklagt des Mordes an einem Arzt und seiner Haushälterin. Der Staatsanwalt begründete die Anklage mit Habgier als Motiv, da Brühne Erbin von Praunus spanischer Finca sein sollte – ein Motiv, das jedoch nicht zwingend erwiesen war. Der Prozess war von erheblichen Mängeln geprägt: Ein unzuverlässiger Zeuge (ein verurteilter Betrüger) lieferte die entscheidende Aussage gegen Ferbach, Beweise wurden erst Monate später gesichert und möglicherweise verfälscht, und der Todeszeitpunkt war umstritten – für die wahrscheinlichen Tatzeiten hätten die Angeklagten Alibis gehabt. Trotz zehn Wiederaufnahmeanträgen blieb das Urteil bestehen, obwohl auch der Hinweis auf illegalen Waffenhandel als mögliches Motiv gewichtig war. Vera Brühne wurde später begnadigt und starb 2001, während das Urteil weiterhin als eine der größten Justizungerechtigkeiten gilt.
Interview mit Verena Wirtz über Gaza-Einsatz
Ein Interview mit der Notfallmedizinerin Verena Wirtz, die als Ärztin in Gaza im Einsatz war und ihre Erfahrungen mit der humanitären Katastrophe beschreibt. Sie berichtet von extremer Mangelversorgung, hungernden Kindern und den unfassbaren Ausmaßen der medizinischen Not vor Ort. Der Artikel dokumentiert Augenzeugenberichte einer Fachperson, die die Lage aus direkter Perspektive schildert.
Interview mit William Gibson
Jochen Wegner
Interview mit dem Science-Fiction-Autor William Gibson, geführt von Jochen Wegner. Gibson äußert sich zu zeitgenössischen Themen und teilt seine perspektive auf gesellschaftliche Entwicklungen. Das Gespräch dokumentiert die Gedanken des einflussreichen Schriftstellers in einem journalistischen Format.